Mobbing: Startschuss in ein erfolgreiches Leben

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Stolz Ungerechtigkeit Schule Altötting

Ich habe jetzt einige Beichten gelesen, in denen es um Mobbing ging und um das weitere Leben der Mobber und der Mobbingopfer. Es war in allen Beichten so, dass Mobber nach der Schule, in der sie die Coolen waren, ein mieses Leben führten und die Mobbingopfer Karriere machten. Ich las auch jedes Mal die Kommentare unter den Beichten, in denen dann ständig von Karma geschrieben wurde. Nun will ich hier auch mal beichten. Meine Beichte ist, dass ich auch ein ehemaliger Mobber bin und außerdem der beste Beweis dafür, dass es kein Karma gibt.

Ich war einer von den Coolen. Ich habe geraucht und die Mitschüler, die nicht geraucht haben als Weicheier bezeichnet. Ich habe nur soviel gelernt, dass ich einen Notendurchschnitt von circa 3,0 hatte und die, die mehr gelernt haben als Streber bezeichnet. Ich gehörte zu einer elitären Clique in meiner Jahrgangsstufe, in die nur lässige Leute reinkamen, die so waren, wie die coolen Kids halt sind. Also, wie gesagt, wir rauchten, das ein oder andere Bier, ab und zu gekifft und bestenfalls mittelmäßige Noten. Fast jeder, der nicht in dieser Clique war, wurde mal blöd angeredet aber richtig gemobbt wurden nur die Sozialversager, die auch optisch etwas seltsam waren. Um genau zu sein, haben wir nur drei Mitschüler zu unseren Opfern erklärt. Alle drei hatten die Gemeinsamkeiten, dass sie zwar gute Noten hatten, aber zwischenmenschlich einfach minderbemittelt waren. Verstanden Witze nicht, kapierten oftmals Sarkasmus nicht, Zwei haben zwar nie gestunken aber hatten oft Frisuren. Wenn man das, was die auf dem Kopf hatten, Frisuren nennen kann, an denen man sah, dass sie sich nicht mal die Haare gekämmt hatten bevor sie in die Schule gingen. Einer hatte immer wieder Hochwasserhosen an und immer wieder versehentlich sein T-Shirt in seine Unterhose gesteckt. Also alles mögliche, was einfach nur lächerlich und schlampig wirkte. Einer wirkte eigentlich ganz ordentlich aber war halt einfach fett. Es war auch noch mehr, aber ist jetzt auch egal. Auf jejeden Fallhaben wir sie verarscht, geschubst, bespuckt und ein wenig verprügelt, Stifte kaputt gemacht etc..

Nachdem ich meinen Hauptschulabschluss geschafft habe, habe ich eine Ausbildung zum Elektriker gemacht. Danach ein paar Jahre gearbeitet, dann eine Weiterbildung zum Elektriker-Meister gemacht, noch ein paar Jahre Berufserfahrung gesammelt und mich dann selbstständig gemacht. Meine Firma läuft gut, ich habe genügend Elektriker eingestellt, sodass ich selbst kaum noch handwerklich arbeiten muss. Hauptsächlich sitze ich im Büro, wo mich eine Bürokauffrau unterstützt. Meine Arbeit besteht nun hauptsächlich aus Telefonaten und Treffen mit Kunden, erstellen von Kostenvoranschlägen, ein bisschen Buchführung, Bestellungen usw. Da ich in einer reichen Region Deutschlands lebe, in der es viele Arbeitsplätze in Industrie, Handwerk, Einzelhandel Gastronomie usw. gibt, gibt es auch viele Menschen die hier leben und arbeiten. Immer mehr Leute kommen, um hier zu leben und zu arbeiten, deshalb wird ständig gebaut und wir haben immer Baustellen. Teilweise haben wir so viele Aufträge, dass Kunden Monate warten müssen, bis wir in ihren Häusern die Elektrik machen können. Ein Hoch auf den Handwerkermangel in Deutschland. Der ist der Grund dafür, dass ich wenig Konkurrenz habe. Nach Abzug aller Kosten bleiben mir circa 60.000 Euro im Jahr. Ich verdiene also mehr als so mancher Akademiker. Das sollte so manchem Studenten, der über Leute mit Hauptschulabschluss die Nase rümpft, mal zu denken geben. Ich habe eine hübsche Freundin, mit der ich schon zusammen war, seit ich noch in der Ausbildung zum Elektriker war. Also nein, sie ist nicht wegen meinem Geld mit mir zusammen und wir haben eine Tochter. Das Rauchen habe ich aufgehört, weil man ja doch mal vernünftig werden muss.

