Billig-Mode zum Wegwerfen

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Maßlosigkeit Habgier Verschwendung Shopping

In meiner Stadt gibt es eine Pr*markfiliale. Diese Kette bietet Mode zum sehr günstigen Preis an. Die Qualität ist dementsprechend übrigens gering. Der Laden muss einen ungeheuerlichen Umsatz machen, da vor allem viele junge Frauen wie im Wahn kaufen. Es kommt häufig vor, dass die Ladys das Geschäft mit mehr als einer Tüte verlassen. Am Wochenende sind die Umkleiden so überlaufen, dass viele Kleidungsstücke ohne Anprobe in die dortigen Einkaufstrolleys geworfen werden. Ich bin mir sehr sicher, dass viele Kunden keinen Überblick über ihren Einkauf haben. Ich komme täglich an dem Shop vorbei und schaue mir ab und zu diesen Trubel an. Irgendwann habe ich eine Kolonne junger, unmotiviert wirkender Mädels entdeckt, die alle einen randvollen Trolley hinter sich herzogen.


Ich weiß nicht, warum, jedoch habe ich vom nächsten Ausstellungstisch irgendein Oberteil gegriffen und es ungesehen in eines dieser Wägelchen befördert. Nach einer Ewigkeit war die Truppe an der Kasse und ich beobachtete, wie alle Teile ohne Beanstandung bezahlt wurden. Das war das erste Mal, dass ich jemandem ein Kleidungsstück untergejubelt habe. Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat sich das einige Male wiederholt. Mittlerweile bin ich darauf aus, absichtlich völlig falsche Größen auszuwählen. Meistens beobachte ich das Szenario bis zum Bezahlvorgang und fühle mich darin bestätigt, dass dort besonders Quantität gekauft wird und die Leute keinen Überblick über ihre Wahl haben. Meine Stücke kosten dabei übrigens nicht mehr als fünf Euro. Ich beichte, dass ich dafür verantwortlich bin, dass Kunden dieses Ladens unabsichtlich Kleidungsstücke kaufen, die ihnen überhaupt nicht passen. Würden sie jedoch gezielter auswählen und beim Bezahlen besser aufpassen, würde ihnen dieser Missstand auffallen. Vielleicht wird beim nächsten Mal mit mehr Bedacht geshoppt.

Beichthaus.com Beichte #00033080 vom 17.04.2014 um 16:52:05 Uhr (23 Kommentare).

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Das Rollentausch-Experiment

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Falschheit Neugier Lügen Internet

Meine Beichte ist, dass ich (m/28) mein Ego in den letzten fünf Jahren auf Kosten von flirtwilligen Männern gepuscht habe. Nein, ich habe mich nicht in Gaybars angraben lassen. Es hat damals vor fünf Jahren beim Online-Dating angefangen, nach erfolgloser Suche wollte ich mir mal die Tricks der anderen Männer anschauen und habe mich einfach als Frau angemeldet. Fotos habe ich von einer Singlebörse aus dem Ausland geliehen, ist natürlich nicht korrekt, aber ich denke, die Dame hat es nie erfahren. Mein Avatar war auch eine absolut durchschnittliche Frau, also nicht der Oberflieger, ich wollte ja ein ehrliches Experiment wagen. Nun ja, ich war zunächst über die Anzahl der Zuschriften doch ein wenig irritiert. Am Tag kamen so an die vierzig Mails rein. Zehn davon waren gewöhnlich auf schnellen Sex aus und haben das auch ganz klar gesagt. Weitere zehn Mails waren oft Wiederholungen, gewöhnlich mit demselben Text wie vor zwei Wochen. Die restlichen Mails waren aber oft sehr nett geschrieben und ich habe dann angefangen, zurückzuschreiben. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich in meinem ganzen Leben noch nie so freundlich von anderen Männern behandelt wurde. Da gab es Leute die am Wochenende mal eben von Österreich nach Hamburg fahren wollten, nur um mit mir einen Kaffee zu trinken, und ich dachte damals, dass ich schon verzweifelt wäre. Ob es darum ging, dass ich eine starke Erkältung hatte oder mein Staubsaugerkabel nicht mehr richtig aufrollte, ich bekam stets das vollste Verständnis. Ja, ich hätte sie wirklich alle haben können, hunderte, wenn ich eine Frau gewesen wäre.


