Wenn die Sucht alles zerstört

19

anhören

Verzweiflung Sucht Games

Mein Freund ist spielsüchtig. Er hängt täglich um die fünf Stunden, meistens sogar viel länger, am PC und macht sich so sein ganzes Leben kaputt. Er hat gerade die Schule abgebrochen, vernachlässigt seine alten Freunde, und er ist oft grundlos verletzend und kaltherzig zu mir. Meine Eltern, seine Familie und ich (w) haben alles versucht, aber er will einfach nicht sehen, wie dieses verdammte Zocken ihn und sein gesamtes Leben Stück für Stück zerstört. Bevor wir zusammenkamen, war er schon mein bester Freund und ich liebe ihn jetzt immer noch über alles. Ich weiß nicht mehr weiter, und es bricht mir das Herz, das alles mit ansehen zu müssen. Was soll ich nur tun? Ich bitte um Absolution, weil ich es weder schaffe, ihm zu helfen, noch die Beziehung zu beenden.

Beichthaus.com Beichte #00031565 vom 07.07.2013 um 00:15:12 Uhr (19 Kommentare).

In WhatsApp teilen

In die Irre geführt

15

anhören

Feigheit Dummheit Misstrauen Dating Internet

Seit einiger Zeit schreibe ich mit einem sehr netten Jungen in einem bekannten sozialen Netzwerk. Wir haben sehr viel gemeinsam und auch oft gesagt, dass wir uns mal wirklich treffen wollen, da er nur 15 Kilometer weit weg wohnt. Wir hatten kurzfristig abgemacht, dass er zu mir kommt, weil ich ausnahmsweise Mal alleine war - ich lebe noch bei meinen Eltern. Ich hätte auch zu ihm gehen können, aber mir war nicht wirklich wohl dabei.
Da ich mitten im Nirgendwo wohne und mein Haus schwer zu finden ist, habe ich ihm den Weg in einer SMS beschrieben.
Nach einer geschätzten anderthalben Stunde suchen hat er aufgegeben und ist nach Hause gefahren. Was er nicht wusste: Er hätte den Weg nie gefunden! Ich habe Angst bekommen und ihn in die Irre geführt. Ich fühle mich auch schlecht deswegen. Er ist doch so nett.

Beichthaus.com Beichte #00031557 vom 04.07.2013 um 18:11:47 Uhr (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Wenn Worte verletzen...

16

anhören

Engherzigkeit Falschheit Boshaftigkeit Dummheit Schule

In dem Ort, in dem ich (m/21) vor ungefähr 10 Jahren zur Schule ging, gab es einen Jungen, dessen Vater verschwunden ist. Die Familie hatte einen ziemlich großen Bauernhof, weshalb der Vater des Jungen einen polnischen Gastarbeiter einstellte. Als dieser Gastarbeiter zurück nach Polen ging, begleitete ihn der Bauer und wollte ihn mit dem Auto nach Hause fahren. Leider kehrte der Bauer von dieser Reise nicht mehr zurück. Das Auto wurde einige Zeit später in Tschechien gefunden, vom Bauern aber fehlte jede Spur, auch seine Leiche wurde nie gefunden. Böse Zungen im Dorf vermuteten damals sogar, er wäre mit einer anderen Frau durchgebrannt. Zu dieser Zeit war diese Geschichte natürlich ein sehr beliebtes Thema. Auch bei uns in der Familie, da mein Vater den Verschwundenen kannte. Ich selbst war sehr bestürzt darüber, ich konnte und wollte mir gar nicht vorstellen, wie es wäre, wenn meinem Vater so etwas zustoßen würde. Ein furchtbarer Gedanke!
Jedenfalls war dieser Junge, der Sohn des verschwundenen Bauern, einige Klassen über mir und wir, die "Kleinen", wurden ab und zu von ihm und seinen Kumpels gehänselt oder verprügelt. Ich weiß nicht mehr genau, wie es sich damals zugetragen hat, aber ich habe irgendwann nach einem Streit seinen Vater aufs Übelste beleidigt, genauer möchte ich darauf nicht eingehen. Ich war erschrocken über mich selbst, aber der Spruch war schon raus. Man konnte genau sehen, wie die Wut in dem Jungen aufstieg und ihm die Tränen in die Augen schossen. Er stürmte auf mich zu und wollte mich wohl richtig vermöbeln, wurde aber von anderen Schülern und einem Lehrer zurückgehalten, bevor er größeren Schaden anrichten konnte. Natürlich musste ich mich später bei ihm entschuldigen, die Sache tut mir aber auch heute noch furchtbar leid. Dieser Vorfall hat mir vielleicht das erste Mal in meinem Leben richtig bewusst gemacht, wie viel Schaden Worte anrichten können und ich habe definitiv meine Lehren daraus gezogen.

