Sehnsucht nach einer Erbschaft

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Verzweiflung Zorn Boshaftigkeit Familie

Ich bin eine alleinerziehende Mutter von fünf Kindern zwischen 12 und 21 Jahren. Sie sind alle sehr lieb und rücksichtsvoll. Ich habe sie gar nicht verdient. Seit 12 Jahren bin ich alleinerziehend und arbeite sehr viel. Letztes Jahr war ich arbeitslos, und dadurch, dass ich zuerst die halbe Stelle und erst nachher die Ganze verlor, bekam ich von der Arbeitslosenversicherung nur 80 Prozent der halben Stelle. Das reichte für nichts. Da alle meine Kinder entweder das Gymnasium besuchen, oder schon studieren, sind die Kosten hoch und ich habe mich während dieses Jahres verschuldet. Nun arbeite ich seit August wieder Vollzeit und habe ein gutes Einkommen. Aber da ich so viel arbeite, brauche ich eine Haushaltshilfe, die mich auch viel kostet und trotzdem nicht viel taugt. Ich versuche, Schulden abzubauen, wo es nur geht. Ich bin abends allerdings so müde, dass ich keine Kraft mehr für meine Kinder habe. Oft werfe ich eine Schlaftablette ein, sobald ich zu Hause bin, damit ich die ganzen Geldsorgen vergessen kann. Ich bin eine schreckliche Mutter. Das habe ich wohl von meinen Eltern - die sind nämlich richtig reich, sehen es aber nicht ein, mir zu helfen. Für sie bin ich die Sünderin, weil ich mich von meinem Mann getrennt habe. Nach Bekanntgabe unserer Trennung schickte mir mein Vater einen Brief, gespickt mit Bibelzitaten. Darin stand unter anderem, dass, wenn ich mich für diesen sündhaften Weg entscheiden würde, ich für immer auf die Unterstützung meiner Familie verzichten müsse. Dabei hatten sie mir vorher auch nie geholfen. Ich möchte beichten, dass ich mir manchmal wünsche, dass sie einen Unfall haben und ich ein paar Millionen erbe. Das Leben wäre so viel einfacher. Ich schäme mich so und fühle mich deswegen sehr schuldig.

Beichthaus.com Beichte #00032328 vom 01.12.2013 um 22:23:09 Uhr (40 Kommentare).

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Schweinefleisch in der Moschee

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Ignoranz Verzweiflung Kinder

Ich (w/31) bin zweifache Mama, eine türkische Muslimin und glücklich verheiratet. Mein Sohn ist sechs Jahre alt, seine kleine Schwester erst ein Jahr. Meinen Sohn habe ich in dem "Kindergarten"-Unterricht einer Moschee angemeldet, der jeden Samstag stattfindet, denn er soll nicht so unwissend aufwachsen wie ich. Diese Gruppe war aber auch echt schwer zu finden, die meisten Moscheen sind zu altbacken und spießig. Die kleinen Kinder sollen dort nur auf ihrem Platz sitzen und stur die Suren auswendig lernen - was natürlich total schwachsinnig ist. Aber am Ende habe ich diese bunte und fröhliche Gruppe gefunden, in der die Kinder viel singen, spielen und basteln. Als ich alles geregelt hatte, kam endlich der erste Samstag, an dem mein Sohn dort hingehen sollte und ich hatte vergessen, den Wecker zu stellen! Ergo habe ich verschlafen und beeilte mich dann wie eine Irre, nur um dann kurz vor dem Ziel zu bemerken, dass ich vergessen hatte, meinem Kleinen sein Frühstück zu packen. Da in der Nähe nur eine kleine Tankstelle war, dachte ich mir, dass ich ihm dort etwas zum Essen kaufen würde und damit wäre die Sache erledigt. Aber denkste! Der Ofen war defekt und sie hatten deshalb nur noch Croissants mit eingebackenen Würstchen. Schweinefleisch-Alarm! Da mein Kleine zu Hause aber nur seinen heißen Kakao runtergespült hatte, konnte ich ihn nicht ohne etwas zum Essen dort hinschicken. Tja, und so kam es, dass ich meinen kleinen Sohn mit einem Schweine-Wurst-Croissant in eine muslimische Moschee schickte.

