So rächt man sich an seinem Ausbildungsplatz!

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Rache Ungerechtigkeit Arbeit

Vor ein paar Monaten habe ich eine Ausbildung begonnen, meine zweite, denn eine abgeschlossene besitze ich bereits. Ich bin Mitte 20 und dachte mir "jetzt oder nie" und sollte nun also nochmals für drei Jahre Azubi sein - im Einzelhandel. Die Firma, in der ich gelandet bin, ist der allergrößte Kackhaufen, den ich bis dato erlebt habe und ich bin seit meinem 17. Lebensjahr vollkommen beruflich eingespannt. Überstunden ohne Ende (173 Stunden pro Monat sind erlaubt, ich komme nie unter 190 raus, die weder durch Freizeitausgleich noch durch Auszahlung beglichen werden), unfaire Personal-Einsatz-Pläne, dass es zum Himmel stinkt (Azubis haben niemals Samstags frei. Das ist oberstes Gebot) und grundsätzlich dieses "Depp vom Dienst"-Gehabe, obwohl jetzt schon ohne mich nichts mehr läuft. Einen zweiwöchigen Sommerurlaub gab es nur nach ewigem Betteln, obwohl er einem Azubi ebenfalls zusteht. Narrenfreiheit gibt es hier sowieso nicht, da Azubiss ihren Urlaub nach den Schulferien planen müssen - während der Schulzeit wird kein Urlaub erteilt. Wenigstens gab es hier ein Einsehen, ansonsten wäre ich wieder ohne Erholung da gestanden.

Wohlgemerkt lässt man mich jetzt schon allein im Laden stehen, ich mache abends die Kassenabrechnungen und auch sonst alles - Vollzeitkraft als Azubi getarnt mit mieser Bezahlung. Ich komme mit meinem Azubigehalt im Monat nicht aus, da ich mit meinem Mann seit anno dazumal in einer eigenen Wohnung lebe. Was dies kostet, brauche ich wohl nicht zu erwähnen, das kennt ja jeder von euch. Das Ende vom Lied: ich könnte mir mit dem Rest meines Gehaltes nicht mal Kinokarten leisten, soll aber irgendwann in eine entfernte Filiale wechseln - ohne Auto (welches ebenfalls nicht drin ist) und kann mir nicht mal ein beschissenes Zugticket für den Monat leisten. Eine Hilfe von der Firma gibt es natürlich nicht; ist ja mein Problem. Ohne meine Rücklagen, die ich bereits Jahre davor geschaffen habe, wäre das ein Todesurteil.

Nach dem völlig überzogenen Getrieze jeden Tag, dem "schleppe mal dies da hin" und den völlig berufsfremden Mobbing-Aufgaben und dem ständigen Bossing sagt mein eigentlich verheilter Bandscheibenvorfall jeden Tag "Guten Morgen und Gute Nacht", ich bin dem Burn-out nahe und nachdem ich dort drinnen einmal jedem meine Meinung gesagt habe, meinte die Ausbilderin zu mir auf gut deutsch "halt die Schnauze, dann ist alles in bester Ordnung." Ich muss mich aber ständig den Azubi-Mobbereien kommentarlos hingeben. Schuften ohne Ende, den Mund verboten bekommen, körperlich und nervlich am Ende sein, aufgrund des Azubi-Status wie der letzte Dreck behandelt werden und das für einen Lohn, dass es auf gut Deutsch die Sau graußt. Nicht mit uns - sagen mein Mann und ich. Da wir demnächst ohnehin heiraten möchten und eine Familie planen, haben wir uns dazu entschlossen, das Kinder kriegen von "spätestens in drei Jahren" auf JETZT zu verschieben.

