Kostenlos U-Bahn fahren in Berlin
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Die Farben waren viel zu hell, das Papier zu dünn und nicht einmal gerade abgeschnitten, der Stempel war nur halb zu sehen, weil der eigentlich über das Passfoto gestempelt wird, die Ösen waren krumm, schief und golden und natürlich standen da der Name, das Geburtsdatum und die Anschrift meiner Schwester drauf. Die meisten schauten bei der Kontrolle immer nur auf die Rückseite mit der Wertmarke. Gut, die sieht auch ganz passabel aus, aber natürlich gab es auch Kontrolleure, die die Vorderseite sehen wollten und es nicht gerafft haben. Dieser Ausweis ist nur mit passendem Personalausweis gültig und ich schwöre, dass es sogar mal einen gab, der meinen Pass haben wollte, beide Dokumente in den Händen hatte und dem weder die verschiedenen Daten noch die Fälschung des Schwerbehindertenausweises auffiel. Ich fuhr also jahrelang kostenlos überallhin, bekam ermäßigten Eintritt, durfte gratis auf öffentliche Toiletten und erregte falsches Mitleid.
Heute, mit 22, mache ich das nicht mehr. Vor knapp einem Jahr schaute ein Schaffner im Zug ganz genau drauf und sagte: Ja, man muss da immer genau gucken, weil viele Leute den Ausweis von der Oma fälschen. Ich ließ mich dann auch noch zu einem: "Was? Wer macht denn so was?!" hinreißen. Er ging dann einfach weiter und ich glaube, er hat es gewusst. Bei der nächsten Station stieg ich aus und rannte wie eine Irre, weil ich solche Angst hatte, mir käme irgendwer hinterher und würde mich verhaften. Seitdem kaufe ich brav meine Tickets und mittlerweile ist es mir auch echt peinlich. Ich bin zwar nach wie vor der Meinung, dass die Preise für Bus und Bahn ein Unding sind, aber der Druck, dem man sich Tag für Tag mit solchen Aktionen aussetzt, ist es im Nachhinein nicht wert. Die ständige Angst, kontrolliert zu werden und wenn man kontrolliert wird, der dicke Kloß im Hals - einfach nur unangenehm. Komischerweise habe ich immer noch Schiss davor, kontrolliert zu werden, trotz Monatsticket, aber ich glaube, gerade in Berlin mit ihren tollen Methoden, den Ausgang des Bahnhofs mit 25 Mann zu blockieren und einen erst nach Vorzeigen des Tickets durchzulassen, ist das nicht verwunderlich.