Der Fünfjährige und die Horrorfilme

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Dummheit Engherzigkeit Familie Medien

Ich habe vor ca. 20 Jahren, mit 15, meinem fünfjährigen Neffen mehrere Teile von Guinea Pig und Cannibal Holocaust gezeigt. Wir hatten die, weil mein Onkel, der nebenan bei seinen Eltern gewohnt hat, solche Filme immer geguckt hat. Es fing an, als ich einen Guinea Pig-Film geguckt habe und der Kleine reinkam und mitschauen wollte. Ich wollte ihn erst nicht lassen, aber dann habe ich doch nachgegeben. Er wirkte damals so, als könnten ihm die Filme gar nichts. Vielleicht war er zu klein, um zu begreifen, was da abgeht. Aber wer weiß, ob es ihn nicht doch beschäftigt hat. Ich hingegen war mit 15 wohl einerseits alt genug, um die Filme zu begreifen, andererseits zu jung, um es zu verarbeiten, ich hatte wochenlang Albträume davon. Ich schäme mich aber, dass ich zugelassen habe, dass so ein kleiner Junge diese Filme sieht. Niemand in der Familie weiß davon.

Beichthaus.com Beichte #00034939 vom 24.01.2015 um 23:08:21 Uhr (5 Kommentare).

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Verliebt in einen Sozialphobiker

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Verzweiflung Zwang Dummheit Partnerschaft

Ich beichte, dass ich so dumm war, mich in einen Sozialphobiker zu verlieben, der schon Angstzustände beim Händchen halten bekommt. Keine Ahnung, wie ich es geschafft habe, dass wir mal Sex hatten. Wie wir uns überhaupt kennenlernen konnten, ist mir ein Rätsel! Es reicht mir jetzt, mein scheiß Helferkomplex muss irgendwie psychologisch behandelt werden - oder ich stelle mich jeden Tag vor den Spiegel und sag mir: Die ganze Welt dreht sich um mich, denn ich bin nur ein Egoist!

Beichthaus.com Beichte #00034938 vom 24.01.2015 um 22:46:31 Uhr (3 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Warum habt ihr keine Kinder?!

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Lügen Falschheit Zorn Nachbarn Familie

Ich (w) bin Ende 30, heterosexuell und habe vor Kurzem meinen langjährigen Freund geheiratet. Schon vor der Heirat kamen aus dem Bekannten- und Freundeskreis Anspielungen auf Nachwuchs, teilweise wurden wir auch ganz direkt darauf angesprochen, wann wir uns denn endlich um Nachwuchs bemühen würden. Oder ob wir denn etwas gegen Kinder hätten, ob mit uns etwas nicht stimmen würde und so weiter. Anfangs fand ich das nur störend. Die Anspielungen und Fragen kamen mit den Jahren aber nicht nur von engen Angehörigen, von denen man das schon fast irgendwie erwartet, sondern zunehmend auch aus dem Freundes- und Bekanntenkreis und nach jedem Umzug (wir arbeiten beide in einer Branche, in der man leider sehr häufig den Wohnort wechseln muss) auch von eigentlich Wildfremden wie neuen Nachbarn.


Leute, die einem selbst noch nicht mal ihre Kleidergröße oder ihr wahres Gehalt verraten würden, verlangen von uns Auskünfte über unser Sexleben und unsere Familienplanung bzw. eine Rechtfertigung dafür, warum wir weder eigene Kinder haben, noch uns um Adoption bemühen und reagieren dann noch sauer, wenn man ihnen höflich, aber bestimmt mitteilt, das sie das nichts angeht und das man darüber nicht reden möchte. Das empörte mich schon früher und empört mich ehrlich gesagt immer noch. Mich hat das Ganze nach den unzähligen Malen ausführlichen Erklärens unserer urpersönlichen Gründe, für das "keine Kinder haben" gegenüber unbekannten Personen so sehr genervt, dass ich mir eine andere Strategie überlegt habe. Vor Kurzem mussten wir wieder umziehen.


Es kam, wie es kommen musste - eine ältere Nachbarin fand es angemessen, ein paar Tage nach dem Einzug und dem üblichen Vorstellen: "Wir sind die neuen Nachbarn und wohnen jetzt in der und der Wohnung" nach unserer Familienplanung zu fragen. Ich setzte einen betroffenen Blick auf, schniefte scheinbar ein paar unterdrückte Tränchen weg und sagte: "Wir haben nach der x-ten Fehlgeburt aufgehört, es zu versuchen." - zack! Was sonst auf einen stundenlangen Erklärungs- und Rechtfertigungsmarathon hinausgelaufen wäre, war nun nach noch nicht mal einer Minute beendet und den Blicken der Nachbarin nach zu urteilen, wird zumindest sie mich nie wieder auf das Thema ansprechen. Ich beichte, dass ich, nur weil ich zu faul für ellenlange Diskussionen um persönliche Angelegenheiten mit neuen Leuten bin, zu einer Lüge gegriffen habe, obwohl ich sonst eigentlich ein ehrlicher und direkter Mensch bin.