Und was ist aus den Mobbingopfern geworden? Einer hat einen Bachelor in BWL und damit verdient er wahrscheinlich weniger als ich und bei seiner unbeholfenen Art, die er, soweit ich weiß, immer noch hat, ist er wahrscheinlich immer noch Single. Einer hat Germanistik studiert. Bringt das wirklich Geld? Und der Dritte ist immer noch fett und sitzt bei Edeka an der Kasse. Also meine lieben ehemaligen Mobbingopfer, die sich hier im Beichthaus immer an dem Leid ehemaliger Mobber aufgeilen und ständig von Karma schreiben - ich bin jetzt 38 Jahre alt. Wo bleibt mein Karma? Ich finde euch so lächerlich. In der Schule wurdet ihr schikaniert, das habt ihr nie verarbeitet und jetzt? Jetzt hofft ihr, dass das Karma sich für euch an euren Mobbern rächt, nur weil ihr immer zu feige gewesen seid um euch zu wehren. Achja und schreibt ruhig abfällige Kommentare, in denen ihr mich als Proleten bezeichnet, weil ich auf der Hauptschule war. Ich bin mein eigener Chef und mache gutes Geld. Mehr als die ehemaligen Streber meiner Klasse, obwohl die ja jetzt zum elitären Kreis der Akademiker gehören. Also mir egal, viel Spaß noch weiterhin dabei, wenn ihr hofft, dass eure Mobber auf der Schnauze landen.

Beichthaus.com Beichte #00041804 vom 07.04.2019 um 21:37:24 Uhr in Altötting (81 Kommentare).

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Der waghalsige Überholer

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Ignoranz Unfall Auto & Co. Vechta

Ich bin vor ein paar Wochen nachdem ich einen Unfall live beobachten musste, weiter gefahren, statt anzuhalten. Das war eine Kurzschlussreaktion von mir, ich war wütend auf den Verunglückten und hatte irgendwie gedacht "geschieht dir recht". Er hätte mit seiner Fahrweise auch beinahe mich (kurz vorher) in einen Unfall verwickelt.

Die Situation war etwa so, leicht kurvige Landstraße ohne Begrenzung (also 100), Tanklastwagen ganz vorne (die fahren halt nur so 60 bis 70 maximal) und dahinter locker so 8 bis 10 Autos. Ich war etwa der 11. hinter mir noch 3 Autos. Überholen konnten die vorne offenbar nicht. Auf mal fängt der allerletzte (von ganz hinten) an zu Überholen (völlig verrückt, man konnte klar sehen, wie lang die Schlange ist). Wie es kommen musste, auf meiner Höhe etwa kommt Gegenverkehr und er muss einscheren. Der Abstand war bei der Geschwindigkeit so, wie man es kennt, also gering) gleichzeitig wurde die Kolone langsamer (da kam vorne so ein Mini-Dorf). Der war natürlich schon am nach rechts ziehen und ich dann natürlich voll in die Eisen. Das fehlten eher nur Millimeter statt Zentimeter.

In dem Moment (war ich zwar leicht Aggro, Pumpe ging etwas höher, hätte ja auch fast gekracht), hab aber noch gedacht "ok vielleicht Fahranfänger oder so und hat nicht verstanden, was er gerade gemacht hat". Niemals im Leben hätte ich damit gerechnet, das der nur ein paar Sekunden später (die 2/3 Wagen Gegenverkehr waren grade durch) sofort wieder ansetzt (sowas Wahnsinniges...) und dann kam halt, was kommen musste (und er auch so provoziert hat), es kam wieder Gegenverkehr aus einer Kurve und da es mitten in der Kurve war (Rechtskurve), hat er nach links ausgewichen auf ein Feld rauf.