Da in diesem Betrieb ohnehin katastrophale Zustände herrschen, weiß ich jetzt schon, dass ich ziemlich schnell im Berufsverbot lande und mich somit vollkommen auf Schwangerschaft, Mann und Familie konzentrieren kann. Durch die durch Hochzeit und Kind veränderten Steuerklassen verdient mein Mann zu seinem ohnehin schon guten Gehalt noch mehr, was uns ebenfalls in die Karten spielt. Nach der Geburt geht es dann direkt zwei Jahre in die Elternzeit - wobei mein Arbeitgeber natürlich fleißig im BV weiterhin voll und im Mutterschutz leider nur einen Teil zahlen muss. In der Elternzeit leider gar nichts mehr - das hätte ich denen jedoch auch noch gegönnt. Wer seine Mitarbeiter so verheizt und so ausbeutet, wie es mein jetziger Betrieb tut, hat es schlicht und ergreifend nicht anders verdient. Wenn ich dann wieder einsatzbereit bin, beende ich meine Ausbildung entweder in einem anderen Betrieb mit mehr Gehalt, der sich nach mir bereits die Hände leckt, oder ich lasse das Thema "Zweitausbildung" komplett in der Versenkung verschwinden und arbeite in meinem bisherigen Beruf weiter. Die Türen stehen offen. Wir freuen uns jedenfalls auf die hoffentlich bald eintretende Schwangerschaft und mein Mann freut sich vor allem über eines: wieder seine geliebte Frau bei sich zu haben und kein nervliches und körperliches Wrack, das er nicht mehr wiedererkennt.

Beichthaus.com Beichte #00040216 vom 23.08.2017 um 11:21:37 Uhr (18 Kommentare).

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Das Mädchen am Bahnhof

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Ignoranz Bahn & Co. Schule Bochum

Damals war ich 18 und habe mein Fachabitur in Wirtschaft und Verwaltung gemacht. Da ich (m/26) zuvor auf einer Realschule war, musste ich den Abschluss auf einem Berufskolleg machen. Dieses war in einem Randbezirk meiner Heimatstadt und man konnte die Schüler die dort waren grob in zwei Gruppen einteilen. Einmal die, die wirklich einen höheren Bildungsabschluss anstrebten, so wie ich und einmal die, ich sage mal Asozialen. Perspektivlose Menschen die einfach nur da waren, weil sie keine Ausbildung bekommen haben und nichts anderes machen konnten. Diese Schüler hatten im Prinzip keine wirkliche Lust auf Schule, haben ständig den Unterricht gestört und andere, motivierte Schüler, gemobbt. Jedenfalls habe ich auf Grund dieser Leute immer einen totalen Hass auf die Schule geschoben. Ich hatte zwar immer recht gute Noten aber trotzdem nie Bock auf diesen Laden, eben wegen der Leute. Dazu kam, dass ich zu dieser Zeit kein Auto hatte und mit den Öffentlichen fahren musste. Da diese, ich nenne es mal Bildungseinrichtung, sonst wo lag, reichte es nicht, dass ich mit Bus und Straßenbahn fahren musste, nein, ich durfte sogar noch eine Station mit dem Regionalexpress zu einem kleinen Bahnhof, der direkt an der Schule lag fahren.

Wir hatten nach der sechsten Stunde Schulschluss und da dies für die meisten Klassen galt, wollten sehr viele Schüler gleichzeitig nach Hause und alle sind in einem riesigen Menschenstrom von der Schule zu dem kleinen Bahnhof gelaufen, weil eben die meisten auch mit dem Zug fahren mussten. Ich war immer extrem gereizt und schob auf alle Schüler die da waren Hass. Es kam also dazu, dass an diesem Tag ca. 150 Schüler auf diesem kleinen Bahnhof standen und auf den Zug warteten. Die Gleise an diesem Bahnhof führten direkt weiter zu dem Hauptbahnhof unserer Stadt, weswegen auch Schnellzüge, wie z.B. der ICE dort entlangfuhren, aber nicht anhielten. Kurz bevor so ein Zug mit 100 km/h durch den Bahnhof fuhr kam immer eine Ansage: "Achtung Zug fährt durch". So auch an diesem Tag. Und ich sah dort dieses Mädel. Sie war vielleicht 16 oder 17. Und ich konnte genau sehen, was sie vor hatte, weil sie sich nach erwähnter Ansage extra durch die Menschen an den Rand des Bahnsteigs drängelte. Es dauerte bestimmt noch 1 - 2 Minuten bis nach der Ansage der ICE durchfuhr. Ich hätte als genug Zeit gehabt zu ihr hinzugehen und sie aufzuhalten, aber der Hass und die Unzufriedenheit in meinem kopf sagten mir: "Hey, guck doch einfach mal ob das jetzt wirklich passiert." Also habe ich nur da gestanden und dieses Mädel angeguckt. Der ICE kam und sie warf sich davor. Alle haben geschrien, außer mir. Ich stand nur da, dachte kurz nach, drehte mich um und ging zum Bus, da der Bahnhof ja jetzt gesperrt werden würde. Ich beichte also, dass ich wegen meiner Wut und meinem hass auf Andere ein junges Mädel nicht an ihrem Selbstmord gehindert habe, Heute denke ich oft darüber nach und würde heute auch definitiv dazwischen gehen. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00040204 vom 20.08.2017 um 12:53:43 Uhr in Bochum (Wattenscheid) (24 Kommentare).