Beichthaus.com Beichte #00034937 vom 24.01.2015 um 21:18:50 Uhr (16 Kommentare).

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Einen Fuß in der Tür

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Zorn Engherzigkeit Bahn & Co. Ettenheim

Es ist ungefähr 10 Jahre her, da war ich (w) Anfang 20. Mein Zug nach der Arbeit hatte extreme Verspätung, und als er endlich kam, war ich wirklich in Zeitnot, da ich noch einen wichtigen Termin hatte. Er war natürlich extrem voll und ich stand, wie viele andere. Irgendwie fiel uns auf, dass er trotz Verspätung nicht fuhr. Da sahen wir auch schon den Ursprung dieser Situation - eine dunkelhäutige Frau, afrikanisch gekleidet, hatte ihre Füße in der Tür. Es war aber weit und breit niemand zu sehen. Irgendwann erkannte man von Weitem einen ebenfalls afrikanisch aussehenden Mann, wahrscheinlich ihrer, der garantiert sieben Tüten von Kaufhäusern mit sich schleppte. Im Zug wurden die Leute wütender und wütender, denn auch nach fast fünf Minuten hatte die Dame ihre Füße noch in der Tür.


Der Fahrer machte eine Durchsage nach der anderen, aber immer gleich freundlich, die Leute baten die Frau zuerst höflich, dann brüllten sie. Mehrere Leute beschimpften die Frau als Dreckskanacke etc. Ich war mir aber nicht sicher, ob sie wirklich ausländerfeindlich waren oder die Wut über ihr Verhalten der Grund war. Ich hatte mich bisher herausgehalten, denn ich hasse Ausländerfeindlichkeit, zumal ich ja auch viele ausländische Freunde habe und meine Vorfahren ursprünglich aus Russland kommen. Aber irgendwann habe ich mich den Leuten angeschlossen und sie angefaucht, dass sie doch zu blöd sind, Deutsch zu lernen und deshalb keine Fahrpläne am Bahnhof lesen können. Und noch anderes mehr. Ich habe mich zu Hause nur noch geschämt, obwohl ich den Termin ohne die Frau eingehalten hätte. Wir sind erst nach knapp zehn Minuten losgefahren - mit dem Ehepaar.

Beichthaus.com Beichte #00034936 vom 24.01.2015 um 20:30:10 Uhr in Ettenheim (13 Kommentare).

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“Beichte

Gebrauchtwagen zum Sonderpreis

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Engherzigkeit Lügen Geld Auto & Co. Dresden

Ich (m/35) brauchte vor vier Jahren ein größeres Auto, deshalb bin ich zu einem sehr großen Gebrauchtwagenhändler bei mir in der Nähe gegangen. Ich fand ein entsprechendes Auto, machte eine Probefahrt und wollte dann noch eine Nacht darüber schlafen, um am nächsten Tag zu verhandeln. Die angeschriebenen 12.000 Euro waren nämlich viel zu teuer für das Auto (ein Durchschnittspreis von 8.000 - 9.000 Euro). Dann kam der angestellte Verkäufer: "Ja, Sie müssen sich schon gleich entscheiden, eine junge Familie aus C. (ca. 100 Kilometer entfernt) ist nämlich schon auf dem Weg hierher!" Auf meine Frage, warum er mich das Auto erst hatte Probe fahren lassen, antwortete er: "Wenn Sie das Auto haben wollen, rufe ich die an, dann müssen die eben wieder umkehren." Ich sagte ihm dann, dass ich kein Schuft sei und noch Zeit habe - dann finde ich mein Auto eben bei einem anderen Gebrauchtwagenhändler. Außerdem sagte ich ihm, dass ich mit einem Schuft wie ihm eh keine Geschäfte machen würde.


Er kam fürchterlich ins Stottern und gab am Ende zu, mich belogen zu haben. Für Andere bestimmt ein Grund, sofort zu gehen, aber nicht für mich: Es gab eine lange Diskussion und am Ende konnte ich das Auto auf 7.500 Euro herunterhandeln, bekam einen Satz Winterräder mit Reifen meiner Wahl dazu und mein altes Auto wurde für 500 Euro in Zahlung genommen und die Ummeldung machte er auch kostenlos, und zwar so, dass ich mein altes persönliches KFZ-Kennzeichen zurückbekam. Weil das Ganze auch noch ein paar Tage brauchte, stellte er mir einen kostenlosen Wagen zur Verfügung. Ich beichte hiermit, dass ich die Frechheit und Verlogenheit eines angestellten Gebrauchtwagenverkäufers ausgenutzt habe, um billig an ein sehr gutes Auto zu kommen und noch jede Menge Gimmicks abgestaubt habe. Der arme Kerl hatte bestimmt null Provision nach dem Verkauf und hat bestimmt auch noch draufgezahlt. Außerdem war er am Ende sehr fertig. Ich bitte um Absolution für mein schlechtes Benehmen.

Beichthaus.com Beichte #00034935 vom 24.01.2015 um 10:32:17 Uhr in 01237 Dresden (Dohnaer Straße) (10 Kommentare).

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