Beichthaus.com Beichte #00032324 vom 30.11.2013 um 21:30:43 Uhr (34 Kommentare).

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Ich rettete sein Leben

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Zorn Engherzigkeit Trunksucht Arbeit

Ich möchte gerne beichten, dass ich mich für meine eigenen Gedanken schäme. Um das zu verstehen, muss ich ein wenig ausholen. Ich bin Student und arbeite in den Ferien meist als Bademeister im örtlichen Freibad. Der Job wird nicht gut bezahlt und ist außerdem auch ziemlich anstrengend. Die meisten Badegäste sehen nur, dass meine Kollegen und ich in der Gegend herumstehen - dabei bedenkt niemand, dass wir von 07:00 bis 20:00 jeden Tag Dienst haben. Dabei müssen wir vor Badebeginn sämtliche Becken reinigen und alles sauber machen und während des Betriebes dürfen wir in der prallen Sonne stehen und müssen zu dritt aufpassen, dass uns keiner der 2.000 Gäste absäuft. Trotz alledem mache ich den Job schon, seit ich 16 bin, weil es mir einfach Spaß macht. Soweit alles gut. Mein Problem ist, dass es mir so vorkommt, als würde unsere Jugend immer dümmer werden. Sie sind unhöflich, nur auf Ärger aus und können sich nicht mehr benehmen. Mir ist schon klar, dass man im Freibad Spaß haben möchte, jedoch finde ich, dass ein gewisses Benehmen in der Öffentlichkeit angebracht ist. Nun zu meiner Beichte: Im jetzigen Sommer kam es vermehrt zu Problemen mit alkoholisierten Badegästen, vor allem Jugendlichen.

So kam es, dass ich in den paar Wochen meines Dienstes insgesamt drei bewusstlose junge Burschen, die einfach zu viel gesoffen hatten, und dann meinten, sie müssten einen Bauchfleck vom 10-Meter-Turm machen, vom Beckengrund geholt habe. Zwei davon mussten im Anschluss Mund zu Mund beatmet werden. Was mich jetzt ärgert, ist, dass keiner im Nachhinein die Größe hatte, sich zu bedanken. Obwohl jeder Einzelne der drei nur ein paar Wochen später wieder beinahe täglich im Bad sein Unwesen getrieben hat, und oft genug an mir vorbeigelaufen ist, hat keiner auch nur einmal den Mund aufgemacht. Ich weiß schon, dass es mein Job war und meine einzige Aufgabe ja genau das ist, was ich getan habe, dennoch finde ich, dass sich das so gehört. Ganz im Gegenteil, als einer von denen trotz meiner Ermahnung wieder mal mit geschätzten drei Promille über das Sprungbrett torkelte, drohte er mir noch an, mich zu verklagen, weil ich ihm anscheinend die Schulter ausgekugelt habe, als ich ihn damals aus dem Wasser zog. Seitdem ertappe ich mich hin und wieder bei dem Gedanken, dass es besser gewesen wäre, wenn ich diese Herrschaften einfach "übersehen" hätte, als sie da so regungslos am Beckenboden trieben. Das würde ich natürlich nie machen, dennoch befriedigt mich dieser Gedanke. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032315 vom 27.11.2013 um 22:22:50 Uhr (13 Kommentare).

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Die begehrte Gamerin

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Falschheit Lügen Begehrlichkeit Internet Games

Ich (w/20) möchte beichten, dass ich Männer anlüge. Allerdings tue ich dies stets mit guten Absichten. Seit etwas über einem Jahr spiele ich ein mehr oder weniger bekanntes Online-Rollenspiel. Wie man sich denken kann, sind in dieser virtuellen Welt Frauen Mangelware und das bekommt man schnell zu spüren. Sobald jemand herausfindet, dass man weiblich ist, wird man angebaggert - und das von allen Seiten. Bei manchen, die mir recht sympathisch rüberkommen, lasse ich mich auch darauf ein und flirte ein wenig zurück. Meistens erzählen diese Männer recht schnell, dass sie noch nie eine Freundin hatten oder allgemein sehr lange Single sind, aber sich gerne eine "Gamerin" als Freundin wünschen. Da ich als Kind selber oft gehänselt wurde, weil ich etwas dicker war, tun mir die Männer dann irgendwie leid und ich sage ihnen, dass ich sie total nett fände. Oft schicken sie auch direkt Bilder, um zu sehen, wie sie mir gefallen. Allerdings war bisher selten jemand dabei, der mir wirklich gefiel.


