Das erfundene Kind

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Rache Betrug Lügen Ex München

Als ich (w) 15 war, habe ich einen ebenfalls 15-Jährigen kennengelernt, dicht mit ihm rumgemacht und ihn in meinem nicht mehr ganz so zurechnungsfähigen Zustand gefragt, ob er eine Freundin hätte. Als er dies verneinte, sagte ich ihm, er hätte jetzt eine. Danach waren wir noch fast zwei Jahre zusammen. Es endete, als ich mit 17 aus dem Urlaub wiederkam. Er machte mit mir Schluss, weil diese eine Freundin von ihm, die vor ihm immer geheuchelt hat, was für ein süßes Pärchen wir wären, ihn mir ausgespannt hat. Ich musste also irgendwie Rache üben. Deshalb erfand ich eine Schwangerschaft. Er war unglaublich fertig und auch ich konnte das Ganze nicht so genießen, wie ich es mir bei einer ordentlichen Rache vorgestellt habe, weil meine Gefühle einfach noch zu sehr verletzt waren. Ich habe bis heute niemandem davon erzählt, da ich damals vorgetäuscht habe, das Kind verloren zu haben. Sogar meinem neuen Freund, den ich drei Monate nach der Aktion kennengelernt habe und mit dem ich jetzt seit zwei Jahren zusammen bin, habe ich nie die Wahrheit erzählt. Er hat es wahrscheinlich sowieso schon wieder vergessen. Ich beichte hiermit, dass ich als dummes, 17-jähriges Mädchen Rache an einem leicht zu manipulierenden Kerl nehmen wollte, der mir mein Herz herausgerissen hat. Heute habe ich ein schlechtes Gewissen und bin extrem froh, dass dieser Idiot damals mit mir Schluss gemacht hat.

Beichthaus.com Beichte #00030402 vom 29.10.2012 um 13:14:07 Uhr in München (Landsberger Straße) (10 Kommentare).

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Kreativer Verwendungszweck

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Hochmut Ungerechtigkeit Geld Celle

Ich möchte beichten, dass ich bei unangenehmen Überweisungen, wie zum Beispiel bei Knöllchen, Blitzerfotos oder der GEZ, immer meine Meinung in die zweite Zeile des Online-Überweisungsformulars schreibe. Da steht dann, je nach Überweisungsgrund, "Abzocke!", "Frechheit", "Tatort war mies" oder ähnliches. Ich möchte mich hier gleichzeitig bei der Person entschuldigen, welche auf dem Celler Stadtamt die Knöllchen bearbeitet und meine Meinung oft genug lesen musste.

Beichthaus.com Beichte #00030401 vom 29.10.2012 um 10:55:17 Uhr in Celle (Am Französischen Garten, 1) (20 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Meine Sucht nach dem Unglück

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Sucht Maßlosigkeit Internet Köln

Ich (m/28) bin süchtig nach Beichten. Nicht etwa, welche abzulegen, sondern sie zu lesen und mich an der Dusseligkeit und dem Unglück anderer Leute aufzugeilen. Das hat vor fünf Jahren angefangen und wurde dann immer mehr. Als ich das Beichthaus von vorne bis hinten durch hatte, durchsuchte ich das Internet nach Foren, in denen Leute ihr Fehlverhalten bekannten. Als ich da auch nichts mehr fand, ging ich im Internet in den englischsprachigen Bereich und suchte dort entsprechenden Stoff. Zum Glück kann ich ganz gut Englisch und wurde dort auch fündig. Weil es so unglaublich viel gibt, habe ich hier noch nicht alles durch. Inzwischen verwende ich jeden Tag mindestens sechs Stunden auf diese Beschäftigung. Ich habe durch diese Sucht auch schon mal meine Arbeitsstelle verloren. Die haben über mehrere Monate überwacht, welche Internetseiten ich besuche und wie lange, dann haben sie mich gefeuert. Ich habe jetzt wieder Arbeit, bin dabei aber mindestens drei bis vier Stunden jeden Tag damit beschäftigt, im Internet Beichten aufzuspüren. Ich habe aber jetzt Vorkehrungen getroffen, damit sie mich nicht mehr so leicht erwischen. Ich weiß, dass das idiotisch ist, aber ich komme einfach nicht weg davon. Wenn ich am Computer sitze, nehme ich mir fest vor, nicht nach Beichten zu stöbern, aber nach spätestens zehn Minuten bin ich auf einer entsprechenden Seite, ohne dass ich das bewusst getan habe. Ich habe das jetzt meinem Arzt gesagt und er hat mich zum Psychiater überwiesen. Aber ich bin doch nicht bekloppt, oder?

