Leidensgenossen auf getrennten Wegen

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Ungerechtigkeit Engherzigkeit Gesellschaft Rosenheim

Seitdem ich im Jahr 2016 aufgrund mehrerer psychischer (inzwischen anerkannter) Störungen einige Monate in stationärer Behandlung war, dürfte ich die Bekanntschaft einiger Leidensgenossen machen. Wir haben die harten Therapien gemeinsam durchgestanden. Das war nicht einfach und verlangte viel vom Einzelnen ab. Gruppenarbeit war angesagt, die nicht immer geglückt ist. In den Therapiestunden wurde das Dank der therapeutischen Moderation stets gut gelöst. Danach war so gut wie jeder in ambulante Therapien vermittelt worden und wir gingen in Vertrautheit und Wehmut auseinander.

Wir Patienten haben über Wochen und Monate hin miteinander geweint, gelacht, gearbeitet und gehofft! Doch kaum waren nicht einmal drei Monate nach dem Klinikaufenthalt vorbei, kriegen wir kein gemeinsames Treffen mehr auf die Reihe, weil einige auf Nachrichten nicht mehr reagieren und andere einen dahingehend nur vertrösten. Mich verletzt das sehr. Ich beichte somit mein Misstrauen in vermeintliche Leidensgenossen und wünschte, ich hätte mich ihnen niemals geöffnet.

Beichthaus.com Beichte #00041729 vom 26.01.2019 um 01:06:42 Uhr in Rosenheim (16 Kommentare).

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Wie man die Parkgebühren reduziert

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Betrug Geiz Auto & Co. Berlin

Ich möchte beichten, dass ich ein Berliner Parkhaus um 55 Euro beschissen habe. Statt 80 Euro für 4 Tage zu zahlen, habe ich angegeben, dass ich das Ticket verloren habe. Das war nicht fair.

Beichthaus.com Beichte #00041726 vom 23.01.2019 um 03:30:32 Uhr in Berlin (4 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Fat Shaming

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Eitelkeit Ernährung Vorurteile

Ich (w/32) beichte, dass mir das aktuelle Geheul um Fatshaming gehörig auf die Naht geht. Ja, es ist furchtbar, dass unsere Gesellschaft so oberflächlich ist, dass man auf sein Äußeres reduziert wird und ja, jede/r einzelne, der wegen seines Übergewichts gemobbt wird, ist einer zu viel, dem übel mitgespielt wird.

Aber jedes Mal, wenn ein Pummelchen beschließt, abzunehmen und seinem Körper was Gutes zu tun, wird rumgejammert, man solle sich keinen modernen Schönheitsidealen beugen, man solle sich dick und rund akzeptieren, blabla. Da werden Schwabbelbäuche und unförmige Hinterteile online gepostet, mit schönen Sätzen drunter wie "Ich bin mehr als nur mein Körper". Ich selbst habe schon alle Phasen durchgemacht: Als Teenager dünn, an der Grenze zum Untergewicht. In meinen Zwanzigern pummelig, an der Grenze zur Fettleibigkeit. Jetzt mit Anfang dreißig ist mich der Fitnesswahn überkommen und ich habe 15 Kilo verloren und bin gestählt wie noch nie, jedoch mit schlaffer Haut und Dehnungsstreifen um den Bauch, ist ja auch normal wenn man Gewicht verliert.

Und wisst ihr was? Ich habe mich nie für meinen Körper geschämt, bin auch als ich dick war, gerne schwimmen gegangen und hatte kein Problem damit, dass ich nicht dem schlanken Ideal entsprochen habe. Es stört mich auch jetzt nicht, dass man noch die Spuren davon sieht. Womit ich jedoch ein Problem hatte, war, dass ich ungeschickt und schwerfällig war, beim Treppensteigen geschnauft habe und mir alles wehtat. Jetzt, wo ich wieder in Form bin, fühle ich mich stark, gesund und energiegeladen, ich schlafe besser, habe keine Rückenschmerzen mehr, könnte sprichwörtlich Bäume ausreißen.

Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich möchte niemandem was vorschreiben, jeder hat von mir aus das Recht, sich zu Tode zu fressen. Aber jeden fetten Wal auf Instagram als etwas Besonderes zu feiern, weil er/sie ach so glücklich mit seinen Fettbergen ist, ist einfach nur bescheuert. Wir sprechen uns in 20 Jahren nochmal, wenn alle diese gefeierten Curvy Models Diabetes und Bluthochdruck haben.

