Meine Schwester ist strunzdumm!

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Rache Verrat Familie Vorurteile Dummheit Wolfsburg

Früher hat mich meine große Schwester immer blöd behandelt und so getan, als sei sie etwas Besseres, obwohl sie strunzdumm war und auf die Sonderschule ging und ich später die Realschule besucht habe. Sie machte mich in der Öffentlichkeit und vor ihren Freundinnen immer richtig schlecht. Irgendwann wusste ich, dass sie Kinderschokolade in ihrem Schreibtisch versteckt und man brauchte die Klappe nur ein wenig runterdrücken und konnte dann das Fach öffnen, obwohl sie es abgeschlossen hatte. Der Badezimmerschlüssel passte zum Glück auch in der Tür zu ihrem Zimmer, sodass ich diesen heimlich bei mir gehortet hatte. Dann hatte sie irgendwann eine oder zwei ihrer Freundinnen aus der Sonderschule eingeladen und die wollten dann am Wochenende wegfahren - in die Disco - und hatten auch alle schon ihren ersten Freund. Die Jungs und Mädels waren alle im Zimmer meiner Schwester und am Nachmittag habe ich die Kinderschokolade in Senf getaucht und fein säuberlich wieder zugemacht. Und auch die Getränke habe ich ein wenig mit Maggi gemischt und zusätzlich die Klamotten von denen versaut.

Natürlich spielte ich die nervige störende kleine Schwester und musste richtig lachen, als die rumgekreischt haben, weil alles eklig geschmeckt hat. Dafür hasst sie mich noch heute. Kein Wunder, sie ist ja strunzdumm und meint, sie sei etwas besseres, nur weil sie die Ältere von uns beiden ist und keinen Kontakt zu mir haben will. Das Ganze ist 25 Jahre her. Ich gönne ihr diese Einstellung, weil sie einfach nur dumm ist und nicht merken will, dass auch sie Fehler gemacht hat. Außer eine geförderte Ausbildung vom Arbeitsamt zur Hauswirtschaftshelferin und drei Kinder wegen denen sie geheiratet hat, hat sie nichts auf die Reihe bekommen - mit einem Mann, der ihr alle Rechte abgesprochen hat. Sind alle dumm.

Beichthaus.com Beichte #00040057 vom 18.07.2017 um 16:58:15 Uhr in Wolfsburg (8 Kommentare).

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Wir brauchen eine Revolution des Schulsystems!

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Zorn Dummheit Vorurteile Schule

Ich hätte ein genialer Astrophysiker werden können, wenn ich nur rechtzeitig erfahren hätte, wie sehr mich das Gebiet interessiert. Als ich noch zur Schule ging (so ca. 8. Klasse), hatten wir in Bio ein Projekt, bei dem wir Blätter von verschiedenen Bäumen im Wald suchen mussten, um sie anschließend zu trocknen und abzuheften. Stinklangweilig und überhaupt nichts, womit sich jemand, der 14 oder 15 Jahre alt ist, gerne beschäftigt. In Physik beschäftigten wir uns zur gleichen Zeit mit den Grundlagen der Mechanik und befassten uns mit staubtrockenen Formeln, die ich zwar verstand, aber mir im Prinzip doch am Allerwertesten vorbeigingen und die ich daher ziemlich schnell vergessen habe. In Chemie wiederum wurde ich ab der 9. Klasse über den Unterschied zwischen Säuren und Basen vollgequatscht und mit den chemischen Formeln von Alkalimetallen gefoltert, die ich damals einfach nicht verstanden habe, weil ich mich dafür nicht interessierte und mich mit so einem abstrakten Dingsbums einfach nicht beschäftigen wollte.

