Die Angstattacken haben mich zu einem Junkie gemacht!

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Drogen Manie Liebe Verzweiflung Westerwald

Ich (w/46) habe schon als Kind immer unter Ängsten gelitten. In der Pubertät wurde es richtig schlimm und mit 13 Jahren geriet ich durch ältere Freunde an Valium und opiathaltige Schmerzmttel. Irgendwann in diesem Jahr auch an Koks und als das auch noch nicht reichte an Heroin. Mit 14 Jahren war ich voll auf der Nadel und kein Dealer konnte mich schocken, obwohl da wirklich krasse Typen drunter waren. Habe dann später selbst gedealt, um meinen Konsum zu finanzieren. Viele Junks haben sich prostituiert, was für mich nie infrage kam, habe ich immer abgelehnt. Aber die Panikattacken waren weg, solange ich was zum Drücken hatte - wenn nicht kam die Angst umso schlimmer zurück.

Was folgte waren 25 Jahre voller Entgiftungen und Rückfälle, zwei Scheidungen, Verschuldung, jede Menge verbrannter Erde. In zwei Partnerschaften wurde ich misshandelt und geschlagen, was ich dann weggedrückt habe. In der stationären Langzeittherapie April 2009 bis Februar 2010 lernte ich meinen jetzigen Mann kennen. Heirat Oktober 2011. Ich bin seitdem clean, mein Mann trocken. Aber die Panikattacken waren trozdem da und haben uns viel Lebensqualität gekostet. Er hat trotzdem immer zu mir gehalten, obwohl ich manchmal fies und ungerecht zu ihm war. Und das ist meine Beichte: Ich habe diesen, für mich so wertvollen, Menschen oft unfair behandelt und das tut mir von Herzen leid. Aus Liebe zu ihm gehe ich seit Anfang diesen Monats zu einem ambulanten Therapeuten, um meine Probleme in den Griff zu kriegen. Es tut mir so leid, dass ich so bin, mein Schatz, und ich tue alles, um dir die gute Partnerin zu sein, die du verdient hast. Ohne meine Altlasten...

Beichthaus.com Beichte #00040651 vom 16.11.2017 um 18:50:52 Uhr in Westerwald (18 Kommentare).

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

Magnatio aus ., Deutschland

Du bist auf dem richtigen Weg, und dein Mann scheint ja trotz allem bedingungslos hinter dir zu stehen. Viel Glück weiterhin !

17.11.2017, 13:37 Uhr     melden


RelaXxx aus Wonderland , Deutschland

Mit 14 auf Age find ich schon hart. Und ich mein dein Werdegang war ja auch nicht sonderlich leicht. Es wäre gut gewesen die Therapie schon vorher in Erwägung zuziehen. Aber wenigstens bist du jetzt an einem Punkt wo du keine Drogen nimmst.

17.11.2017, 15:32 Uhr     melden


Gauloises19

Die Beichte druckst du am besten aus und gibst sie ihm.. Wird ihm sicherlich auch Kraft und Durchhaltevermögen geben!

17.11.2017, 21:24 Uhr     melden


wandervogel

Auf "Age"? Hihi, das hat nix mit dem Alter zu tun, sondern mit dem englischen H von heroine! 😃

18.11.2017, 00:02 Uhr     melden


Steppenwolf3

Keine Angsttörung der Welt ist derart stark, dass sie die Sucht legitimieren würde.

18.11.2017, 12:54 Uhr     melden


anaba aus Beutelland, Deutschland

@ Steppenwolf : Ich glaube nicht das die Beichterin das so gemeint hat.Und noch was: Ich kenne Panikattacken , kann die Beichterin total verstehen.Mit so einer Sch...angst will keiner leben.Ich will dir nix Böses, aber ich wünsch dir mal ne Panikattacke, noch nicht mal ganz Starke.Eine Mittelstarke würde bestimmt schon reichen um dir solch blöde Kommentare abzugewöhnen.

18.11.2017, 17:29 Uhr     melden


Erbsensuppe

Ist wirklich gut das du zu einem Profi gegangen bist. Was bei dir Heroin ist, ist bei vielen anderen Leuten Alkohol, Glücksspiel oder Konsumrausch. Im Grunde genommen geht es ja immer um Betäubung und Ablenkung, dass eigentliche Problem wird aber nicht behoben. Ich selber habe für mich so eine Art Stresspegel eingeführt, dass hat mein Leben enorm bereichert wenn auch deutlich langweiliger gemacht, dabei ist Stufe 1 total gechillt und Stufe 10 kurz vor dem durchdrehen, ich komme mittlerweile selten nur noch über Stufe 5. Ich kann mir vorstellen das soetwas wie Panikattacken durch Stress noch enorm gefördert werden, vielleicht solltest du dort mal ansetzen.