Beichthaus.com Beichte #00030400 vom 29.10.2012 um 00:47:35 Uhr in Köln (Krefelder Straße) (27 Kommentare).

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Meine Angst vor der Rechnung

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Betrug Lügen Missbrauch Kinder Telefon Machern

In meiner Jugend, vor zirka 20 Jahren, war ich im Kinderheim untergebracht. Unser Zimmer war ein ehemaliges Büro. Wir hatten also einen Telefonanschluss. Ein Freund schenkte mir ein altes Telefon aus dem Haushalt seiner Eltern und ich schmuggelte das Ding in meiner Schultasche ins Zimmer. Am Wochenende verlebte mein Zimmergenosse die Zeit von Freitagnachmittag bis Sonntagnachmittag bei seiner Pflegefamilie. Ich hatte das Zimmer also in den zwei Nächten für mich allein und probierte unter der Bettdecke das Telefon mitten in der Nacht aus. Es funktionierte! Ich rief 0190er Nummern an und erlebte interaktive Schatzsuchen oder hörte Fußballhotlines ab, manche auch mehrfach hintereinander, weil ich einige Dinge nochmal hören wollte. Das Telefon versteckte ich eingewickelt, nach ein paar unterhaltsamen Stunden, im Keller im nicht mehr benutzten Wäscheraum in einem alten, vergilbten Holzarzneischrank. Ich wiederholte meine Aktion jedes Wochenende. Das Ganze ging so ein paar Monate. Eines Nachmittags, mitten im Sommer, als ich von der Schule ins Heim ging, bin ich dann aus allen Wolken gefallen.

Auf dem Hof stand ein Auto von einem Telekommunikationsunternehmen. Ich spielte den Nichtsahnenden und ging in mein Zimmer, zwei Minuten später wurde meine Zimmertüre aufgerissen und mein Heimleiter, zwei Erzieher und fremde Handwerker überfüllten unsere kleine Stube. Man fragte mich, ob und wie ich hier telefoniert hätte und wo das Gerät stünde. Ich spielte weiter den Ahnungslosen und blieb auch beim Nachhaken standhaft unehrlich. Ich kam mir vor wie ein Mörder, dem man seine Tat beweisen will und der danach lebenslang im Knast verschwindet, wenn er nur ein Detail zugibt. Die Leute verschwanden. Mein Heimleiter kam später wieder und sagte mir, dass das alles kein Spielchen sei. Es gehe um 5.000 Mark. Er wüsste, dass ich den Anderen was vormache und er würde es mir eines Tages nachweisen und dann würde ich mit einer richtig heftigen Geldstrafe rechnen müssen. Seine letzten Worte waren: "Den Fremden kannst Du was vormachen, aber mir nicht." Dann verschwand er wieder. Ich hatte danach Angst. Ich räumte gleich das Telefon aus dem Arzneischrank im Keller weg und steckte es in die Schultasche, um es am nächsten Tag meinem Kumpel zurückzugeben. Ich wusste, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis man mich überführen würde. Jedes Mal, wenn ich meinen Heimleiter sah, ahnte ich, dass das der Tag ist, an dem er mich kriegen würde. Ich bin ihm immer aus dem Weg gegangen, was auch ziemlich lästig war und bei Anderen Stirnrunzeln verursachte. Im Heimleben versuchte ich mich ab da an zu einem netten Jugendlichen zu entwickeln, der lernt und Keinem auffällt. Der Heimleiter hat mich niemals wieder auf das Thema angesprochen. Eines Tages hat er mich mit seinem Auto von der Schule abgeholt und ich dachte, dass es einen guten Grund dafür geben müsse, aber er wollte mich nur mitnehmen und redete mit mir über meinen Schulunterricht. Ich plapperte wie ein Wasserfall, aus Angst, dass uns die Themen ausgehen und er mit dem Telefon anfangen würde. Aber er freute sich nur wegen meiner schulischen Erfolge. An diesem Tag dämmerte es mir, dass inzwischen Gras über die Geschichte gewachsen sein muss. Nur mein Kumpel mit dem Telefon, zugleich einziger Mitwisser, zieht mich hin und wieder mal auf, ob denn schon die Rechnung von dem Telefonanbieter angekommen sei.