Ich sah noch, wie er sich überschlagen hatte und alle Teile seines (ich glaube AMG, jedenfalls so ein aufgemotzter Benz) in der Gegend rumflogen. Und dann kam halt mein Fehler, weswegen ich hier jetzt beichte. Ich bin in dem Augenblick weiter gefahren. Ich hätte natürlich locker anhalten können, aber ich wollte es einfach nicht. In dem Augenblick stand es für mich wirklich völlig außer Frage, da jetzt anzuhalten. Wäre das eine einsame Landstraße gewesen, und ich der einzige weit und breit, wäre das was anderes gewesen. Aber in dem Augenblick dachte ich mir "dem Wixer, den sollen mal Andere helfen". Ich hoffe, von den anderen war zufällig auch jemand ausgebildeter Rettungssanitäter. Ich war ja leider weiter gefahren und hab nicht geholfen. Das muss natürlich keinen Unterschied machen, ob da jetzt sofort jemand dabei ist, der sich auskennt, aber (Situationsbedingt) kann das schon einen großen Unterschied für den Betroffenen machen, ob da jetzt die Leute nur ihr einfaches (meist fast vergessenes) Ersthilfe Wissen anwenden, oder eben direkt ein Sani da ist (bin kein "aktiver" Sani, aber hätte doch mehr wissen als der durchschnittliche Ersthelfer). Daher habe ich jetzt schon einige fast schlaflose Nächte hinter mir und es nagt an mir. Ich werde das nächste Mal, egal was vorher war, anhalten!

Beichthaus.com Beichte #00041776 vom 28.02.2019 um 20:09:17 Uhr in Vechta (22 Kommentare).

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“Beichte

Kurze Gute-Nacht-Geschichten

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Falschheit Faulheit Kinder Allstedt

Wenn ich meinem vierjährigen Kind Gutenachtgeschichten vorlese, lasse ich immer mal wieder die ein oder andere Passage weg, damit ich schneller fertig bin. Mein Kind bemerkt es nicht, ist hinterher glücklich und ich spare viel Zeit. Somit ist uns beiden geholfen. Pädagogisch gesehen habe ich natürlich ein riesiges moralisches Problem, weswegen ich um Vergebung bitte.

Beichthaus.com Beichte #00041703 vom 04.01.2019 um 21:05:41 Uhr in Allstedt (13 Kommentare).

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Zu schüchtern für bisexuelle Erfahrungen

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Begehrlichkeit Neugier Partnerschaft

Ich bin 26 Jahre alt, weiblich und Bisexuell. Zumindest denke ich das, weil ich mir öfter vorstellen mit einer Frau zu schlafen und es mich erregt, es aber noch nie getan habe. Ich bin irgendwie nicht der Typ den Frauen ansprechen und ich wüsste auch nicht wie ich es tun sollte. Man erkennt sowas ja nicht an der Nasenspitze und ich habe große Angst mich lächerlich zu machen sobald ich bestimmte Signale sende. Dazu kommt, dass ich nicht gerade eine Schönheit bin. Ich komme zwar ganz gut damit klar, aber Frauen achten ja nun sehr auf sowas und da falle ich vermutlich sofort durch das Raster. Langsam verzweifel ich richtig daran. Ich möchte diese Erfahrung so gerne machen und vielleicht eine wundervolle Partnerschaft daraus beziehen, aber ich bin zu unbeholfen.

Beichthaus.com Beichte #00041661 vom 02.12.2018 um 14:27:12 Uhr (18 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Vom Gastvater vergewaltigt

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Missbrauch Feigheit Gesundheit Australien

Es fing an als ich 13 Jahre alt war. Nach und nach bekam ich immer mehr Schmerzen beim Essen. Ich habe in der Zeit natürlich abgenommen und meine eigene Mutter glaubte mir nicht, dass ich Schmerzen hatte. Sie nannte mich nur Model und sagte mir sogar, ich solle meinen Teller nicht so voll füllen, weil ich sowieso nur 2 Esslöffel essen würde. Ich war vorher pummelig und meine Mutter fand eh, ich solle abnehmen. Ich sagte ihr jede 2. Woche, sie soll einen Termin beim Arzt machen. Nonstop Bauchschmerzen zu haben und deshalb nicht essen zu können, kann nicht gesund sein. Zudem nagte es stark an meiner Psyche. Ich fing an zu glauben, ich könnte die Chance nutzen und für immer dünn bleiben, weil ich anscheinend sonst nicht gut genug war. Ich probierte mit den Schmerzen irgendwie klarzukommen. Als ich dann zu einem untergewichtigen Zombie mutierte, fing meine Mutter an mir zu glauben und vereinbarte einen Arzttermin. Die richtige Diagnose ließ 6 Monate auf sich warten. Es stellte sich heraus, dass ich eine chronische Krankheit habe und mein Leben lang Medikamente nehmen muss. Ich hasse meine Mutter dafür, dass sie mir lange nicht geholfen hat und ich seither Essgestört bin.

