Die Isolation tut mir gut.

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Manie Selbstsucht Gesellschaft

Die Umstände, die durch Corona verursacht werden, gefallen mir. Ich fühle mich in der kollektiven Zwangsisolation wie ein Fisch im Wasser und hoffe, dass diese Zeit nie vorbeigeht. Natürlich hoffe ich nicht, dass eine potenziell tödliche Krankheit, gegen die wir keine Medikamente haben, weiter umgeht. Aber ich wünsche mir, die ganze Gesellschaft wäre gezwungen, weiterhin auf einer Ebene ihr Leben zu führen, auf der ich mich wohl fühle, weil ich an sie gewohnt bin. Allein zu sein macht mir nichts mehr aus und das alle anderen nun im selben Tempo leben, gibt mir das Gefühl dazuzugehören und mehr noch, an die Umstände besser angepasst zu sein als meine Mitmenschen.<br /> <br /> Ich freue mich, den Spieß umgedreht zu sehen. Ich habe wenig Mitleid mit Leuten, denen "die Decke auf den Kopf fällt", die in der Gesellschaft von sich selbst keine Ruhe finden und verzweifelt nach allen Strohhalmen greifen, ihre sozialen Gewohnheiten zu erhalten. Denn es sind dieselben, die in den ihnen gefälligen Umständen rücksichtslos über jeden hinweggehen, der in ihrem Teich nicht schwimmen kann.<br /> <br /> Jetzt bin ich das erste Mal in meinem Leben normal, weil ich mich in den Umständen wohl fühle und gut an sie angepasst bin. Weil es sich richtig anfühlt und ich mit Isolation und Depression umzugehen weiß. Ich bitte um Absolution für meine Selbstsucht und hoffe, dass es am Ende allen mindestens so gut geht wie zuvor: Ich werde auf diesen Vorteil ohne Neid verzichten, wenn er wieder fort ist.

Beichthaus.com Beichte #00042067 vom 04.04.2020 um 14:50:26 Uhr (0 Kommentare).

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Ein bin ein sehr scharfer Typ

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Betrug Maßlosigkeit Ernährung Fake

Ich beichte, dass ich total gerne richtig scharf esse. Das geht so weit, dass in meinem letzten Urlaub in Indien, Inder mir beim Essen zugesehen haben, weil sie noch nie einen weißen Mann so scharf essen sehen haben. Ich habe Zuhause schon lange eine Zucht aus eigenen Pfefferoni. Richtig heftig, auch für mich, sind die Carolina. Die letzte Ernte ist ziemlich üppig ausgefallen. Zu üppig für mich und wegwerfen wollte ich auch nichts. Also habe ich die übrigen Pfefferoni genommen und einfach beim lokalen REWE in die Auslage für die Pfefferoni mit dazu gelegt. Die normalen Pfefferoni konnten damals einzeln gekauft werden. Keine Ahnung was passiert ist. Ich weiß nur, dass die Pfefferoni ein paar Wochen später nur noch vorportioniert und verschweißt gekauft werden können.

Beichthaus.com Beichte #00042066 vom 30.03.2020 um 22:24:51 Uhr (9 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Was bin ich nur für ein toller Hecht

