Der Meister im Nichtstun

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Faulheit Trägheit Arbeit München

Ich schaffe es einfach nicht mehr meiner Arbeit nachzugehen. Und das seit mittlerweile drei Jahren. Ich sitze tagtäglich 8 Stunden im Büro und arbeite - genau, nichts. Ich surfe den ganzen Tag im Internet, spiele irgendwelche Browser-Games oder schaue Filme und Serien. Aber das Beste kommt noch. Ich komme damit seit drei Jahren völlig problemlos durch. Ich kann selbst von mir sagen - ich bin ein Meister darin die Arbeit auf andere zu verteilen und es so aussehen zu lassen, als wäre ich durchgehend schwerst beschäftigt und würde gleichzeitig in zig Projekten mitwirken. Nichts davon ist der Fall. In Wahrheit rühre ich keinen Finger krumm und kassiere dafür noch ein Gehalt, welches viele sicherlich nicht mal annähernd erreichen werden. Meiner Firma oder den Kollegen gegenüber habe ich kein schlechtes Gewissen. Aber gegenüber mir selbst. Ich verspüre einfach keine Freude mehr in meinem Leben, in meinem Beruf sowieso nicht. Selbst meine Familie wird mir oft schnell zu viel, obwohl ich sie über alles liebe. Ich habe keine Ahnung, wie lange das noch so weitergehen kann. Meiner Familie gegenüber schäme ich mich sehr, sie wissen zwar von nichts, aber ich schäme mich abgrundtief. Ich hoffe, es wird irgendwann wieder besser. Und ich hoffe, ich fliege hier nicht doch raus eines Tages.

Beichthaus.com Beichte #00041624 vom 06.11.2018 um 15:01:23 Uhr in München (30 Kommentare).

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Zufallsbeichte

Kommentare der Beichthaus-Bewohner

Rübenrotze

Ja ganz toll, bin mir sicher alle sind stolz auf dich. Lass mich raten, du bist Beamter? Oh, und außerdem bist du auch noch ein A&*@#$*ch.

23.11.2018, 01:03 Uhr     melden


Truth666 aus Saarland, Deutschland

Klingt toll. Ich habe immer nur Druck. Ich will auch so eine Arbeit.

23.11.2018, 06:13 Uhr     melden


LLAP

Wenn man die Lust an Dingen verliert, die einen vorher erfüllt haben und man daran nichts ändern kann, obwohl man darunter leidet, könnte das auch mal eine Depression sein. Sprich doch mal mit deinem Hausarzt darüber, der kann dir evtl. gute Anlaufstellen nennen.

23.11.2018, 08:23 Uhr     melden


shurem44-7

Schau dich mal in der Welt um und sei dir doch mal dein Glück bewusst, ich finde es lächerlich über Luxus zu jammern. Mag ja sein dass du tatsächlich in einer Depression steckst, aber ich kann dir aus meiner Erfahrung nur mitteilen dass der Mensch einfach was tun musst um erfüllt zu sein, in dem Sinne: Such dir etwas wo du produktiv bist, egal ob Sport, Familie, Arbeit etc.

23.11.2018, 08:29 Uhr     melden


lmgf aus xx, Schweiz

kündigen hartz 4 beantragen und den arbeitsplatz entweder freimachen für wirklich arbeitende menschen oder wegrationalisieren. du lässt dich also in hohem maße von anderen durchfüttern und hängst quasi immer noch an mamas busen.

23.11.2018, 09:17 Uhr     melden


agyness aus Asgard, Deutschland

Es gibt immer noch Unternehmen, wo dieses Model funktioniert. So einen Chef hatte ich auch, bevor ich gegangen bin. Das Unternehmen kann sich so etwas leisten, sonst wärst du ja weg vom Fenster. Das du dir gegenüber ein schlechtes Gewissen hast kann ich verstehen. Hier wäre vielleicht ein Wechsel sinnvoll. Wo du etwas tun kannst und nicht nur vortäuscht

23.11.2018, 10:54 Uhr     melden


Vicco aus Deutschland

@Rübenrotze: wenn du schon mit billigen Klischees und dummen Vorurteilen um dich wirfst, dann wenigsten richtig.
Beamte sind unkündbar.
Der Beichter hat Angst um seinen Job. Also ist er kündbar.
Das heißt, der Beichter ist kein Beamter.
Aber damit, dass der Beichter sich wie ein Arsch verhält, hast du trotzdem recht!