18.11.2017, 19:40 Uhr     melden





andi126

Ein kaputtes Leben, wen interessiert das schon. Wenigstens hast du einen Alkoholiker geheiratet, da zerstörst du wenigstens kein wertvolles Leben mit deinen Rückfällen.

18.11.2017, 20:25 Uhr     melden


carassi

Also ist für dich ein süchtiger wertlos andi, auch dann, wenn er stabil langzeittrocken ist und sein Leben im Griff hat?

18.11.2017, 20:49 Uhr     melden


andi126

Nicht wertlos, aber auch nicht wertvoll. Klingt hart aber ist, denke ich, fair.

18.11.2017, 21:26 Uhr     melden


RelaXxx aus Wonderland , Deutschland

@wandervogel: Sorry als Amerikanerin bin ich der englischen Sprache nicht so mächtig. #odereswarallesabsicht

18.11.2017, 23:42 Uhr     melden


Steppenwolf3

@Anaba witzigerweise hatte ich als Jugendlicher auch Panikattacken und kann sehe gut nachvollziehen wie einschränkend es ist. Aber selbst meine schlimmste Panikattacke mal tausend wäre nicht schlimm genug um es mit harten Drogen als Therapie zu probieren. So dumm kann niemand sein.

19.11.2017, 03:03 Uhr     melden


carassi

Also, wer mal als junger Erwachsener ne alkoholabhängigkeit entwickelt hat und 20 Jahre trocken ist, ist nur wegen seiner Vergangenheit weniger wert? Ne, fair ist das nicht. Ganz und gar nicht.

Abgesehen davon, die Chancen sind ziemlich hoch, dass du auch süchtig bist. Die meisten Europäer sind süchtig nach Zucker, ist dieselbe Reaktion im Gehirn wie bei jeder anderen sucht. Und das zeug ist ganz schön schädlich für den ganzen Körper.

19.11.2017, 14:00 Uhr     melden


andi126

Da gebe ich dir Recht Carassi, vielleicht bin ich auch süchtig nach Zucker. Das würde mich auch weniger wert machen - Allerdings bin ich aus meiner Sicht natürlich immer noch am meisten wert. Wird langsam kompliziert haha

19.11.2017, 14:46 Uhr     melden


carassi

Nicht kompliziert sondern narzisstisch. Anzunehmen, dass für einen selbst andere Regeln gelten, nur, weil man man selbst ist. Auf andere herabsehen, aber das bei sich selbst als halb so schlimm ansehen.

19.11.2017, 20:42 Uhr     melden


anaba aus Beutelland, Deutschland

@carassi ; Vergiss es,Andy ist ein hoffnungsloser Fall.Der rafft es einfach nicht und ein Menschenleben ist einfach zu kurz um dem noch was beizubringen.

20.11.2017, 20:36 Uhr     melden


andi126

Nicht ich verstehe es nicht - ihr versteht es nicht. Auch ihr verurteilt täglich andere Personen und ich kann euch garantieren, dass für euch selbst automatisch andere Regeln gelten. Leider versteht ihr das nicht, da ihr euch nicht selbst reflektiert. Und eine potentielle Zuckersucht kann man wohl schlecht mit jahrelangem Alkoholismus vergleichen, oder? Glaub mir, wäre ich ein Alkoholiker würde ich mich zu Recht in Grund und Boden schämen. Aber lassen wir das, ich muss mich schon in meinem Beruf immer wieder mit minderbemittelten Leuten wie euch beschäftigen. Leider denken immer die Dummen, sie hätten Recht. Und jetzt kommt mir nicht mit "Das sagst ausgerechnet du".

21.11.2017, 23:51 Uhr     melden


anaba aus Beutelland, Deutschland

Ach Andy,du armes Schwein,wo genau liegt denn dein Problem ? Du bist wahrscheinlich auch nur ein Hartzer der zu wenig Aufmerksamkeit bekommt.Und zwar deswegen, weil du einfach zu blöd bist für diese Welt...

22.11.2017, 20:46 Uhr     melden


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