Schlankheitswahn

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Hass Falschheit Ernährung Partnerschaft

Ich (m/25) möchte beichten, dass ich bei meiner Freundin (23) gute Miene zum bösen Spiel mache. Als wir vor einem Jahr frisch verliebt waren, war sie noch etwas molliger als jetzt (nicht dick). Sie hat dann begonnen, eine Diät und Sport zu machen. Sie hatte mehr Erfolg, als ich eigentlich erwartet hatte, und nahm tatsächlich ab, wenn auch sehr langsam. Zuerst hatte ich auch meine Freude daran, denn das eine oder andere Kilo weniger verlieh ihr etwas mehr Schwung, sie freute sich über ihre kleinen Erfolge, ihre (sehr weibliche) Figur kam besser zur Geltung und im Bett fühlte sie sich wohler, war experimentierfreudiger und konnte sich auch besser fallen lassen. Aber damit war es natürlich nicht getan. Nein, man muss weiter abnehmen. Inzwischen nervt es mich nur noch und jedes Gramm mehr wird mir langsam zur Reue - ihr Körper wird immer straffer und schlanker, die Brüste kleiner, die Hüften schmaler, und sie freut sich, all ihre Freundinnen loben, unterstützen und bewundern sie, toll. Und ich? Ich trauere ihm langsam hinterher, das bisschen Hüftspeck, der volle Hintern, der sich noch gut und gerne anpacken ließ, die ehemals vollen, größeren Brüste vermisse ich auch. Aber das sage ich ihr natürlich nicht, sondern lächle nur halbherzig, und wenn sie sich mir dann nach dem monatlichen Wiegen wieder um den Hals wirft und freudevoll ihre neuen Erfolge verkündet, und sage nur noch: "Ja Schatz, das hast du toll gemacht!", denn meine Stellungnahme: "Ich mochte deine alte Figur" hatte sie mir nie geglaubt und alles andere macht sie wütend. Anmerkung: Momentan ist sie nicht dünn, sondern schlank. Ich glaube nicht, dass sie magersuchtgefährdet ist.

Beichthaus.com Beichte #00030273 vom 18.09.2012 um 21:50:46 Uhr (29 Kommentare).

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Papiermüll angezündet

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Vandalismus Neugier Dummheit Wesendorf

In meiner frühen Jugend (mit circa 11 Jahren) habe ich mit einer gleichalterigen Freundin ziemlich viele Dinge in unserem Heimatdorf beschädigt. Wir haben zum Beispiel hinter dem hiesigen Supermarkt erst den Container mit Papiermüll angezündet, der brannte uns aber (durch die feste Pappe) nicht gut genug. Also öffneten wir den Container, in dem der Plastikmüll gesammelt wurde. Wir nahmen uns beide ein Stück heraus, und kokelten mit Streichhölzern herum. Nun wussten wir nicht das Plastik beim Verbrennen ziemlich heiß wird und dann beginnt zu tropfen. Wir erschraken als wir bemerkten das recht schnell der ganze Containerinhalt zu brennen begann. Aus Angst liefen wir schnell zu mir nach Hause. Als wir dort ankamen, hörten wir schon die Sirenen der Feuerwehr. Denen hatten wir aber zuvor den Weg versperrt, da wir sämtliche Einkaufswagen in einer Schlange auf dem Parkplatz platziert hatten. Irgendwie konnten sie aber doch das Feuer löschen, sodass es nicht auf nebenstehende Häuser ausgebreitet ist. Ich schäme mich für den unnützen Einsatz der Feuerwehr, der sicher nicht billig ist. Noch mehr schäme ich mich für die dadurch entstandene Umweltverschmutzung.

Beichthaus.com Beichte #00030264 vom 15.09.2012 um 21:19:14 Uhr in 29392 Wesendorf (Gifhorner Straße) (15 Kommentare).

