Ich kann meiner Mutter nicht verzeihen

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Aggression Selbstsucht Engherzigkeit Mutter

Ich (w/27) hatte lange Zeit ein schlechtes Verhältnis zu meiner Mutter. Es fing schon in meiner Kindheit an, die alles andere als behütet und unbeschwert war. Meine Eltern trennten sich früh und damit fing der Schlamassel an. Meine Mutter konnte nicht alleine sein und fand immer schnell neue Typen, zu denen sie dann meistens direkt - mit meiner Schwester und mir - gezogen ist. Beim kleinsten Problem mussten wir wieder umziehen, die Beziehungen hielten meist nie lange und ich besuchte in meiner Grundschulzeit viele verschiedene Schulen wegen der Umzüge und konnte mir nie wirklich eine Heimat aufbauen. Irgendwann wurde es mit einem Typen doch etwas ernster und sie wurde schwanger. Ab der Zeit begann sie, sich nur noch für ihren neuen Mann und ihr Baby zu interessieren, meine Schwester und ich wurden vernachlässigt. Zudem versuchte sie, das Verhältnis zu unserem Vater zu zerstören, da sie den Wunsch hegte, mit dem neuen Mann "eine Familie" zu sein und dass wir ihn als wahren Vater anerkennen. Meine Schwester und ich spielten dieses Spielchen nicht mit und ich begann bereits im Alter von 8 Jahren das Reden mit meiner eigenen Mutter einzustellen und mich komplett in meine innere Welt zurückzuziehen.

Immerzu hat sie beim kleinsten Problem ihren Job gekündigt oder ist uns gegenüber ausgerastet. Andere Menschen waren per se immer böse und sie lästerte über jeden, der schief guckte. Mittlerweile ist sie auch vom Vater meiner Halbschwester lange geschieden und pflegt seitdem eine Beziehung zu einem machtbesessenen Psychopathen, der sie nur verarscht. Allerdings hat er Geld und ist gebildet, was sie ungemein beeindruckt. Er versuchte am Anfang der Beziehung auch uns zu manipulieren, aber darauf sprangen wir nicht an, weshalb er begann, uns zu schneiden. Da ich inzwischen auch erwachsen bin und sehr viele Therapien gemacht habe, habe ich erkannt, dass meine Mutter eigentlich ein sehr einsamer Mensch ist, die ihre Kinder liebt, aber diese Liebe aufgrund ihrer eigenen Probleme nie transportieren konnte. Seit zwei Jahren bin ich selbst Mutter und möchte, dass meine Tochter Kontakt zu ihrer Oma hat. Die beiden lieben sich auch heiß und innig und ich gebe meiner die Chance, bei ihrem Enkelkind vieles wiedergutzumachen.

Nun zu meiner Beichte: Ich schaffe es einfach nicht gänzlich, inneren Frieden zu finden. Immer wieder kochen Geschichten aus meiner Kindheit hoch oder ich muss mich über ihren Lebensgefährten auslassen, der seit Jahren ein Doppelleben führt, was sie einfach nicht wahrhaben möchte. Das führt dazu, dass ich sehr oft ausfällig und gemein zu meiner Mutter bin. Ich habe einen guten Job, eine glückliche Beziehung, ein Haus und ein tolles Kind und nehme das als Anlass, mich über sie zu stellen und sie das spüren zu lassen. Dafür verachte ich mich selbst. Zudem raste ich regelmäßig aus, weil sie sich in unsere Erziehung einmischt, indem sie z. B. schlecht über die Tagesmutter redet, die meine Tochter betreut. Ich beichte, dass ich mich nicht davon distanzieren kann und die Vergangenheit viel zu oft Teil meiner Gegenwart wird.

Beichthaus.com Beichte #00040538 vom 26.10.2017 um 12:21:17 Uhr (5 Kommentare).

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Ich hasse mein Medizinstudium

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Stolz Ungerechtigkeit Verzweiflung Studentenleben

Ich habe motiviert aus eigenem Willen mein Medizinstudium angefangen und studiere das jetzt im vierten Jahr erfolgreich. Der einzige Grund, warum ich es allerdings jetzt nicht abbreche, ist der, dass man mit dem Physikum allein nichts anfangen kann und ich dann mit 23 mit nichts dastehe. Seit einem halben Jahr ist mir erst so richtig schmerzlich bewusst, dass weder das Studium noch der Beruf mir im Entferntesten liegen oder mich interessieren.