23.11.2018, 11:08 Uhr     melden


neoi

Wenn man nun wüsste wie alt du bist, vermutlich schon älter. Ein schlecht mit Blut versorgtes Gehirn verursacht genau diese Lustlosigkeit, die nur allzu gerne auf Depressionen geschoben werden, bis es dann endlich zum Schlaganfall kommt. Hauptverdächtige sind hier die Wirbelarterien. Zuwenig Testosteron kann auch ähnliche Symptome verursachen. Du solltest auf jeden Fall zum Arzt und genau diese Dinge ansprechen. In den Routineuntersucheungen wird sowas nicht abgedeckt. Eine echte alternative wäre, lass privat ein MRT von dir machen, da kommst du schnell dran und es dauert nicht labge. Fokus auf verstopfte Arterien.

23.11.2018, 12:32 Uhr     melden


BelasBraut aus Frankfurt, Deutschland

Du hast das Arbeiten verlernt. Du hast keine realen Erfolgserlebnisse mehr und daher füllen Dich die Siege in virtuellen Spielen auch nicht mehr aus. Deine Familie wird Dir „zuviel“, weil Du sie nicht real versorgst, sondern immer in Angst lebst, aufzufliegen. Und wirkliche Leistung kannst Du nicht mehr erbringen.
Ich weiß nicht, ob Du mir leid tust oder ich eigentlich nur Mitleid empfinde.

23.11.2018, 13:44 Uhr     melden


Dshafar aus Berlin, Deutschland

Und das schreibst du auch noch hier rein? Leute wie du sind das letzte. Schäm dich.

23.11.2018, 13:59 Uhr     melden


KingKurt

Es gibt hier nix zu beichten. Sei lieber froh, das es so iz und net, dass Dich der Job spürbar ausbrennt...wie bei so vielen anderen. Nutz die Zeit aber besser um Dich fortzubilden und sie net nur sinnlos zu verplämpern, dann haste nämlich auch kein schlechtes Gewissen! In den meisten Bereichen wird halt net nach Leistung bezahlt, sondern für Anwesenheit! Unzählige Studien haben gezeigt, das besonders bei Büro-Jobs weniger Arbeitsstunden pro Woche locker für das gleiche Arbeitsvolumen ausreichen!

23.11.2018, 14:42 Uhr     melden



RelaXxx aus Wonderland , Deutschland

Haben Sie eventuell schon einmal daran gedacht Drogen zu nehmen? Ihre Arbeit würde mit psychoaktiven Pilzen bestimmt interessanter werden.

23.11.2018, 20:05 Uhr     melden


ThrowTheFirstStone aus Wien, Österreich

@ Beichter: Ich schließe mich den anderen an, die dir zu einem Arztbesuch raten. Ein Psychologe bzw. Pyschotherapeut erscheint mir sinnvoll. Möglicherweise geht deine Situation bereits in Richtung Burn-Out und mit der Behandlung davon sollte man nicht lange warten.
Ultimativ ist dann mitunter doch ein Jobwechsel sinnvoll, hin zu einem Job, der dich geistig und vielleicht sogar körperlich fordert (mir kommt es so vor, als wäre dein Job eher sitzend und Bewegungsmangel macht mit der Zeit nicht nur körperlich müde, sondern auch im Kopf). Etwas, für das du dich begeistern kannst. Auch die Idee von KingKurt mit der Fort-/Weiterbildung ist gut. Ein neuer Aspekt in deinem Job mit neuen Kompetenzen und Aufgaben bringt vielleicht einen lang vermissten Schub Motivation mit sich.

@ RelaXxx: Drogen machen die Sache sicherlich nicht besser. Weder diese noch irgendeine andere ... alleine der Vorschlag und vor allem der zweite Satz disqualifizieren den Kommentar und reihen ihn in die Ecke "nicht ernst zunehmen" ein.