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Sport-Sucht aus Liebeskummer

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Sucht Manie Sport

Ich (w/20) war im Frühling 2011, wenige Monate vor den Abiprüfungen, zum ersten Mal so richtig heftig verliebt in einen Kerl, der damals auch Abiturient war und außerdem Teil meines Freundeskreises. Er war sich meiner Gefühle bewusst, sie schmeichelten ihm und er machte mir endlos viele Hoffnungen. Ich bin nicht gerade die Mutigste, aber ich hatte mir felsenfest vorgenommen, dass ich ihn fragen würde, ob er sich etwas Ernsteres mit mir vorstellen könnte, sobald wir unser Abi in der Tasche hätten. Meine Aussichten erschienen mir realistisch. Doch einen knappen Monat, bevor es ernst wurde mit den Abschlussprüfungen, hatte er wie aus dem Nichts eine neue Freundin. Das hatte mir dermaßen den Boden unter den Füßen weggerissen, dass ich eine Weile lang völlig kopflos durch die Gegend wandelte, wegen Nichtigkeiten in Tränen ausbrach und meine Mitmenschen in den Wahnsinn trieb. Ich bestand mein Abi, harrte die Abi-Reise, auf der er mit dabei war, regelrecht aus und brach danach den Kontakt zu ihm ab. Darüber geredet habe ich nie mit ihm.


Ich war der Überzeugung, dass meine Figur der Grund ist, warum er mich nicht wollte. Seine Freundin (mit der er übrigens noch zusammen ist), war groß und schlank, ich hingegen klein und pummelig. Auf meine 163 cm wog ich 70 kg. Ich brauchte dringend eine Veränderung. Nach den Sommerferien begann ich ein Praktikum in einem Büro. Aber das interessierte mich gar nicht und die Arbeit war langweilig. Von meinem ersten Lohn leistete ich mir ein sehr teures Fitnesscenter-Abonnement mit allen drum und dran, Fitness, Aerobic, Wellness und Indoor-Cycling. Von dem Moment an bestand mein Leben nur noch aus Sport und Kalorien. Mindestens 5 Mal in der Woche befand ich mich im Center. Ich trainierte gezielt meine Ausdauer, ging regelmäßig in den Kraftraum und nahm mehrmals wöchentlich an Zumba-Kursen teil. Anstatt wie geplant meinen Praktikumslohn für mein Studium zu sparen, verprasste ich mein ganzes Geld in meine Sportausrüstung, die inzwischen ziemlich groß ist. Bald war mir das Center alleine nicht mehr genug, also ging ich draußen laufen, nahm an Mountainbiketouren in Gruppen teil und verabredete mich mit Leuten aus dem Center zum schwimmen. In meiner Manie verlor ich einige, gute Freunde von mir, die sich nicht mehr mit meinem neuen Lebensstil identifizieren konnten. Jetzt, gut ein Jahr später, komme ich langsam wieder zu mir. Inzwischen wiege ich noch 59 kg. Zwar fühle ich mich sehr viel wohler und sehe meine Figur nun nicht mehr als Problem an, aber dennoch bin ich geschockt, wenn ich überlege, wie sehr ich mich in den Sport reingesteigert habe. Manchmal scheint es mir so, als wäre mein Leben die letzten Monate nur so an mir vorbei gezogen und ich fühle mich ständig, als ob ich ein grundlegendes Problem, das ich mit mir selber habe, noch gar nie angegangen bin. Jedenfalls habe ich vor gut einem Monat diesen Jungen (ihn einen Mann zu nennen erscheint mir einfach nicht angebracht) zufälligerweise in der Stadt getroffen und er hat mich erst nicht erkannt, realisierte dann aber, dass es sich um mich handelt und hat ein wenig mit mir geplaudert. Ich hab mich ihm gegenüber bewusst desinteressiert und kurz angebunden gegeben, habe dennoch freundlich gelächelt und die Selbstbewusste gemimt und bin bald weitergezogen. Zuhause habe ich dann zum ersten Mal seit langem wieder stundenlang geweint. Einen Tag später habe ich von einem guten Freund, der mit ihm Fußball spielt, erfahren, dass er gesagt hätte, er fände es unglaublich, dass ich auf einmal so gut aussehe.
Ich möchte hiermit beichten, dass ich ohne diese Liebeskrankheit vermutlich niemals diese unglaubliche, vor allem auch körperliche Motivation zur Veränderung hätte aufbringen können, dass ich mich ein ganzes Jahr abgekrampft habe, nur für dieses winzig kleine Erfolgserlebnis und dass ich, obwohl es mir irgendwo lächerlich vorkommt, ihm auch sehr, sehr dankbar bin. Nächste Woche werde ich in eine andere Stadt ziehen, wo mein Studium beginnt. Das Fitness-Abo habe ich diesen Monat um ein weiteres Jahr verlängert.

Beichthaus.com Beichte #00030258 vom 09.09.2012 um 21:12:26 Uhr (37 Kommentare).

