Jung, gesund & arbeitslos

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Faulheit Betrug Verrat Arbeit

Eins vorweg: Ich habe pauschal nichts gegen Arbeitslose, vor allem dann nicht, wenn sie selbst nichts dafür können. Aber ich hasse das asoziale Pack, das schlichtweg nicht arbeiten will. In meiner Firma wird seit Monaten ein Tischler/Monteur gesucht, aber es kommen nur Bewerber, die entweder schwarz arbeiten oder solche, die sich bloß den Stempel abholen wollen, als Beweis für das Arbeitsamt, dass sie sich beworben haben. Das schlimmste daran ist, dass mich diese Heuchelei selbst sehr viel Zeit und Arbeit kostet, weil sie ja stets ein Interesse vortäuschen.
Vorletzte Woche kam auch wieder so ein Kandidat: Mitte 20, jung, gesund und mit angeblichem Interesse am Job. In einem 15-minütigem Gespräch erfand er von sich aus viele Argumente, die gegen ihn sprechen sollten, nur damit wir ihn ja nicht einstellen. Was aber ein Blödsinn war: Wir suchten einen Tischler/Monteur für Innentüren, und er war gelernter Tischler, jung und gesund - also der perfekte Job für ihn.

Er wollte dann, dass ich ihm einen Stempel gebe, und meinte "ich überlege es mir und melde mich dann". Nichts da! Ich habe den Kerl geschickt um den Finger gewickelt und ihm einen Probetag angeboten. Es sollte sich nur um eine Helfer-Tätigkeit handeln, damit ich sehe, was er kann und ob er verlässlich ist. Ich gab ihm auch zu verstehen, dass er den Stempel nur bekommt, wenn er zum Probetag erscheint (mit Bezahlung natürlich). Also einigten wir uns darauf. Er kam dann zum vereinbarten Probetag nicht, hob auch nicht ab, als ich ihn angerufen habe. Auch ein Rückruf kam nicht. Erst zwei Tage später meldete er sich telefonisch und erzählte mir irgendwas von einer Schulung, was natürlich gelogen war. Man könnte dann ja vorab kurz absagen und nicht bloß 2 Tage auf unerreichbar schalten.

Meine Beichte: Ich habe den Typen beim Arbeitsamt verpfiffen. Die wussten dort auch nichts von seiner angeblichen Schulung und konnten ihn auch mehrere Tage nicht erreichen. Jetzt wird dem Kerl sein Arbeitslosengeld gekürzt und so richtig Ärger wird er jetzt auch noch bekommen, weil ich über Umwege erfahren habe, dass er nicht auf einer Schulung war, sondern schwarz für eine Baufirma gearbeitet hat. Verpfiffen habe ich ihn, weil ich es schlimm finde, dass solche Leute Arbeitslosengeld bekommen, sich nebenher noch was schwarz dazuverdienen und wir ehrlichen Firmen weniger Aufträge bekommen, weil die Konkurrenz ihre Arbeitsleistung für lau anbietet. Und die armen Leute, die harte Arbeit verrichten oder Jobs annehmen müssen, die ihnen eigentlich gar nicht gefallen, finanzieren sogar noch das Arbeitslosengeld.

Beichthaus.com Beichte #00028977 vom 29.05.2011 um 12:25:42 Uhr (69 Kommentare).

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Die Hochzeit meiner Schwägerin

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Lügen Falschheit Familie Köln

Ich simuliere eine Krankheit um nicht mit auf die Hochzeit meiner Schwägerin zu gehen. Das hat auch alles einen Grund. Heute findet das Champions League Finale statt und da ich mittlerweile mehr als 20 Jahre Manchester United Fan bin kann ich mir das nicht entgehen lassen. Ich hoffe das alles lohnt sich auch für mich und United gewinnt den Pokal. Sorry Schwägerin, aber man feiert seine Hochzeit nicht an einem CL-Finale.

Beichthaus.com Beichte #00028976 vom 28.05.2011 um 15:55:59 Uhr in Köln (58 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Kettenreaktion

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Boshaftigkeit Waghalsigkeit Dummheit Vandalismus Kroppenstedt