Beichthaus.com Beichte #00030398 vom 28.10.2012 um 14:39:33 Uhr in Machern (11 Kommentare).

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Tierquälerei aus Langeweile

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Dummheit Morallosigkeit Kinder Tiere Polen

Ich (m/26) würde gerne von einer Begebenheit aus meiner frühen Kindheit, als ich so sieben bis acht Jahre alt war, berichten, auf die ich nicht besonders stolz bin. Meine Familie und ich sind Spätaussiedler aus Polen. Es war üblich, einmal im Jahr, vorzugsweise in den Sommerferien, in die alte Heimat zu fahren und unsere Verwandten zu besuchen. Meine wichtigste Bezugsperson dort war mein zwei Jahre älterer Cousin. Die Verhältnisse in Polen nach der Auflösung des kommunistischen Regimes waren nicht besonders gut und somit auch die Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder eingeschränkter, als man es hier und heute gewohnt ist. Aber wir Kinder wussten uns zu beschäftigen und spielten meistens in den Höfen und Straßen. Wie es der Zufall so wollte, gab es in der Stadt tausende von streunenden Katzen, man könnte sogar sagen richtige Katzengangs. Den Kindern waren die Katzen ein Dorn im Auge und ich hatte im Nachhinein das Gefühl, dass sie von der Bevölkerung eher als Plage angesehen wurden. Der Respekt vor diesen Tieren war also eher gering. Ich weiß nicht, ob es schlussendlich die kindliche Gewissenlosigkeit oder der fehlende Respekt vor den Tieren war, aber die Katzen wurden gerne mal mit Steinen beworfen und/oder getreten. Mein Cousin und seine Kumpels gingen sogar so weit, die Katzen zu fangen und sie in einen Müllcontainer zu werfen, der im Hof stand. Der Container war vergleichbar mit Schuttcontainern, allerdings hatte er diese schweren Klappen, so dass die Tiere kaum eine Möglichkeit hatten, dort wieder herauszukommen. So furchtbar es klingt, auch ich habe mir einmal eine Katze geschnappt und sie in den Container geworfen. Was aus ihr geworden ist, weiß ich nicht. Ich muss gestehen, dass es mir damals nicht falsch vorkam und ich anfangs deswegen gar keine Gewissensbisse hatte. Einige Jahre später, als wir eine Katze bekamen, erinnerte ich mich wieder daran und mir wurde bewusst, was für eine Dummheit ich eigentlich gemacht habe. Lange Zeit ließ mich dieses eine Lebewesen, das ich in den Container geworfen habe, nicht los. Gestern ist mein Kater gestorben und ich musste wieder an das Schicksal der Katze in Polen denken.

Beichthaus.com Beichte #00030388 vom 26.10.2012 um 07:02:46 Uhr in Polen (Aleje Jerozolimskie, Warszawa) (26 Kommentare).

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