Freundin oder Geld?

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Verzweiflung Begehrlichkeit Geld Partnerschaft

Wie die meisten von euch komme ich aus einem - um es schonender zu sagen - eher bescheidenem Elternhause. Meine Eltern sind 99 nach Deutschland gekommen und haben versucht hier Fuß zu fassen. Dies ist ihnen mehr oder weniger gut gelungen. Dafür haben sie natürlich hart gearbeitet und hier setzt meine Beichte an. Meine Mutter hat mir von klein auf gepredigt: "Geld regiert die Welt, mein Junge. Und je mehr du davon hast, desto besser." Immer und immer wieder. Ich kannte die finanzielle Situation meiner Eltern immer. Ich kannte die Höhe der Schulden, die sie hatten. Ich kannte die laufenden Löhne und Ausgaben meiner Eltern. Ich wusste was passiert, wenn das Geld nicht reicht. Meine Eltern haben sich ständig des Geldes wegen gestritten. Mein Vater hat sich daraufhin oft in Alkohol geflüchtet. In jungen Jahren hat sich also in meinem Gehirn eine Verbindung zwischen glücklich sein und möglichst viel Geld haben gebildet.


Leider konnte ich diese Denkweise nie wieder ablegen. Schule hat sich für mich als Zeitverschwendung angefühlt - ich konnte damit kein Geld verdienen. Bereits Anfang meiner Mittleren Reife wusste ich, dass mir Schule nur dann was "bringt", wenn ich mein Leben als stinknormaler Arbeitnehmer fristen will. Das wollte ich auf gar keinen Fall - ich wusste ja, was passieren kann. Versteht mich nicht falsch: Ich hatte für meinen minimalen Einsatz in der Schule sehr gute Noten - nur haben mich diese nie wirklich interessiert und das habe ich den Lehrern mit meinem Verhalten mehr als verdeutlicht. Es vergingen ein paar Jahre: Ich habe meinen Abschluss gemacht, wusste aber nie so recht wohin. Ich wollte ja Geld verdienen - viel Geld. Weiterführende Schulen habe ich auch besucht, aber aufgrund meines bereits erwähnten mangelnden Interesses wieder abgebrochen. Nebenbei habe ich immer wieder mal ein paar Sachen ausprobiert. In die erste Ausbildung gerutscht - abgebrochen. Ein wenig auf dem Bau gearbeitet, um liquide zu bleiben. Zweite Ausbildung angefangen.

Während der zweiten Ausbildung immer wieder mal ein paar Sachen nebenher gestartet und probiert. Jetzt bin ich kurz vor Abschluss meiner Ausbildung und hier beginnt mein eigentliches Problem. Ich bin bereits 23. Meine Freundin erwartet von mir einen sicheren Job, Wohnung, zusammenziehen - das übliche halt. Ich dagegen bin immer noch am Träumen. Ich kann und will mich nicht damit abfinden mein ganzes Leben als Arbeitnehmer zu knechten, um kurz nach Renteneintritt in den Sarg zu hüpfen. Ich kann mich nicht damit abfinden, ein lächerliches Gehalt zu bekommen. Ich kann mich nicht damit abfinden, jeden Tag jemanden zu haben, der mir sagt was ich zu tun habe. Der mich zusammenscheißt, weil ich eine Minute nach acht Uhr ins Büro komme. Ich habe so viele Geschäftskonzepte, die ich ausprobieren bzw. umsetzen möchte. Ich habe diesen Traum von finanzieller Freiheit. Ich meine nicht wie Bill Gates. Nein. Ich meine einfach jeden Morgen aufwachen und aufs Neue entscheiden können, was ich heute tun möchte, ohne sich darüber Sorgen machen zu müssen, ob mir das Geld diesen Monat für die Miete reicht, oder mich darüber zu sorgen, dass ich zu spät ins Büro komme. Und als Arbeitnehmer rückt dieser Traum in fast unerreichbare Ferne. Also muss ich es über die Selbstständigkeit probieren.