Ich muss leider sagen, dass ich durch diese Kontakte unglaublich arrogant geworden bin und daher nach Jahren auch damit aufgehört habe. Es war zwar Balsam für die Seele, wenn man nach Feierabend die vielen verständnisvollen Mails lesen konnte, aber im Beruf bin ich immer gereizter geworden, wenn mir nur irgendwer ein wenig quer gekommen ist. Daher muss ich sagen, dass ich heute einen derben Respekt vor Frauen habe, da sie trotz dieser Dauerberieselung auch im Alltag oft noch ganz normal drauf sind, auch wenn es da natürlich Ausnahmen gibt. Was mir auch schwer zugesetzt hat, ist, dass einige der Männer wirklich die absoluten Verlierer waren. Das bedeutet sie waren beruflich schwer erfolgreich, hatten aber überhaupt keine Freunde und auch kein richtiges Leben. Ihre einzige Kontaktperson schien die Frau zu sein, die auf ihre Mails geantwortet hatte und in Wirklichkeit doch dann nur ein Mann war. Das hat schließlich auch dazu geführt, dass ich die Kontakte habe langsam abbrechen lassen und mich dann vor zwei Monaten ganz zurückgezogen habe. Ich vermute heute, dass ich meine Strafe in gewisser Weise erhalten habe - denn durch den Rollentausch habe ich auch einen Einblick in eine ziemlich dunkle Seite unserer Gesellschaft erhalten.

Beichthaus.com Beichte #00033074 vom 16.04.2014 um 23:06:42 Uhr (6 Kommentare).

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Die Lüge für den Urlaub

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Falschheit Lügen Selbstsucht Arbeit Urlaub

Ich arbeite in einer kleinen Firma - nur der Chef und ich. Diese Woche habe ich Urlaub, welchen ich aber aus verschiedenen Gründen zu Hause verbringe. Mein Chef ist nun jedoch plötzlich krank geworden und fällt wohl für diese und die nächste Woche aus. Ich habe ihm dann erzählt, dass ich in Urlaub fahre und alles schon gebucht ist, damit ich auch zu Hause meine Ruhe habe. Zur Besänftigung habe ich ihm aber versprochen, vom Urlaub aus mal zwischendurch in die Mails zu schauen, um eventuell dringende Probleme bei unseren Kunden mitzubekommen. Das habe ich natürlich nicht getan und werde es auch nicht. Natürlich könnte das Ganze meinen Chef ein bisschen Geld kosten, aber ich brauche auch mal Urlaub.

Beichthaus.com Beichte #00033066 vom 15.04.2014 um 21:49:35 Uhr (16 Kommentare).

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Leben mit der Angst

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Feigheit Verzweiflung Neurosen Studentenleben

Ich (m/26) habe ein ernstes Problem. Ich bin jetzt seit sieben Jahren Student, mittlerweile im dritten Studiengang. Einen Abschluss habe ich bisher nicht. Ich lebe zum Teil auf Kosten meiner Eltern, zum Teil durch einen Nebenjob. Der Grund, warum ich nicht weiterkomme? Ich leide seit Jahren an sozialer Phobie - bereits durch einen Hausarzt und vor Kurzem auch durch eine Therapeutin erneut bestätigt. Ich habe permanent Angst, mit Kommilitonen in Kontakt zu treten. Ich bekomme teilweise Panikattacken, Schweißausbrüche und Herzrasen, wenn ich nur einen Seminarraum betrete. Dass ich mir dadurch mein Leben - sowohl ausbildungstechnisch als auch privat - zerstöre, ist offensichtlich. Ich habe mich immer wieder dazu gezwungen, in Vorlesungen zu gehen und Kommilitonen zu begegnen. Die Angst bleibt und fesselt mich. Ab und zu lindert Marihuana meine Angst, aber natürlich auch nicht auf Dauer. Eine richtige Therapie bezahlt meine Krankenversicherung (privat) leider nicht. Ein Wechsel in eine Gesetzliche ist nicht möglich, solange ich Student bin. Meine Eltern haben mehr und mehr die Hoffnung in mich verloren. Ich würde so gern ein völlig normales Leben ohne Angst führen. Studieren, lachen, leben, arbeiten. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich beichte, dass ich unfähig bin, ohne Angst zu leben.

Beichthaus.com Beichte #00033042 vom 12.04.2014 um 13:47:33 Uhr (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Dreckige Fensterscheiben

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Faulheit Trägheit Unreinlichkeit

Ich beichte, dass meine Fensterscheiben so unglaublich verdreckt sind, dass heute Morgen die Verwaltung anrief. Die Dame meinte, dass meine Fenster eine Schande für die Außenfassade seien. Außerdem drohte sie mir damit, dass wenn ich meine Fenster nicht umgehend putze, sie jemanden anstellt, der das erledigt, und zwar auf meine Kosten. Ich muss zugeben, die Fenster sehen wirklich schlimm aus. Sonst bin ich eigentlich sehr reinlich, aber Fenster putzen ist echte Knochenarbeit. Ich beichte außerdem, dass ich keinen Finger rühren werde, soll die Tussi doch jemanden einstellen. Das schafft Arbeitsplätze und die paar Euro sind es mir wert.

Beichthaus.com Beichte #00033032 vom 10.04.2014 um 19:39:58 Uhr (11 Kommentare).

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