Hilfe, wir haben Streit mit den Nachbarn!

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Peinlichkeit Lügen Vorurteile Familie Nachbarn Köln

Ich (w) schäme mich für meine ganze Familie. Es liegt daran, dass wir in einem Haus mit Oma und Opa wohnen und die beiden und meine Eltern streit mit der GANZEN Nachbarschaft haben. Mir ist das furchtbar peinlich und ich grüße den Nachbarn immer freundlich, am liebsten würde ich mich bei ihnen für das Verhalten meiner Familie entschuldigen. Meine zwei Brüder hatten noch nie irgendwie Streit mit den Nachbarn, aber sie lästern immer mit meiner Familie zusammen über die Nachbarn, obwohl diese gar nichts getan haben. Sie sagen immer, die würden uns stalken und die Parkplätze extra blockieren aber das ist total lächerlich und stimmt nicht. Nur weil die eine Familie mal ein Wochenende lang Besuch hatte und die Leute in der Straße mit dem Auto standen.

Aber auch über die anderen Familien wird gelästert, sie wären ja so hässlich und würden nichts auf die Reihe kriegen. Ich schäme mich so sehr, immer wenn jemand Streit mit ihnen anfängt kann ich den Nachbarn kaum noch in die Augen schauen, weil meine Familie die dumme ist und sich wegen jeder Kleinigkeit aufregt. Gesagt habe ich meinen Eltern aber nicht, dass ich nichts gegen die Leute habe, sie regen sich nur auf dass ich nie meine Meinung dazu äußere. Wenn die wüssten, dass ich die Leute hinter ihrem Rücken grüße... Ohje.

Beichthaus.com Beichte #00040148 vom 02.08.2017 um 23:15:42 Uhr in 50823 Köln (Mechternstraße) (4 Kommentare).

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Offene Toilettentüren

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Boshaftigkeit Morallosigkeit Kinder

Ich habe aus Versehen einem Kind die Hand in der Tür eingeklemmt, es hat dann geweint und ich habe es ignoriert. Ich war auf der Toilette in unserem Sportclub. Es gibt dort nur zwei Toiletten und bei beiden ist das Türschloss kaputt. Man kann sie zwar abschließen, aber wenn jemand zu doll gegen die Tür drückt, geht sie sofort auf. Die Toilettenkabinen sind auch direkt im Aufenthaltsbereich, das heißt, wenn da die Tür aufgeht, sieht dich gleich jeder. Jedes Mal, wenn ich aufs Klo gehe, ist das meine Albtraumvorstellung. So etwas ist nämlich schon öfter vorgekommen. Meistens wenn die kleinen Kinder (so 5-12) da sind und sie gegen die Tür bollern. Neulich war da auch eine Frau auf der Toilette und ein kleiner Junge, so ca 10, hat die aufgedrückt, als sie gerade mit runter gelassener Hose dastand.

Als ich dann eine Woche später aufs Klo gegangen bin, hat sich die ganze Zeit jemand mit vollem Gewicht gegen die Tür geworfen. Ich weiß nicht, ob er die Tür aufbekommen wollte, oder ob er dachte dass niemand drauf ist und die Tür klemmt. Jedenfalls habe ich dann gerufen "Es ist besetzt", immer und immer wieder, aber er hat weitergemacht. Und dann ging auch plötzlich die Tür auf, als ich gerade mit runtergelassener Hose dasaß. Ich bin dann sofort aufgesprungen, habe die Tür zugeschlagen und sie fest zugerückt, da ich gemerkt habe, dass der Junge von der anderen Seite noch gegendrückt. Und dann hat er angefangen zu schreien und ich habe gesehen, dass sein ganzer kompletter Arm zwischen Tür und Rahmen eingeklemmt ist. Er hat gerufen: "Ist gut, aber lass mich raus!" Ich habe dann die Tür einen Spalt aufgemacht, damit er den Arm rauszieht. Ich glaube, das war derselbe Junge, wie letzte Woche bei der Frau.

Ich war aber noch nicht fertig auf Toilette, deswegen bin ich erst so zwei Minuten später rausgegangen. Ich habe dann geschaut - den ganzen Flur lang, in den Kabinen und im Aufenthaltsraum, aber da war niemand mehr. Also bin ich in meinen Kurs gegangen. Dann, so ungefähr zehn Minuten, später habe ich gehört, dass ein Erwachsener ein Kind gefragt hat, ob sein Arm noch wehtut und es dann angefangen hat zu weinen. Irgendwann kamen plötzlich ein Mann und eine Frau in meinen Kurs und haben zugesehen. Vielleicht waren das die Eltern, die mich zur Rede stellen wollten? Draußen haben zwei Kinder gewartet, einer davon könnte es vielleicht gewesen sein. Irgendwann sind sie dann gegangen. Ich war ehrlich gesagt froh, als sie weg waren.