Bevor ihr jetzt mit: "Geld alleine macht nicht glücklich" kommt - stimmt, ihr habt recht. Aber Geld erkauft mir Freiheit. Die Freiheit, eben jeden Morgen aufs Neue entscheiden zu können. Und das würde mich glücklich machen. Ich fühle mich als Arbeitnehmer einfach in Ketten gelegt. Sowohl finanziell, als auch persönlich. Stellt euch doch die Frage, warum ihr jeden Morgen zur Arbeit geht? Ich denke, viele werden jetzt antworten: "Weil ich muss", oder "Ich muss Geld verdienen." Ich weiß nicht, ob ihr nachvollziehen könnt, wie ich mich fühle. Zusammengefasst: Meine Freundin wünscht sich einen bodenständigen Partner. Ich dagegen bin ein Träumer - vielleicht naiv. Mag sein. Ich muss mich also demnächst entscheiden - zwischen Freundin und Selbstständigkeit. Wähle ich meine Freundin, verliere ich meinen Traum. Warum? Ich hole mir einen Job, es kommt eine Wohnung, Heirat, Kinder, Verbindlichkeiten, aufgrund derer ich nicht das Risiko einer Selbstständigkeit eingehen kann und ehe ich blinzeln kann, bin ich 50 Jahre alt und das war es dann.

Wähle ich die Selbstständigkeit, laufe ich Gefahr in absehbarer Zeit meine Freundin zu verlieren. Sie beklagt sich ja jetzt schon, dass ich viel zu viel arbeite und kaum Zeit für sie finde (ist übrigens berechtigt). Und wenn ich erst mal an meinem eigenen Unternehmen in Vollzeit arbeiten kann, wird es nicht weniger. Sprich: In diesem Fall lebe ich meinen Traum und werde damit vielleicht erfolgreich, bezahle aber einen hohen Preis. Ich weiß nicht, was ich machen soll!

Beichthaus.com Beichte #00039321 vom 07.02.2017 um 20:20:50 Uhr (44 Kommentare)

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

KeineAhnungbb

Wie willst du als Gewerbetreibender bestehen, wenn du noch nicht einmal Wert auf eine fundierte Ausbildung legst? Oder besser gesagt kein Durchhaltevermögen hast. Deine Geschäftsideen würden mich mal interessieren. Wie deine Freundin da ein Hindernis sein soll verstehe ich auch nicht. Klingt alles nicht sehr gut durchdacht. Du befasst dich zu sehr mit den falschen Dingen, so wirst du es kaum zu Vermögen schaffen.

07.02.2017, 20:51 Uhr     melden


Lotti88

Naive Träumer gehen meist den Bach runter!! Wenn man kein Konzept hat ist die Selbstständigkeit bald futsch und du ein armer Tropf!

07.02.2017, 21:20 Uhr     melden


MariaRichard aus München, Deutschland

Ich kann Deine Gedanken zum Teil nachvollziehen, alleine die vielen traurigen Gesichter von Erwachsenen und (leider!) Kindern unterwegs in der Früh zeigen, welch "Freude" die haben, um an die Arbeit bzw in die Schule zu fahren.. Nun gibt es kaum eine andere Lösung, und in der Heimat Deiner Eltern ist es sicher schlechter als hier, sonst wäre Deine Familie nicht da.

07.02.2017, 21:23 Uhr     melden


HzweiO

Ich schließ mich KeineAhnungbb an. Du bist nicht fokussiert. Der sicherste Weg mal viel Geld zu machen ist eine solide Ausbildung. Wärst du mal dran geblieben, hättest auch den langweiligen Part der Lernerei über dir ergehen lassen, könntest du jetzt "weiter" sein.(Mittlerweile kann man mit 23 einen Bachelor haben) Mit einer guten Ausbildung oder ein Studium erhöhst du auf lange Sicht die Wahrscheinlichkeit genug Geld zu verdienen. Man muss halt erstmal investieren.
Von nichts kommt nichts.

07.02.2017, 21:26 Uhr     melden


Suane

TLDR: du bist selbst mit 23 noch nicht erwachsen.
Selbstständig sein heißt weit mehr zu schufften als normaler 8h/d Arbeiter. Du dagegen hast nicht mal den Ehrgeiz/Stehvermögen die Schule weiter zu machen.
Hättest dich mal anstrengen sollen, dann hättest du mit 23/24 nen Masterabschluss und wärst jetzt evtl schon in Leitungspositionen.

