Ich verschwende mein Leben nicht mit Arbeit!

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Stolz Maßlosigkeit Trägheit Arbeit Berlin

Ich habe nicht vor, noch einmal etwas zu arbeiten. Bin jetzt 27 und war acht Jahre lang in derselben Firma. Ich habe bis zu 14 Stunden täglich gearbeitet und hatte richtig viel Kohle. Aber kaum Freizeit. Kaum Zeit für mich oder mal für Hobbys. Mein ganzes Leben pendelte nur zwischen Arbeit und Schlafen. Und dann kam der totale Burnout. ich wusste nicht wieso so plötzlich, aber ich konnte wochenlang nicht arbeiten, ich konnte einfach nicht mehr klar denken und wollte auch keinen mehr sehen und hören. Dann kam von meiner Firma der Vorschlag, den Arbeitsvertrag "im gemeinsamen Interesse" gegen Zahlung einer Abfindung aufzuheben. Schon klar, ich wurde denen zu teuer. Aber ich habe es gemacht. Mit meiner Qualifikation finde ich jederzeit etwas Neues.

Nach dem Aufheben des Vertrags wollte ich erstmal wohin. Mal weg von der lauten, verdreckten Stadt. Ich hatte eine Bekannte, die ist mehrmals im Jahr in Nepal in so einem Bergdorf, um da eine Schule zu bauen und so Projekte eben. Und die hat mir erzählt, wenn die ein paar Wochen dort war, kam sie immer soo entspannt und ausgeruht zurück. Ich habe mich mal mit ihr besprochen und bin dann auch wirklich mit hingeflogen. Und es war der Hammer. Kein Lärm, eine Ruhe, eine Luft, bei der jeder Asthmatiker sofort geheilt wäre. Ein ganz anderes Miteinander. Das Essen schmeckt dort ganz anders, viel besser, da merkt man, was hier bei uns für Chemie im Essen drin ist. Und man isst mit der Hand - fand ich so geil.

Als ich wieder hier in Deutschland war, habe ich das Leben ganz anders wahrgenommen. Ich will mir einfach keinen Stress mehr machen. Mein Auto werde ich verkaufen, mir eine kleine Eigentumswohnung besorgen und das Wichtigste: Nicht mehr arbeiten. Das macht die Menschen kaputt. Klar wir haben in Nepal auch etwas gearbeitet. Aber das war ein geruhsames und entspanntes Arbeiten, das kannst du mit hier überhaupt nicht vergleichen. Die Arbeit hier macht dich seelisch total kaputt. Auch wenn ich jetzt in den Augen vieler ein Schmarotzer und fauler Sack bin, werde ich das Leben jetzt mehr genießen. Man hat nur eins. Und das werde ich nicht in einer Fabrikhalle oder in einem stickigen Büro verbringen.

Beichthaus.com Beichte #00040653 vom 17.11.2017 um 11:13:43 Uhr in Berlin (25 Kommentare).

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Die Hass-Liebe zu meinem Arbeitskollegen

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Fremdgehen Lügen Verzweiflung Begehrlichkeit Kollegen Stuttgart

Ich beichte, dass ich mich auf meinen 10 Jahre älteren Arbeitskollegen eingelassen habe, der Frau und Kind hat. Es kam von ihm aus und anfangs wollte ich es nicht. Doch er wusste, wie er mich von ihm überzeugen konnte und wir waren schließlich ein Paar. Glaubte ich damals zumindest. Er versprach mir das Blaue vom Himmel und ich war dumm genug, das zu glauben. Ich bat ihn, mich in Ruhe zu lassen, falls seine Gefühle nicht aufrichtig waren, doch er ließ mich nicht gehen und ich konnte ihn nicht verlassen. Bis er es schließlich tat, auf eine Art und Weise, die ich niemandem wünsche. Ich beichte somit, dass ich naiv genug war, ihm zu vertrauen und ich beichte ebenso, dass ich ihn, nachdem er mich dreckig abserviert hat, immer noch wahnsinnig liebe. Ich befürchte, ich kann ihn nie vergessen und hasse es, dass er es kann.

Beichthaus.com Beichte #00040652 vom 17.11.2017 um 01:02:52 Uhr in Stuttgart (9 Kommentare).

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Die Angstattacken haben mich zu einem Junkie gemacht!