Das Resultat: Am Ende der 10. Klasse hatte ich in Chemie eine Fünf (wobei mein Leistungs- und Wissensstand eher einer glatten Sechs entsprach, aber mein Lehrer war zum Glück sehr gnädig) und in Physik eine Vier, wobei ich mir in Physik eher eine Fünf verdient gehabt hätte. Da ich aber trotzdem mein Abitur bestehen und studieren wollte, habe ich sowohl Physik und Chemie nach der zehnten Klasse abgewählt und mich mit Bio irgendwie durch das Abitur gequält, während ich vor allem in Sprachen und geisteswissenschaftlichen Fächern wie Geschichte und Politik ein bisschen glänzen konnte. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe mittlerweile so ziemlich jede Astro-Doku auf Youtube gesehen. Ich weiß genau, was passieren würde, wenn der Mond verschwände, wie es zu den fünf bisherigen Massenaussterben kam, warum man glaubt, dass sich auf dem Jupitermond Europa Leben befinden könnte, wie Plattentektonik funktioniert, was Einsteins Relativitätstheorie besagt (so ganz grob), warum man nicht weiß, ob Schrödingers Katze tot oder lebendig ist, und warum es auf dem Planeten Erde in einigen Hundert Millionen Jahren unmöglich sein wird, zu überleben, obwohl die Sonne noch längst kein roter Riese sein wird.

Hätte man mich in der achten Klasse nicht mit Blättersammeln im Wald oder Grundlagen der Mechanik geärgert, sondern mir einfach ein paar solcher Dokus gezeigt, und mir noch dazu gesagt, dass Naturwissenschaftler im Vergleich zu Geisteswissenschaftlern richtig gut verdienen, dann hätte ich gesagt: "Boah geil, ich will Physik studieren!", und dann hätte ich auch den langweiligen Kram wie Mathe, Physik und Chemie gebüffelt, weil ich ein Ziel vor Augen gehabt hätte und gewusst hätte, warum es sich lohnt, sich durch abstrakte Formeln einfach durchzubeißen. Am liebsten würde ich diesen Text allen Bildungsministern in Deutschland schicken - mit dem Vorschlag, in der achten Klasse eines jeden Gymnasiums in Deutschland keinen regulären Unterricht stattfinden zu lassen, sondern Projekttage durchzuführen, bei denen es nicht darum geht, Schülern irgendetwas beizubringen. Stattdessen soll jedes Fach den Schülern präsentiert werden, es soll Interesse geweckt werden, die Schüler sollten in den 14 Tagen ihre Leidenschaft entdecken und dazu motiviert werden, sich in ihren Interessensgebieten zu absoluten Nerds zu entwickeln und darauf auch noch stolz zu sein, sodass sie sich voll und ganz ihren Interessen widmen.

Wenn man dies in Deutschland täte, verlöre man zwar zwei Wochen Unterrichtszeit, aber ich prophezeie, dass Deutschland nach 10 Jahren mindestens zwei oder drei neue Nobelpreisträger mehr hätte. Was mich betrifft: Aus mir ist nicht nichts geworden. Ich war damals sehr an Sprachen interessiert und habe demzufolge Linguistik studiert. Heute spreche ich fünf Sprachen fließend und arbeite als Sprachlehrer. Ich kann nicht sagen, ich wäre bei meiner Berufswahl nicht meinen Interessen gefolgt, aber wenn ich mein Leben noch einmal von vorne leben könnte, würden Sprachen nur mein Hobby bleiben, aber von Beruf wäre ich jetzt nicht Sprachlehrer, sondern Geologe, Vulkanforscher oder Astrophysiker.

Beichthaus.com Beichte #00040051 vom 16.07.2017 um 21:16:12 Uhr (36 Kommentare).