Mit 19 hatte ich unterbewusst Angst davor, die Dinge zu machen, die mich interessierten und in denen ich gut war. Ich hatte enorme MInderwertigkeitsgefühle und die Überzeugung, darin dann genial sein zu müssen, was ich dann ja höchstwahrscheinlich nicht sein würde. Vor Medizin hatte ich keine Angst, ich wusste, dass es nicht meins ist und dachte, durch den unangehmen Teil davon muss man ja eh durch. Das wurde ja dazu auch immer so gesagt. Ich bin mit meinem eher mittel- bis geringgradigen Interesse für Naturwissenschaften o. Ä. in diesem Studium nicht allein. Viele interessiert nicht der Stoff, auch nicht in höheren, klinischen Semestern. Diese Entscheidung war damals eher unbewusst, ich habe mir dann tatsächlich richtig viel Motivation eingeredet für dieses Studium. Ich will aber eigentlich auch keinen "Menschen helfen", ich hasse es, Therapien aufzustellen und bin darin unbegabt. Ich habe noch nicht mal ein gutes Gedächtnis, ein visueller Typ bin ich eigentlich generell überhaupt nicht, mag Sprachen und Worte, Musik, also das Einzige, was man in diesem Studium nicht braucht. Wie man sich verarschen kann. Dann hatte ich eine Depression, habe alles gehasst.

Seit Kurzem hat sich das aber alles gelöst und mir geht es psychisch richtig gut. So gut ging es mir noch nie. Ich habe verstanden, dass man auch liebenswert sein kann, wenn man einfach nur Dinge gerne tut und kein Genie ist. Und ich merke zum ersten Mal, wie sich Respekt vor sich selbst anfühlt. Und ich sehe erst jetzt so richtig deutlich: Seit Jahren laufe ich in die Irre. Ich glaube, das ist auch allen die ganze Zeit schon klar, die mich besser kennen. Es ist absurd. Ich bin kein Arzt, keine einzige der Fachrichtungen interessiert mich. Ich will auch nicht in die Forschung, Verwaltung, Lehre, auch nicht Journalismus oder sonst etwas, ich will mich einfach null mit der Thematik Medizin beschäftigen. Ich liebe Menschen, aber ich will keine Labor- oder sonstwelche Werte zusammentragen und ihnen Therapien geben. Der menschliche Körper geht mir eigentlich in seiner Gesamtheit am Allerwertesten vorbei. In der Medizin werde ich immer irgendwie nicht richtig sein und das wird man merken. Es liegt null im Zentrum meiner Interessen und Fähigkeiten. Ich bin überhaupt kein analytischer Typ und auch kein Machertyp, ich bin scheiße im Organisieren und ich hasse auch Chirurgie, nicht wegen Ekel, sondern weil ich überhaupt nichts verstehe. Ich würde niemals wieder Medizin anfangen! Aber jetzt wäre es einfach unvernünftig, diese drei Jahre, die mir noch fehlen, nicht durchzuziehen. Könnte dann mit Sicherheit irgendwas arbeiten, im ärgsten Fall irgendetwas in der Verwaltung oder anderweitig, nichts Klinisches, und hätte ein zumindest finanziell ausgesorgt. Dann könnte ich ja eigentlich machen, was ich will.

Ich beichte, dass ich mich selbst verarsche - und das seit Jahren. Und ich beichte, dass ich diesen Studienplatz, den jemand anders so viel mehr verdient hätte, besetzt habe, weil ich nach der Schule zu depressiv und unkreativ war, mich mit meinen Interessen und mit Berufsbildern und generell mit meinem Leben auseinanderzusetzen. Ich beichte nicht, dass ich hier in Deutschland auf Staatskosten einen teuren Studienplatz verschwende, weil der Staat keine vernünftigen Auswahlverfahren hat für dieses Studium und Leute wie mich reinnimmt. Und ich beichte, dass ich selber mir so einen Scheiß angetan habe, der unnötig ist. Wahrscheinlich werde ich eh doch abbrechen. Es tut mir leid, ich wusste es damals wirklich nicht besser und ich war ja auch echt noch jung, wenn man es genau betrachtet.

Beichthaus.com Beichte #00040534 vom 26.10.2017 um 00:57:50 Uhr (16 Kommentare).

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Ich lasse mich von heißen Kerlen bezahlen!

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Prostitution Begehrlichkeit Geld Hamburg

Ich habe mich, als ich noch jünger war, zwischendurch ein bisschen prostituiert. Ich bin ganz normal feiern gegangen mit meinen Mädels und habe mir dann einen hübschen Typen gesucht, mit dem ich mir vorstellen konnte zu bumsen. Wenn wir dann ein bisschen rumgeknutscht hatten, habe ich ihnen gesagt, dass ich ihnen auf dem Klo für 50 Euro einen blasen würde. Ganz viele sind drauf eingegangen. Klar, die waren danach die Helden in ihrer Gang, weil keiner die 50 Euro erwähnt hat. Zu manchen bin ich auch mit nach Hause und habe mich da für allerhand Schweinereien bezahlen lassen. Aber wie gesagt, nur mit Typen, mit denen ich sowieso geschlafen hätte.

