HMS Hood versus Bismarck

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Ignoranz Eitelkeit Rache Arbeit North Atlantic Ocean

HMS Hood versus Bismarck
Es ist eine alte Marinekamelle. Sie kam mir wieder jüngst ins Gedächtnis, weil meine Tochter ihren neuen, englischen Freund vorstellte. Er ist wirklich nett! Während meiner Fähnrichszeit bei der Marine war ich auf einem deutschen Zerstörer bei der ständigen Einsatzflotte der NATO im Atlantik stationiert. Diese Flotte bestand immer aus vielen Schiffen unterschiedlicher Nationen. Die Schiffe wurden zweimal im Jahr ausgetauscht. Den Rhythmus bestimmten die NATO-Partner selber. Damit keine zu große Langeweile aufkam, haben die Schiffe untereinander immer Personal ausgetauscht. Englisch war Pflichtsprache. Mich traf es leider am schlimmsten.

Als Jüngster der Offiziersmesse wurde ich auf einen englischen Zerstörer versetzt. Da half kein Wehren, ist halt so. Warum schlimm? Die Besatzung des englischen Schiffes war leider bekannt dafür, dass Deutsche an Bord nicht unbedingt willkommen waren. Aber Befehl ist nun mal Befehl. Und der Befehl für den Personalaustausch kam von dem damals amtierenden Admiral der Flotte - ein Portugiese.
Also übergesetzt und in die Offiziersmesse begeben, damit ich mich pflichtgemäß beim ersten Offizier melden konnte. Dieser saß im Kreise seiner Offiziere beim Tee und trotz der leisen Bemerkung des Stewards, dass Besuch da sei, erhob er sich nicht. Ich wurde schlichtweg ignoriert! Der Steward brachte mir Tee und ich habe mich in der Messe umgeschaut. In einer Ecke stand in einer Glasvitrine ein Schiffsmodell der HMS Hood. Sie wurde während des letzten Weltkrieges bei der zweiten Salve der Bismarck versenkt. Das Modell war handwerklich perfekt! Ich muss etliche Minuten darum gelaufen sein mit dem Tee in meiner Hand. Wirklich eine sehr schöne Arbeit! Ein Räuspern in meinem Rücken brachte mich in die Wirklichkeit zurück. Dem ersten Offizier war aufgefallen, dass ich mich für das Modell interessierte. "Eine schöne Arbeit" sagte ich und er war sehr aufgeräumt und erzählte mir vieles über den Stolz dieses Schiffes, genauer der HMS Hood. Ich war trotzdem angefressen wegen des Verstoßes des Anstandes, der auf Schiffen einer Flotte normalerweise gepflegt wird. Mit einem Lächeln im Gesicht und meinen Tee umrührend habe ich nach seiner Ansprache nur gefragt: "Und was passierte mit der Hood?". Kurzum, eine Stunde später stand ich vor dem ersten Offizier des deutschen Zerstörers, weil ich von Bord verwiesen wurde. Ich erklärte ihm den Sachverhalt. Erst war er geschockt, aber nach einer Weile war er amüsiert. Für den internationalen Zusammenhalt war es natürlich nicht gut. Aber Respekt muss gegenseitig sein! Aber diesen Respekt empfange ich nun vom Freund meiner Tochter und ich erwidere diesen auch.

Beichthaus.com Beichte #00030979 vom 06.04.2013 um 18:46:57 Uhr in North Atlantic Ocean (32 Kommentare).

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Ich hasse Berlin!

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Hass Vorurteile Engherzigkeit Gesellschaft Berlin

Ich hasse Berlin!
Seit Februar 2011 wohne ich aus beruflichen Gründen in Berlin. Der Job ist eigentlich ganz gut. Aber ich verachte inzwischen die arroganten Berliner, egal ob zugezogen oder gebürtig. Jeder Berliner hat grundsätzlich Recht und alle Wessis erstmal nicht. Fehler machen […]
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Beichthaus.com Beichte #00029780 vom 06.02.2012 um 14:29:53 Uhr in 10117 Berlin (Friedrichstraße) (97 Kommentare).

