Der Einäugige unter den Blinden

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Dummheit Gesellschaft

Der Einäugige unter den Blinden
Meine Freundinnen und Freunde halten mich für super-schlau und glauben, dass ich mein Talent in meinem Bürojob verschwende. Ich soll lieber Bücher schreiben, Lebensberatung machen, studieren und irgendwas "Besseres" werden und so weiter. Ich selbst halte mich nicht für super-schlau, bin nicht kreativ genug, um Bücher zu schreiben und habe einen zu großen Knall, als dass ich anderen erzählen könnte, wie sie ihr Leben in den Griff kriegen. Das mache ich höchstens augenzwinkernd hier auf Beichthaus. Und jetzt noch studieren würde mich beruflich auch nicht weiter bringen, weil ich schon Mitte 30 bin und es dann auch schwer wird, irgendwo rein zu kommen. Ich beichte hiermit, dass ich meinen Freunden den Glauben lasse, weil ich ihnen sonst sagen müsste, dass alles, was ich weiß, daher kommt, dass ich überdurchschnittlich viel lese und mir jeden Scheiß merken kann. Wichtige Sachen vergesse ich dagegen schon mal. Und ich müsste ihnen sagen, dass sie selber nicht besonders gebildet sind und wenn sie mehr lesen und weniger RTL2 schauen würden, ich ihnen nicht mehr so schlau vorkäme. Schließlich ist unter den Blinden der Einäugige König.

Beichthaus.com Beichte #00030877 vom 13.03.2013 um 12:04:34 Uhr (16 Kommentare).

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Hartz IV trotz anderer Möglichkeiten

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Zorn Neurosen Gesellschaft

Ich lese sehr oft auf Beichthaus, ich habe ja viel Zeit dafür und auch kaum andere Hobbies. Des Öfteren liest man Sachen von den blöden Hartz IV-Empfängern und dass sie dem armen Steuerzahler auf der Tasche liegen. Ich (w/20) bin auch so eine ungebildete, asoziale Schnepfe. Ich kann durchaus verstehen, dass man sauer ist, wenn einige Leute daherreden, wie geil das ist, auf Kosten des Staates zu leben, sie keinen Bock haben arbeiten zu gehen und trotzdem die neueste Spielkonsole und den größten Fernseher haben. Ich habe weder eine Spielkonsole, noch einen riesigen Flachbildschirm. Um ehrlich zu sein, besaß ich bis vor Kurzem nicht mal ein Bett. Ich bin keineswegs ungebildet und habe ansonsten auch recht gute Manieren, nur was ich nicht hatte, ist eine normale Kindheit und ein halbwegs ambitioniertes Elternpaar, das irgendwie Interesse an mir gezeigt hätte.

Vielleicht jammere ich gerade herum, aber wie sollte ich sonst erklären, dass ich eigentlich hochbegabt bin und es trotzdem nicht auf die Reihe kriege, mein Abitur zu machen?! Ich habe die Schule endgültig geschmissen und lebe von Hartz IV, weil ich einfach nicht mehr kann. Ich bin müde, sowohl physisch als auch psychisch und ich ertrage die Menschheit nicht mehr. Sie dumme Nüsse zu nennen wäre ein Affront gegen die Schalenfrucht! Ich ertrage meine Eltern nicht, die nicht nur dämlich sind, sondern auch noch unfähig, einen normalen, sozialen Kontakt zu ihrem Kind aufzubauen. Ich habe es sooft versucht und ich habe die Schnauze gestrichen voll. Ich habe mich abgerackert in der Schule, meinem Vater zu Liebe bin ich zum verhassten Klavierunterricht gegangen und meiner Mutter zu Liebe habe ich mich ganz euphorisch mit Kräutern und sonstigem Gestrüpp beschäftigt. Ich habe auf meine Geschwister aufgepasst, mit ihnen Hausaufgaben gemacht, mit ihnen geschimpft, wenn sie nicht aufgeräumt haben und für sie gekocht, weil meine Mutter ja so ultra beschäftigt ist. Ich hoffe, dass wenigstens aus ihnen halbwegs glückliche, normale Menschen werden. Ich bin mit letzter Kraft ausgezogen, habe mich trotz meiner übergreifenden Depression nochmal auf die Schulbank gesetzt und es nach eineinhalb Jahren wieder verbockt, weil meine ambivalente Stimmung und mein unterbewusstes, völlig paradoxes, kindliches Verhalten mich dermaßen demotiviert haben, dass ich es nicht mehr schaffte, morgens aufzustehen. Ich hatte sogar teilweise Angst, aus der Tür zu gehen. Manchmal bin ich wochenlang in meiner Wohnung geblieben und wäre lieber verhungert, als raus zu gehen und einzukaufen.