Stattdessen das...

Du willst was sein, aber nichts werden.

07.02.2017, 21:40 Uhr     melden


carassi

Du wirkst auf mich wie jemand mit tausend Ideen, der aber schnell das Interesse verliert. Deswegen frage ich mal..

Kannst du 20 Jahre lang jeden Tag dasselbe machen oder langweilst du dich schnell? Hast du die Selbstdisziplin, jeden Tag zur Arbeit zu gehen, wenn dich niemand "zwingt"? Kommst du mit den enormen Stundenzahlen zurecht, die ein selbständiger Mensch oft hat?
Hast du dir als Autodidakt auf einem Gebiet genug beigebracht, um allein in der Wirtschaft zu bestehen?

07.02.2017, 21:52 Uhr     melden


kotman

Lieber Beichter, ich verstehe dich mehr als gut, denn seit September ist genau das der Grund, wieso ich es nicht schaffe, mir einen neuen Job zu suchen. Ich habe nämlich exakt genau die gleiche Meinung, ich will nicht Leben um zu Arbeiten, ich will Arbeiten um zu Leben. Und diese finanzielle Freiheit die du bereits erwähntest. Geld mag alleine zwar nicht glücklich machen, aber es erleichtert einem das Leben nunmal ungemein. Ich bin ebenfalls ein Träumer und weigere mich ebenfalls davor, mir einen Job zu suchen, da dann drin zu bleiben bis ich abkratze und das wars dann. Das kann doch nicht alles gewesen sein, was den Menschen heutzutage wichtig ist? Mir ist mein Leben viel zu Wertvoll, mag auch sein das ich jetzt sehr arrogant rede, haltet davon was ihr wollt, aber ich denke wie der OP.
Allerdings solltest du dich schnell entscheiden, ich hänge seit Monaten arbeitslos zuhause rum, weil mich dieser Gedanke an die langweilige monotone Arbeitswelt und das alles, total paralysiert. Vielleicht sind meine Ansprüche heutzutage aber auch viel zu hoch gestochen, gut möglich. Ich bin jedoch auch ein Träumer, daher ist es nicht einfach, es für den Anfang hinzunehmen.
Oder ich bin einfach zu Stur und zu Naiv, genau wie der OP.

07.02.2017, 22:23 Uhr     melden


HzweiO

@kotman
anstelle zu arbeiten, gammelst du lieber zu Hause rum und das ist keine Verschwendung deines Lebens?
Dann arbeite ich lieber in einem Job, der hoffentlich nicht zu kacke ist, tue damit ggf. anderen Menschen sogar was Gutes und kann mir dann meine 4-5 Wochen Urlaub im Jahr nehmen um da aufgrund meines erarbeiteten Geldes das tun zu können, was ich möchte. Ich bin seit wenigen Wochen arbeitssuchend (zwischen Uni und Beruf gibts leider auch mal Leerlauf) und finde diesen Zustand unerträglich. Es deprimiert und mein Leben wird nicht wertvoller, weil ich es auf der Couch vergammel, weil man sich ohne Job halt nichts leisten kann.
Wahrscheinlich fehlt mir aber auch mittlerweile die jugendliche Naivität für so eine Denkweise, oder ich bin zu lange arm, das kanns auch sein.

07.02.2017, 22:57 Uhr     melden


VcS

Also Deutschland ist nicht das beste Land, um sich selbstständig zu machen, aber man kann da schon erfolgreich sein. Nur braucht man dazu ein gutes Geschäftskonzept, sollte auf seinem Gebiet gut bis exzellent sein, braucht meist einen langen Atem bis es läuft, muss sich direkter mit Finanzamt + Rechtskram + Kunden herumschlagen, muss mehr arbeiten - und braucht letztendlich immer noch Glück, wie du schon selbst angemerkt hast. Dem steht gegenüber, dass man sich mehr oder weniger selbstverwirklichen kann (statt dem Chef hat man 'nur' Kunden und Geschäftspartner an der Backe) und dass man reich werden kann (die meisten werden es nicht). Eine Frau findet man als halbwegs erfolgreicher Selbstständiger relativ leicht - nur ist das Beziehungsleben dann meist ziemlich mager.

