Der falsche Soldat

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Lügen Falschheit Nachbarn Köln

Die Müllcontainer stehen bei uns etwas entfernt von den Wohnhäusern auf einem Hof und werden von allen Parteien der Wohnhäuser genutzt. Ich wohne hier jetzt schon circa 5 Jahre, aber habe mich nicht sonderlich in die hier vorherrschende Nachbarschaft integriert. Das Wohngebiet hier wird vom Land verwaltet und gewährt nur Landesangestellten und insbesondere Bundeswehrangehörigen Wohnrecht. Dementsprechend sitze ich hier als überzeugter Kriegsdienstverweigerer in einem eher strengen Umfeld. Die Wohnungen sind toll und auch die Umgebung hier ist für Stadtlage wirklich toll, ich bin sehr zufrieden. Dadurch, dass ich mich nicht auf Wohnpflegschaft und jährliche Säuberungsaktionen der Grünanlagen einlasse, habe ich Dementsprechend auch wenig Kontakt mit den Nachbarn und diese kennen mich nicht wirklich. So kommt es aber, dass ich immer wieder beim Müll rausbringen, besser gesagt bei der etwas mühseligen Arbeit des Mülltrennens) von Nachbarn angesprochen werde. Da die Recyclingcontainer auf einem Garagenhof stehen, herrscht dort reger Verkehr. Ich werde dann oft gefragt, ob ich hier wohne und damit auch berechtigt bin dort Müll rein zuschmeißen. Das regt mich so auf, ich verstehe zwar den Gedanken dahinter, bei steigendem Müllaufkommen, steigen auch die Abfallgebühren die alle zahlen müssen, aber das ich immer gefragt werde, obwohl ich da in Hausschlappen und somit keine 5 km gelaufen sein kann, stehe, regt mich auf.


Ich hatte mir schon überlegt ein Schild umzuhängen: "Ja, ich wohne hier!", habe mir aber was Netteres überlegt. Seit neustem antworte ich mit englischem Akzent, wenn ich gefragt werde. Wenn das Gespräch dann weitergeht, erzähle ich, dass ich aus New Hampshire hierhin versetzt worden bin und in einer Spezialeinheit der Bundeswehr im Rahmen der Europäischen Zusammenarbeit zu dienen. Ich sei häufig auf Auslandseinsätzen, deswegen sieht man mich nicht so oft hier. Seitdem ich die Geschichte erzähle, werde ich weniger gefragt und häufiger gegrüßt.

Beichthaus.com Beichte #00027776 vom 05.05.2010 um 12:18:01 Uhr in Köln (28 Kommentare).

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Mein Studentenjob als Kassiererin

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Hass Zorn Verzweiflung Shopping Arbeit Weißenberg

Mein Studentenjob als Kassiererin
Ich (w/20/Studentin) arbeite in einer Bahnhofsfiliale einer Einzelhandelskette. Die Kunden sind teilweise wirklich sehr unfreundlich und denken, ich wäre dumm und hätte keine Ahnung von irgendwas. Sie meckern mich oder andere Kunden an, werfen ihre Sachen einfach aufs Band und gehen dann nochmal weg, werfen mir das Geld aufs Band als wäre ich ein bettelnder Penner und beschweren sich bei mir über die Preise, weil sie anscheinend denken ich würde diese festlegen und bestimmen. Noch schlimmer sind die alten Männer, die regelmäßig stundenlang durch den Laden streifen, einen zulabern und Schätzchen nennen. Und warum zur Hölle bezahlt man eine Packung Kaugummi mit einem 50er? Oder noch besser, mit der EC-Karte?
Und es ekelt mich unglaublich an, die ganze Zeit so viele Münzen entgegen nehmen zu müssen, die schon wer weiß wer in der Hand hatte, vor allem weil bei uns auch Menschen einkaufen kommen, die riechen als wäre ihre Kleidung aus einem alten, muffigen Sessel gemacht. Eigentlich ist mein Job nur das Kassieren, aber ich bin natürlich freundlich und berate, suche, bediene den Kopierer, verpacke Geschenke und so weiter. Ich möchte beichten dass ich die Kunden manchmal gerne deutlich auf ihre Unfreundlichkeit ansprechen würde. Ich würde ihnen gerne sagen, dass sie nicht der einzige Mensch auf der Welt sind, dass ich ein denkender (und studierender) Mensch bin und kein Blödchen, und dass man so etwas wie das volle Band verlassen oder Verpackung einfach auf die Ablage schmeißen nach dem Kauf nicht macht. Man mag es sich nicht vorstellen, aber wenn man so viele unverschuldete, negative Reaktionen an einem Tag bekommt, geht das wirklich an die Substanz, zumindest mir. Ich hatte neulich auch eine recht hohe Differenz in der Kasse, weil ich an einem wirklich sehr gut besuchten Tag alleine fast acht Stunden lang an der Kasse saß und ich mich bei einem so hohen Umsatz eben schonmal im Münzfach vergreife, vor allem wenn drei Kunden gleichzeitig auf mich einquatschen. Wenn Sie also das nächste mal einkaufen gehen, denken sie bitte daran, dass der Mensch hinter der Kasse kein Roboter ist und ihm auch nicht der Laden gehört. Und bei der Gelegenheit möchte ich direkt noch beichten, dass ich auf der Arbeit, wenn mal unter der Woche weniger los ist, Sudoku spiele, weil ich sonst einschlafen würde.