Auf der einen Seite möchte ich beichten, dass ich einem Kind wehgetan habe und dass es mir wirklich leidtat. Und dass ich auch nicht dran und drauf war, noch einmal mit den evtl. Eltern oder dem Kind zu sprechen. Auf der anderen Seite möchte ich aber auch beichten, dass ich auch ein bisschen das Gefühl hatte, dass es ihm recht geschieht, da ich ihm immerhin vorher mehrfach zugerufen habe, dass besetzt ist.

Beichthaus.com Beichte #00040140 vom 01.08.2017 um 04:24:27 Uhr (11 Kommentare).

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Der Kater aus meiner Kindheit

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Verzweiflung Ungerechtigkeit Tiere München

Vor drei Wochen ist der Kater unserer Nachbarn verstorben. Meine Kommilitonen und Freunde machen sich schon Sorgen um mich, weil ich krankhaft dünn und bleich aussehe. Ich (w/19) wohne noch bei meinen Eltern und bin mit diesem Kater aufgewachsen. Da wir im Erdgeschoss wohnen, kam er immer auf unseren Balkon, er war ziemlich verfressen, einmal hatten wir vergessen die Balkontür zu schließen, er hat sich in die Wohnung geschlichen und das Hähnchen, unser Mittagessen, gegessen. Manchmal ließen wir ihn in die Wohnung und er legte sich in mein Bett und schlief dort. Ich war damals noch klein und fand es lustig, ihn mit Wasser zu bespritzen, wofür ich mich noch heute verachte. Er hatte Angst und kam immer seltener, doch irgendwann schien er mir verziehen zu haben und aus dem grummeligen Kater, der sich nicht streicheln ließ, wurde ein Freund. Ich habe ihm immer Katzenfutter hingestellt, weil die Nachbarn mittlerweile einen Hund hatten, wurde er nämlich vernachlässigt.

Er schnurrte, wenn ich ihn streichelte und leckte mir über die Hand, kam sogar wieder in die Wohnung, um zu schlafen. Einmal wollte er sogar in der Wohnung bleiben, obwohl er sonst immer herumstreunte. Wenn er im Treppenhaus war und nicht in den Hof konnte, wartete er immer vor unserer Haustür und kam sofort auf mich zu. Ich kann einfach nicht glauben, dass er gestorben ist und muss schon wieder weinen. Ich vermisse alles an ihm so sehr und wünschte, ich hätte ihn noch einmal gesehen. Er hat mich auf seine eigene Art aufgemuntert, wenn es mir schlecht ging, wir hatten keinen tollen Start, aber ein schönes Ende. Einige würden nun vielleicht sagen, dass es nur ein verfressener Kater war, einer von vielen, aber für mich wird er immer einzigartig sein. Mein süßer, grummeliger Kater, ich hoffe, dass er nicht leiden musste. Alles, was mir von ihm bleibt, ist ein Foto, auf dem ich als Dreijährige abgebildet bin, er sitzt auf einem Stuhl und schaut in meine Richtung.

Beichthaus.com Beichte #00040126 vom 29.07.2017 um 21:40:08 Uhr in München (11 Kommentare).

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Ich habe meine Frau für eine Schlampe verlassen

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Verzweiflung Liebe Neunkirchen

Manchmal habe ich (46) das Gefühl, das gute alte Karma hat mich ganz schön an den Eiern. Nachdem ich meine Frau 2011 wegen einer - aus heutiger Sicht gesehen - Schlampe verlassen habe, läuft nichts mehr richtig rund. 2014 hat mich dann besagte Schlampe für ihren Chef (er war 63 sie 33 ) sitzen lassen (nach einem halben Jahr Affäre). Ich denke, da hat das Karma begonnen, mich richtig zu ficken. Klar, ich weiß dass es ja auch nicht richtig war, von meiner Seite aus, aber irgendwann ist ja mal gut. Seitdem läuft nichts mehr richtig in Sachen Beziehung. Versuche ich mal was, treffe ich entweder auf gestörte Weiber oder welche, die gar verheiratet sind und sich dann im Endeffekt doch wieder ihrem Mann zuwenden, etc. Oder habe kurze Affären und das war es dann wieder. Dabei will ich doch einfach nur ankommen. Gott sei Dank verstehe ich mich heute mit meiner Ex-Frau wieder sehr gut.

