Die ausgebrochene Schafherde

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Dummheit Waghalsigkeit Vandalismus Tiere Ulm

Vor vielen Jahren an einem schönen Sommertag spielte mein bester Kumpel und ich mal wieder auf der großen Wiese, die in der Nähe unserer Häuser lag. Es gab einen großen Fluss, einen kleinen Tümpel und ab und zu Schafherden auf der Wiese.
Wir waren schon immer viel an Tieren interessiert, so kamen wir an einem Tag auf die Idee mal ein Schaf zu bereiten und mit ihm ein bisschen rumzutraben. In dem mit Elektrozaun umschlossenen Gebiet befanden sich circa 300-400 Schafe.
Vor dem Elektrozaun stand ein kleines Gerät, es war das Gerät um die Stromstärke zu regulieren.
Nach rechts drehen die Voltzahl erhöht sich nach links, sie verringert sich. Da ich mir dachte wir wollen uns ja keinen Schock oder ähnlich holen drehte ich den Stromregulierer einfach mal solang nach links bis es nicht mehr weiter ging, wir sprangen über den Zaun und mein Kumpel sprang auf ein Schaf und dann passierte das Unglück.
Das Schaf erschreckte sich sehr stark und rannte Richtung Zaun und überrannte ihn einfach, nun kam der Dominoeffekt zum Einsatz, die komplette Viehherde bewegte sich zusammen mit dem ausgebrochenen Schaf, das wir heute als Charlie betiteln, in die Freiheit.
Was wir dann taten?
Wir rannten um unser Leben und das so schnell wie uns unsere Füße tragen konnten. Am nächsten Tag hat mir mein Opa erzählt das die Schafherde ausgebrochen sei und mehrere Schafe in dem Fluss nebenan ertranken, es tut mir heute noch Leid lieber Schafhirte und den Schafen ebenfalls.

Beichthaus.com Beichte #00027943 vom 30.06.2010 um 13:45:19 Uhr in Ulm (23 Kommentare).

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Gefälschtes Attest

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Betrug Faulheit Lügen Schule

Meine größte Sünde liegt schon etwas länger zurück. Damals war ich noch in der Schule, ich glaube es war die neunte oder zehnte Klasse. Zur damaligen Zeit war ich etwas faul und konnte mit Schule nicht wirklich viel anfangen. Ich fand es stressig jeden Tag in eine Institution zu gehen, in welcher ich mich erstens nicht wohl gefühlt und ich mich zweitens auch noch gelangweilt habe. Hinzu kamen auch noch die schlechten Noten in Englisch und Latein, was mir dann die Lust an Schule endgültig genommen hat. So kam es dazu, dass ich einmal knapp zwei Wochen nicht mehr in die Schule gegangen bin. Für eine solch lange Zeit reichte dann keine Entschuldigung der Eltern mehr aus, sondern es benötigte ein Attest vom Arzt. Deswegen bin ich dann auch zum Arzt gegangen und habe mir dort ein Attest für einen Tag ausstellen lassen. Mithilfe eines TippEx und eines Farbkopierers habe ich dann das Feld in dem die Daten standen, von wann bis wann das Attest gilt, so bearbeiten können, dass es für den Zeitraum gültig ist, in dem ich gefehlt habe.
Leider war diese Fälschung nicht ganz perfekt und leider werden diese Daten auch in den Akten der Ärzte festgehalten, so dass diese Fälschung ziemlich schnell aufgeflogen ist. Für mich bedeutete das einen Schulverweis auf Bewährung. Der wurde dann nach der Bewährungszeit aber auch wieder aus den Akten genommen, da ich mir vorher nie etwas anderes zu Schulden kommen lassen habe und nachher natürlich auch nicht mehr.

Beichthaus.com Beichte #00027942 vom 30.06.2010 um 13:06:55 Uhr (14 Kommentare).

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“Beichte

Läuse bis nach Spanien verbreitet

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Feigheit Falschheit Boshaftigkeit Gesundheit Spanien

Als ich ungefähr 12 Jahre alt war, wollten wir Urlaub in Spanien machen. Zwei Wochen vorher hatten sich die Läuse bei uns in der Schule verbreitet und ich wurde nicht davon verschont. Meine Mutter hat uns dann alle schön mit Läusemittel den Kopf eingerieben und dann waren sie auch weg. Denkste! In Spanien ging bei mir dann das große Kratzen wieder los, ich behielt es aber für mich weil ich keine Lust hatte von irgendwelchen Aktivitäten ausgeschlossen zu werden. Mit der Zeit wurde es immer unangenehmer mit dem Kratzen und vor lauter Frust habe ich die Läuse auf meinem Kopf eingefangen und anderen Kindern die auch dort in der Hotelanlage waren, unauffällig auf den Kopf geworfen. Heute möchte ich mich dafür entschuldigen. Das war wirklich fies und gemein von mir.

