Freundin oder Geld?

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Verzweiflung Begehrlichkeit Geld Partnerschaft

Wie die meisten von euch komme ich aus einem - um es schonender zu sagen - eher bescheidenem Elternhause. Meine Eltern sind 99 nach Deutschland gekommen und haben versucht hier Fuß zu fassen. Dies ist ihnen mehr oder weniger gut gelungen. Dafür haben sie natürlich hart gearbeitet und hier setzt meine Beichte an. Meine Mutter hat mir von klein auf gepredigt: "Geld regiert die Welt, mein Junge. Und je mehr du davon hast, desto besser." Immer und immer wieder. Ich kannte die finanzielle Situation meiner Eltern immer. Ich kannte die Höhe der Schulden, die sie hatten. Ich kannte die laufenden Löhne und Ausgaben meiner Eltern. Ich wusste was passiert, wenn das Geld nicht reicht. Meine Eltern haben sich ständig des Geldes wegen gestritten. Mein Vater hat sich daraufhin oft in Alkohol geflüchtet. In jungen Jahren hat sich also in meinem Gehirn eine Verbindung zwischen glücklich sein und möglichst viel Geld haben gebildet.


Leider konnte ich diese Denkweise nie wieder ablegen. Schule hat sich für mich als Zeitverschwendung angefühlt - ich konnte damit kein Geld verdienen. Bereits Anfang meiner Mittleren Reife wusste ich, dass mir Schule nur dann was "bringt", wenn ich mein Leben als stinknormaler Arbeitnehmer fristen will. Das wollte ich auf gar keinen Fall - ich wusste ja, was passieren kann. Versteht mich nicht falsch: Ich hatte für meinen minimalen Einsatz in der Schule sehr gute Noten - nur haben mich diese nie wirklich interessiert und das habe ich den Lehrern mit meinem Verhalten mehr als verdeutlicht. Es vergingen ein paar Jahre: Ich habe meinen Abschluss gemacht, wusste aber nie so recht wohin. Ich wollte ja Geld verdienen - viel Geld. Weiterführende Schulen habe ich auch besucht, aber aufgrund meines bereits erwähnten mangelnden Interesses wieder abgebrochen. Nebenbei habe ich immer wieder mal ein paar Sachen ausprobiert. In die erste Ausbildung gerutscht - abgebrochen. Ein wenig auf dem Bau gearbeitet, um liquide zu bleiben. Zweite Ausbildung angefangen.

Während der zweiten Ausbildung immer wieder mal ein paar Sachen nebenher gestartet und probiert. Jetzt bin ich kurz vor Abschluss meiner Ausbildung und hier beginnt mein eigentliches Problem. Ich bin bereits 23. Meine Freundin erwartet von mir einen sicheren Job, Wohnung, zusammenziehen - das übliche halt. Ich dagegen bin immer noch am Träumen. Ich kann und will mich nicht damit abfinden mein ganzes Leben als Arbeitnehmer zu knechten, um kurz nach Renteneintritt in den Sarg zu hüpfen. Ich kann mich nicht damit abfinden, ein lächerliches Gehalt zu bekommen. Ich kann mich nicht damit abfinden, jeden Tag jemanden zu haben, der mir sagt was ich zu tun habe. Der mich zusammenscheißt, weil ich eine Minute nach acht Uhr ins Büro komme. Ich habe so viele Geschäftskonzepte, die ich ausprobieren bzw. umsetzen möchte. Ich habe diesen Traum von finanzieller Freiheit. Ich meine nicht wie Bill Gates. Nein. Ich meine einfach jeden Morgen aufwachen und aufs Neue entscheiden können, was ich heute tun möchte, ohne sich darüber Sorgen machen zu müssen, ob mir das Geld diesen Monat für die Miete reicht, oder mich darüber zu sorgen, dass ich zu spät ins Büro komme. Und als Arbeitnehmer rückt dieser Traum in fast unerreichbare Ferne. Also muss ich es über die Selbstständigkeit probieren.