Beichthaus.com Beichte #00040531 vom 25.10.2017 um 16:57:51 Uhr in Hamburg (14 Kommentare).

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Diebstahl in der Tiefgarage

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Diebstahl Engherzigkeit Rache Nachbarn

Ich hatte bei meinem Stellplatz in der Tiefgarage bei der Säule einen Kanister mit Scheibenfrostschutz deponiert und eine flache Kartonschachtel davor gestürzt. Eines Tages benötigte ich die Schachtel, um Einkäufe nach oben zu tragen. Am nächsten Morgen war der Kanister weg. Ich verdächtige bis heute meine Nachbarin. Aber es könnte jeder sein, der Zugang zur Tiefgarage hat. Jedenfalls habe ich einen 5-L-Kanister Benzin ordentlich mit Zucker versetzt und schön mit 95 oct. beschriftet aufgestellt. Jedes Mal, wenn ich vorbeikomme, schüttle ich ihn, damit sich der Zucker nicht absetzt. Wenn der- oder diejenige meint, ihn auch nehmen zu müssen, dann viel Spaß damit. Ich habe auch überlegt, wieder Scheibenflüssigkeit hinzustellen und diese zu präparieren, aber das würde man wohl riechen. Meine Beichte ist, dass ich eine potentielle Brandquelle hingestellt habe, was - glaube ich - verboten ist und dass derjenige, der meinen Spezial-Sprit in sein Fahrzeug leert, Probleme bekommen wird.

Beichthaus.com Beichte #00040530 vom 24.10.2017 um 11:52:40 Uhr (6 Kommentare).

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Die Behindertenquote ist Unsinn!

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Ungerechtigkeit Zorn Dummheit Faulheit Kollegen

Ich (m) bin absolut gegen diese Behindertenquote (auch gegen alle anderen Quoten wie Frauenquoten, Migrantenquoten (wie bei der Polizei z. B.) etc, aber die Behindertenquote betrifft mich persönlich, weshalb sie auch mein Hauptanliegen ist). Ich habe zwei Kollegen, die beide wegen Epilepsie als behindert eingestuft wurden und jeder auf seine Art nur eine einzige Katastrophe ist. Der Eine nutzt seine Quote nur aus. Er hat überhaupt keine Probleme mit seiner Epilepsie, hatte seinen Lebtag lang noch keinen einzigen Anfall, nimmt Medikamente und gut ist - der andere ist so dumm, dass es einem echt wehtut. Wahrscheinlich ist da die Epilepsie aufs Hirn geschlagen. Er fragt alles zehn Mal am Tag und häufiger, versteht Dinge nur, wenn man sie gaaaanz langsam und mehrfach erklärt, grinst dumm, führt Selbstgespräche und riecht nach altem Schweiß - ich könnte mir vorstellen, dass auch das von der geistigen Behinderung kommt. Trotzdem wurde er eingestellt, denn schließlich ist Herr B. ja nicht dumm, sondern nur ein wenig langsamer. Der eine ein mieser Schmarotzer, der andere völlig überfordert und maximal für eine einfache Fließbandtechnik geeignet - super Behindertenquoten!

Ich bin dafür, dass man Quoten abschafft und Leute nur dann einstellt, wenn sie geeignet sind. Bei nichtbehinderten Bewerbern nimmt man doch auch den oder die besten - warum kann man das bei Behinderten nicht auch tun? Es ist doch selten so, dass zwei Bewerber genau gleich gut sind und der Behinderte genau die gleichen Noten, die gleichen Stärken usw. wie der Nichtbehinderte hat. Außerdem gehören für mich geistige Behinderungen in eine ganz andere Schublade als körperliche. Ein Rollstuhl hat natürlich keinen Einfluss auf die Intelligenz, Epilepsie aber schon und deshalb würde ich mir Epileptiker, Autisten oder andere mit geistigen Krankheiten auch GANZ genau angucken, bevor ich sie einstelle. Das ist bei meinem geistig eingeschränkten Kollegen sicher nicht passiert. Man wollte dringend die Behindertenquote erfüllen, denn jeder sieht auf den ersten Blick, dass er nicht der Hellste ist. Das mag jetzt behindertenfeindlich klingen, das bin ich aber gar nicht, nur finde ich es unverschämt, bei so etwas überhaupt nicht auf Dinge wie Fähigkeiten oder Engagement (wie bei dem faulen Kollegen) zu achten. Denn bei dem muss in der Probezeit auch jeder gemerkt haben, dass er diese dämliche Quote nur ausnutzt und ein absoluter Faulpelz ist. Einen Nichtbehinderten hätten sie deswegen entlassen, ihn nicht. Und das finde ich nicht gerecht.

Beichthaus.com Beichte #00040526 vom 23.10.2017 um 21:57:32 Uhr (26 Kommentare).

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