Beichthaus.com Beichte #00027941 vom 30.06.2010 um 13:03:21 Uhr in Spanien (Palma de Mallorca) (16 Kommentare).

Gebeichtet von rocker_
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Der Feuerteufel

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Dummheit Waghalsigkeit Vandalismus Hochmut Silvester

Der Feuerteufel
Ich (m/23) beichte, dass ich mit jeglicher Art von Feuer nicht umgehen kann und damit mich und andere regelmäßig in Gefahr bringe:

- Mit 11 habe ich einen Grillsonntag versaut. Ich hatte Spiritus in die Flamme gespritzt, mich vor der Stichflamme erschrocken, aber die Flasche trotzdem weitergedrückt und einen Weg aus Spiritus zu dem verpackten Fleisch gelegt, was direkt neben dem Grill aufgetürmt war. Das hat sich dann auch entzündet. Somit hatte das Fleisch nun eine Marinade aus geschmolzenem Plastik.
- Mit 13 habe ich in der Wohnung meines Vaters aus Versehen einen Feuerring von Silvester angezündet und seinen Chinateppich verbrannt. Ich war mit einem Feuerzeug immer näher an die Zündschnur rangegangen, nur aus Spaß. Ich wollte sie nicht mit der Flamme berühren, aber ich hatte nicht bedacht, dass Feuer auch Hitze ausstrahlt. Die Zündschnur entzündete sich schon 2-3mm, bevor ich sie direkt mit den Flammen berührte.

- Mit 16 hatte ich Schwarzpulver aus Silvesterkrachern extrahiert und in einem Gefäß gesammelt. Als ich ein kleines Türmchen Schwarzpulver einfach so entzünden wollte, sprang ein Funke in das etwa 20 cm entfernt stehende Plastikgefäß mit einer Menge Schwarzpulver (in etwa eine 3/4 Tasse) drin. Die Stichflamme war etwa 1 Meter hoch und dauerte bestimmt an die 3 Sekunden. Das Plastikgefäß war danach nicht mehr ausfindig zu machen. Die Wohnung war natürlich voll mit giftigem Qualm, als ich alle Fenster geöffnet hatte, hat ein Nachbar wohl die Feuerwehr gerufen, weil es minutenlang wie aus einem brennenden Haus aus den Fenstern gequalmt hat.
- Mit 19 hatte ich mir eines Abends Brötchen in den Ofen geschoben. Dann bin ich eingeschlafen. Am Morgen wachte ich auf und die Wohnung roch ein wenig streng nach Verbranntem. Die Brötchen hatten ihre ursprüngliche Form noch, allerdings bestanden sie nun aus 100% Kohle und wurden bei eB*y verkauft.

- Mit 22 habe ich aus Spaß Magnesium, das ich noch aus früheren Chemieexperimenten übrig hatte und im Keller entdeckt habe, auf einem Teller verbrannt. Magnesium wird beim Verbrennen weit heißer als Benzin, Alkohol oder dergleichen. Der Teller ist geschmolzen, was ich recht lustig fand, die darauf folgende Explosion des Tellers allerdings nicht. Das über 1.000 Grad heiße Magnesium flog meterweit durch die Luft und nur mit sehr viel Glück traf es keine leicht brennenden Gegenstände (die Couch stand direkt nebenan). Jetzt lag noch ein Haufen brennendes Magnesium auf dem Tisch, was ich mit Wasser löschen wollte. Man bedenke Magnesiumfackeln, die selbst unter Wasser weiterbrennen. Wieder einmal explodierte der Magnesiumhaufen und entzündete Tischdecke und Couch. Beides konnte ich durch Ersticken in den Griff bekommen, allerdings war im Tisch ein großer Brandfleck, die Tischdecke hinüber und die Couch hat mehrere große Brandflecken. Der Boden ebenfalls.