Das Leben als Arbeiter / Angestellter / Beamter ist da schon einfacher, aber eben unfreier. Ich versuch zur Zeit, das beste aus beiden Welten zu vereinen: Mit einem Teilzeitjob und nebenbei an meiner Selbstständigkeit arbeiten.

07.02.2017, 23:08 Uhr     melden


otto911

@Beichter: absolution für deine Denkweise. @kotmann: so wie du fühle ich mich auch oft...

08.02.2017, 00:36 Uhr     melden


Ragno

Wenn Du so viele Ideen hast, dann setze sie auch um. Mache eine Ausbildung und was dafür nötig ist und mache dich ran! Wenn Du nur rumsitzt und nachdenkst kommst nicht weit! Und es gibt immer einen Weg alles unters Dach zu bringen. Es gibt immer mal freie Tage oder andere Schichten so das Du auch freie Zeit hast und für Deine Freundin da sein kannst oder für Freunde etc..Wenn Deine Freundin damit nicht klarkommt, dann muss sie sich halt trennen.

08.02.2017, 00:44 Uhr     melden


Steppenwolf3

@Beichter du vergisst etwas sehr Wichtiges. Selbstständigkeit bietet nicht nur Freiheit - sondern fordert auch sehr viel Verantwortung. Du malst es dir ja gar nicht so unrealistisch aus, daher frage ich mich: was ist der Unterschied, ob man 40 h angestellt arbeitet und ein solides Einkommen nach Hause bringt und kein Leben hat oder ob man so viel arbeitet wie man als Geschäftsführer nun mal arbeiten muss (was nicht weniger ist) und genau so wenig Leben hat?

08.02.2017, 01:09 Uhr     melden


ozelot

Das klingt alles ganz furchtbar naiv. Wenn Du selbständig bist, wachst Du mit 20 mal mehr Sorgen auf, als ein Angestellter. Das ist das Gegenteil von "Ich überleg mir mal was ich heute machen möchte".

08.02.2017, 07:03 Uhr     melden


Mondsteinzapfal

Also ich bin der Ansicht das die Selbstverwirklichung an erster Stelle steht, deine Freundin kann an deinem Leben teilhaben aber soll nicht dein Leben sein, mag sein das Sie weg springt, aber dann war Sie wohl nicht die richtige.

08.02.2017, 07:38 Uhr     melden


salitos364 aus Deutschland

In einem Punkt stimme ich dir vollkommen zu: du bist ein naiver Träumer. Ansonsten verstehe ich deine Beichte nicht ganz. Du bist der Meinung, so viel Geld wie möglich verdienen zu müssen, investierst aber kaum etwas in deine Schulbildung und beschwerst dich dann, dass du dein Leben lang für einen niedrigen Lohn arbeiten musst. Die Chance auf das viele Geld hast du verwirkt. Ich werde, wenn alles nach Plan läuft, meinen Master mit 24 haben. Hättest du dich richtig angestrengt, hättest du das sogar noch früher schaffen können. Vielleicht hättest du dann auch deine Ideen umsetzen können, aber daran hapert es bei dir schon allein an deiner mentalen Einstellung und deinem Durchhaltevermögen.

08.02.2017, 08:02 Uhr     melden


germanking aus Deutschland

Wie willst du denn überhaupt ein Startkapital zusammen bekommen und dir das nötige Know-How aneignen, wenn Du vorher weder eine Ausbildung absolvierst, noch als angestellter irgendwo arbeiten willst?
Außerdem heißt selbstständig sein nicht gleich erfolgreich sein. Gibt genug Menschen für die dieser Weg in die Privatinsolvenz geführt hat...

08.02.2017, 08:19 Uhr     melden


frenchhorn

Erstens: Nichts ist wichtiger als funktionierende Beziehungen. Guck Dir Trump an! Der hat Milliarden, und word persönlich von niemandem geliebt (der mit ihm auf Augenhöhe ist). Das Er
gebnis ist ein sehr zorniger Mann der die Welt gerade in den Abgrund reitet.
Wenn Du wirklich die Ansicht gehabt hättest viel Geld zu verdienen, hättest Du Abi gemacht, BWL studiert und wärst zu einer Bank gegangen. Hast Du aber nicht. (ich sag Dir: das war gut so, denn das ist total hohl).
Deine Eltern haben Geld zum Fetisch gemacht und waren immer unglücklich.
Es kommt lediglich darauf an weniger Geld auszugeben, als Du verdienst, dann bist Du reich!