Beichthaus.com Beichte #00027767 vom 02.05.2010 um 16:15:32 Uhr in Weißenberg (52 Kommentare).

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ICQ Verlauf ausspioniert

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Neugier Misstrauen

Ich habe früher mal von einer Freundin beim Reparieren des Computers ihren ICQ Verlauf der letzten 2 Jahre extrahiert und auf einen USB Stick gezogen. Außerdem noch einen Trojaner installiert damit ich weiterhin mit den Daten versorgt werde was aber leider nur ein paar Tage lang ging. Nachdem ich die ganzen Dateien gründlich nach interessanten Schlagwörtern und auch meinen Namen mehrfach durchsucht habe, war ich echt erstaunt und enttäuscht was sie und meine anderen Freunde schreiben. Besonders da wo es um mich geht hätte ich teilweise lieber nicht gelesen. Hab schon mehrfach darüber nachgedacht die alle mal darauf anzusprechen aber das ist vielleicht nicht so eine gute Idee. Ich bekomme immer ein schlechtes Gewissen wenn ich anfange die Dateien zu durchsuchen. Andererseits hoffe ich, dass meine Freunde die ganze Scheiße die sie da geschrieben haben selbst auch beichten. Da ich weiß, dass einige der besagten Personen hier auch fleißig mitlesen: Einen schönen Gruß!

Beichthaus.com Beichte #00027765 vom 01.05.2010 um 17:13:44 Uhr (39 Kommentare).

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Huhn gequält und getötet

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Mord Gewalt Kinder Tiere

Ich (m) war damals gerade 6 Jahre alt. Zusammen mit dem Nachbarsjungen, der auf einem Bauerhof lebte, kamen wir auf die dumme Idee wie es denn sei ein Lebewesen zu töten. Gesagt getan, eins der Hühner vom Bauern genommen, am Fuß gefesselt und an einen Baum gehängt. Danach haben wir Steine verschiedenster Größe, Stöcke und alles was sonst noch so rumlag, benutzt, um das arme Tier zu töten. Nach getaner "Arbeit" ging ich nach Hause und überließ dem Kumpel das Tier. Am nächsten Schultag dann kam was kommen musste. Ein Klassenkamerad hat wohl meinen Kumpel dabei beobachtet, wie er das Tier gequält habe und dies unverzüglich unserer Lehrerin gepetzt. Diese wiederum hat es der Rektorin gesagt und dann gings hoch her. Den ganzen Tag lang wurde der Bauernjunge fertig gemacht. Es wurde sogar daran gedacht den Jungen auf eine andere Schule zu schicken, weil dass ein besonders asoziales Verhalten gewesen sei. Zum Glück war ich Momente vorher schon gegangen. An dieser Stelle möchte ich erst Martin danken, dass er dicht gehalten hat und mich bei ihm entschuldigen, dass er es alleine hat ausbaden müssen.

Beichthaus.com Beichte #00027763 vom 30.04.2010 um 13:35:54 Uhr (54 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Lügengeschichte für den Bahnkontrolleur

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Falschheit Lügen Betrug Bahn & Co. Kiel

Ich (w/19) muss sagen, ich bin eigentlich ein sehr ehrlicher Mensch, doch ich mag die Bahn einfach nicht. Ich führe eine Fernbeziehung (600 km Entfernung) und bin zur Zeit mitten im Abi und hab somit auch nicht viel Geld. Nun gut. Ich war also im Februar bei meinem Freund und konnte mir das super-teure Bahnticket nicht leisten. Da man aber durchaus, wenn man um 5 Uhr morgens fährt, die Tickets billiger bekommt, hab ich mir das einfach gekauft und hab einen ziemlich guten Plan gehabt: Da zu der Zeit die Wetterlage nicht so gut war, sprich Schneechaos, habe ich mir gedacht, dass ich einfach 4 Züge später fahre und alles auf das Wetter schiebe! Und es hat geklappt. Als ich dann im ICE saß und kontrolliert wurde, hab ich einfach angefangen zu weinen, dass ich 2 Busse verpasst hab, somit 2 Züge und als ich endlich am Bahnhof war, ist eine alte Dame hingefallen, die ich dann erst mal ins Krankenhaus begleiten musste. Mit Tränen in den Augen berichtete ich dem Kontrolleur meine angeblichen Hindernisse und das einzige, was er sagte war: "Ist schon in Ordnung, das nächste Mal holen Sie sich einfach ein Nachweis für die Verspätung. Eine gute Fahrt!" Tja, so habe ich circa 60 Euro gespart. Bald muss ich die Bahn nicht mehr bescheissen. Nach dem Abi ziehe ich zu meinem Freund.

Beichthaus.com Beichte #00027759 vom 29.04.2010 um 00:54:59 Uhr in Kiel (48 Kommentare).

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