Warum müssen arme Menschen Kinder kriegen?

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Engherzigkeit Zwietracht Schwangerschaft München

Meine beste Freundin und ich (w) sind gerade in der Ausbildung und nun ist sie angeblich ungeplant schwanger geworden. Das Kind möchte sie behalten. Sie dachte, ich freue mich für sie, aber ich finde das unmöglich. Als ob man das nicht hätte verhindern können! Leute, die wenig Geld haben, sollten keine Kinder bekommen. Die können denen nichts bieten und die minderbemittelten Kinder werden am Ende oftmals genauso unglücklich wie ihre Eltern, weil sie häufig die gleichen Fehler wiederholen. Meine Freundin muss nun mit der Ausbildung pausieren, wird einen erschwerten Start ins Berufsleben haben und der Vater des Kindes hat sich als erste Reaktion von ihr zurück gezogen. Irgendwie kann ich das sogar nachvollziehen, wenn ich es andererseits auch verantwortungslos von ihm finde, denn schließlich war er ja mit ihr zusammen. Ich beichte also, dass ich es nicht gutheiße, dass meine Freundin es zulässt, dass dieses Kind gleich mehrere Leben verschlechtert. Außerdem habe ich kein Verständnis dafür, dass meine Freundin, die bisher ein unbeschwertes Leben hatte, bald freiwillig vor einem großen Haufen Probleme stehen wird. Ich schäme mich dafür, weil ich sie eigentlich seelisch und moralisch unterstützen müsste, doch das geht im Moment nicht.

Beichthaus.com Beichte #00041490 vom 13.08.2018 um 09:46:09 Uhr in München (28 Kommentare).

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Angst im Dunkeln

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Feigheit Neurosen Dessau

Ich (w/22) habe meine Angst vor der Dunkelheit nie ganz überwunden. Schon als Kind hatte ich riesige Probleme damit. Ich habe mir dann die seltsamsten Rituale ausgedacht, um meine Angst etwas im Zaum zu halten. Als ich älter und mir klar wurde, dass diese Rituale nur von mir ausgedachter Quatsch und keine wirkliche Hilfe sind, konnte ich nur noch mit dem Licht der Nachttischlampe schlafen - was sich bis heute eigentlich nicht wirklich geändert hat.

In völliger Dunkelheit konnte ich nur dann schlafen, wenn jemand mit mir zusammen im Raum war, zum Beispiel im Urlaub, wo die ganze Familie in einem Raum schlief (beziehungsweise wenn ich mir das Zimmer mit meinem Bruder teilen musste) oder wenn ich Freunde zu Besuch hatte. Ich nahm dann immer das Bett, welches am weitesten von den Öffnungen im Raum (Türen, Fenster, Durchgänge usw.) entfernt war, in der Hoffnung "Sollte irgendwer oder irgendwas in den Raum kommen, wird er/es sich sicherlich auf das nächstmögliche Opfer stürzen, ich werde durch den Lärm geweckt und habe wenigstens eine Chance zur Flucht, anstatt direkt im Schlaf überfallen zu werden." Mit irgendwer meine ich Menschen, die in Häuser einbrechen, um andere zu töten oder auch Einbrecher, die auch vor Mord nicht zurückschrecken, um nicht gefasst zu werden. Bei irgendwas gehts in den Bereich des übernatürlichen. Poltergeister, Dämonen und alles solche Sachen.