24.11.2018, 03:43 Uhr     melden


thinner aus Berlin, Deutschland

Guten Morgen. Passiv darauf hoffen, daß es „besser wird“ bringt nichts. Werde selbst aktiv. Oder such Dir Hilfe.
P.S.: auf solche „Kollegen“ verzichtet man gern. Aber das interessiert Dich ja nicht.

24.11.2018, 08:06 Uhr     melden


derderder3

8 Stunden am Tag nichts zu der Firma, deiner Abteilung, etc. beizutragen wird wohl bei fast allen Menschen die Konsequenz der Freudlosigkeit auslösen.
Es ist einfach wichtig, dass man das Gefühl hat nützlich zu sein, produktiv gewesen zu sein und so weiter.
Also kein Wunder, dass du dich nicht mehr freuen kannst.

24.11.2018, 08:33 Uhr     melden


Freidenker aus Hamburg, Deutschland

Leider haben wir immer mehr solche hierzulande. Manche schaden sogar massiv anderen wie Merkel und co. Wir brauchen eine Revolution schön mit allem was dazu gehört.

24.11.2018, 12:44 Uhr     melden


RelaXxx aus Wonderland , Deutschland

@ThrowTheFirstStone: Ich darf doch annehmen dass sie genügend Erfahrung auf dem Gebiet besitzen um darüber urteilen zu können. Ich finde dass meine überaus tollen Lebenserfahrungen bewährung haben.

24.11.2018, 14:15 Uhr     melden


Schüchtern

Mit solch einem Verhalten macht sich niemand Freunde. Schon verständlich, dass es nicht befriedigend ist, parasitär sein Arbeitsleben auf Kosten der Kollegen und Mitarbeiter zu fristen. Die meisten Menschen identifizieren sich nun mal über ihren Beruf. Deshalb ist es normal, dass man depresiv wird, wenn man klar wird, dass man dem Betrieb nichts nützt bzw. nur schadet. Wie schon trefflich von Bellas Braut gesagt: Du hast das Arbeiten verlernt. Das Gehirn mag nun einmal Routine und reagiert eher ablehnend auf Änderungen oder ungewohntes (z.B. Ernährungsumstellung, plötzlich Sport, plötzlich Zeitdruck). Aber Menschen sind flexibel, wir können uns anpassen. Deshalb: Versuche wieder, einzelne Projekte selber zu machen, auf die du dann Stolz sein kannst. Erst einfachere, kleine, dann wieder die Großen. Und dann kannst du stolz auf dich sein: "Hey, ich habe meine Krise aus eigener Kraft überwunden!" Dann klappt es auch wieder mit der Familie besser, da du es wieder gewohnt bist, geistig flexibel zu sein.

24.11.2018, 17:21 Uhr     melden


Geezus

vielleicht solltest du mal darüber nachdenken,wieder etwas produktiver zu werden,sonst macht sich unweigerlich eine Art von Leere in sich breit!@Relaxxx das kann doch echt nicht dein Ernst sein,sich mit Drogen vollzuballern?Was in deinem Alltag wohl funktioniert,ist sicherlich nicht auf den umzumünzen,deswegen Blödsinn!

24.11.2018, 17:27 Uhr     melden


RelaXxx aus Wonderland , Deutschland

@Geezus: Ja aber er kann es doch wenigstens mal probieren. So schwer ist das nicht.

24.11.2018, 18:41 Uhr     melden


WeiseFrau aus Berlin, Deutschland

Das Delegieren finde ich doof, den Rest super.

24.11.2018, 22:59 Uhr     melden


Leser08

Klingt schwer nach:
Übersättigter Trottel, dem es viel zu gut geht und der nix mit sich anfangen kann und der deswegen vor Selbstmitleid trieft. Eklig.
Hör wenigstens damit auf auch noch random people im Internet damit auf den Geist zu gehen, dann hast du meine Absolution.

25.11.2018, 07:27 Uhr     melden


VcS

Such dir eine andere Stelle. Wenn du die sicher hast, kannst du auch entspannt kündigen.

Auf Arbeit nichts zu tun zu haben mag für manche wie das Paradies klingen - aber die stundenlange Anwesenheitspflicht und die gefühlte Nutzlosigkeit sind eher die Hölle.

