Tapete in der Nase

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Drogen Lügen Boshaftigkeit Silvester Wuppertal

Eines schönen Silvesters war ich auf einer Feier eingeladen, die an sich gut anfing. Mit gemütlichem Essen und ein paar Flaschen Bier - so weit, so gut. Im Verlaufe des Abends trafen jedoch Gesellen aus meiner Jugend ein, mit denen ich den einen oder anderen Joint geraucht, aber seitdem wenig zu tun hatte. Irgendwann wurde ich vom Gastgeber gefragt, ob ich mir denn nicht auch "eine Nase" ziehen wollte. Das letzte Pep war einige Jahre her, aber ich erinnerte mich wohl, dass man dadurch so gut wie keine Trunkenheit mehr wahrnimmt, wach und voller Tatendrang ist. Etwa zwei Drittel der Gäste hatte wohl schon eine Line gezogen, also stimmte ich ein - und es erwachte der Tatendrang. Der kümmerliche Rest an Amphetamin war des Aufhebens nicht besonders viel wert, aber ein weiterer Gast wollte "etwas ziehen" und wurde auf etwas Wandfarbe aufmerksam, die so langsam im Badezimmer von der Wand auf das Badezimmerregal rieselte. Wegen der großen Stücke ist ihm wohl bewusst geworden, dass es sich hierbei nicht um Pep handelte, sondern um irgendetwas anderes.


Unter dem Vorwand, pinkeln zu müssen, nutzte ich die Gelegenheit, die Substanz zu zerkleinern. Ich rief einen der Konsumenten herbei, es sei noch "eine Nase klar" und "er könne sie sich ziehen". Mittelfristig schabte ich mit einer Rasierklinge mehr und mehr Farbe von der Wand und präsentierte sie irgendeinem Gast als frisches Pep, das irgendwer anderes gerade ausgestreut hatte. Unter immer interessanteren Geschichten - wir haben uns gerade was gezogen, der und der hat was mitgebracht, oder sogar, dass wir ein Tütchen unter einem Handtuch entdeckt hätten - bewegte ich also etwa zehn Leute dazu, sich Tapete durch die Nase zu ziehen. Ich beichte also, dass ich ehemalige Bekannte, die total drauf waren stundenlang dazu animiert habe, die Tapete des Gastgebers zu konsumieren.

Beichthaus.com Beichte #00032649 vom 31.01.2014 um 00:20:20 Uhr in 42103 Wuppertal (Hofaue) (15 Kommentare).

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Der Weltenbummler

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Verzweiflung Begehrlichkeit Dummheit Hass Ex

Ich habe seit einiger Zeit wieder Kontakt zu meinem Ex. Wir hatten uns fast ein Jahr lang nicht mehr gesehen. In der Zwischenzeit hatte er sich aber bei mir gemeldet, irgendwann reagierte ich darauf und erfuhr, dass er für eine ganze Zeit ins Ausland gehen würde. Deswegen traf ich mich mit ihm und wir hatten Sex. So ganz typisch. Ich wollte es auch so. Nur ein letztes Mal miteinander schlafen, mehr nicht. Er meinte aber, mir ausgerechnet jetzt all seine Gefühle offenbaren zu müssen. Unter anderem auch, dass er mich immer noch mag. Ich hielt nicht viel davon und ging. Daraufhin hatten wir wieder ein paar Monate keinen Kontakt, bis ich mich schließlich bei ihm meldete, weil ich es einfach nicht mehr aushielt, ohne ihn zu sein. Ich hatte einfach noch viele Fragen. Seitdem schreiben wir uns täglich und es läuft eigentlich alles super. Nicht mehr lange, dann ist er wieder da und wir können endlich wieder zusammen sein. Ich freue mich auch schon extrem. Aber ich möchte hier ja etwas beichten und das ist Folgendes:


Ich bin dumm genug, mich noch mal auf ihn einzulassen, obwohl ich genau weiß, dass er früher oder später wieder abhauen wird, weil er auf der unendlichen Suche nach sich selbst durch die Kontinente streift. Mit anderen Worten weiß ich, dass er mir wieder das Herz brechen wird, was bisher noch niemand außer ihm geschafft hat, und lasse es einfach zu. Wirklich, wie dumm bin ich denn? Ich verstehe es nicht, warum kann ich keinen normalen Kerl mögen, der weiß, was er will? Ach, ich hasse ihn. Ich hasse ihn für das, was er mir einmal angetan hat. Ich hasse ihn dafür, dass er es wieder tun wird. Ich hasse ihn dafür, dass ich das weiß, aber mich nicht von ihm losreißen kann. Ich hasse ihn dafür, dass er für mich einfach der perfekteste Mensch dieser Welt ist. Ich hasse ihn dafür, dass ich ihn, obwohl ich es nicht will, immer mögen werde. Und ich hasse ihn dafür, dass ich wegen ihm so verzweifelt bin.

Beichthaus.com Beichte #00032643 vom 29.01.2014 um 20:18:54 Uhr (20 Kommentare).