Natürlich ist Alkohol nie eine Entschuldigung, aber wir waren in der Neujahrsnacht als Gruppe unterwegs. Hatten zuvor bei einem Kumpel zu Hause gut getankt, und sind circa 10 Minuten vor Mitternacht los zum Marktplatz. Wussten ja, dass dort immer die Hölle los ist. Jeder hatte einen riesigen Rucksack voll mit Böllern, Raketen und was weiß ich noch so alles. Jedenfalls waren wir alle schon aufgekratzt, dass ich auf folgenden dummen Gedanken kam: Mal sehen, wie weit mein Kumpel springen kann! Also flugs angeschlichen und einen China-Böller angezündet und bei ihm in den Rucksack reingesteckt. Allerdings hatte mein Kumpel ziemlich viel Glück. Geistesgegenwärtig wie er war, hat er den Rucksack runtergezogen und ist erst einmal ein paar Meter weg gesprungen. Gut so, denn die anderen Böller im Rucksack fingen Feuer und gingen einer nach dem anderen hoch. Damit war Silvester für ihn natürlich gelaufen. Damals fand ich das witzig, wenn ich heute allerdings darüber nachdenke, bin ich froh, dass ihm nix passiert ist. Christian, falls du das liest: Es tut mir wirklich Leid!

Beichthaus.com Beichte #00028975 vom 26.05.2011 um 22:57:32 Uhr in 39397 Kroppenstedt (Marktplatz) (17 Kommentare).

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Aufzugsterror

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Zorn Hass Falschheit Ignoranz Kollegen Frankfurt

Ich (w) arbeite in einem Bürohaus mit Aufzug. Und ich hasse es furchtbar, wenn ich gerade im Aufzug bin, die Taste drücken will, dann eilige Schritte höre und ein gekeuchtes: "Nehmen Sie mich mit?" Wenn dann so fette Kolleginnen noch schnell den Arm reinstecken, damit die erst halb geschlossene Tür wieder aufgeht, und dann japsend von der Anstrengung neben mir stehen könnte ich ausrasten. Am Schlimmsten ist es, wenn der Aufzug zuerst in den Keller fährt und dann so eine Person scheinheilig zu mir sagt: "Ach, habe ich Sie runtergeholt?" Ich versichere immer, es macht mir nix aus, aber es macht mir doch was aus. Und wenn der Aufzug dann wieder im Erdgeschoss hält, so dass sie praktisch nur eine Etage gefahren sind, würde ich ihnen gerne, wenn sie aussteigen, so richtig in den Hintern treten. Ich beichte auch, dass ich mich erstens immer beeile und mich freue, wenn der Aufzug denen vor der Nase wegfährt. Und zweitens, wenn doch mal eine reinkommt und ich "Morgen" sage, immer so nette Sachen wie "Morgen, du fette Kuh" oder "Tach du blöde Sau" denke.

Beichthaus.com Beichte #00028974 vom 26.05.2011 um 07:16:39 Uhr in Frankfurt (30 Kommentare).

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Thomas Gottschalks Unterhose

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Neugier Schamlosigkeit Waghalsigkeit Arbeit Berlin

Als ich (m/23) jünger war, habe ich die Sommerferien immer zum Arbeiten genutzt, um mir von dem Gehalt den üblichen Schnickschnack zu kaufen, den man damals als unermesslich notwendig hielt. So kam es, dass ich durch die Mutter einer Freundin an den Job als Zimmerjunge in einem Berliner 5-Sterne-Hotel gekommen bin. In dieser Zeit habe ich es zu schätzen gelernt, was die Putzfrauen im Hotel so alles leisten müssen. Aber zur Beichte:
Natürlich steigen in solch noblen Hotels auch Prominente ab und durch das Hotel-interne Getratsche weiß man dann auch, welcher Promi in welchem Zimmer schläft. So kam es, dass Thomas Gottschalk samt Ehefrau in unserem Hotel einquartiert wurde. Ich hatte das Glück, dass ich an diesem Tag der Putzfrau behilflich war, die sein Zimmer säuberte. So konnte ich bei der Arbeit all seine Kleidung und Wertsachen sehen. Da ich ein ehrlicher Mensch bin, liegt es mir aber fern, Sachen zu entwenden. Aber als ich die Schlafwäsche von Herrn Gottschalk sah, konnte ich nicht widerstehen. Ich zog mir seine Seidenboxershorts über meine Arbeitskleidung und tanzte damit vor meiner Kollegin umher. Sie fand es zuerst sehr lustig, meinte dann aber, ich solle sie zurücklegen, da die Vorsteherdame immer unverhofft in die Zimmer kommt, um den Stand des Putzens zu kontrollieren, gerade bei Prominenz. So beichte ich, dass ich persönlich in Thomas Gottschalks Schlafunterhose ein kleines Tänzchen hingelegt habe.

Beichthaus.com Beichte #00028973 vom 26.05.2011 um 06:51:26 Uhr in 10789 Berlin (Augsburgerstraße) (24 Kommentare).

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