Von Nafris und Gutmenschen

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Aggression Dummheit Silvester Gesellschaft

Ich beichte, dass ich alle links-grünen Menschen, die sich wegen dem Wort Nafri aufregen, auf das Tiefste verachte. Wie kann man nur so von einer Ideologie geblendet sein? Diese Menschen sind mit ihrer stumpfen Obhörigkeit selbst dem 3. Reich näher als manch ein Rechtsradikaler. Ich beichte, dass - falls ich noch mal aus meinem Bekanntenkreis irgendein Gutmenschengelaber mitbekomme und wie andere Meinungen im Keim erstickt werden - ich nicht mehr mit der Person kommunizieren und den Kontakt abbrechen werde. Das musste raus!

Beichthaus.com Beichte #00039150 vom 02.01.2017 um 11:45:32 Uhr (30 Kommentare).

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Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

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Habgier Selbstsucht Geld

Ich habe Kapitalismus der übelsten Sorte begangen. Ich bin letztens mehr zufällig auf einem gut sortierten Bücherbasar herumgeschlendert und habe dort vier Ausgaben des Buches "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" von der "Harry Potter"-Autorin für je 1,50 Euro entdeckt. Von meinem Patenkind, das riesiger "Harry Potter"-Fan ist, weiß ich, dass dieses Buch seit ca. 2001 nicht mehr aufgelegt wurde und daher mittlerweile als Sammlerstück und Rarität gebraucht für 100-600 Euro gehandelt wird. Zudem wurde das Buch ja gerade verfilmt, wodurch die Nachfrage noch gestiegen ist. Der Verkäufer schien das allerdings nicht zu wissen. Ich habe alle vier Exemplare genommen und auch noch einen Mengenrabatt bekommen, sodass ich nur 5 Euro dafür bezahlt habe. Ich habe es tatsächlich geschafft, alle vier Bücher innerhalb kürzester Zeit für je mindestens 100 Euro im Internet zu versteigern. Das Fieseste an der ganzen Sache ist, dass mein Patenkind ganz scharf auf dieses Buch gewesen wäre. Ich habe ihm stattdessen das Buch zum Film geschenkt.

Beichthaus.com Beichte #00039134 vom 30.12.2016 um 10:06:33 Uhr (12 Kommentare).

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“Beichte

What does the fox say?

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Manie Verzweiflung Tiere

What does the fox say?
Ich (m) beichte, dass ich völlig besessen von Füchsen bin, mich deshalb selbst verleugne und immer mehr denn Hang zur Realität verliere. Ich kann nicht genau sagen, wann und warum es begann, doch irgendwann in meiner Jugend flammte aus irgendeinem Grund ein fanatischer Gedanke auf: Ich bin ein Fuchs, kein Mensch! Dies ist lediglich eine Vorstufe bzw. eine Zwischenlösung. Wenn ich hier sterbe, beginnt mein "wahres" Leben erst wirklich! Zumindest dachte ich das - und denke es auch noch immer hin und wieder. Es schmerzt sehr, das so zu formulieren. In mir steckt einfach etwas, das mich verflucht traurig stimmt, wenn diesbezüglich Zweifel aufkommen. Denke ich an ein Leben als Fuchs, werde ich ganz manisch, aber auch unfassbar glücklich. In diesen Momenten ist es so, als würde ich versuchen aus einem bösen Traum aufzuwachen.

Ich betrachte meinen Körper in der Hoffnung, dass sich alles gleich wieder "korrigiert." Dass sich mein Zimmer auflöst, ich mich in der Wildnis befinde, und endlich das harte aber glückliche Leben leben darf, nach dem ich mich so sehr sehne. Ja, ich würde sogar so weit gehen, dass ich mein ganzes Leben dafür opfern würde, um auch nur 10 Minuten als Fuchs leben zu können. Wenn ich einen Fuchs sehe, kommt mir all das einfach so selbstverständlich vor. Dieses Leben, von Anfang zum Ende, mit all diesen Abschnitten kommt mir vor, als hätte ich es selbst schon gelebt. Als wäre ich aus diesem Leben gerissen worden, um in diesem elendigen Primatenkörper zu vegetieren. Ich weiß, das klingt kaputt...

Beichthaus.com Beichte #00039101 vom 23.12.2016 um 02:16:30 Uhr (19 Kommentare).

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Die Arbeit hat mich kaputt gemacht!

