Deutsch lernen in der Buchhandlung

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Vorurteile Gesellschaft Stolz Wiesmoor

Meine Verlobte kam letztes Jahr nach Deutschland, nachdem sie in Italien ihren Arbeitsplatz bei der Telecom Italia verloren hatte. Sie nimmt nun am Programm des Bundes für ausländische Fachkräfte teil, um die deutsche Sprache zu erlernen. Sie spricht perfekt Italienisch, Spanisch und Englisch. Außerdem hat sie Kommunikationswissenschaften studiert. Und bei der deutschen Sprache macht sie sehr gute Fortschritte. Ihren Akzent finde ich persönlich sehr wohlklingend. Natürlich spricht sie noch lange nicht perfekt Deutsch, aber sie hat wirklich Talent. Der Satzbau ist vor allen Dingen mehr romanisch gefärbt. "Ich habe gekauft ein paar Bücher." Aber wir arbeiten daran.


Letzten Sonnabend waren wir in einem Buchladen, um für sie neue Schulbücher zu kaufen. Meine Verlobte fragte eine der Angestellten nach einem bestimmten Buch. Diese war wegen des regen Tagesandrangs sichtlich genervt. Es war halt gutes Wetter und die Leute gingen shoppen. "Monika! Haben wir vom Verlag xy und dem Autor yx dem sein Buch mit dem Titel soundso?" Meine Verlobte schaute etwas irritiert. Wir beide sagten aber nichts. "Prima, Monika. Kannste es mal zur Kasse herholen?" Und das war nicht alles. Zu meiner Freundin sagte sie dann noch: "Du bezahlst soundsoviel Euro und ich gebe Dir das Buch." Als wäre sie bescheuert. Ich war in Sorge. Wer eine Süditalienerin zu sehr reizt, wird sehr schnell feststellen, dass diese nicht das typische, norditalienische Temperament hat. Erst vollkommen ruhig – dann Furie! Zum ersten Mal machte ich meinen Mund auf. "Haben Sie "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" auf Lager? Alle fünf Bände?" Irritierter Blick der Verkäuferin. "Scheinbar haben Sie es nicht auf Lager, geschweige denn auf der Pfanne. Du geben mir Quittung für Buch?"

Beichthaus.com Beichte #00031037 vom 16.04.2013 um 12:17:36 Uhr in Wiesmoor (29 Kommentare).

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Die Hand ausgerutscht

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Gewalt Verzweiflung Partnerschaft

Ich (w/23) wurde früher von meinen Eltern sehr oft geschlagen. Ich habe dadurch gelernt, so mit Problemen umzugehen. Irgendwann habe ich den Kontakt abgebrochen und mir geschworen nie so zu werden wie die beiden. Das habe ich auch immer ganz gut hinbekommen, außer […]
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Beichthaus.com Beichte #00031032 vom 15.04.2013 um 01:29:10 Uhr (31 Kommentare).

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“Folge

Die Flecken auf dem Sofa

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Ekel Lügen Sex Tiere Düsseldorf

Meine Eltern und meine kleine Schwester (12) sind vor Kurzem für eine Woche in den Urlaub gefahren. Ich (w/22) bin allerdings zu Hause geblieben, da ich weder auf den Urlaub mit meinen Eltern Lust hatte, noch die Zeit, weil ich mit der Uni beschäftigt war. Das traf […]
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Beichthaus.com Beichte #00031026 vom 14.04.2013 um 11:44:18 Uhr in Düsseldorf (Siegburger Straße) (40 Kommentare).

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Ich hasse Kondome

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Selbstsucht Waghalsigkeit

Ich hasse Kondome
Ich hasse Kondome, meine Freundin wollte aber einfach nicht die Pille nehmen. Als ich einmal das Kondom überrollte, habe ich es heimlich mit meinem Fingernagel angeritzt. Während dem Akt ist es dann, wie erwartet, gerissen und ich bin einfach in ihr gekommen. Sie war natürlich geschockt und ist sofort zum Arzt für die Pille danach. Die Pille wollte sie trotzdem nicht nehmen, also musste ich sie noch mal überzeugen wie unsicher Kondome sind, indem ich das gleiche Spiel ein paar Wochen wiederholte. Jetzt nimmt sie die Pille, nachdem ich zwei Schwangerschaften riskiert habe.

Beichthaus.com Beichte #00031021 vom 12.04.2013 um 16:11:33 Uhr (58 Kommentare).