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Das kleine Ruderboot

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Vandalismus Dummheit Kinder

Vor längerer Zeit waren mein Bruder und ich (damals etwa 5 und 7 Jahre alt) in den Osterferien bei meiner Oma zu Besuch. An einem der Tage, haben wir einen kleinen Ausflug zum Main gemacht, um dort unterhalb eines Klosters Bärlauch zu sammeln. Meine Oma gab mir und meinem kleinen Bruder jeweils ein kleines Messer, damit wir ihr bei der Ernte helfen konnten, was wir anfangs auch brav gemacht haben. Mit der Zeit wurde uns allerdings langweilig und wir entfernten uns von unserer Großmutter, da wir es viel interessanter gefunden haben, Steine ins Wasser zu werfen. Zu der Zeit hatte der Main ein wenig Hochwasser, das heißt dass das Ufer relativ flach war. Ein bisschen weiter entfernt entdeckten wir nach kurzer Zeit ein kleines Ruderboot, dass mit einem Miniaturanker an einer Schnur an einem Baum festgelegte. Da ich zu dieser Zeit extrem fasziniert von Piraten war, habe ich meinen kleinen Bruder dazu beauftragt, den Anker mit einem der kleinen Messer von dem Seil zu trennen, damit wir ihn mit nach Hause nehmen konnten, um damit zu spielen. Kurz nachdem der Anker abgeschnitten war, ist mir aber aufgefallen, dass wir ihn niemals an unserer Großmutter hätten unbemerkt vorbeischmuggeln können, weswegen wir beschlossen, den Anker einfach zu versenken. Nun war das Boot, welches durch den Anker gesichert war, der Strömung gnadenlos ausgesetzt und trieb da vor sich hin, was uns zwei kleine Bengel köstlich amüsiert hat. Glücklicherweise war zu dieser Zeit (wie schon erwähnt) Hochwasser, weswegen sich das kleine Boot nach kurzer Zeit zwischen zwei Bäumen verkeilte und somit nicht weiter abtreiben konnte. Da nun kein Reiz mehr darin bestand, das Geschehen weiter zu beobachten, haben mein Bruder und ich uns wieder zurück zu unserer Oma begeben und nicht mehr auch nur ein einziges Wort über das vorhergehende Erlebnis verloren.
Heute weiß ich leider nicht, ob das Boot weiter flussabwärts getrieben ist, was mir teilweise noch ein schlechtes Gewissen verpasst, dass ich möglicherweise, in meiner kindlichen Dummheit, jemanden um sein kleines Liebhaberstück gebracht habe. Ich hoffe, dass der Besitzer sein kleines Boot wiedergefunden hat und dass mir diese Dummheit vergeben werden kann.

Beichthaus.com Beichte #00030257 vom 08.09.2012 um 18:19:52 Uhr (15 Kommentare).

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Mein kleines Kunstwerk

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Lügen Familie Weihnachten

Mein kleines Kunstwerk
Es war Weihnachten 2011, der 23.12, Sachen mussten gepackt werden, Dinge auf den letzten Drücker noch besorgt werden um dann im Feiertagsverkehr 250km zur Familie zu tuckern. Mit Kind damals 2 etwas stressig, da mein Mann den Tag noch arbeiten musste. Soweit so gut, Geschenke für die Familie wurden liebevoll verpackt. Meiner Tochter schlug ich vor doch ein schönes Bild für Oma und Opa zu malen. Man kennt ja mit der Zeit die großelterliche Erwartung, wie schön es doch sei, ein selbst gemaltes Bild vom Enkelchen zu bekommen. Meine Schwiegereltern sind da etwas extrem. Leider hatte meine Tochter null Bock darauf. Also schnappte ich mir kurzerhand Buntstifte und Papier und kritzelte ein kleines buntes Kunstwerk aus Strichen. Zusammengerollt, Schleifchen drum, Fertig. Die Freude unterm Weihnachtsbaum war groß, wie toll das Bild doch sei, bla bla bla. Dieses Kunstwerk hängt nun seit Weihnachten 2011 schön eingerahmt bei meinen Schwiegereltern im Esszimmer. Bei jedem Besuch sitze ich mit einem kleinen Schmunzeln im Gesicht da, und genieße mein kleines Kunstwerk.

Beichthaus.com Beichte #00030256 vom 08.09.2012 um 13:14:53 Uhr (29 Kommentare).

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