Bevor ihr jetzt mit: "Geld alleine macht nicht glücklich" kommt - stimmt, ihr habt recht. Aber Geld erkauft mir Freiheit. Die Freiheit, eben jeden Morgen aufs Neue entscheiden zu können. Und das würde mich glücklich machen. Ich fühle mich als Arbeitnehmer einfach in Ketten gelegt. Sowohl finanziell, als auch persönlich. Stellt euch doch die Frage, warum ihr jeden Morgen zur Arbeit geht? Ich denke, viele werden jetzt antworten: "Weil ich muss", oder "Ich muss Geld verdienen." Ich weiß nicht, ob ihr nachvollziehen könnt, wie ich mich fühle. Zusammengefasst: Meine Freundin wünscht sich einen bodenständigen Partner. Ich dagegen bin ein Träumer - vielleicht naiv. Mag sein. Ich muss mich also demnächst entscheiden - zwischen Freundin und Selbstständigkeit. Wähle ich meine Freundin, verliere ich meinen Traum. Warum? Ich hole mir einen Job, es kommt eine Wohnung, Heirat, Kinder, Verbindlichkeiten, aufgrund derer ich nicht das Risiko einer Selbstständigkeit eingehen kann und ehe ich blinzeln kann, bin ich 50 Jahre alt und das war es dann.

Wähle ich die Selbstständigkeit, laufe ich Gefahr in absehbarer Zeit meine Freundin zu verlieren. Sie beklagt sich ja jetzt schon, dass ich viel zu viel arbeite und kaum Zeit für sie finde (ist übrigens berechtigt). Und wenn ich erst mal an meinem eigenen Unternehmen in Vollzeit arbeiten kann, wird es nicht weniger. Sprich: In diesem Fall lebe ich meinen Traum und werde damit vielleicht erfolgreich, bezahle aber einen hohen Preis. Ich weiß nicht, was ich machen soll!

Beichthaus.com Beichte #00039321 vom 07.02.2017 um 20:20:50 Uhr (46 Kommentare).

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Es geht mir nur um sein bestes Stück!

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Begehrlichkeit Schamlosigkeit Fetisch

Ich (w/22) war vor Kurzem im Krankenhaus und habe meinen Arbeitskollegen besucht, der einen Skiunfall hatte. Wir wollten in die Cafeteria gehen und er fragte seinen Zimmerkollegen, ob dieser mitgehen würde. Er sagte zu, und als er aufstand, konnte man unter sein Nachthemd […]
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Beichthaus.com Beichte #00039307 vom 04.02.2017 um 12:05:04 Uhr (23 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mein neuer Schaltknüppel

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Dummheit Masturbation Auto & Co.

Ich möchte beichten, dass ich im Straßenverkehr nicht richtig aufpasse und mich und andere damit gefährde. Alles begann damit, dass ich vor etwa einem Jahr einen neuen Firmenwagen bekommen habe - einen Mercedes mit Automatikschaltung. Nun habe ich mir angewöhnt, das Lenkrad mit nur einer Hand zu bedienen, während ich die andere auf dem Schaltknüppel halte, um auf Situationen, die Schalten erfordern, zu regieren. Das fällt bei dem Automatikfahrzeug natürlich weg, weswegen ich mir einen neuen Knüppel suchen musste. Da ich als Mann bekanntlich ab Werk mit einem Knüppel ausgestattet bin, fand ich hier schnell eine Lösung.

Irgendwann überkam mich auf einer längeren Geschäftsreise das Bedürfnis danach, einen Orgasmus zu haben. Ich merkte, dass meine Lust stärker wurde als meine Konzentration. Irgendwann entschied ich mich dann dazu, es zu tun - ob ich meine Hand an der entsprechenden Stelle ruhig hielt, oder sie gelegentlich auf und ab bewege, machte für mich ja eigentlich keinen Unterschied. Kurzum, ich masturbierte am Steuer. Erfolgreich, ich muss sagen, dass es einer der besten Orgasmen meines Lebens war. Daher wiederholte ich es, alleine auf dieser Fahrt, noch zwei Mal. Tja, und immer wieder war es der Hammer.

