Der Drängler, der rechts überholt

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Aggression Waghalsigkeit Ignoranz Zorn Auto & Co.

Ich beichte, dass ich fast jeden Tag mit dem Auto rechts überhole. Manchmal sogar drei Autos hintereinander. Das Rechtsüberholen findet dabei in der Regel nicht auf der Autobahn statt, sondern auf einer zweispurigen Landstraße zwischen einer kleinen Vorstadt und einer großen süddeutschen Stadt. Sehr viele Leute wissen anscheinend nicht, dass außerorts allgemein Rechtsfahrgebot gilt - ob auf der Autobahn oder nicht. Am Anfang des zweispurigen Straßenteils ist eine Ampel, an der man sehr oft halten muss. Hier beobachte ich auch sehr häufig Leute, die auf der leeren Straße hinter mir hergefahren sind und dann vor der Ampel völlig sinnbefreit und ohne jegliche Überholabsicht auf die linke Spur wechseln. Und danach schön langsam und ohne einen Überholversuch mehrere Kilometer auf der linken Spur verbringen.


Und wenn sich andere Leute sichtlich schneller auf der linken Spur hinter ihnen nähern, fällt denen auch in der Regel nicht ein, nach rechts zu wechseln. Da bei genügend Abstand das Verwenden der Lichthupe zwar noch legitim ist, aber bei diesen unaufmerksam fahrenden Leuten eh keine Wirkung zeigt, überhole ich mittlerweile nur noch rechts - als ob es das Normalste der Welt wäre. Das führt dazu, dass ich deswegen theoretisch schon unzählige Punkte in Flensburg bekommen hätte. Aber bisher hat mich niemand dafür angezeigt, auch wenn ich es darauf anlege. Die meisten dieser Leute haben wohl eh keine Ahnung von Verkehrsregeln. Außerdem ist es doch eine Win-win-Situation: Ich rege mich über diese Leute kaum noch auf und sie müssen sich nicht über einen vermeintlich bösen Drängler aufregen und können besten Gewissens ihre ignorante Haltung fortführen.

Beichthaus.com Beichte #00034597 vom 14.12.2014 um 14:55:47 Uhr (26 Kommentare).

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Traumberuf: Visagistin

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Neid Falschheit Eifersucht Stolz Kempten

Ich (w/18) möchte beichten, dass ich allen alten Freunden von mir aus dem Weg gehe, die das geschafft haben, was ich noch schaffen will. Ich möchte nämlich unbedingt Visagistin werden, und eine Ausbildung als Friseurin absolvieren. Insgesamt haben fünf Freundinnen vor einem Jahr eine Ausbildung zur Friseurin angefangen und haben scheinbar das gleiche Ziel wie ich. Ich habe genau in diesem Zeitraum den Kontakt abgebrochen, anfangs weil ich mich geschämt habe, dass ich keine Ausbildung gefunden habe - jetzt einfach nur, weil ich neidisch bin und ich dieses Gefühl nicht besonders mag, weil es mich eher depressiv und antriebslos macht. Gestern habe ich eine alte Freundin von mir gesehen - sie hat gerade mit ihrem Auto geparkt und mich direkt angeschaut. Ich stand sogar vor ihr.

Sie sah viel hübscher aus als früher und war wirklich sehr stark geschminkt, gestylt und hatte die Haare wunderschön. Ich dagegen war ungeschminkt, hässlich angezogen und meine Haare waren verwuschelt, ich hatte fette Augenringe und war mit meinem Hund spazieren. Als unsere Blicke sich trafen, habe ich mich erschrocken und habe bedauernswert nach rechts geschaut, während meine Haare mein Gesicht verdeckten und ich schnell mit meinem süßen Hund abgedampft bin. Ich wollte einem Gespräch aus dem Weg gehen, das eventuell mit "Hey, was machst du jetzt so, und hast du jetzt auch einen Führerschein und ein Auto?" beginnt, so wie es schon oft vorgekommen war. Ich wollte mir diese Erniedrigung allerdings nicht geben und deshalb bin ich einfach gegangen. Eine kleine Beichte kommt wohl jetzt dazu - immer wenn mich jemand fragt, was ich mache, sage ich einfach, dass ich eine Gesangsausbildung mache, Gesangslehrerin werde und eine eigene Gesangsschule plane. Dafür müsste ich dann auch ganz weit wegziehen.

Im Grunde genommen ist es nur eine kleine Lüge, denn ich nehme ja Gesangsunterricht, singe schon, seit ich ein kleines Kind bin und kann die Techniken schon recht gut ausführen und weiß viel - aber dazu muss man eigentlich studieren. Jedenfalls wenn man eine richtige Gesangslehrerin werden will, alles andere wäre stümperhaft und nicht gut für die Schüler. Naja, ich will einfach nicht, dass andere sehen, dass ich ein Loser bin, der bis heute keine Ausbildung gefunden hat. Ich hoffe, das wird sich bald ändern, denn der Neid frisst mich auf. Ich weiß nicht, ob mich jemand verstehen kann - wahrscheinlich eher nicht, aber das ist eine ziemlich aufreibende Sache für mich und es tut mir wirklich sehr leid.

Beichthaus.com Beichte #00034594 vom 13.12.2014 um 18:48:42 Uhr in 87439 Kempten (17 Kommentare).