Beichthaus.com Beichte #00031554 vom 04.07.2013 um 14:01:07 Uhr (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Zurück auf dem Boden der Tatsachen

37

anhören

Engherzigkeit Falschheit Stolz Hochmut Dating

Ich (w/21) gebe zu, dass ich ein Arschloch der weiblichen Variante bin. Aus unerklärlichen Gründen bin ich seit Anfang meiner Jugendzeit allergisch auf den Typ Mann, der sich seiner äußerlichen Schönheit bewusst ist und diese zu seinen, meist egoistischen, Zwecken gerne ausnutzt. Sprich, Jungs die jede abkriegen und gerne flachlegen was geht. Und erst recht diejenigen, die keinen Hehl aus ihrem Lifestyle machen und noch stolz darauf sind. Von solchen habe ich auch noch nie eine Einladung abgeschlagen, denn ich kann es einfach nicht lassen, solchen Typen den Spaß zu vermiesen. Zuerst gehe ich auf deren flirtige Konversationen voll ein, sodass besagter junger Mann sich auf eine heiße Nacht einstellt. Es kommt zu einem Treffen, mal wird getrunken, getanzt, wild rumgeknutscht, mal alles in einem kombiniert. Am Ende lasse ich ihn fallen wie eine heiße Kartoffel, am liebsten wenn Herr "Ich-leg-Dich-flach" schon extrem rollig ist und sich bereits ein Zelt in der Hose aufbaut. Aktuell habe ich drei solcher "Projekte" am Laufen. Meist ergibt sich so etwas spontan und ich möchte noch erwähnen, dass die Initiative zum Anschreiben nicht von mir kommt. Wenn so ein Honk schon mit miesen Sprüchen daherkommt (entweder rein oberflächlich oder gar ohne Mühe), hat er es nicht anders verdient. Meistens sind es flüchtig kennengelernte Typen aus der Disse oder Freundesfreunde. Leidtut es mir nicht, da irgendwer ja diese verblendeten Schwanzträger auf den Erdboden zurückholen muss. Andere Mädels pushen solchen Männern das Ego. Meine Aufgabe sehe ich darin, sie von ihrem Ego wieder runterkommen zu lassen, manchmal mit verbliebenen Knicken im Selbstbewusstsein.

Es tut mir lediglich um meine verschwendete Zeit leid, und um mein Niveau, das ich wegen solcher Aktionen herablasse. Ich weiß, das zeugt nicht gerade von Reife, und nicht alle superhübschen Männer sind dumm. Nein, es gibt sogar viele, die haben etwas in der Birne. Zu Schade nur, dass einige ihrem Aussehen dennoch mehr zutrauen als ihrem Hirn. Und dann gibt es noch diejenigen, die versuchen, durch übertriebenes Pumpen zu beeindrucken. Ein verzweifelter Akt, um das zu kompensieren, was sie nicht haben - ein Gehirn. Es tut mir leid, dass sich das bei mir schon in so eine Art Hobby verwandelt hat, ich kann es einfach nicht lassen. Versteht mich nicht falsch, ich bin keine verzweifelte Männerhasserin. Mich kotzt lediglich die Variante an, die meinen, mehr zu sein, als sie es sind. Bevor ich jetzt runtergemacht werde, liebe Beichthausfreunde, denkt doch nur an die Typen, die mit Weibern genau das Gleiche machen.

Beichthaus.com Beichte #00031552 vom 03.07.2013 um 17:33:58 Uhr (37 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Die Folgen ihres Verschwindens

