Die wunderschöne schwarze Stute.

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Dummheit Boshaftigkeit Tiere Westerwald

Mein Vater vermietete Pferdeboxen. Unter anderem stand bei uns eine wirklich wunderschöne schwarze Stute. Eines Tages wollte ich sie begrüßen und blies ihr sanft in die Nase, um nach Pferdeart Atemzüge auszutauschen. Stattdessen aber schnappte das blöde Vieh über die Boxen - Wand nach mir. Den Besitzer des Pferdes konnte ich partout nicht ausstehen, er nervte jeden bei jeder Gelegenheit und hatte eine hohe Stimme wie ein Eunuch, zudem war ich erst 14. In meinem jugendlichen Leichtsinn machte ich mir also regelmäßig einen Spaß daraus, die Stute anzupusten und dann schnell vor dem schnappenden Maul zurückzuweichen. Man schlägt das Ross und meint den Reiter. Wie ihr euch denken könnt, irgendwann kam der Tag, da erwischte sie mich dann. Ich bin heute noch froh, dass die Fingerkuppe nicht ab ist! Die Schmerzen waren nicht von schlechten Eltern, und der Fingernagel wurde erst lila, dann schwarz und ging schließlich ganz ab. Wie es auf dem Land zum Glück damals so war, steckte ich das weg und rannte weder zu den Eltern noch zum Arzt oder zum Anwalt. Ich hatte echt länger was davon, aber mir war auch klar, dass es meine eigene Blödheit war. Ich habe danach nie wieder ein Tier geärgert.

Beichthaus.com Beichte #00042161 vom 21.09.2020 um 21:47:28 Uhr in Westerwald (0 Kommentare).

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Die Leiche im Wald.

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Neugier Selbstsucht Kinder Westerwald

Meine Schwester und ich sind auf dem Land aufgewachsen. Jeden Freitag guckten wir abends ZDF, Derrick, der Alte, ein Fall für Zwei oder auch Aktenzeichen XY. Ich hatte am Wochenende dann manchmal Angst, im Wald eine Leiche zu finden. Gleichzeitig wünschte ich es mir jedoch irgendwie. Ein Kind der Finder, das dann noch selbst die Polizei alarmiert und womöglich von dieser befragt oder gar gelobt wird... schon irgendwie krank. Heute bin ich natürlich froh, dass es nie so kam.

Beichthaus.com Beichte #00042113 vom 06.07.2020 um 20:26:02 Uhr in Westerwald (1 Kommentare).

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Zufallsbeichte


Die Angstattacken haben mich zu einem Junkie gemacht!

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Drogen Manie Liebe Verzweiflung Westerwald

Ich (w/46) habe schon als Kind immer unter Ängsten gelitten. In der Pubertät wurde es richtig schlimm und mit 13 Jahren geriet ich durch ältere Freunde an Valium und opiathaltige Schmerzmttel. Irgendwann in diesem Jahr auch an Koks und als das auch noch nicht reichte an Heroin. Mit 14 Jahren war ich voll auf der Nadel und kein Dealer konnte mich schocken, obwohl da wirklich krasse Typen drunter waren. Habe dann später selbst gedealt, um meinen Konsum zu finanzieren. Viele Junks haben sich prostituiert, was für mich nie infrage kam, habe ich immer abgelehnt. Aber die Panikattacken waren weg, solange ich was zum Drücken hatte - wenn nicht kam die Angst umso schlimmer zurück.

Was folgte waren 25 Jahre voller Entgiftungen und Rückfälle, zwei Scheidungen, Verschuldung, jede Menge verbrannter Erde. In zwei Partnerschaften wurde ich misshandelt und geschlagen, was ich dann weggedrückt habe. In der stationären Langzeittherapie April 2009 bis Februar 2010 lernte ich meinen jetzigen Mann kennen. Heirat Oktober 2011. Ich bin seitdem clean, mein Mann trocken. Aber die Panikattacken waren trozdem da und haben uns viel Lebensqualität gekostet. Er hat trotzdem immer zu mir gehalten, obwohl ich manchmal fies und ungerecht zu ihm war. Und das ist meine Beichte: Ich habe diesen, für mich so wertvollen, Menschen oft unfair behandelt und das tut mir von Herzen leid. Aus Liebe zu ihm gehe ich seit Anfang diesen Monats zu einem ambulanten Therapeuten, um meine Probleme in den Griff zu kriegen. Es tut mir so leid, dass ich so bin, mein Schatz, und ich tue alles, um dir die gute Partnerin zu sein, die du verdient hast. Ohne meine Altlasten...