Beichthaus.com Beichte #00041723 vom 22.01.2019 um 14:39:32 Uhr (17 Kommentare).

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Sex ohne Bezahlung ist langweilig

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Prostitution Maßlosigkeit Düsseldorf

Ich (m/25) habe zwei Dinge zu beichten. Zunächst mal zu meinem generellen Problem/meiner immer wiederkehrenden Sünde. Ich fahre total auf Sex mit Escorts/Prostituierten ab. Es gibt für mich nur eine Erklärung: ich war ein Spätzünder und hatte erst super spät mein erstes Mal für diese Generation. Dementsprechend hab ich verdammt viele Pornos geguckt. Und dadurch kommt wohl meine Vorliebe zu bezahltem Sex. Dieser Gedanke kurz im Netz zu gucken und sich ohne Mühe eine Frau auszusuchen, macht mich einfach wahnsinnig. Versteht mich nicht falsch: ich verlange jetzt keine besonderen Dinge von den Damen. Das Kribbeln für mich ist es eine Dame anhand von Fotos auszusuchen und dann zu erleben, ob sie in der Realität den Bildern und meinen Träumen entspricht, oder überhaupt wer da auf ein mal auf Bestellung die Treppe hochkommt. Das macht mich wahnsinnig. Ich möchte das jetzt nicht herunterspielen, aber ich achte sehr darauf, an niemanden zu geraten, der irgendwie in Not ist. Ich buche ausschließlich bei seriösen Agenturen. Zumal ich schon öfter mit den Damen in Ruhe gesprochen habe und glaube zu wissen, dass es ihnen recht gut geht.

Das Problem an diesem Fetisch - unabhängig von der moralisch fragwürdigen Seite - ich bin nun nicht so hässlich, dass ich darauf angewiesen wäre. Aber mein normales Sexleben leidet definitiv darunter. Sex ohne Bezahlung erscheint mir fast etwas langweilig. Nun zur richtig üblen Beichte. Nachdem mich die Liebe meines Lebens verlassen hat (es gab schon davor über Wochen keinen Sex) hab ich noch am gleichen Abend über Stunden wilden Sex mit einer Professionellen gehabt. Das ist wohl die schlimmste Sache, die ich je getan habe.

Beichthaus.com Beichte #00041717 vom 18.01.2019 um 00:52:56 Uhr in Düsseldorf (9 Kommentare).

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Endlich Führerschein

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Auto & Co. Eitelkeit Bahn & Co. Berlin

26 Jahre habe ich es geschafft auf den Führerschein zu verzichten. Seit ich 12 bin nutze ich die öffentlichen Verkehrsmittel quasi täglich. Aus ökologischen Gründen sollte ich das weiterhin so tun. Tut mir leid liebe Erde, nun ist Schluss. Ich mache jetzt meinen Führerschein und kaufe mir sofort ein Auto, wenn ich den Lappen in der Hand habe. Ich ertrage die öffentlichen Verkehrsmittel nicht mehr. Ich ertrage dieses asoziale Pack nicht mehr. Die einen fressen ohne Rücksicht auf Verluste (bestes Beispiel sind diese arabischen Nüsse, deren Schalen bergeweise auf die Böden geschmissen werden), die anderen bewegen ihr Sitzfleisch nicht, wenn eine ältere Person sitzen möchte, andere wiederum blöken Bus- und Bahnpersonal an, als wären sie der König von Deutschland. Es gibt Leute, die stinken wie eine Müllentsorgungsanlage, es gibt Leute die telefonieren so laut, dass eine Telefonverbindung gar nicht notwendig wäre. Danke und bitte sind Fremdwörter für den Großteil der Pendlerbevölkerung und zu allem Überfluss friere ich mir dauernd den Allerwertesten ab, weil die Beförderungsmittel kommen wie sie lustig sind. Ich kann wirklich eine Menge schlucken, aber wenn ich nicht spätestens in 5 Monaten hinter meinem eigenen Lenkrad sitze, kann ich für nichts mehr garantieren. Verzeiht mir.

Beichthaus.com Beichte #00041712 vom 14.01.2019 um 15:46:53 Uhr in Berlin (14 Kommentare).

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