Meine Luftballon Phobie
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Die Feier war die ersten 1-2 Stunden auch ganz gut. Alkohol habe ich keinen getrunken, weil ich mit dem Auto gekommen bin. Als jedoch einige der anderen schon etwas angetrunkenen Gäste angefangen haben, mit den Luftballons herumzuspielen, habe ich schon Panik bekommen und mich erst einmal auf die Toilette verkrochen, in der Hoffnung, dass sie in der Zwischenzeit wieder damit aufhören. Als ich nach einigen Minuten wieder kam, waren einige immer noch an den Luftballons zugange. Nach 3 Minuten Aufenthalt im Wohnzimmer bin ich schon wieder auf Toilette verschwunden, habe zugeschlossen und wieder gewartet. Als ich wieder zurück kam, spielten manche Leute immer noch mit den Luftballons, rammelten sich gegen die Ballons und man konnte mit jeder Sekunde mit einem Knallen rechnen. Ich habe mich mit den ganzen Luftballons so unwohl gefühlt, der Rest der Gäste hat es offenbar kaum bis gar nicht gestört. Als ich nach 10 Minuten voller innerlicher Panik wieder auf Toilette verschwand, klopfte meine Freundin, das Geburtstagskind, an der Badezimmertür. Sie fragte mich, ob bei mir alles in Ordnung wäre. Da ich mich für meine Angst vor Luftballons total geschämt habe und meine Freundin wahrscheinlich auch eine gewisse Angst von meinen Augen ablesen konnte, habe ich mir just in diesem Moment eine Lüge einfallen lassen. Ich habe ihr gesagt, mein Bruder hätte mich angerufen, dass meine Mutter von einem Auto angefahren wurde und ich deshalb so aufgebracht wäre.
Als ich ihr das sagte, sah sie auch sehr geschockt aus und fragte mich, ob ich nicht lieber nach Hause oder zu meiner Mutter fahren will. Ich nickte, sagte ihr aber noch, dass sie sich ruhig weiter amüsieren kann. Vielleicht wäre das mit meiner Mutter ja auch gar nicht so ernst wie angenommen. Sie wünschte mir und meiner Mutter alles beste und bat mich, sie auf dem Laufenden zu halten. Ich verabschiedete mich von ihr, wünschte ihr noch eine schöne Feier und fuhr anschließend nach Hause mit einem unendlich schlechten Gewissen.
Ich habe es auch meiner Mutter und meinem Bruder erzählt und bat sie darum mitzuspielen, falls sie irgendjemand darauf ansprechen sollte. Die beiden haben mir wegen der Lüge zwar auch eine Predigt gehalten, aber sagten mir auch, dass sie im Falle eines Falles mitspielen würden. Meine Freundin ist zum Glück nicht auf sie zugekommen. Sie hat mich nur gefragt, wie es meiner Mutter ging und ich behauptete, dass es nur eine Prellung war und zum Glück nichts ernstes. Sie sagte mir auch, dass sich die anderen Gäste an dem Abend gewundert haben, wo ich denn abgeblieben wäre und sie hätte ihnen einfach erzählt, dass ich mich krank gefühlt habe und deswegen heim gefahren wäre.
Heute ist die Sache bei allen (hoffentlich) vergessen. Trotzdem habe ich immer noch so ein verdammt schlechtes Gewissen, dass ich mit einem kleinen Stein so eine Lawine ins Rollen gebracht habe. Es hat mir aber auch gezeigt, dass ich eine total liebe Freundin habe. Trotzdem tut es mir unendlich Leid. Dass ich meine Freundin angelogen habe und meine Familie gebeten habe für mich zu lügen.