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Dummheit Ungerechtigkeit Zorn Lügen Kollegen Arbeit Stutensee

Vor ungefähr einem Jahr habe ich mich für jede offene Stelle in meiner Umgebung beworben und habe wieder und wieder entweder Absagen oder gar keine Antwort bekommen. Als mich der Chef einer bestimmten Stelle (die mir von allen am liebsten war) zum Vorstellungsgespräch einlud und mir mitteilte, ich solle drei Tage auf Probe in dem Geschäft arbeiten und daraufhin würde er entscheiden, ob ich die Stelle tatsächlich annehmen mag, war ich so überglücklich. Ich konnte es gar nicht glauben. Als ich dann schon eine Weile dort arbeitete, bekam ich mehrere Zusagen von anderen Stellen. Ich hatte ja insgesamt etwas über vierzig Bewerbungen geschrieben. Aber das war mir egal. Ich hatte ja meine Stelle.

Nach einem anderen langen Arbeitstag hatte ich mitbekommen, dass in einem Geschäft, das sich viel näher in meiner Umgebung befindet und das ich persönlich sehr gut finde, auch eine Stelle frei wurde. Ich ging in das Geschäft und sprach mit einer Angestellten. Sie schickte die Chefin zu mir. Und was soll ich sagen? Ich habe zuvor kaum einen netteren Menschen kennenlernen dürfen. Wir haben uns sehr lange unterhalten und sie wollte direkt einen Termin zum Probearbeiten vereinbaren. Meine Bewerbungsunterlagen könnte ich ihr dann einfach an dem Tag mitbringen. Ich sagte, ich könnte noch keinen Termin vereinbaren, ich würde das lieber telefonisch vereinbaren, wenn ich meinen Terminkalender bei mir hätte.

Ich hätte die Stelle zwar gerne gehabt, aber ich habe mich einfach nicht getraut und es nicht übers Herz gebracht, mich von der Stelle, die ich zu dem Zeitpunkt hatte, zu trennen. Statt der anderen Stelle abzusagen, rief ich einfach nicht an. So lief es weiter. Irgendwie wurde die Arbeit immer anstrengender. Statt acht Stunden, fünf Tage die Woche zu arbeiten, arbeitete ich mindestens 10,5 bis teilweise 16 Stunden (also Doppelschichten), 10 Tage am Stück, 12 Tage am Stück, 2 Wochen am Stück. Ich habe ständig geweint. Vor der Arbeit, nach der Arbeit. Manchmal bin ich auch während der Arbeit auf die Toilette, um zu weinen. Nicht weil ich traurig war, einfach vor Erschöpfung. Weil ich jeden Tag dachte: So, das ist der Punkt, an dem ich nicht mehr kann. Ich brauche eine Pause. Ich will das nicht mehr. Und dann habe ich weitergearbeitet und die Gedanken weggedrückt.

Während der Arbeit habe ich mich gemeinsam mit Kollegen ab und zu über eine andere Kollegin aufgeregt, weil sie den ganzen Tag über immer wieder heimlich Pausen gemacht hat, sich in einem Monat 13 Tage krankgemeldet hat und dann erzählte, was sie so Tolles gemacht hat, während sie "krank" war und wo sie hingegangen ist. Mehrmals als die Vorgesetzten nicht da waren, ist sie zum Dönerladen gefahren, um sich etwas zu essen zu holen, ist "kurz" weggefahren, weil eine Bekannte in der Stadt sei. Irgendwann bekam es die Kollegin mit, bis ich von meinem Vorgesetzten ins Büro gebeten wurde: "Es gab einen Hinweis, dass ich während der Arbeit Drogen konsumieren würde." Ich war außer mir. War entsetzt. Konnte diesen Unsinn nicht verstehen. - Bis ich wieder aus dem Büro raus bin und mich die Kollegin ansah und nur in komischem Unterton fragte "Alles okay?"

Da wusste ich einfach, dass sie es war. Denn für gewöhnlich war sie immer die Erste, die einen immer ausfragt. Eine für sie angemessene Reaktion wäre gewesen, mich sofort zu fragen: "Was ist los? Ist was passiert? Wieso musstest du ins Büro?" Dass sie mich nicht fragte, konnte nur bedeuten, dass sie wusste, worum es ging. (Später wurde mir das bestätigt. Anscheinend war diese Kollegin auch zu meinen anderen Kollegen gegangen und hatte das Gerücht verbreitet.) Obwohl mir mein Vorgesetzter glaubte, dass an dem Gerücht selbstverständlich nichts dran ist, war mein Chef anderer Meinung. Hinter jeder Anschuldigung würde ein bisschen Wahrheit stecken und das würde auch erklären, wie es möglich ist, dass ich so viel Zeit auf der Arbeit verbringe und er würde nicht wollen, dass man solche Eigenschaften mit seinen Mitarbeitern in Verbindung bringen würde.