Nach dieser Tortur brauchte ich eine Auszeit vom Leben und machte mit 15 ein Auslandsjahr in Australien. Ich wollte soweit weg wie möglich. Ich hatte dort eine Gastmutter und einen Gastvater. Nachdem ich schon 5 Monate dort verbracht hatte und mein Leben sich normalisierte, flog meine Gastmutter mit einer Freundin für ein paar Wochen in den Urlaub, darum waren der Gastvater und ich alleine. Wir sind an einem Wochenende mit einem Pärchen campen gegangen. Ich schlief mit meinem Gastvater in einem Camper, aber ich hatte meine eigene kleine Matratze. In der Nacht regnete es stark und das Dach hatte ein Loch, deshalb wurde ich ganz nass. Ich weckte meinen Gastvater, um zu fragen, was ich tun sollte. Er meinte, ich solle mich zu ihm ins Bett legen und das tat ich auch. Plötzlich wachte ich auf und er begrapschte mich. Ich war zutiefst erschüttert und geschockt und wusste nicht, was ich tun sollte. Ich versuchte seine Hand wegzureissen, doch er war viel stärker als ich. Das komische war, er schien tief und fest zu schlafen. Am nächsten Tag sprach ich ihn darauf an und er sagte, er nehme starke Medikamente und ihm sei es nicht bewusst gewesen, es täte ihm mega leid und er könnte sich an nichts erinnern. Ich war ziemlich naiv und glaubte ihm.

Ich war wirklich sehr naiv damals und leicht zu beeinflussen, weil es mir psychisch einfach dreckig ging. Lange rede kurzer Sinn, als wir vom Campen zurückkehrten manipulierte er mich solange, bis ich zuließ, dass er mich anfassen durfte. Auf eine kranke Art und Weise fühlte ich mich das erste Mal seit Ewigkeiten geborgen und beachtet. Doch dann kam meine Gastmutter zurück und mir wurde bewusst, wie krank das Ganze ist. Ich wollte von ihm nicht mehr angefasst werden. Er sagte mir, ich könne nicht so plötzlich nein sagen und er müsse sich erst von mir entwöhnen. Ich dachte, ich höre nicht recht und weinte jeden Abend, weil ich mir richtig dreckig vorkam und bereute es, jemals ja gesagt zu haben. Er erzählte der Gastmutter, er wolle am kommenden Wochenende einen Tagesausflug mit mir machen und ich sagte ja. Ich dachte mir nichts dabei. Ich wollte außerdem nicht nein sagen, denn was hätte die Gastmutter denken sollen?

Also bin ich mit ihm ins Auto gestiegen und wir hielten tatsächlich an einer schönen Stelle an. Es war mitten im Nirgendwo, kein Auto/ Mensch in Sicht. Ich machte erst schöne Fotos, aber dann fing er an, mich zu betatschen und ich sagte nein, doch er hörte nicht auf und sagte, ich wolle es doch auch. Er vergewaltigte mich schließlich. Ich nahm nicht die Pille und er benutzte kein Kondom, deshalb musste ich zur Apotheke und mir die Pille danach holen. Sie fragten mich dort, ob sie die Polizei rufen müssen, doch ich sagte nein und füllte einen Zettel aus. Ich dachte damals, ich sei nichts wert und habe mich zutiefst geschämt. Der Hammer ist, als dem Gastvater bewusst wurde, was er getan hatte, ist er zur Hypnose gegangen, um alles zu vergessen. Doch ich fand das nicht fair, er hat kein Recht auf ein reines Gewissen. Ich erzählte ihm, was er getan hatte und er konnte sich dann wieder erinnern.

Mittlerweile habe ich einen Freund, doch den Sex kann ich kaum genießen. Ich muss mich zusammenreißen, damit ich nicht weine. Manchmal schaffe ich das nicht und weine wirklich. Ich erzähle ihm immer, es wäre vor Glück und er glaubt das auch und findet es süß. Ich möchte ihn nicht unnötig damit belasten und hoffe, dass ich es irgendwann genießen kann.

Beichthaus.com Beichte #00041645 vom 20.11.2018 um 02:50:25 Uhr in Australien (Melbourne) (11 Kommentare).

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