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“Beichte

Neid auf dicke Autos & Hartz-IV-Betrüger

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Neid Engherzigkeit Falschheit Sögel

Ich bin eine ganz, ganz schlechte Freundin. Nein, es geht nicht um Liebhaber und gescheiterte Beziehungen, aber ich habe zwei Freundinnen. Einer geht es, dank ihres fleißigen Mannes, der selbstständig ist, unglaublich gut. Dicke Autos, jetzt ein bombastisches Haus gemietet, man fährt ungefähr zehn Wochen im Jahr in den Urlaub, weil der Mann ja so ausgepowert ist, von seinem Job und so weiter. Die anderen - Hartz-IV-Sozialbetrüger, kaufen sich auch jedes Jahr ein Auto, fahren in den Urlaub und so weiter. Sie arbeiten beide schwarz und verdienen sich damit eine goldene Nase. Und was ist mit mir?

Mein Mann und ich arbeiten uns den Buckel krumm und sind froh, wenn wir die anfallenden Rechnungen bezahlen können. Ich tue so, als würde ich mich unglaublich mit meinen Freundinnen freuen. Aber ich freue mich nicht. Ich bin unglaublich neidisch und mir tut das nicht gut. Ich weiß, ich soll mich über das freuen, was ich habe - meine Ehe läuft gut, die Kinder sind gesund, wir haben einen Riesenberg Schulden durch unserer Hände Arbeit abgebaut. Aber ich könnte kotzen, wenn ich sehe, wie den beiden die gebratenen Tauben in den Mund fliegen. Bitte vergebt mir meine hässlichen Gedanken.

Beichthaus.com Beichte #00034588 vom 12.12.2014 um 23:41:40 Uhr in Sögel (9 Kommentare).

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Mit Bart beim Vorstellungsgespräch

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Engherzigkeit Falschheit Boshaftigkeit Arbeit

Ich bin Human Resources Manager in einem großen Unternehmen mit fast 1.000 Mitarbeitern. Dort habe ich in meiner Abteilung mit allem zu tun, was die Verwaltung sämtlicher Mitarbeiter betrifft und als Leiter führe ich unter anderem auch die Vorstellungsgespräche. Bei uns läuft es so ab, dass ich vom Leiter der jeweiligen Abteilung in der eine Stelle besetzt werden soll, kontaktiert werde und erfahre, welche Qualifikationen der Bewerber mitbringen soll. Der erste Kontakt bzw. das erste persönliche Gespräch erfolgt mit mir, und erst wenn ich mein Okay gebe, kommt es zu einem weiteren Termin, bei dem der Bewerber dann den Leiter der Abteilung kennenlernt, in welcher eine Stelle besetzt werden soll.


Nun scheint es schon seit einem Jahr oder mehr sehr in Mode zu sein, sich einen ordentlichen Bart wachsen lassen und massig Gel in die Haare zu schmieren. Immer wieder kommen junge Leute in mein Büro, die aussehen, als ob sie erst vom Holz machen aus dem Wald gekommen sind, oder ob sie noch nie von der Erfindung eines Rasierers gehört hätten. Und noch dazu sieben Kilo Gel in den Haaren und eine Frisur, als ob starker Seitenwind sie erwischt hätte. Allerdings geht es hier nicht um Stellen in einem Callcenter, welche besetzt werden sollen, sondern meist um gut bezahlte Posten, wo hohe Schulabschlüsse erforderlich sind und ein Bart absolut fehl am Platz ist - sei dieser noch so gepflegt. Aber auch wenn die Personen sehr qualifiziert sein können, sage ich ihnen unmissverständlich, dass sie mit dem Urwald im Gesicht und der Frisur keine Chance haben, an mir vorbeizukommen.


Ich habe bis jetzt noch jedem die Chance gegeben, sich einen neuen Termin mit mir zu machen, bei dem er rasiert und mit einer ordentlichen Frisur erscheint. Was nicht heißt, dass er dann automatisch eine Runde weiter ist. Aber zumindest hat derjenige dann sein Äußeres auf Vordermann gebracht. Ich möchte hiermit beichten, dass ich viele der Kandidaten noch einmal rasiert antanzen lasse, obwohl ich von vornherein weiß, dass sie an mir nicht vorbeikommen werden. Aber mir geht dieser Einheitslook der jungen Leute, wo alle einen Vollbart und gegeelte Haare haben müssen, am Arsch vorbei. Wenn einer dieser gesichtslosen Mitläufer dann ein zweites Mal bei mir im Büro sitzt, ohne seinen mühevoll über Monate gewachsenen Bart und einer Frisur ohne Gel, bei welcher ein Friseur sicher gutes Geld verdient hat, gibt es mir irgendwie ein Gefühl der Genugtuung, wenn ich demjenigen dann gleich nach der Begrüßung sagen kann, dass es leider nichts werden wird. Ich bitte um Absolution für mein Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00034586 vom 12.12.2014 um 22:04:44 Uhr (42 Kommentare).

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Der Rosenkrieg meiner Eltern

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Hass Zorn Ungerechtigkeit Familie

Als ich 12 Jahre alt war, ließen meine Eltern sich unter großem Tamtam scheiden. Mein Vater war meiner Mutter mehrmals fremdgegangen und machte auch keinen Hehl daraus, dass sein Grund dafür war, dass meine Mutter in der Ehe 30 Kilo zugelegt hatte. Der folgende Rosenkrieg […]
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Beichthaus.com Beichte #00034585 vom 12.12.2014 um 13:29:16 Uhr (18 Kommentare).

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