Gebeichtet von Trigger77 aus Neuenkirchen
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Die 1.000 Gramm Bombe

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Unreinlichkeit Waghalsigkeit Last Night Berlin

Ich musste ausnahmsweise beruflich einmal um 4 Uhr morgens bei einem Kunden sein, um die Arbeiten unserer Mitarbeiter zu kontrollieren. Am Abend vorher war ich mit einigen Freunden noch in einer Kneipe ein paar Bierchen zischen und scharfe Currywurst essen.

Ich stand also um 3:30 auf (was schon mindestens 20 Minuten zu spät war, um sich in Ruhe fertig zu machen) sprang unter die Dusche und nach dem Anziehen bemerkte ich schon ein leichtes Blubbern in der Magengegend. Das muss warten, ich brauche nur 20 Minuten bis zum Kunden und kann dort in Ruhe auf die Toilette gehen, dachte ich. Ich saß also im Auto und musste von Charlottenburg nach Zehlendorf (Berliner Villenviertel). Kaum auf der Stadtautobahn merkte ich wie es kam, ich dachte es zerreißt mich, also was tun? Ich bin mit 30-40 km/h zu schnell zur nächsten Abfahrt gerast und bin nun mit meinem Auto durch Zehlendorf geschlichen, in der Hoffnung ein ruhiges Plätzchen zu finden, immer dabei der stechende Schmerz und die Angst, den Muskel mal kurz zu entspannen, in einer der teuersten Gegenden Berlins war ich also unterwegs mit ausgeschaltetem Licht und Radio, damit mich keiner sieht und hört und suchte also eine versteckte Ecke oder ein offenes Gartentor, um meinen Bierschiss loszuwerden.
Nach einigen ewig dauernden Minuten ergriff ich meine Chance, ich hielt an, zog noch schnell mein Jacket aus, schloss meine Autotür extrem leise und kletterte über einen zu klein geratenen Zaun einer etwa 2 Mio. Euro Villa. Ich hockte mich neben den erst besten Rhododendron und warf meine 1.000 Gramm Bombe mitten auf den englischen Rasen des Villenbesitzers. Nachdem ich mein Geschäft vollendet hatte, war noch genau ein Taschentuch übrig, das ich auf einem kleinen Stöckchen aufspießte und zentral in meinem Werk platzierte, sozusagen als weiße Fahne. Ein kleines Friedensangebot an die arme Sau, die mein kleines Geschenk entsorgen musste. Ich grinse heute noch darüber besonders, weil die Nummer echt knapp war, denn kaum saß ich wieder im Auto, ging im Schlafzimmer das Licht an.

Beichthaus.com Beichte #00029147 vom 12.07.2011 um 11:27:27 Uhr in Berlin (Zehlendorf) (20 Kommentare).

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Lets get loud

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Peinlichkeit Schamlosigkeit Musik Plauen