- Gestern habe ich mir ein sehr fettiges Hacksteak im Ofen zubereiten wollen. Etwa 30 Minuten auf höchster Stufe meines Gasofens. Als ich den Ofen öffnete, floss eine Menge Fett vom Backpapier auf das Backblech, entzündete sich nach kurzem Qualmen und hüllte den gesamten Ofen in ein flammendes Inferno. Geistesgegenwärtig (ich bin in solchen Situationen inzwischen aus Gewohnheit relaxt) schloss ich die Ofentür mit einem Fußtritt und sprang um die Ecke in Deckung, von der aus ich den Ofen beobachtete. Das Feuer war zum Glück erstickt. Die Hacksteaks haben nicht geschmeckt.
- Das ist natürlich nicht alles, aber alle meine Missgeschicke im Umgang mit Feuer zu schildern wäre zu viel.

Eindeutig mag ich Feuer, aber Feuer mag mich nicht. Mittlerweile habe ich einen Spürsinn für Situationen entwickelt, die brenzlig sein könnten. Zum Beispiel kriegt mich niemand vor einen Grill, den würde ich eh nur anzünden. Lagerfeuer machen sind so oder so tabu (bei der Bundeswehr hatten sich meine Stiefel entzündet), mindestens 2 Meter Abstand. Feuerlöscher und mehrere Rauchmelder sind installiert, ein Rauchmelder ist verbrannt, was ich hier nicht näher erläutern möchte. Zippo-Feuerzeuge sowie modifizierte Feuerzeuge, die eine Riesenflamme haben (und manchmal geht die Flamme, wenn man loslässt, gar nicht aus, man erschreckt sich und lässt das Feuerzeug fallen, was dann andere Gegenstände entzündet) sind tabu. Lupen bei Sonnenschein - NEIN. Und Silvester dürfte ich eigentlich nicht aus dem Haus gehen, aber das will ich mir dann doch nicht entgehen lassen. Mit viel Selbstdisziplin ist an Silvester bisher noch nicht allzu viel passiert, bis darauf, dass ich mal eine Tüte mit etwa 50 Böllern aus Versehen entzündet habe und ein paar umgekippte Raketen, die Hauswände trafen.

Ich möchte betonen, dass das Ganze nicht mutwillig geschieht. Es geschieht alles aus Versehen. Und das tut mir leid und ich weiß, wie fahrlässig ich manchmal handle, aber ich merke es nicht einmal. Wie gesagt, Feuer mag mich nicht. Jeder Statistiker wird sich an den Kopf fassen, warum bisher noch nichts Schlimmeres passiert ist. Ich muss wohl eine Menge Glück haben. Mal sehen, was die Zukunft noch so für mich bereithält. Jedenfalls dokumentiere ich alles akribisch mit Datum, Foto und Beschreibung.

Beichthaus.com Beichte #00027932 vom 26.06.2010 um 14:07:11 Uhr (60 Kommentare).

Gebeichtet von Tacitus
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Zufallsbeichte
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Krematorium Bremen-Nord

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Zorn Aggression Peinlichkeit Telefon Bremen

Ich (w/23) trete so ziemlich jedes Frauenklischee mit Füßen. Ich hasse Handtaschen, Schuhe, und vor allem hasse ich klingelnde Telefone. Ich werde beim Klang dieser bimmelnden Teufelsdinger wütend, auch wenn ich noch gar nicht weißt, wer dran ist. Vor zwei Wochen habe ich im Rahmen meiner Ausbildung mit drei anderen angehenden Sozialpädagogen bei mir daheim für ein Gruppenprojekt gearbeitet. In dem Moment bimmelte, schon zum bestimmt fünften Mal an diesem Abend, das Telefon. Fuchsteufelswild ging ich ran und sagte mit überraschend gelassener Stimme: "Krematorium Bremen-Nord, Sie killen, wir grillen, einen schönen guten Tag?" Dummerweise hatte ich in meiner kopflosen Aggro nicht auf die Nummer geschaut. Es war meine Großmutter, und sie brachte nur ein unzusammenhängendes Stammeln heraus. Das war mir schrecklich unangenehm, genau wie die blöden Blicke meiner Teammitglieder. Tut mir Leid, Oma. Ich bereue.

Beichthaus.com Beichte #00027926 vom 24.06.2010 um 01:59:41 Uhr in 28779 Bremen (Schwaneweder Straße 152 B) (36 Kommentare).

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