Natürlich weiß ich, dass es Geister und Dämonen nicht gibt. Aber wenn ich da alleine sitz, um mich herum ist alles dunkel und ich habe niemanden bei mir. Da spielt meine Fantasie einfach verrückt. Jedes kleine Geräusch wird uminterpretiert und lässt meine Angst steigen, dass sich da irgendwas in dieser Dunkelheit aufhält und mich beobachtet. Wenn ich nachts allein schlafen muss und durch ein Geräusch geweckt werde, ist mein erster Gedanke "Da ist jemand in der Wohnung!". Ich weiß, auch die Möglichkeit eines Einbruchs (bes. der Einbruch eines Mörders) ist relativ gering. Allerdings nützt mir das Wissen in diesem Moment nichts. Angst folgt nunmal nicht immer den Regeln der Vernunft. Gott sei Dank werde ich jetzt nur noch selten mit dem Alleinsein konfrontiert, da ich mit meinem Freund zusammenwohne. Dieser weiß zum Teil auch von diesen irrationalen Ängsten (er ist so ziemlich der Einzige, der davon weiß). Er weiß, dass ich nachts nicht gern allein bin und schnell ängstlich werde - das ganze Ausmaß ist ihm, glaube ich, nicht ganz bewusst. Ich schäme mich dafür diese Angst nie wirklich überwunden zu haben und weiß nicht was ich tun könnte, um sie eventuell doch noch irgendwann hinter mir lassen zu können.

Beichthaus.com Beichte #00041479 vom 07.08.2018 um 16:54:09 Uhr in Dessau (10 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Wie man ein E-Bike kaputtfährt

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Waghalsigkeit Unfall Auto & Co. Weinheim

Ich (m) möchte etwas beichten, wofür ich mich heute noch sehr schäme. Damals als ich 17 war sind gerade die E-Bikes in Mode gekommen und jeder wollte eins haben. So auch meine Mutter um nicht mehr auf den Bus angewiesen zu sein um zur Arbeit zu kommen. Allerdings konnten wir uns damals keins leisten da die Dinger saumäßig teuer waren. So legte sich meine Mutter eine Spardose an und nach ca. einem Jahr konnte sie sich eins für ungefähr 1.600 Euro leisten. Sie war richtig stolz darauf und freute sich über ihr neues Fahrrad richtig. Überall ist sie damit hin gefahren.

Ein paar Tage nach dem Kauf ging meine Mutter ohne das E-Bike weg und ich dachte mir, dass ich es ja mal ausprobieren könnte. Also holte ich das Teil aus dem verschlossenen Kellerabteil und radelte zu meinem besten Kumpel um ihm diese Errungenschaft der Technik zu präsentieren. Leider haben wir an dem Abend dann noch ordentlich einen gebechert und ich wollte mit dem Rad heim fahren. Schon bei der ersten Kreuzung fetzte ich ohne nach links und rechts zu schauen einfach drüber und wurde auch schon von einem Auto erwischt. Bei diesem Unfall bin ich verdientermaßen natürlich voll auf die Fresse geflogen. Ziemlich blutig und mit übelsten Schmerzen stand ich auf, stammelte irgendeine Entschuldigung und floh auf dem ziemlich ramponierten Rad. Den wohl ziemlich geschockten Autofahrer ließ ich einfach stehen. Das war gar nicht so einfach da der Lenker verbogen war und das Rad wohl einen Achter hatte. Für den Zustand kam ich aber ziemlich weit bis ich gegen einen Zaun gefahren und im Rosenbeet gelandet bin. Darin lag ich wohl eine ganze Weile bis ich von einem Streifenwagen aufgegriffen wurde. Irgendwie konnte ich die Polizei wohl davon überzeugen das ich keinen Rettungswagen brauche und habe das Fahrrad weiter geschoben. Irgendwo im Wald habe ich das komplett demolierte E-Bike in einen Busch geworfen und bin nach Hause schlafen gegangen. Am nächsten Morgen sah ich meine Mutter in der Küche am weinen. Sie dachte wohl das sie vergessen hatte das Kellerabteil abzuschließen und das Fahrrad gestohlen wurde. So enttäuscht und traurig hatte ich sie noch nie gesehen. Nein so konnte ich die Situation nicht lassen. Sofort bin ich in den Wald gelaufen und habe das Schrottrad gesucht um die Schäden zu begutachten. Das Fahrrad habe ich dann zu einem Spottpreis an einen Fahrradhändler der es repariert verkauft. Danach ging es sofort zur Bank mein Führerscheinsparbuch und Girokonto plündern. Das Geld hat tatsächlich gereicht, um in einem Fahrradladen das selbe E-Bike neu zu kaufen. Das neue habe ich dann heim gefahren und meiner Mutter erzählt ich hätte ihres wieder um die Ecke gefunden. Danach war sie wieder so glücklich wie am ersten Tag mit ihrem neuen E-Bike. Die ganzen Sommerferien danach habe ich mit Ferienjobs und meinem Nebenjob verbracht um mein Sparbuch wieder aufzufüllen für den Führerschein. Ich hatte kaum einen freien Tag während der Ferien aber das hatte ich verdient. Was wirklich mit dem Fahrrad passierte habe ich meiner Mutter niemals erzählt.