Naja, ich bekam die Kündigung. Aber nicht still in einem Büro überreicht. Der Chef brachte sie ins Geschäft und äußerte lautstark vor meinen Kollegen, vor mehreren Vorgesetzten, vor allen Kunden, dass ich hiermit entlassen sei. Und hiermit beichte ich, dass ich das Ganze niemandem erzählt habe, weil ich es nicht aushalte. Wenn ich anfange darüber zu sprechen, kann ich nicht aufhören zu weinen, weil ich es so ungerecht finde und ich denke, das wird mir sowieso niemand glauben. Ich beichte, dass ich mich noch nie zuvor so gedemütigt und ungerecht behandelt gefühlt habe. Ich habe Tag ein, Tag aus für ein paar Cent mehr als den Mindestlohn gearbeitet. Immer Überstunden gemacht, auch einige unbezahlte, bin immer eingesprungen und war bekannt als eine sehr gute Mitarbeiterin.

Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich entlassen wurde. Wegen gar nichts. Ich beichte, dass ich einen unendlich großen Hass auf meinen Chef, auch auf meine Vorgesetzten und mittlerweile auf alle Kollegen habe. Und was viel schlimmer ist: Ich beichte, dass ich, obwohl das alles so anstrengend war und ich so viel Wut in mir trage und mich so schrecklich fühle, mir eigentlich nichts anderes wünsche, als wieder dort zu arbeiten.

Beichthaus.com Beichte #00039011 vom 03.12.2016 um 01:19:47 Uhr in 76297 Stutensee (Badstraße) (13 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Sie hat mich für einen alten Mann verlassen!

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Rache Maßlosigkeit Zorn Partnerschaft München

Ich (m/27) möchte etwas beichten, worauf ich nicht gerade stolz bin, denn diese Aktion brachte die schlimmsten Eigenschaften meines Charakters hervor. Ausgangssituation ist die überraschende Trennung meiner Ex-Freundin (25) von mir zugunsten ihres 58-jährigen (!) verheirateten Chefs vor etwa zwei Monaten. Was ein geschenkter Audi A7 für einen Sinneswandel hervorrufen kann... Der Schock saß und sitzt tief, vor allem weil wir drauf und dran waren, Heiratspläne zu schmieden und unsere beiden Familien heftig durch diese Aktion vor den Kopf gestoßen wurden. Als langjähriger Beichthaus-Leser entwickelte ich schnell die Idee, mich an ihr zu rächen - allerdings ohne ihr neues Auto zu zerkratzen, ihren Leuten Fotos zu schicken oder dergleichen mehr, was Objekten schadet, oder unschuldige Personen beeinträchtigt. Eine neue Idee musste also her, um diese Kreatur zu vernichten, damit ich kleinliche Genugtuung genießen kann.

Es begann damit, ihr Pizza und Sushi zu schicken - obwohl sie nie etwas bestellt hatte. Weiterhin wurden diverse Magazine auf ihren Namen bestellt und allerlei Gratisproben von ihrer Adresse aus angefordert. Verschiedene Glaubensrichtungen schickten Infomaterial oder sogar Glaubensbrüder zum Gespräch vorbei. Der Postbote des Bezirks, Bruder einer Kollegin, berichtete von bergeweise Papierkram und kleineren sich stapelnden Paketen im Hausflur, neben denen die Zeugen Jehovas ihr Infomaterial deponiert hatten. Doch dies war erst der an sich recht harmlose Anfang. Durch die Hilfe von Kollegen, Bekannten und ihren Berufen sowie einigen überraschenden Zufällen erreichten wir die umgehende Stornierung ihres Fahrkartenabos, die fristlose Kündigung des Girokontos, die sofortige Sperre der EC-Karte, den Einzug der beiden Kreditkarten am Geldautomaten, die Sperre des prime-Accounts beim größten Versandhändler im Internet sowie die Besuche mehrerer Sozialfahnder und eines Gerichtsvollziehers. Außerdem kam ein Brief der Uni, der ihr die Exmatrikulation mitteilte. Was man alles durch wenige Mausklicks und einige Gespräche veranlassen kann, ist teilweise wahnwitzig. Die gute, momentan etwas zerrüttete und scheu gewordene, Dame ist planlos, warum ihr das Ganze widerfährt. Genauso planlos war ich, als sie mich für einen alten Mann verließ. Rache ist so zufriedenstellend.

Beichthaus.com Beichte #00038995 vom 29.11.2016 um 13:18:18 Uhr in München (Einsteinstraße) (35 Kommentare).

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