Ich (w/21) bin vor einiger Zeit umgezogen. Als ich gerade dabei war die Reste der frisch renovierten Wohnung zu beseitigen, lief auf meinem Laptop das Lied: "Let's get loud" von Jennifer Lopez. Da ich an diesem Tag wirklich sehr gut gelaunt war, habe ich mich dazu entschlossen ganz Latina-mäßig eine flotte Sohle aufs Parkett zu legen. Ich spürte wie die Jennifer Lopez in mir Erwachte, also drückte ich im Wiedergabe Player auf das Wiederholsymbol. An dieser Stelle muss ich sagen das ich wirklich keine gute Tänzerin bin, aber zum Spaß haben reichte es ja. So verbrachte ich mindestens eine Stunde damit wie eine angestochene durch meine Wohnung zu tanzen. Bis ich plötzlich bemerkte wie mich aus dem gegenüberliegenden Haus jemand beobachtete. Vor lauter Schreck ging ich ein paar Schritte rückwärts, beachtete dabei aber nicht den vollen Eimer Wasser. Ich hab mich erst mal voll auf die Fresse gelegt, und mein Zuschauer von Nebenan schaute immer noch rüber. Da lag ich nun, Klitschnass und mein Laptop spielte immer noch das Lied. Zehn Sekunden später stand ich auf und lief so schnell ich konnte ins Bad und sperrte mich dort ein. Verzweifelt am Nachdenken wie ich wieder aus dieser peinlichen Situation rauskomme, stellte ich mich erst mal unter die Dusche. Ich glaube jeder kennt das Gefühl der Peinlichkeit, so bildete ich mir ein, dass mich der Kerl von Nebenan in Wirklichkeit gar nicht beobachtete. Schon eine Woche danach holte mich die Wahrheit ein, als ich im Supermarkt stand und mir plötzlich jemand von hinten auf die Schulte klopfte. Als ich mich umdrehte war es mein ungebetener Zuschauer. Dieser fragte mich ob ich nicht das tanzende Mädchen von Nebenan wäre und so kamen wir miteinander in Gespräch. So lernte ich meinen Freund kennen. Das ist jetzt schon 3 Jahre her und wir sind immer noch glücklich miteinander. Wir müssen heute noch darüber grölen wie blöd mein Rummgezappel damals ausgesehen hat. Danke fürs lesen!

Beichthaus.com Beichte #00028678 vom 25.02.2011 um 17:51:29 Uhr in Plauen (18 Kommentare).

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“Beichte

Sonderurlaub vom Chef

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Trunksucht Waghalsigkeit Arbeit Chef Chieming

Ich muss hier mal beichten, wie es dazu kam, dass ich den morgigen Tag nicht arbeiten muss und den Tag schön zu Hause genießen kann. Ich bin seit 3 Wochen in einer Firma als Ingenieur angestellt und noch in der Probezeit. Gestern war ich bei einem guten Bekannten zum Geburtstag und eigentlich wollte ich auch gar nicht so viel trinken, aber wie das halt so ist wurden aus 2 Bier dann 10 und eine Flasche Brauner. Heute morgen dann nach 3 Stunden Schlaf und immer noch gefühlten 3 Promille ging es dann zur Arbeit. Wie es mir dann auf Arbeit ging kann sich wohl jeder vorstellen. Kurz vorm Frühstück musste ich dann mal auf die Toilette und ging in eine Kabine um ungestört zu sein. Auf einmal bekam ich den ekelhaftesten Geruch in die Nase, den ich je erlebt habe und mir kam auf einmal alles hoch. Als ich dann damit fertig war sah ich auch wo der Geruch herkam. In der Kabine neben mir war jemand dabei sein Werk zu vollrichten und an den Schuhen erkannte ich, dass es mein Chef war. Als ich dann wieder in meinem Büro war, kam die Sekretärin rein und richtete mir aus ich solle sofort zum Chef ins Büro kommen. Ich rechnete schon mit dem Schlimmsten, also Kündigung weil ich so derbe besoffen auf Arbeit erschienen bin.

Ich ging also mit schlotternden Knie ins Büro des Chefs und dort kam die Überraschung: Er hielt mir eine Standpauke, dass es niemandem etwas bringt, wenn ich mich mit Magendarmgrippe (haben zur Zeit viele in der Firma) zur Arbeit schleppe, nur weil ich Angst um meinen Job in der Probezeit hätte. Jetzt darf ich morgen ohne Krankenschein erstmal zu Hause bleiben und je nachdem wie es mir geht auch noch den Rest der Woche. Es tut mir Leid, aber was hätte ich den tun sollen.

Beichthaus.com Beichte #00028615 vom 07.02.2011 um 19:42:28 Uhr in Chieming (31 Kommentare).

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