Die Freundin ausspionieren

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Falschheit Morallosigkeit Partnerschaft Internet Köln

Ich (23/m) will beichten, dass ich mich immer heimlich in den Facebook-Account meiner Freundin einlogge und mitlese, mit wem und was sie schreibt. Ich weiß dadurch, dass sie mich manchmal anlügt, weil sie zum Beispiel mit anderen Kerlen sehr intime Gespräche führt. Ich bin dadurch in einer Zwickmühle. Einerseits würde ich ihr so gerne die Meinung darüber sagen und ihr sagen, wie weh sie mir damit tut, andererseits müsste ich dann ja mein eigenes Fehlverhalten ihr gegenüber zugeben. Mich verletzt das Ganze wirklich sehr und ich bin dadurch sehr eifersüchtig geworden, was mich selbst ebenfalls stört.

Beichthaus.com Beichte #00030843 vom 01.03.2013 um 18:17:18 Uhr in Köln (Olpener Straße) (28 Kommentare).

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Mein Vater soll endlich sterben

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Morallosigkeit Verzweiflung Gesundheit Familie Cornberg

Mein Vater soll endlich sterben
Ich (w/20), Medizinstudentin, habe vor rund einem Monat meinen leiblichen Vater kennengelernt. Er ist im Ausland wohnhaft und ein Freund von ihm hat mich gesucht und gefunden. Die Freude wehrte allerdings nur kurz, denn ich wurde dessen unterrichtet, dass mein Vater sterbenskrank ist und sein letzter Wunsch es wäre, mich wiederzusehen. Nach langem Zögern beschloss ich, diese Reise anzutreten und ihn zu besuchen. Es war echt grauenhaft, den Vater so schwer krank, gebunden an das Spitalbett, zu sehen. Die hygienischen Verhältnisse waren widerlich und auch er sah erschreckend aus. Ich schämte mich, mit ihm verwandt zu sein. Doch überspielte ich dieses Gefühl und gönnte ihm seinen letzten Wunsch, mich zu sehen. Mir war das sichtlich unangenehm, diese Seite der Familie kennenzulernen. Um die dreißig Menschen versammelten sich, um mich zu treffen.

Der Arzt erklärte mir, dass er Bauchspeicheldrüsenkrebs im Endstadion hat und zeigte mir auch die Aufnahmen. Ich muss sagen, ich habe erst gerade mit dem Studium angefangen, aber war doch sehr überrascht, wie groß der Tumor ist. Die Verwandten machten sich viele Hoffnungen, dass er das doch überleben könnte. Ich hoffe, er stirbt. Ich habe ihnen gesagt, dass er inoperabel ist, was auch stimmt, und dass es keine Chance gibt und dass sie ihn sterben lassen sollten. Ich habe jede Möglichkeit genutzt, um ihnen klar zu machen, dass sie ihn nicht noch länger leiden lassen sollten und es Zeit für ihn ist, zu sterben. Doch ich stieß nur auf taube Ohren. So hoffe ich jeden Tag, dass mein Vater stirbt. Ich fühle mich so schlecht deswegen. Darf man sich den Tod eines Anderen wünschen? Ich möchte mich nicht rechtfertigen, aber er sah so schlimm aus.

Beichthaus.com Beichte #00030842 vom 01.03.2013 um 11:37:36 Uhr in Cornberg (30 Kommentare).

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“Folge

Herr Schweinskopf

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Dummheit Peinlichkeit Kinder Köln

Herr Schweinskopf
Mein Vater hat einem seiner Bekannten einen (geheimen) Spitznamen aufgrund seines Aussehens gegeben und wenn es um diesen Herren ging, ihn auch nur mit diesem Ausdruck erwähnt. Zu dieser Zeit war ich (m) ungefähr 12 Jahre alt und habe gedacht, dass dieser Bekannte tatsächlich so heißen würde. So, wie ihn mein Vater halt nannte. Eines Tages hat es bei uns geklingelt (wir wohnten in der zweiten Etage eines Mehrfamilienhauses), woraufhin ich zur Tür gestürmt bin um, die Haustür aufzudrücken. Durch das Treppenhaus konnte ich erkennen, wer uns da Besuchen wollte und rief lauthals meinen Eltern zu: "Herr Schweinskopf kommt uns besuchen!" Meinen Eltern war es sichtlich peinlich und ich habe nach dem Besuch mächtig Ärger bekommen. Woher sollte ich aber auch wissen, dass der Herr nicht Schweinskopf hieß, eine gewisse Ähnlichkeit war aber nicht zu leugnen. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00030841 vom 01.03.2013 um 10:57:56 Uhr in Köln (Gremberger Straße) (17 Kommentare).