Beichthaus.com Beichte #00040651 vom 16.11.2017 um 18:50:52 Uhr in Westerwald (18 Kommentare).

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Karneval in Köln

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Hass Aggression Trunksucht Gesellschaft

Ich, ein gebürtiger Westerwälder, lebe in einem Wohndorf vor Köln. Dort ist es die meiste Zeit sehr ruhig, ja sogar beschaulich, Kinder fahren auf der Straße Fahrrad und zwei Nachbarn halten eigene Hühner. Doch leider ist ja ein Mal im Jahr Karneval, was bedeutet, dass man sich ein achwielustiges Kostüm anzieht und sich entweder in einen stickigen Saal setzt, um auf Kommando über Witze zu lachen, die in den Sechzigerjahren mal aktuell waren - oder sich an eine zugige Straße stellt, um mit billigen Süßigkeiten (Kamelle) beworfen zu werden. Bei der Kölner Jugend ist eine Art Karnevals-Disco üblich, bei der man besagte Kostüme trägt und überlaute kölsche Musik hört. Unglücklicherweise befindet sich in der direkten Nachbarschaft ein Gelände, auf dem jedes Jahr ein Zelt für mehrere Veranstaltungen dieser Art aufgebaut wird. Da es sich um eine Brauchtums-Veranstaltung (!) für die Jugend handelt, ist um Punkt Mitternacht Schluss. Dann geht der Stress für mich erst richtig los, denn nach kurzer Zeit torkeln die Ersten unter meinem Schlafzimmerfenster vorbei.

Dummerweise steht auch noch die erste Straßenlampe in unmittelbarer Nähe meines Fensters. Diese dient als Sammelpunkt für verstreute Gruppen, die Wartenden schreien in ihre Smartphones, rauchen, saufen und werfen ihre Kippen und leeren Flaschen auf die Straße. Wenn der Rest ankommt, wird dieser lautstark begrüßt, dann wird in derselben Lautstärke diskutiert, wie es denn weitergehen soll. Meist wird sich dafür entschieden, zur nicht weit entfernten Bushaltestelle weiterzugehen. Diese Bushaltestelle ist im Übrigen der Grund für den ganzen Ärger, denn sie ist die nächste in der Umgebung des Veranstaltungsgeländes. Die einzige funktionierende Methode zur Vertreibung dieser Gestalten ist es eine lichtstarke LED-Taschenlampe zu nehmen und ihnen direkt ins Gesicht zu leuchten - bei Gruppen suche ich mir dafür den Lautesten aus. Mein eigentliches Geständnis aber ist, dass ich rabiatere Abwehrmaßnamen plane. Seit Jahren habe ich vor an einer geeigneten Stelle Stolperdrähte zu spannen, damit diese Idioten sich auf die Fresse legen. Nur mein gesunder Menschenverstand hält mich noch davon ab.

Beichthaus.com Beichte #00039330 vom 09.02.2017 um 23:59:33 Uhr (17 Kommentare).

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Oh du schöner Westerwald

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Peinlichkeit Musik

Ich (w) bin grade mal vierzig Jahre alt und habe auf meinem Handy unter anderem das Stück "Oh du schöner Westerwald" von Heino. Beim Walken stelle ich das auch gerne mal lauter. Eine Zeitlang hatte ich den "Radetzky-Rap" von Klaus und Klaus als Klingelton - meine Chefin hat meine Kolleginnen deshalb schon oft vielsagend angesehen, wenn mein Handy klingelte.

Beichthaus.com Beichte #00038742 vom 20.09.2016 um 20:28:26 Uhr (9 Kommentare).

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