Sie ist inzwischen wieder verheiratet und hat ihr Wunschkind, da es bei uns damit nicht geklappt hat. Gott sei Dank hat wenigstens sie nicht mehr unter meiner Dummheit zu leiden und ist glücklich. Das beruhigt mich dann doch wieder etwas. Ich glaube, langsam ich muss mal zum Psycho-Doc, da ich langsam zum Psycho werde... Kaum einen klaren Gedanken kann ich noch fassen, oder mich irgendwie entspannen oder abschalten, weil ich es mir irgendwie nicht mehr gönnen kann. Am liebsten würde ich auch am Wochenende arbeiten gehen, damit ich nicht zu Hause sitze und grübele und im Endeffekt doch nichts Produktives mache. Mich kotzt das Leben einfach nur noch an! Ich will doch auch einfach nur ein bisschen glücklich sein. So, das musste mal raus. Danke fürs lesen.

Beichthaus.com Beichte #00040117 vom 28.07.2017 um 10:48:23 Uhr in 66539 Neunkirchen (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mobbing hat mich schwach gemacht

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Verzweiflung Feigheit Schule Hamburg

Ich (w/20) wurde in der siebten Klasse gemobbt. Ich war schon immer sehr ruhig und ein wenig schüchtern. Ich konnte mich nicht für die Interessen der anderen begeistern, ich entsprach dem typischen Klischee einer Außenseiterin: dunkle Haare, braune Augen, schüchtern, klein und zierlich, eine Vorliebe für die Literatur und das Schreiben, langweilige Kleidung. Ich wurde eher ignoriert, aber das hatte mir nichts ausgemacht, ich war recht glücklich. Und dann, ganz plötzlich, hatten zwei Jungs angefangen, mich zu provozieren. Es fing mit kleinen Dingen an, mal kam eine blöde Bemerkung oder ich wurde angerempelt. Ich sagte nie etwas dazu, ignorierte die beiden, in der Hoffnung, dass sie aufhörten. Doch sie hörten nicht auf. Es wurde nur schlimmer, sie beleidigten mich, riefen mir Sachen wie: "Du geile Sau!" nach, ließen mich nicht zu meinem Sitzplatz, sie traten gegen meinen Rucksack, schubsten mich und warfen meine Federtasche in den Mülleimer.

Einmal haben sie mich mit kleinen Steinchen beworfen und einer hat mir eine Ohrfeige gegeben, als ich mich zum ersten Mal gewehrt habe und ihn von mir wegschubste. Als ich mich getraut habe, einem Lehrer davon zu erzählen, sagte dieser nur: "Entschuldigt euch! Mehr kann ich nicht machen." An diesem Tag war ich in Tränen ausgebrochen, nie hatte ich mir die Blöße geben wollen, vor ihnen zu weinen. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich im abgedunkelten Klassenzimmer saß, wir schauten einen Film und ich konnte nicht aufhören zu schluchzen. Ich schämte mich in Grund und Boden, da ich durch das Weinen lautstark atmen musste. Ein Mädchen fragte, was los sei und ich meinte, Bauchschmerzen zu haben. Ich wollte niemanden davon erzählen, nicht einmal meinen Eltern. Niemand sollte von mir denken, dass ich schwach war.

Das Mobbing hat erst aufgehört, als sich zwei Mitschülerinnen für mich eingesetzt haben, wofür ich noch heute dankbar bin. Ich habe mich über die Jahre verändert, ich wurde selbstbewusster, änderte meinen Kleidungsstil und verstecke mich seit drei Jahren hinter einer gleichgültigen Fassade. Schon oft wurde ich spöttisch gefragt, ob ich überhaupt Gefühle habe oder schon einmal geweint hätte. Und so lächerlich es klingt, ich weine jedes Mal, wenn ich an diese Erlebnisse denke, gleichzeitig habe ich ein schlechtes Gewissen gegenüber wirklichen Mobbingopfern, denen es viel schlechter ergangen ist. Ich bin nicht einmal in der Lage, um mit dieser Kleinigkeit abzuschließen, dabei bin ich mittlerweile zwanzig und in dem Alter sollte ich mich nicht mehr wie ein jammerndes Kind benehmen.

Beichthaus.com Beichte #00040103 vom 26.07.2017 um 18:05:17 Uhr in Hamburg (18 Kommentare).

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