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Stehen im Bus

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Engherzigkeit Bahn & Co.

Stehen im Bus
An sich bin ich (w) ein sozialer Mensch und möchte nach meinem Abitur auch ein FSJ machen. Deswegen war ich heute mit dem Bus unterwegs, da ich ein Vorstellungsgespräch für eine FSJ-Stelle hatte. Da ich kurz nach Schulschluss mein Vorstellungsgespräch hatte, war es dementsprechend voll im Bus. Glücklicherweise hatte ich mir einen Sitzplatz sichern können und war recht glücklich, dass ich nicht stehen musste. Doch ganz zum Schluss stieg noch eine verwahrlost wirkende Frau ein, die Krücken zum Laufen brauchte. Im ersten Moment wollte ich sofort aufstehen und ihr meinen Platz anbieten, aber ich zögerte. Denn kaum war die Dame eingestiegen, lästerte sie im lauten Ton, so dass sie sogar all die Schüler deutlich übertönte. Sie erklärte, dass unser politisches System nichts wert sei, da wir eine Kanzlerin hätten und keinen Kanzler. Wir bräuchten wieder einen Mann an der Spitze und diverse ähnliche Aussagen. Ich beichte also, dass ich einer vermutlich gehbehinderten Frau in einem vollen Bus nicht meinen Platz angeboten habe, da sie sich äußerst abfällig und herablassend über andere Menschen geäußert hatte. Übrigens: Nicht nur Frauen wurden von ihr beschimpft, es traf auch einige Männer. Ich fand in diesem Moment, dass es ihr dann nur recht geschieht, wenn sie stehen muss. Im Nachhinein tut es mir leid, dass ich so gehandelt habe, da das nicht viel besser war als ihr eigenes Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00030840 vom 28.02.2013 um 18:22:26 Uhr (22 Kommentare).

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Die chinesische Falttechnik

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Rache Ekel Arbeit Heilbronn

Die chinesische Falttechnik
Ich war vor fast zehn Jahren Zeitungsausträger, soweit nichts Schlimmes. An manchen Häusern befinden sich keine Zeitungsfächer, sondern lediglich normale Briefkästen. Manche sind so eng, dass kaum zwei aufeinandergelegte Briefe durch den Schlitz passen. Was macht man also? Man quetscht die Zeitung zusammen und stopft sie so weit rein, wie es geht. Meist hängt der Großteil aber noch draußen. Eines Wochenendes waren wir - ein Freund und ich - normal am Austragen, als uns ein wutentbrannter Bürger entgegenkam, der uns ziemlich beschimpft hat. Inkompetent war so das harmloseste, was wir zu hören bekommen haben. Er erzählte uns, weil wir die Zeitung halb im Briefschlitz gelassen haben und es angefangen hat, zu regnen, ist die ganze Suppe durch den geöffneten Briefschlitz sowohl in den Briefkasten als auch in das Haus gelaufen. Auf meine Frage, wie ich das Ding in den Briefkasten kriegen sollte, folgten nochmal ein paar Anzweifelungen an meine Kompetenz und eine chinesische Falttechnik, mit der er nach einigem Hin und Her die Zeitung gerade so in den Schlitz bekommen hat. Dafür musste die Zeitung in fünf Teile zerlegt, zusammengepresst und hinein gestopft werden. Dass ich umgerechnet 1,30 Euro die Stunde verdiene und wohl kaum an jedem Haus mit solch einem Briefschlitz eine Minute lang falten kann, habe ich dann für mich behalten. Ich habe mich entschuldigend und das Schlachtfeld verlassen. Ich habe dafür gesorgt, dass die Zeitung komplett im Briefschlitz landet.

Wo bleibt also die Beichte? Regelmäßig, wenn ich am Wochenende unterwegs war und Abends mit dem Nachtbus nach Hause gekommen bin, habe ich auf den zehn Minuten Fußweg einen kleinen Umweg eingelegt und in seinen Briefkasten uriniert. Heute finde ich es zwar nicht mehr in Ordnung, aber darüber schmunzeln muss ich schon noch. Die meisten Anwohner haben uns auf unseren Touren immer höflich um Sonderwünsche gebeten und diese haben wir auch immer ordnungsgemäß erfüllt.

Beichthaus.com Beichte #00030839 vom 28.02.2013 um 11:29:56 Uhr in Heilbronn (27 Kommentare).

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