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Betrug Hochmut Arbeit

Scheiß, Scheiße, Scheiße ist das lustig. Bin(m) derzeit Student und arbeite nebenher als Programmierer in einer Bude, die sehr viele weibliche Angestellte hat und Weiberprodukte per Webshop verkauft. Logisch, dass wir dutzende Designerinnen für Grafiken haben, von denen sehr viele sehr geil aussehen. Nun ist Homeoffice angesagt. Und die Chefin will, dass wir jeden morgen immer schön Videokonferenz machen und auch sonst jeder während der Arbeit seine Webcam laufen lässt. Es solle ja so sein wie sonst auch im Großraumbüro. Nicht, dass die Leute noch vereinsamen. <br /> Nun zu meiner Beichte: Ich habe mir einen Greenscreen gekauft und hinter mir montiert. Ich blende täglich wechselnd Fotos oder auch Videos von architektonisch sehr schönen Zimmern bzw. Gebäudeteilen im Hintergrund ein. Mal arbeite ich in meinem Poolhaus, wo man schön die Wellenbewegungen des Wassers sieht, mal aus einem sehr englisch eingerichteten Zimmer, Mal vom "Balkon" mit Ausblick über herrliche Ländereien, wobei ich mir dann immer Jacke und Schal anziehe. Die Auflösung fahre ich herunter. <br /> Die Fragen der Kollegen, wo ich denn sei, sind köstlich. Ich meinte nur, dass ich gerade auf einem Landsitz meiner Eltern verweile und nicht groß darüber sprechen möchte. <br /> Einmal habe ich im Hintergrund die Innenkabine eines Privatjets eingeblendet. Mit dem Ton der Turbinen dazu. Zu geil. Das ging über volle acht Stunden. Schwierig war es die Lichtverhältnisse ab und an zu ändern. Mit einem Faden habe ich parallel dazu ein Glas bewegt und eine Kollegin meinte nur noch: Pass auf Dein Glas fällt gleich um. Ich nur trocken: "Scheiß First World Problems. Ich wünschte, meine Eltern wären arm." <br /> Ich habe jetzt schon acht WhatsApp Nachrichten von Kolleginnen gekriegt, die mich plötzlich alle sehr sympathisch finden und sich auch außerhalb der Arbeit einmal mit mir treffen möchten. Eine Kollegin besuche ich direkt am Wochenende. Logisch, dass alle super geil aussehen.<br /> Ach ja, den Greenscreen habe ich in der Studenten-WG montiert.

Beichthaus.com Beichte #00042065 vom 26.03.2020 um 14:21:42 Uhr (0 Kommentare).

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Die Stiefel, ein Gutschein und zuviel Geld

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Betrug Geld Freizeit Shopping

Ich habe letztes Jahr im Dezember in einem Geschäft Stiefel kaufen wollen. Sie haben ca. 35 Euro gekostet. Ich wollte mit 30 Euro und einem Gutschein bezahlen, wo noch 5 Euro darauf waren. Der Verkäufer gab mir als Wechselgeld plötzlich 50 Euro zurück, was natürlich ein Fehler seinerseits war. Im ersten Moment, müde wie ich an dem Tag war, realisierte ich das gar nicht, sondern steckte das Geld einfach ganz normal ein als ob alles in Ordnung war. Erst nachdem der Verkäufer mir die Schuhe eingepackt in einer Tüte überreicht war, fiel mir mit großem Schreck auf, was da gerade passiert war. Völlig überrascht verließ ich einfach den Laden, die 50 Euro in meiner Tasche. Ich muss beschämt zugeben, dass ich mich dann einfach nicht mehr getraut habe zurückzugehen und meinen Fehler anzusprechen. Aus Scham habe ich die Schuhe bis heute nicht tragen können. <br /> Sorry Verkäufer...

Beichthaus.com Beichte #00042064 vom 25.03.2020 um 17:44:56 Uhr (0 Kommentare).

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“Beichte

Der falsch entladene Stress

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Dummheit Boshaftigkeit Kinder Anglerstraße

Neulich hatte ich(m) beruflich und mit meiner Frau etwas Stress und war schon genervt als ich die Kinder alleine zu Hause hatte. Als ich meine 10-Jährige gebeten hatte ihre Wäsche in den Schrank zu räumen und sie nur meinte, dass sie keine Lust dazu hätte, bin ich ausgerastet. Ich habe ihr gesagt, dass sie in ihrem Scheiß Leben noch nie irgendwas machen musste und jetzt gefälligst ihre Wäsche wegräumen soll. Sie ist sofort in Tränen ausgebrochen. In dem Moment war mir schlagartig klar, was für einen Mist ich gebaut habe. Ich habe mich sofort entschuldigt und sie getröstet, die Wäsche selbst weggeräumt und beide Kinder in die Eisdiele geschleppt und einen Riesen Eisbecher gekauft. Ich bin selbst schockiert über mich und hoffe so sehr, dass sie vergessen kann was ich da gesagt habe. Egal wie sehr ihr gestresst seid, niemals aber auch wirklich niemals können euere Kinder etwas dafür oder machen sie sowas mit Absicht. Es tut mir leid, vergebt mir.

Beichthaus.com Beichte #00042063 vom 24.03.2020 um 16:15:22 Uhr in Anglerstraße (München) (0 Kommentare).

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