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Ohnmacht statt Klassenarbeit

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Lügen Faulheit Schule Karlsruhe

Mit sechzehn hatte ich (m/20) die schlechte Angewohnheit, notierte Termine für Klassenarbeiten und Tests zu vergessen, da ich die Notizen nie durchlas. Eines schönen Tages bekam ich dafür die Quittung - in der letzten Stunde stand ein wichtiger Test in Chemie an, für den ich logischerweise nicht gelernt hatte. In Chemie war ich sowieso total schlecht, weshalb ich mir etwas einfallen lassen musste. Meine Eltern hatten einen langen Weg zur Arbeit, dass sie zwei Stunden zu meiner Schule fuhren, war also ausgeschlossen. In den vorletzten beiden Stunden kam mir dann die Idee: Nachdem die zweite Stunde angefangen hatte, fragte ich meinen Lehrer, ob ich zur Toilette dürfte. Er stimmte zu und ich konnte meinen Plan in die Tat umsetzen. Ich verbrachte ungefähr fünfundzwanzig Minuten auf der Schultoilette, bis ich Schritte hörte.

Rasch legte ich mich vor die drei Waschbecken und schloss die Augen. Wie erwartet hatte der Lehrer einen Mitschüler geschickt, um nach mir zu sehen. Als er mich sah, wurde er ganz panisch und ich ließ ihn in dem Glauben, ich sei bewusstlos, den Lehrer holen. Auch dieser war nicht darauf vorbereitet und versuchte verzweifelt, mich anzusprechen. Nach einer Weile öffnete ich vorsichtig meine Augen und fragte, mit erschöpft klingender Stimme, was los wäre. Um es kurz zu machen: Nachdem die Panik überwunden war, musste ich mich im Krankenzimmer ausruhen. Den Test musste ich glücklicherweise nicht mitschreiben.

Beichthaus.com Beichte #00040050 vom 17.07.2017 um 02:26:44 Uhr in Karlsruhe (5 Kommentare).

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Das vergessene Geschichtsbuch

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Schamlosigkeit Schule Mönchengladbach

Die Schulzeit vor zig Jahren: Ich saß in der Klasse und mir fiel ein, dass es nach der großen Pause mit der Geschichtsstunde weitergehen würde. Meine damalige Geschichtslehrerin war eine merkwürdige Frau, die bei vergessenen Sachen schnell unfreundlich und unangenehm wurde. Ich schaute also in meine Schultasche und sah, dass ich tatsächlich mein Geschichtsschulbuch zu Hause gelassen hatte. Schnell bekam ich leichte Panik und überlegte mir, wie ich die Sitznachbarin hätte überreden können, ihre Bücher mit mir zu teilen. Obwohl ich mit denen gut auskam, wollte ich sie nicht fragen, da sie sich anfangs immer weigern würden und eine Show machen würden, damit die Lehrerin es merkt und sie und mich anschließend gefragt hätte was da los sei.

Tja, da saß ich also und überlegte mir, was ich machen soll. Es klingelte und die große Pause fing an. Nach der Pause und wieder in der Klasse angekommen sah ich, dass ein Schulkamerad noch nicht da ist und seine Schultasche unter dem Tisch lag. Sein Sitzplatz war vor mir und ich konnte seine Tasche mit meinem Fuß zu mir ziehen. Erwähnenswert ist, dass derjenige sensibel war, viel redete, eine hohe Stimme hatte und eine leichte schwule Art und Aussprache hatte. Das war aber nicht der Grund, wieso ich ihn ausgewählte hatte. Er war halt nicht da und seine Schultasche war in der Nähe. Ich zog also seine Tasche zu mir und holte unauffällig sein Geschichtsbuch raus und steckte das Buch in meine Tasche. Anschließend schob ich die Tasche wieder zurück. Nach paar Minuten füllte sich die Klasse wieder und auch er kam rein und setzte sich hin. Die Lehrerin kam mit einem Lächeln rein und begrüßte uns und forderte uns auf das Geschichtsbuch rauszuholen.