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“Beichte

Der überstarke Kaffee

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Boshaftigkeit Kollegen Ernährung Oldenburg

Der überstarke Kaffee
Ich (m/28) arbeite in einer Firma, die einem relativ viele kleine Vorteile bietet, die ich auch zu schätzen weiß. So zum Beispiel Kaffee und Tee, so viel man möchte, täglich frisches Obst, eine nagelneue, sehr hochwertige Mitarbeiterküche. Dieses System muss nur von den Mitarbeitern aufrecht erhalten werden, dann sind alle glücklich und zufrieden. Wir sind im Verwaltungstrakt vielleicht 30 Leute, es geht fast familiär zu, umso motivierter sollte man sein, den anderen keine Steine in den Weg zu legen. Kleine Regeln, wie zum Beispiel, wenn man den letzten Kaffee hatte, dass man dann eben 45 Sekunden Zeit investiert, um neuen aufzusetzen. Und eben genau hier ist der Knackpunkt, der mich zur folgenden, regelmäßigen Handlung hingerissen hat und noch immer hinreißt. Immer, aber auch immer, wenn ich mir mal einen Kaffee holen möchte, ist die Kanne leer, aber neu aufgesetzt hat ihn niemand. Anfänglich hat man sich nichts gedacht; einfach neuen gemacht und gut wars, aber mit der Zeit wurde es immer extremer. Man fand natürlich schnell raus, wer die Übeltäter waren, sodass ich gezielt an meiner Rache arbeiten konnte.

Kurz vor einem dreistündigen, regelmäßig stattfindenden Meeting, vor welchem sich die meisten nochmal am Nektar der edlen Bohne delektierten, setzte ich einen Kaffee auf, der einem die Schuhe auszog. Es war eher ein Espresso, auf jeden Fall so stark, dass ich beim Einfüllen des Pulvers schon das erste Mal lachen musste. Meine Erfahrung bei zu starker Dosierung ist, dass es relativ zeitnah die Darmperistaltik ziemlich in Wallung versetzt. Ab dem ersten Schluck startet ein innerer Countdown, nach Ablauf dieser Zeit muss ich so dermaßen dringend auf den Zylinder, dass ein Aufschub fast unmöglich ist. Warum sollte dies denn nicht auch bei meinen Kollegen funktionieren. Mit süffisantem Lächeln beobachtete ich also, wie sich kurz vor dem Meeting die zwei großen Kannen in Rekordzeit leerten, kurz danach saßen wir dann im Konferenzraum. Allein der überdominante Geruch des Kaffees, der die Raumluft schwängerte, war auffällig. Die Kollegen ließen sich jedoch nichts anmerken, nahmen sie halt ein Stück Zucker mehr in die Tasse. Nach dem Konsum dauerte es bei einigen Kollegen nicht sehr lange, bis sie nervös anfingen, auf ihren Stühlen hin und her zu rutschen. Die Darmaktivität machte sich bei einigen auch durch lautes Gluckern bemerkbar. Ab und an waberte der Geruch eines Schleichers durch den Raum, da war bei einigen wohl schon das Notventil aufgegangen. Ich hätte losschreien können, durch Beißen auf die Unterlippe konnte ich mich aber gerade noch zusammenreißen. Wie sie es gemacht haben, weiß ich nicht, aber sie haben knapp zweieinhalb Stunden durchgehalten. Der Leiter der Runde hat diese wunderlicherweise frühzeitig abgebrochen, ihn plagte wohl auch ein gewisser Drang, das WC aufzusuchen. Am Ende des Meetings stürmten locker 12 Mann mit spurtähnlicher Gangart Richtung Klo, leider haben wir nur zwei Toiletten und einige Pinkelbecken. Es sah aus wie in einer Disco, die Kabinen waren belegt, Fürze und Grunzen waren bis auf den Flur vernehmbar, davor tummelten sich nervöse Schlipsträger, die auch im Sekundentakt ihren nicht aufzuhaltenden Flatulenzen Freiheit gewähren mussten. Was ein überstarker Kaffee für lustige Wirkungen auslösen kann! Seitdem mache ich dies auf regelmäßiger Basis, der Kaffeekonsum ist spürbar zurückgegangen, gerade vor dem langen Meeting, aber einige lernen es einfach nicht und kämpfen regelmäßig mit der Wirkung des überstarken Gebräus. Es tut mir leid, falls die Produktivität darunter leidet beziehungsweise die Leute sich sehr unwohl fühlen, aber diese Genugtuung gleicht es für mich mehr als aus, dass ich täglich mehrfach vor einer leeren Kaffeekanne stehe.

Beichthaus.com Beichte #00031019 vom 12.04.2013 um 09:42:08 Uhr in Oldenburg (25 Kommentare).

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