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Verklebtes Zimmer

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Trunksucht Engherzigkeit Vandalismus

Ein guter Freund hat vor einigen Jahren eine große Geburtstagsfeier gegeben, die über ein ganzes Wochenende geplant war. Am letzten Katertag des Wochenendes haben mein damaliger Freund und ich (damals 16 Jahre alt) uns aus Langeweile etwas in dem Haus umgeschaut, in dem wir feierten. Und natürlich landeten wir in dem Zimmer der Schwester unseres Gastgebers. Auf ihrem Schreibtisch fanden wir einen Sekundenkleber und uns fiel dann nichts Sinnvolleres ein, als sämtliche beweglichen Gegenstände in dem Zimmer einfach festzukleben. Wir versuchten alles so aussehen zu lassen, als wäre nie etwas gewesen und hatten dabei den Spaß unseres Lebens. Die Vorstellung, wie man ahnungslos ins Zimmer kommt und denkt, man wäre verrückt geworden - zum Schießen! Im Nachhinein hat uns dann aber doch das schlechte Gewissen gepackt. Das zu beseitigen muss eine Menge Arbeit gewesen sein - ganz zu schweigen von den Dingen, die sie danach wegschmeißen konnte. Und gerade deswegen kam es für uns nicht infrage, die ganze Aktion zu gestehen. Liebe Schwester des Gastgebers: Es tut uns sehr leid.

Beichthaus.com Beichte #00032640 vom 28.01.2014 um 19:35:54 Uhr (11 Kommentare).

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Das System gelöscht

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Morallosigkeit Schule Schwarzenbek

Es ist schon ein paar Jährchen her - ich (m/34) war damals in der siebten Klasse, als wir im EDV-Unterricht neue Rechner bekamen. Es war ein vorsintflutliches Windows installiert, aber die meisten Programme liefen noch unter DOS. Da ich mich zu der Zeit intensiver mit dem PC befasste, kannte ich die ganzen DOS Befehle, und nach dem Durchwühlen der Festplatte kam ich auf die Idee, eine Batch-Datei mit dem Befehl "format c: /y" anzulegen und diese einfach "Start.bat" zu nennen. Für die, die es nicht wissen: gibt man nun einfach "start" und Enter im Eingabefeld von DOS ein, wird die Festplatte formatiert, das /y bedeutet ein automatisches bejahen, ob man das auch wirklich will. So vergingen ein paar Tage, bis wir wieder Unterricht hatten. Unsere Lehrerin sagte jedoch, dass einer der Computer-Plätze momentan nicht zu benutzen sei, weil jemand aus der unteren Klassenstufe mutwillig alles gelöscht hätte. Es war genau der Platz, an dem ich ein paar Tage zuvor die Datei angelegt hatte. Der arme Tropf hatte einen Verweis kassiert und mächtig Arger bekommen, weil er meine Datei dort ausgeführt hatte. Damit hatte er wohl nicht gerechnet. Daher möchte ich mich bei dem armen Kerl entschuldigen, aber insgeheim grinsen musste ich schon.

Beichthaus.com Beichte #00032635 vom 27.01.2014 um 12:31:24 Uhr in Schwarzenbek (12 Kommentare).

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Verlorenes Geschwisterchen

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Selbstsucht Boshaftigkeit Falschheit Schwangerschaft Familie

Eigentlich war bis vor ein paar Wochen alles normal bei uns zu Hause. Ich (w/16) verstand mich gut mit meinen Eltern und auch meinen vier Jahre jüngeren Bruder habe ich ziemlich lieb, obwohl wir uns natürlich auch mal zoffen. Jetzt ist allerdings nichts mehr so wie vorher und das liegt daran, dass meine Mutter vor ein paar Tagen im fünften Monat ihrer Schwangerschaft eine Fehlgeburt erlitten hat. Ich muss zugeben, ich war geschockt, sauer und wütend, als meine Eltern uns vor knapp einem halben Jahr mitteilten, dass wir noch ein Geschwisterchen bekommen, was zwar nicht geplant, aber trotzdem herzlich willkommen war. Ich wollte nicht, dass meine Eltern sich in Zukunft mehr um ein Baby kümmern, als um mich und meinen Bruder, ich hatte vielleicht auch Angst, ihre Aufmerksamkeit und Liebe zu verlieren. Außerdem war ich immer so etwas wie ihre große Prinzessin und das sollte sich auf keinen Fall ändern.


Ich redete nicht mehr mit meinen Eltern, habe rebelliert und viele schlimme Dinge gesagt, aber eigentlich hatte ich wohl nur Angst. Mein Bruder war auch nicht begeistert von dem neuen Kind, nahm es aber stillschweigend hin und akzeptierte es. Meine Eltern gaben sich umso mehr Mühe um mich, aber ich habe mich immer mehr von ihnen abgewandt und ihnen absichtlich Kummer gemacht, sodass sich weiterhin alles um mich dreht - wenn auch im negativen Sinne. Vielleicht war der ganze Stress, den ich meinen Eltern gemacht habe zu viel für meine Mutter, ich kam nämlich vor ein paar Tagen spät nachmittags aus der Schule und da saß sie weinend im Wohnzimmer. Mein Vater sagte nur, dass sie eine Fehlgeburt hatte. Das Schlimme ist, dass ich mich wirklich gefreut habe, schließlich hatten sich mein Problem und auch alle Ängste damit wie von selbst erledigt. Auch jetzt bin ich sehr erleichtert, dass meine Eltern doch kein neues Baby bekommen. Sie sind traurig und haben eine Beerdigung organisiert, aber mich lässt das völlig kalt - was sie auch wissen und mir nicht mal übel nehmen.

Beichthaus.com Beichte #00032622 vom 25.01.2014 um 03:48:26 Uhr (35 Kommentare).

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