Jeder holte sein Buch raus, bis auf den einen Schulkamerad, bei dem wegen mir ein Buch fehlte. Er suchte minutenlang in seiner Schultasche und murmelte irgendetwas vor sich hin. Die Lehrerin sah das Schauspiel und fragte ihn, was los sei. Er versuchte glaubhaft zu erklären, dass er sein Buch eingepackt hätte und es plötzlich weg sei und schaute um sich. Ich hatte Angst, dass er in dem Moment merken würde, dass sein Buch vor mir liegt und versuchte das Buch so hinzulegen, dass er es nicht wirklich gut sehen konnte. Er redete, redete und redete und langsam hatte ich das Gefühl er würde gleich anfangen zu heulen. Sein Gesicht verzog sich zu einer langen Miene und die Lehrerin sagte genervt, dass er dann halt in das Geschichtsbuch des Nachbarn schauen soll.

Nach der zweiten großen Pause war ich wieder früh in der Klasse angekommen und zog schnell seine Schultasche zu mir und steckte sein Buch rein und schon die Tasche wieder zu ihm. Dieses Mal hatten wir Mathe und als er nach seinem Mathebuch suchte sah er, dass er sein Geschichtsbuch doch dabei gehabt hatte. Völlig perplex und fassungslos schaute er in seine Tasche und auf sein Geschichtsbuch. Ich fragte ihn, was los sei, und er erzählte mit einer zittrigen und hohen Stimme, dass er sein Geschichtsbuch doch dabei hat.

Beichthaus.com Beichte #00040044 vom 15.07.2017 um 15:15:38 Uhr in Mönchengladbach (Kreuzherrenstraße) (13 Kommentare).

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Das Penis Casting eines jungen Startups

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Morallosigkeit Schamlosigkeit Bremen

Das Penis Casting eines jungen Startups
Vor zwei Jahren habe ich (m/21/Sportstudent) bei dem Casting eines damals relativ jungen Unternehmens mitgemacht, das begonnen hat, Sexspielzeuge herzustellen. Kein Model-Casting, sondern ein Casting, bei dem das schönste, männliche Geschlechtsteil ausgewählt wird. Ich habe damals gewonnen und ein paar hundert Euro bekommen. Von meinem erigierten Glied wurde dann ein Abdruck genommen und mir wurde gesagt, dass davon wahrscheinlich ein Dildo produziert werden wird. Ich habe nicht groß drüber nachgedacht und mich nur über die Kohle gefreut.

Letzten Sonnabend war ich mit ein paar Freunden feiern und wurde von einer Frau angesprochen. Ich konnte mich nicht an die erinnern, aber sie anscheinend an mich. Es war die Marketingchefin des Unternehmens, bei welchem ich damals vor zwei Jahren das Casting gewonnen hatte. Sie erzählte mir, dass sich seit damals viel getan hätte und das Unternehmen ordentlich gewachsen ist. Nicht zuletzt sei das dem Dildo geschuldet, bei dem mein bestes Stück als Modell gedient hatte. Ich hatte die Sache schon komplett vergessen, fand es aber lustig, wie die Dinge sich entwickelt hatten. Sie ließ sich meine Adresse geben und versprach mir, mir ein Exemplar "meines" Dildos zukommen zu lassen.

Schon ein paar Tage später hatte ich Post. Ich habe sogar zwei der Dildos bekommen. Einen in knalligem neonrosa und einen in edlem schwarz. Es war schon komisch, mein eigenes bestes Stück in Silikon gegossen zu sehen. Aber ich war stolz auf das Ergebnis. Abends überraschte ich meine Freundin mit den Dildos, ohne ihr aber die ganze Geschichte dazu zu erzählen. Sogar ihr fiel auf, dass die Teile meinem besten Stück ähnlich sehen würden. Ich ging aber nicht weiter darauf ein und wir hatten dann zusammen mit den Spielzeugen Spaß. Ich beichte hiermit, dass ich zu Beginn meiner Studienzeit aufgrund von Geldnot als Vorlage für einen Dildo gedient habe. Das ist nichts, was man später seinen Kindern erzählen kann. Da ich wahrscheinlich entscheidend zum Erfolg eines kleinen Unternehmens beigetragen habe, denke ich, nichts Verwerfliches getan zu haben und bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00040039 vom 14.07.2017 um 10:12:50 Uhr in 28195 Bremen (13 Kommentare).

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