Trotzdem sage ich, dass sie doch gar nicht schlecht aussehen und ich die Frauen nicht verstehe, die kein Interesse an ihnen haben. Da bisher auch noch niemand in meiner Nähe wohnte, musste ich auch nie befürchten, dass jemand mich spontan besuchen wollte, wenn ich meinte, dass ich "leider zu weit weg wohne". Durch meine Lügerei fühlen sich die Männer meistens schnell begehrt und wirken auch glücklicher und selbstbewusster. Sie erzählen mir, wie hübsch ich bin, und oft deuten sie an, dass sie sich verliebt hätten, obwohl sie nur Fotos von mir kennen. Ich allerdings halte mich da zurück. Das mag nun ziemlich gemein klingen und man könnte denken, dass ich viele Herzen damit breche. Allerdings habe ich in den letzten Monaten bemerkt, dass der Großteil meiner "Verehrer" in der kurzen Zeit, in der sie mit mir schreiben, vermehrt Freundinnen gefunden haben, da ihr neu gewonnenes Selbstbewusstsein wohl ziemlich anziehend ist. Meistens schreiben sie mir dann, dass es ihnen wirklich leidtue, aber man nichts gegen die Liebe tun kann. Ich tue dann so als sei ich etwas eifersüchtig und wünsche ihnen viel Glück, bevor ich sie lösche. Einfach nur, damit sie weiterhin glauben, dass ich Interesse gehabt hätte, obwohl mir das Ganze eigentlich nicht sehr nah geht. Irgendwie finde ich es aber schon etwas traurig, da ich ihnen ja doch etwas vormache und selbst auch noch Single bin.

Beichthaus.com Beichte #00032302 vom 26.11.2013 um 19:12:03 Uhr (21 Kommentare).

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“Beichte

Toilette auf dem Grünstreifen

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Peinlichkeit Ekel Unreinlichkeit Wittmund-Funnix

Ich habe eine Beichte auf dem Herzen, die mir immer noch wahnsinnig peinlich ist. Ich war diesen Sommer mit meinem Freund auf einem Konzert. Da wir aber mit der Bahn angereist waren und das Konzert erst spät endete, mussten wir auf den nächsten Morgen warten, bis wieder ein Zug fuhr. Die ersten Stunden im Bahnhof verbrachten wir dösend, bis wir keine Lust mehr hatten rumzusitzen. Wir liefen also ein bisschen rum, bis ich merkte, dass ich mal dringend aufs Klo sollte. Die Toiletten im Bahnhof waren aber abgeschlossen und es war weit und breit keine Alternative in Sicht. Ich beschloss deshalb, es zu ignorieren, und wir liefen weiter. Wir spazierten über den Campus der angrenzenden Hochschule, als ich merkte, dass ich es wohl nicht mehr halten könnte, bis der Zug kam. Das eigentliche Problem dabei war nur, dass ich nicht nur pinkeln musste. Wir probierten auf dem Campus jede Tür, die wir finden konnten, doch trotz vieler brennender Lichter, war keine offen. Ich traute mich außerdem nicht, meinem Freund zu sagen, was Sache ist, er dachte, ich müsse nur pinkeln. Ich bekam dann irgendwann schreckliche Bauchschmerzen und wusste, dass es bald in die Hose gehen würde. Ich hätte heulen können, als ich die Taschentücher nahm und mich zu einem bewachsenen Grünstreifen bei einem Parkplatz begab. Eine andere Möglichkeit gab es nicht, kein Gebüsch, Baum oder Sonstiges. Danach fühlte ich mich einerseits besser, andererseits habe ich mich unglaublich geschämt - was ich auch immer noch tue. Ich hatte einfach nur schreckliches Mitleid mit dem, der das da finden würde. Wäre unser Zug nicht erst einige Stunden später gekommen, hätte ich es nicht gemacht, aber ich hatte in diesem Moment einfach keine Wahl, ich hoffe, das kann jeder verstehen.

Beichthaus.com Beichte #00032298 vom 27.11.2013 um 02:03:06 Uhr in Wittmund-Funnix (11 Kommentare).

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