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Drogen Manie Liebe Verzweiflung Westerwald

Ich (w/46) habe schon als Kind immer unter Ängsten gelitten. In der Pubertät wurde es richtig schlimm und mit 13 Jahren geriet ich durch ältere Freunde an Valium und opiathaltige Schmerzmttel. Irgendwann in diesem Jahr auch an Koks und als das auch noch nicht reichte an Heroin. Mit 14 Jahren war ich voll auf der Nadel und kein Dealer konnte mich schocken, obwohl da wirklich krasse Typen drunter waren. Habe dann später selbst gedealt, um meinen Konsum zu finanzieren. Viele Junks haben sich prostituiert, was für mich nie infrage kam, habe ich immer abgelehnt. Aber die Panikattacken waren weg, solange ich was zum Drücken hatte - wenn nicht kam die Angst umso schlimmer zurück.

Was folgte waren 25 Jahre voller Entgiftungen und Rückfälle, zwei Scheidungen, Verschuldung, jede Menge verbrannter Erde. In zwei Partnerschaften wurde ich misshandelt und geschlagen, was ich dann weggedrückt habe. In der stationären Langzeittherapie April 2009 bis Februar 2010 lernte ich meinen jetzigen Mann kennen. Heirat Oktober 2011. Ich bin seitdem clean, mein Mann trocken. Aber die Panikattacken waren trozdem da und haben uns viel Lebensqualität gekostet. Er hat trotzdem immer zu mir gehalten, obwohl ich manchmal fies und ungerecht zu ihm war. Und das ist meine Beichte: Ich habe diesen, für mich so wertvollen, Menschen oft unfair behandelt und das tut mir von Herzen leid. Aus Liebe zu ihm gehe ich seit Anfang diesen Monats zu einem ambulanten Therapeuten, um meine Probleme in den Griff zu kriegen. Es tut mir so leid, dass ich so bin, mein Schatz, und ich tue alles, um dir die gute Partnerin zu sein, die du verdient hast. Ohne meine Altlasten...

Beichthaus.com Beichte #00040651 vom 16.11.2017 um 18:50:52 Uhr in Westerwald (18 Kommentare).

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Meine Angstattacken machten mich zum Parasiten

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Faulheit Gesellschaft Ahaus

Ich bin ein Parasit. Ich beziehe Arbeitslosengeld II schon seit ca. zwei Jahren und ich bin gerade mal fast 30 Jahre alt. Ich hatte früher erfolgreich eine Ausbildung abgeschlossen, habe in einer renommierten Agentur gearbeitet und hatte einen Freundeskreis. All das habe ich verloren - durch meine Angstattacken, geringen Selbstwert, Antriebslosigkeit und mein Desinteresse bis hin zur Abneigung an der Außenwelt.

Seitdem ich vor ein paar Monaten aus einer Psychiatrie entlassen wurde, vegetiere ich weiter vor mich hin. Es macht mir auch nichts aus. Ich fühle mich sehr wohl in meiner kleinen isolierten Komfortzone, ohne jegliche sozialen Kontakte. Ich erwarte nichts von mir oder dem Leben mehr. Ich könnte friedlich irgendwo in einer Ecke für immer einschlafen. Nur noch meine Feigheit und ein geringer Rest des Selbsterhaltungstriebs treiben mich dazu an, regelmäßig einzukaufen und den Haushalt in Schuss zu halten.

Beichthaus.com Beichte #00040650 vom 16.11.2017 um 13:29:04 Uhr in 48683 Ahaus (10 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Glühwein ist mir wichtiger als meine Freunde!

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Maßlosigkeit Selbstsucht Trunksucht Neumünster

Meine beste Freundin und ich haben seit einem Jahr an einem bestimmten Tag im Dezember etwas vor (eine Nikolausfeier besuchen) und haben uns schon sehr darauf gefreut. Nun habe ich sie jedoch gestern angerufen und abgesagt. Der Grund hierfür liegt darin, dass an dem Tag die Weihnachtsfeier unserer Abteilung stattfindet, bei deren Terminierung ich die Nikolausfeier nicht mehr auf dem Schirm hatte. Auf der Weihnachtsfeier wird es unter anderem Glühwein geben, und danach fahre ich bestimmt kein Auto mehr. Ich beichte daher, dass ich ordentlich einen trinken werde und es nicht schaffe, meiner Freundin zuliebe nüchtern zu bleiben.

Beichthaus.com Beichte #00040649 vom 16.11.2017 um 11:49:04 Uhr in Neumünster (10 Kommentare).

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