Vielleicht sollte ich bereuen, dass ich nichts dafür tue, um wieder auf die Beine zu kommen und ein normales Leben zu führen, aber ganz ehrlich, es ist mir scheißegal dass ich Hartz IV bekomme und es ist mir mittlerweile auch egal, wie sehr Psychologen und Ärzte daran glauben, dass ich meinen Weg schon mache, immerhin sei ich ja intelligent genug. Vielleicht habe ich Glück und sterbe bei meiner nächsten psychosomatischen Organschwellung und nein, ich bin nicht suizidgefährdet, ich bin es nur leid, gegen meine Psyche anzukämpfen. Ich fühle mich so extrem alt und gestresst, ich schlafe nicht mehr als zwei Stunden am Tag und mein Kopf quillt über vor lauter Sorgen und Problemen. Ich denke, es sei mir vergeben, dass ich euch allen "auf der Tasche liege".

Beichthaus.com Beichte #00030871 vom 12.03.2013 um 12:55:19 Uhr (46 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Voyeur von Gegenüber

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Faulheit Peinlichkeit Masturbation Nachbarn

Vor einigen Jahren war ich in den Sommerferien bei meinen Großeltern, wie fast jedes Jahr. Da ich im Jugendalter mitten in der Pubertät war, habe ich auch, trotz Ortswechsel, nicht darauf verzichtet, mir einige Male am Tag einen runterzuholen. Dies habe ich immer auf dem Klo gemacht, weil es der einzige Ort war, wo man seine Ruhe hatte. Das Klo hatte ein Fenster, welches direkt an das Haus der Nachbarn angrenzte, und weil es möglich war, von dort zu sehen was ich tat, habe ich es immer vorher geschlossen. Eines Tages aber habe ich dies aus Faulheit nicht getan und begann mein "Spiel". Als ich fertig war und aufstand, um den Raum zu verlassen, traf ich es mich wie ein Schlag: Der Nachbarsmann saß tatsächlich auf der Treppe und schaute ohne Reaktionen durch das Fenster, direkt zu mir. Ich wurde ziemlich panisch, weil er es mit großer Wahrscheinlichkeit meinen Großeltern erzählen würde und ich wusste nicht, was zu tun ist. Ich bin erst mal zurück ins Wohnzimmer gegangen und habe versucht, das Ganze zu vergessen, leider ohne Erfolg. Einige Stunden später, gegen Abend, habe ich meine Oma dann gefragt, wer der Mann ist, mit dem sie sich gerade unterhalten hatte, obwohl ich genau wusste, dass es der Nachbarsmann war. Ich hatte nicht zu befürchten, dass er mich verpfiffen hat, weil ich das Gespräch belauscht habe, von daher gab es keine Gefahr.


Daraufhin hat mir meine Oma gesagt, dass besagter Mann blind ist und sie sich etwas um ihn kümmert. Als ich das gehört habe, freute ich mich sehr - der vielleicht peinlichste Moment meines Lebens wurde doch noch abgewendet. Ich habe auf jeden Fall daraus gelernt, in Zukunft meine Faulheit zu bekämpfen und lieber auf Nummer sicher zu gehen.

Beichthaus.com Beichte #00030866 vom 10.03.2013 um 15:43:38 Uhr (9 Kommentare).

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Erst der Spaß, dann das Essen

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Diebstahl Maßlosigkeit Sex Ernährung Last Night Nürnberg

Mittlerweile dürfte sich das Ganze nahezu 15 Jahre hin und wieder abspielen. Ich bin mit meinen 34 Jahren und als Mann immer wieder im Bereich der Eroberung des weiblichen Geschlechts recht aktiv und auch erfolgreich gewesen. Hin und wieder haben sich zwischen die […]
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Beichthaus.com Beichte #00030865 vom 09.03.2013 um 19:12:18 Uhr in Nürnberg (Altstadt) (42 Kommentare).