08.02.2017, 09:16 Uhr     melden



Menace

Lieber Beichter, ich bin 27 und seit fast 4 Jahren selbstständig, ich kann dir sagen, es hat einige Vor- und Nachteile.
Du brauchst nicht nur das Kapital um zu starten was du starten willst, du musst auch mindestens nochmal die Hälfte der Summe verfügbar haben um im Notfall zu reagieren, denn es wird irgendwas kaputt gehen, ein Brief vom Finanzamt kommen der ne Rechnung von 10.000€ drin hat und weitere schöne Überraschungen. Ich habe mir einen Partner gesucht der schon Erfahrung im Business hat und auch mehr Geld, das hat mir schon 2 Mal den Arsch gerettet weil er solche Summen vorstrecken konnte die ich ihm dann die Monate danach zurückgezahlt habe. Ich habe mit komplett 0 gestartet so wie du auch und heute bin ich finanziell nicht besonders viel weiter, das Geld was an der einen Stelle gezahlt wird kommt an anderer Stelle wieder als Rechnung. Vielleicht 20% insgesamt sind getilgt, es ist also etwas sehr verpflichtendes wenn man sich nicht ruinieren will. Monatlich ist das was bleibt ganz gut, aber es gibt gute Monate wo du denkst du kannst dir alles gönnen, dann gibt es aber auch mal ein schwaches Quartal wo auch noch was kaputt geht und du froh bist das du genug zu essen und Rechnungen bezahlt hast. Privat brauchst du eine Frau/Freundin die da voll hintersteht, eventuell auch mal mit anpackt. Ansonsten kommen die meisten auf Dauer nicht damit klar. 2 oder 3 Wochen Urlaub gibt es nicht, das sind massive Verluste einfach zu schließen, die Zeit bezahlt dir niemand, dafür kannst du dir aber immer zwischendurch Zeit machen, zu irgendwelchen Terminen gehen, also Zeit kann man sich immer mal nehmen, aber es darf halt nie zu weit weg sein, weil man im Notfall immer reagieren muss. Als klarer Vorteil empfinde ich, dass man so arbeitet wie man es mag, wenn man eine Idee hat kann man versuchen sie umzusetzen und wenn etwas klappt, zum Beispiel man denkt sich eine gute Werbung aus, diese läuft dann gut und man merkt wie der Umsatz dadurch steigt, dann fühlt man sich wirklich stolz. Aber ehrlich, du musst wirklich Lust darauf haben, es MUSS dein Ding sein, weil du keinen Chef hast, du musst selbst immer 100% motiviert sein, deine Mitarbeiter merken wie du arbeitest, du musst immer mehr Einsatz zeigen als sie um ernst genommen zu werden, und wenn deine Leistungen hinterherhinken wirkt sich das direkt auf den Zustand deines Geschäfts und möglicherweise auch finanziell aus, überleg es dir gut.

08.02.2017, 09:33 Uhr     melden


Vicco aus Deutschland

Du bist wirklich naiv. Du hast absolut keine Ahnung, was es bedeutet selbstständig zu sein. Viele meiner Freunde und bekannten sind selbstständig: Handwerker, Gastronomen, Ärzte und Dozenten. Während ich mich mit meinem Chef "rumärgere" ich aber immerhin mein - wenn auch bescheidenes - Gehalt regelmäßig bekomme, ärgern sich meine selbstständigen Freunde mit ihren Kunden und Mitarbeitern rum, während sie jedes mal hinter dem Geld für ihre geleistete Arbeit hinterher rennen können. Als Selbstständiger arbeitest du zwar nicht für deinen Chef, aber auch nicht "für dich" - sondern für deine Kunden. Und bedenke: als Selbstständiger hast du keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und auch keinen bezahlten Urlaub! Ein - selbstständiger - Freund sagte mal so schön (und etwas neidisch) zu mir: "Du arbeitest um zu leben - Ich lebe um zu arbeiten..."