Entsprechend versüße ich mir seitdem fast jede Autofahrt damit, während der Fahrt zu onanieren. Diese neue Marotte von mir wird immer extremer, inzwischen tue ich es auch im Stadtverkehr. Ich merke auch, dass ich dadurch entspannter bin und wie ich mich im Job weiterentwickele, weil ich den Stressfaktor "pendeln" durch den Entspannungsfaktor "masturbieren" ersetzt habe. Trotzdem weiß ich, dass es natürlich falsch ist, mich während des Autofahrens auf etwas völlig anderes zu konzentrieren und somit mich und meine Mitmenschen nur wegen des Bedürfnisses nach Autosexualität zu gefährden. Die Tatsache, dass ich andere mutwillig gefährde, nur um mich zu befriedigen, macht mich in meinen Augen zu einem der größten Wichser im Straßenverkehr. Und die größte Schande ist, dass ich es wohl weitermachen werde, es gibt mir einfach eine Menge Befriedigung.

Beichthaus.com Beichte #00039274 vom 27.01.2017 um 01:11:40 Uhr (16 Kommentare).

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Ich kann nicht ohne Internet!

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Sucht Verzweiflung Internet

Ich bin Internetsüchtig und kein Versuch, meinen Konsum zu reduzieren, hat geklappt. Meinen Internetprovider habe ich gekündigt, nur um inzwischen mein Handy als Hotspot zu benutzen. Diverse Internet-blockierende Programme und Addons bringen nichts, wenn ich sie kinderleicht umgehen kann. Auch die vielen Sitzungen mit meinem Therapeuten haben nichts gebracht. Die unzähligen verschwendeten Stunden online, auf Seiten wie dieser oder den vielen Nachrichtenseiten im Netz haben schon jetzt negativen Einfluss auf mein Leben. Meine Abschlussarbeit musste ich zwei Mal verlängern lassen und war trotzdem so schlecht, dass ich das Studium nicht hätte bestehen dürfen.

Soziale Kontakte und Hobbys sind zum Glück noch vorhanden, doch verschwindend gering im Vergleich zu meiner Onlinezeit. Ich halte praktisch keinen Tag mehr ohne Internet aus und meine Fähigkeit mich zu konzentrieren ist drastisch gesunken. In der Firma kommt es oft vor, dass ich lieber den ganzen Tag lang im Netz surfe, als zu arbeiten. Bis jetzt ist es noch nicht aufgeflogen, aber wohl nur eine Frage der Zeit. Am Liebsten würde ich meinen Laptop wegschmeißen und nie wieder einen Computer anfassen, aber das kann ich leider beruflich nicht tun. Ich bin wohl verloren.

Beichthaus.com Beichte #00039263 vom 24.01.2017 um 10:31:41 Uhr (6 Kommentare).

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“35.000

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Soße andicken mit stückchenhaltiger Brühe

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Ekel Unreinlichkeit Restaurant Weil am Rhein

Soße andicken mit stückchenhaltiger Brühe
Ich bin Küchenhilfe in einer Gaststätte. Letzte Woche ging es mir nicht gut, aber ich bin trotzdem zur Arbeit gegangen. Das war leider keine gute Idee, denn schon nach einer Stunde war mir kotzübel. Als ich gerade dabei war eine zünftige Soße zu rühren, kam es mir hoch. Meine Backen wurden prall und bevor ich Richtung Toilette rennen konnte, sabberte mir ein Teil der stückchenhaltigen Brühe aus dem Mund in den Topf. Die Gosche bis zum Anschlag voll habe ich es schließlich doch noch zum WC geschafft, wo ich der Schüssel ein mächtiges Konzert kredenzte. Dann ging es mir wieder besser. Zurück am Kochtopf habe ich das gemacht, was mir zu dem Zeitpunkt am Logischsten erschien: Weiterrühren und die Kotzbrocken enthaltende Soße zum Servieren freigeben! Es wurde alles in Saucieren gefüllt und an den Tischen verteilt. Beschwert hat sich niemand, aber es tut mir trotzdem leid.

Beichthaus.com Beichte #00039256 vom 22.01.2017 um 22:48:45 Uhr in Weil am Rhein (22 Kommentare).

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