26.11.2018, 14:41 Uhr     melden


Magnatio aus ., Deutschland

Eigentlich schade das es Kündigungsschutz gibt, denn bei so Leuten wie dir müsste ein Arbeitgeber die Möglichkeit haben solche Angestellte schneller entsorgen zu können.

26.11.2018, 14:49 Uhr     melden


ThrowTheFirstStone aus Wien, Österreich

@ RelaXxx: Ich arbeite ausreichend lange im Gesundheitswesen, direkt an der "Front". Ich sehe in jedem Dienst, was legale sowie illegale Drogen aus den Menschen machen: Pflegebedürftige; Teil- oder zu 100% Behinderte; Menschen, die nichtmal alleine aus dem Bett aufstehen können; Menschen, die einen schweren Atemnotanfall bekommen, wenn sie sich im Bett aufrichten; Menschen, die sich den eigenen Hintern nicht mehr auswischen können.

Also ja, ich habe mehr als genug Erfahrung um beurteilen zu können, dass sich kein Mensch auf dieser Welt mit dem Konsum von Drogen (egal ob legal erhältlich oder nicht) einen echten Gefallen tut. Und psychoaktive Pilze, wie Sie sie in Ihrem ersten Kommentar hier erwähnt haben, sind gleich doppelt eine schlechte Idee. In seinem Pilz-Wahn gefährdet oder schädigt er am Ende noch unbeteiligte.

Und bevor hier wieder die "ja, aber ..." Fraktion ihre Messer wetzt: Ein gezielter Einsatz in der Palliativmedizin und Karzinom-Therapie hat sehr wohl seine Berechtigung.

27.11.2018, 16:16 Uhr     melden


RelaXxx aus Wonderland , Deutschland

@TrowTheFirstStone: Entschuldigung aber Sie wollen doch hir nicht allen Ernstes behaupten dass der Konsum von sämtlichen Drogen schädlich ist. Ist ihnen eigentlich noch zu helfen? Alles lügen.

27.11.2018, 21:53 Uhr     melden


ThrowTheFirstStone aus Wien, Österreich

@ RelaXxx: Um meine These zu widerlegen, werden Sie schon konkrete Beispiele nennen müssen. Ich stelle Ihnen auch gerne die konrete Frage dazu:

Welche als Droge klassifizierte Substanz (WHO-Definition) ist in Ihren Augen nicht schädlich?

Los gehts! Überraschen Sie mich!

28.11.2018, 13:25 Uhr     melden


RelaXxx aus Wonderland , Deutschland

@ThrowThefirstStone: Cannabis und LSD. Und warscheinlich weitere halluzinogene Substanzen. (Ich weiß durchaus dass die meisten Substanzen schädlich sind, das war Ironie) Außerdem bin ich der Meinung dass viele Sachen wegen Qualitätsmängeln schlecht sind. Hochwertige Ware aus dem Labor unterscheidet sich mit dem Zeug was auf der Straße verkauft wird.

28.11.2018, 14:13 Uhr     melden


HugoBruno

@Relax: Jedem das Seine. Aus meinen wilden, längst verjährten Jahren weiß ich, dass mich THC - anders als zB ein gutes Glas Wein - noch Tage später im Denken behindert, und dass LSD mich nach Abklingen der Wirkung in einem Ausmaß depressiv macht, dass ich meine Erfahrungen damit zwar keineswegs missen, aber auch nicht zwingend wiederholen möchte.
@Steinewerfer: Die Dosis macht das Gift. Auch das lebensnotwendige H20 ist in Überdosis zu 100% letal. Und ich persönlich lebe lieber ein Leben, das auch Spass macht, auch wenn ich deshalb keine 100 Jahre alt werde. (Zumal ohnedies niemand sagen kann, ob ich das ansonsten würde.)

28.11.2018, 15:57 Uhr     melden


Truth666 aus Saarland, Deutschland

Hugo hm nur eine Story ohne Tipp und ohne Bezug zur Beichte. Vollkommen sinnlos. Bitte sperren den Kerl.

28.11.2018, 19:37 Uhr     melden


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