Beichthaus.com Beichte #00041461 vom 02.08.2018 um 08:09:51 Uhr in Weinheim (27 Kommentare).

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Frauen in Tierkostümen

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Fetisch Berlin

Ich (m/21) beichte, dass ich davon insgeheim träume mit einer Frau eine Beziehung zu haben, die sich gerne als Tier verkleidet. Ich habe mir oft vorgestellt, wie mir das gefallen würde mit einer Frau zu tanzen, während wir beide Tierkostüme tragen. Ich weiß es […]
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Beichthaus.com Beichte #00041438 vom 24.07.2018 um 01:19:58 Uhr in Berlin (11 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der befreite Mann

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Fremdgehen Ehebruch Familie Bad Tölz

Ich (m) bin verheiratet und habe zwei Kinder. Die sind mittlerweile in der Mittelstufe. Seit der 1. Klasse sind meine Kinder mit einem Nachbarsjungen befreundet, der auch die selbe Grundschule besucht hat. Da ich in der Schule immer bei Pflegschaftssitzungen und Elternsprechtagen mit meiner Frau dabei war lernte ich auch schnell die anderen Eltern kennen, aber natürlich bildete sich schnell eine Freundschaft zwischen den Eltern des Nachbarsjungen und mir und meiner Frau. Man kannte sich ja auch durch die Kinder schon relativ gut.

Wir trafen uns dann irgendwann regelmäßig, auch mit den Kindern zusammen, und gingen dann alle zusammen in den Freizeitpark oder zum Spielplatz. Während die Frauen irgendwann richtig dicke miteinander waren verstand ich mich mit dem Vater des Jungen prächtig. Die Freundschaften gingen dann irgendwann weit über die Kinder hinaus und man traf sich dann alleine, beziehungsweise zu zweit. Irgendwann verbrachte ich dann in meiner Freizeit nur noch Zeit mit dem anderen Vater und, kurz gefasst, war irgendwie ein wenig verliebt. Meine Frau sah ich in dieser Zeit immer weniger als sexuelles, weibliches Wesen, sondern mehr wie eine große Schwester oder Mitbewohnerin. Sie war nun mal da, aber Interesse an ihr hatte ich dann von einem Moment auf den Anderen wirklich gar nicht mehr.

Als dann irgendwann gemeinsame Kollegen auf meine Verliebtheit zu sprechen kamen und ein paar Späßchen machten fiel es dem anderen Vater auf und der stellte mich zur Rede. Glücklicherweise war er auch von mir ein wenig angetan und wir begannen, ein wenig zu experimentieren. Wir hatten beide bis zu dem Zeitpunkt noch keine Erfahrungen mit Männern gemacht. Jetzt sind wir schon zwei Jahre gut dabei und ich fühle mich so gut wie eh und je. Familienmitglieder und Freunde machen immer Witzchen, von wegen "wir sind unzertrennlich" und "wie Frischverliebte". Irgendwo schämt man sich dann doch. Besonders, wenn man an die Kinder denkt. Da ich und mein Freund keine Zukunft darin sehen, diese Facade länger aufrechtzuerhalten, wollen wir bald - mit den Kindern, wenn sie wollen - durchbrennen. Ich bin ein schlechter Ehemann, aber irgendwo auch ein befreiter Mann.

Beichthaus.com Beichte #00041429 vom 17.07.2018 um 22:48:39 Uhr in Bad Tölz (14 Kommentare).

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