70

anhören

Rache Gewalt Ungerechtigkeit

Die Folgen ihres Verschwindens
Bis vor zehn Jahren habe ich (m/29) in einem beschaulichen Dorf gewohnt. Jeder kannte jeden, man half und respektierte sich gegenseitig. Dann kam jedoch der verhängnisvolle Tag im Juni, den ich immer noch verfluche. Auf dem örtlichen Feuerwehrfest ging es im wahrsten Sinne des Wortes heiß her. Es wurde viel getrunken und getanzt, und ich saß mit meiner damals besten Freundin, die genauso alt war wie ich, an einem Tisch. Wir hatten Spaß und redeten über alles Mögliche. Zu fortgeschrittener Stunde nahm sie mich in eine ruhige Ecke mit, sie meinte, sie müsse mir dringend etwas erzählen. Dazu kam es jedoch nicht mehr, denn sie wollte erst noch mal auf die Toilette, kam dann aber eine Weile nicht wieder. Ich dachte, sie hätte jemanden getroffen und sich verquatscht, und ließ es auf sich beruhen. Am nächsten Morgen war erst einmal alles ganz normal, doch plötzlich klingelte unser Telefon. Am ratlosen Gesichtsausdruck meiner Mutter erkannte ich, dass etwas ganz und gar nicht stimmte. Schließlich reichte sie mir wortlos das Telefon, und mit einer sehr schlechten Vorahnung nahm ich es. Ich erfuhr, dass meine beste Freundin weg war. Seit dem vorherigen Abend hatte sie niemand mehr gesehen. Ihr Handy war ausgeschaltet. Ich erzählte ganz unbedarft, dass ich mit ihr hinter dem Geräteschuppen auf dem Feld geredet hatte und sie danach zur Toilette wollte. Damit war ich der Letzte, der sie gesehen hatte. Die Polizei ermittelte nicht gleich, weil sie ja über 18 war. In ihrem Zimmer sah auch alles normal aus, versicherten uns die Eltern, nichts fehlte, oder deutete darauf hin, dass sie einfach weggelaufen sei.

Langsam aber sicher kippte, nach einer knappen Woche, die Stimmung. Gerüchte kamen auf, ich habe mich an ihr rächen wollen, weil sie nichts von mir wollte. Ich sei ihr doch schon seit der Grundschule hinterhergerannt. Bald gab es irgendwelche selbst ernannten Zeugen aus der Dorfjugend, die gesehen haben wollten, wie wir uns gestritten, beziehungsweise, wie ich sie hinter dem Geräteschuppen gegen ihren Willen begrapscht hätte. Das war mein Todesstoß. Ich wurde offen bedroht und schließlich vor dem Haus meiner Eltern zusammengeschlagen. Ich verlor zwei Zähne und kann seitdem meinen rechten Arm nicht mehr richtig bewegen, außerdem war meine Nase mehrmals gebrochen. Im Krankenhaus befragte mich dann die Polizei zu dem ganzen Fall. Ich erzählte ihnen alles, was ich wusste. Zwei Tage später rief mich meine Mutter an und sagte, sie hätten meine beste Freundin gefunden. Sie wäre mit ihrem neuen Freund, einem 32-Jährigen, durchgebrannt. Ihre Eltern hätten versucht, ihr die Liaison zu verbieten, außerdem wollten sie nicht, dass sie sich für ihr Studium eine Stadtwohnung zulegte. Damit war ich zwar plötzlich aus der Schusslinie, aber niemand entschuldigte sich bei mir. Weder die Jugendlichen, die mich zusammengeschlagen hatten, noch meine beste Freundin oder deren Eltern. Sie hätte sich ja wenigstens mal bei mir melden können. Ich war quasi der Kollateralschaden. Natürlich gab es für die Dorfjugend Ärger in Form von Anzeigen. Da sie sich allerdings gegenseitig Alibis zuschoben und auch ihre Eltern für sie aussagten, gab es nur für zwei der Typen verhältnismäßig niedrige Geldstrafen. Ich bin dann aus meinem Dorf weggezogen, und war in therapeutischer Behandlung.

Soviel zur Vorgeschichte. Jetzt zur eigentlichen Beichte. Ich habe mich gerächt. Am Jahrestag meines Gelynchtwerdens. An jedem Einzelnen. Einem Typen habe ich den kompletten Kompostbehälter seiner Eltern in das offene Cabrio gekippt. Dem anderen habe ich Getriebeöl über alle Autoscheiben geschmiert, rohe Eier in die Lüftung gekippt und ihm die Schlösser mit Sekundenkleber verklebt. Dem Dritten habe ich die Kette seiner Enduro abmontiert und den Auspuff komplett mit Bauschaum ausgeschäumt. Den anderen Dorfbewohnern, von denen ich sicher wusste, dass sie die Gerüchte zumindest mitverbreitet, oder wegen Alibis gelogen hatten, habe ich Unkrautsamen auf die Wiese gekippt und in einem Fall habe ich Estrich auf die Beete geschüttet. Ich weiß, dass diese Aktionen nicht in Ordnung gehen, aber ich kann mich emotional immer noch nicht mit der Schlägerei abfinden. Vor allem, dass mir teilweise gute Freunde derart heimtückisch in den Rücken fallen, kann ich bis heute nicht verkraften.

Beichthaus.com Beichte #00031547 vom 02.07.2013 um 11:37:05 Uhr (70 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000