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Das letzte Geld vom Vater

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Diebstahl Morallosigkeit Habgier Familie Berlin

Meine (m/29) Eltern haben sich vor ein paar Jahren getrennt, ich hatte nie wirklich guten Kontakt zu meinem Vater. Als wir dann auszogen, entwickelte ich noch mehr Hass auf ihn. Er hat eine sehr gute Position in einer Automobilfabrik, dort wollte ich auch damals meine Ausbildung anfangen, was allerdings scheiterte. Die Absage war unterzeichnet von meinem Vater. Alles in allem ist der Kontakt dann auch abgebrochen. Meine Mutter hat ihn angezeigt wegen dem Unterhalt, weil er nicht gezahlt hat, war aber trotzdem noch so fair, nur das Geld anzunehmen, das uns, mir und meinem Bruder, zusteht. Ihren Anteil hat sie immer wieder zurück überwiesen. Irgendwann kam die Zeit, in der er gar nichts mehr zahlte, und meiner Mutter war das relativ egal. Sie sagte immer, dass wir alles haben, was wir brauchen. Ich allerdings war so stinksauer, dass ich einen echt ekligen Plan fasste. Ich wusste durch Bekannte und Freunde, wo mein Vater immer abhing: meistens in einer Kneipe oder in einem bestimmten Imbiss. Also ging ich regelmäßig dorthin. Offiziell wollte ich dort essen, aber eigentlich legte ich es auf eine Konfrontation mit ihm an. Nach einer kurzen Zeit trafen wir uns dann auch "zufällig". Ich redete mit ihm und tat so, als ob alles ganz normal sei. Tage/Wochen vergingen, bis ich dann bei ihm zu Hause war. Ich wartete auf den Moment, dass er auf die Toilette ging, rannte dann schnell zum Flur, wo er seit Jahren sein Portemonnaie deponiert und zog seine Bankkarte heraus. Die PIN Nummer hatte ich schon einige Male gesehen.


An dem Abend ging ich zu einem Freund, der Programmierer von Beruf ist, und wir kopierten die Bankkarte. Am nächsten Morgen ging ich wieder zu meinem Vater und sagte ihm, ich hätte etwas vergessen und ging ins Wohnzimmer. Ich tat so, als ob ich mein Handy verloren hätte und zog es dann vorführend zwischen den Kissen hervor. Im Flur steckte ich schnell noch die Bankkarte zurück ins Portemonnaie. Zur Sommersaison flog er endlich in den Urlaub. Und ich hatte freie Bahn. Ich ging halbmaskiert zum Bankautomaten und hob 2000 Euro ab. Mehr ging leider nicht. Am nächsten Tag tat ich das Gleiche nochmal, am dritten ebenso, am vierten Tag konnte ich dann nur noch 600 Euro abheben. So hatte ich innerhalb von vier Tagen 6600 Euro. Mit dem Geld habe ich meiner Mutter ein Bett (vorher schlief sie immer auf der Couch, und es tat mir immer so leid) und einen großen weißen Kleiderschrank gekauft, fürs Wohnzimmer eine neue Couchgarnitur. Und für den Rest des Geldes kleine Deko Artikel. Meine Mutter wunderte sich, woher das Geld kam. Ich erzählte ihr eine Menge Lügen darüber. Mein Vater weiß, dass ich es war, kann es aber nicht beweisen. Ich bereue es, meiner Mutter so viele Lügen erzählt zu haben, denn sie hat es wirklich nicht verdient, angelogen zu werden. Es tut mir auch leid, dass ich meinen Vater beraubt habe, aber zu dem Zeitpunkt dachte ich, es geschieht ihm recht. Seit der Aktion bin ich ehrlicher geworden. Allein, wenn ich Geld auf der Straße finde, gebe ich es dem ersten Bettler oder Musiker, den ich sehe und der es nötig hat. Aber an so etwas werde ich mich nie wieder heranwagen, es ist echt abscheulich!

Beichthaus.com Beichte #00030863 vom 09.03.2013 um 11:44:18 Uhr in Berlin (Bergmannstraße) (12 Kommentare).

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