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“Folge

Abenteuer Paris

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Drogen Polizei Urlaub Frankreich

Ich (Studentin/Anfang 20) habe auf einer Sprachreise in Frankreich, in meinem jugendlichen Wahnsinn, blöden Mist verbockt. Damals war ich 17 und meine Eltern haben mich auf eine zweiwöchige Ferienreise nach Paris geschickt, um meine Sprachkenntnisse zu fördern. Der […]
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Beichthaus.com Beichte #00040201 vom 19.08.2017 um 22:03:00 Uhr in Frankreich (Paris) (10 Kommentare).

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Sex mit der Mutter meines besten Freundes

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Morallosigkeit Aschaffenburg

Ich habe mich mit 17 von der Mutter meines Kumpels verführen lassen. Ich war schon seit frühster Jugend bei denen, da die Familie recht cool und locker war. Es gab noch einen Bruder von meinem Kumpel und die Mutter. Sie war geschieden und der Vater wohnte weiter weg. Bei meinem Kumpel durfte man alles. Wir haben so ab 16 bei denen in der Küche geraucht und war alles immer sehr locker. Durften viele Filme schauen die eigentlich auch erst ab 18 waren. Damals waren es noch Videos. Es waren aber keine Pornos. Auch war Alkohol oder Drogen nie im Spiel und auch Tabu. Mein Kumpel erzählte alles seiner Mutter. Was in der Schule abging, wie es mit den Mädchen war, auch wann und mit wem er sein erstes Mal hatte. So kam es, dass ich auch sehr viel über meine erste Freundin erzählte. Sie war, da für mich als meine Freundin Schluss machte.

Die Mutter besorgte auch Kondome für meinen Kumpel. Mich fragte sie auch irgendwann mal, ob ich welche benötige. Ich meinte nur, ich hätte zu dieser Zeit keine Verwendung. Sie meinte nur, dass sie dafür sorgen kann, dass ich Kondome benötige. Ich war sehr verdutzt und wusste erst nicht, was sie meint. Mein Kumpel war an diesem Tag nicht da. Ich war öfters alleine mal so bei der Mutter meines Kumpels. Nach mehrmaligem hin und her Fragen wurde mir klar, dass sie mit mir wollte. Ich dachte nur, das geht gar nicht. Ich wäre auch nie auf den Gedanken gekommen, obwohl sie eine ganz attraktive Frau war. Und so nahm der Nachmittag seinen lauf. Ich möchte keine Details erzählen. Aber es fing an mit der Hand und dann richtig. Es war eine reine Sexbeziehung und lief einige Monate. Es hat niemand mitbekommen. Die ganze Sache war abgeschlossen, als ich eine neue Freundin hatte. Seit diesem Tag ist es so, als ob nie was gewesen wäre. Alles normal und wir verstehen uns bis heute. Ich bin jetzt 32. Als es passierte war ich 17 und es ging bis zu meinem 18. Lebensjahr. Ich möchte beichten, dass ich meinen Kumpel oft belogen habe, was ich bei ihm gemacht habe, als er nicht da war. Wenn er wüsste...

Beichthaus.com Beichte #00040200 vom 19.08.2017 um 19:04:34 Uhr in Aschaffenburg (9 Kommentare).

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“Beichte

Vom sensiblen Mädchen zur strengen Mutter

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Ungerechtigkeit Mutter Kinder

Ich wurde als Kind lieblos und grob von meinen Eltern behandelt. Ich war ein sehr sensibles Mädchen, dass sich immer einsam und hilflos fühlte. Heute bin ich 37 habe zwei Kinder und kritisiere meine ältere Tochter ständig. Generell bin ich nach aussen sehr abweisend und schroff. Das ist so scheisse und es tut mir unendlich leid. Ich möchte das ändern.

Beichthaus.com Beichte #00040199 vom 19.08.2017 um 02:10:09 Uhr (9 Kommentare).

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