08.02.2017, 09:58 Uhr     melden


Sunny1987

Ich bin Angestellt und nebenher Selbstständig. WARUM? Nein, nicht wegen dem Geld sondern weil es mir unglaublich Spaß macht und ich noch etwas für den Kopf brauche. Bei einer Selbständigkeit brauchst du viel Disziplin und einige Sachen aus der Berufsschule. Das fehlt dir beides. Den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen ist easy. Das Unternehmen zu halten ist die Kunst. Und du musst sehr organisiert sein. Ich habe nämlich Hauptberuflich eine Tochter, die nicht ganztags abgeschoben wird!

08.02.2017, 10:47 Uhr     melden


Mr. Goodkat

Um es zusammen zu fassen: Du willst einfach nur an Geld kommen, hast aber keine Ahnung vom Leben. Versager!

08.02.2017, 11:17 Uhr     melden


JoeClever

"Wie die meisten von euch komme ich aus einem - um es schonender zu sagen - eher bescheidenem Elternhause" - alter, das triggert mich jetzt. ich komm definitiv nicht aus einem "bescheidenen elternhaus" (und wieso sollten das "die meisten" anderen hier tun), vielen dank!

08.02.2017, 12:22 Uhr     melden


PeterPanPie

Ich würde mir das gut überlegen mit 23 Jahren schon so auf eine Zukunft mit deiner Freundin zu planen, mit Kind, Haus und pi pa po. Vor allem zwischen 20 und 30 entwickelt man sich doch noch sehr viel weiter und oft stellen Paare dann mit Anfang 30 fest, dass sie doch sehr unterschiedliche Ziele haben. Enge dich selbst nicht so mit deiner denkweise ein und lass deine Freundin nicht so Druck machen, wenn sie dich wirklich liebt und ihr die gleiche Einstellung habt könnt ihr mit 30 immer noch alles machen, sonst ist sie sowieso nicht die Richtige.

08.02.2017, 13:14 Uhr     melden


Bambla

Es gäbe nur den Weg mit einem guten Business Plan sich MIT Freunden selbstständig zu machen und sie sollte in jedem Fall erstmal ihren Job behalten.

Ich kenne Familienunternehmen wo zwei Eheleute den Laden aufgebaut haben. Das müssen beide dann aber auch wollen und können.

08.02.2017, 13:16 Uhr     melden


KingKurt

Beichter, egal wie Du Dich entscheidest: es wird das Falsche sein! Beruflicher Erfolg ist nicht zwingend von der Bildung abhängig; das zeigen viele Beispiele von Selbstständigen und Jungunternehmern. Bildung ist jedoch unersetzlich für ein Angestelltenverhältnis, denn ohne Qualifikationsnachweise stellt Dich eben niemand ein! Wirtschaftlich erfolgreiche Menschen kennzeichnen sich meist durch 2 Dinge:
1. meist haben sie eine herausragende Geschäftsidee ...was aber wirklich alle gemeinsam haben ist
2. sie haben unglaublich hart für ihren Erfolg gearbeitet!!!

Die Liste deiner Probleme ist aber so dermaßen lang, das ich dich in 5 Jahren in einem unterbezahlten Job fristen sehe; zusammen mit der Einsicht, das es nix mehr werden wird, denn deine Freundin ist nun fett, hat 2 Kinder, stresst nur noch rum und Du musst die Kohle ranschaffen! Wenn Dir wirtschaftlicher Erfolg wichtig wäre, hättest Du Dich um deine Ausbildung gekümmert! Nun hast nix. Wenn Dir berufliche Selbstverwirklichung wichtig wäre, hättest Du Disziplin an den Tag gelegt, die guten Ideen focusiert (Machbarkeitsanalyse, Konkurrenzsituation, Wirtschaftsplan...) und losgemacht...statt dessen aber machst Du Dir Sorgen um deine Freundin?!?...tut mir leid: Abwärtsspirale!

08.02.2017, 13:23 Uhr     melden


redhad

so wie das bei dir klingt, bleibt dir eigentlich nur ne reiche oma zu finden oder verdammt viel glück zu haben. bis du mit ner normalen selbständigkeit (in gewerbe das es schon gibt / mit konkurenz) so groß geworden bist das du nen geschäftsführer einstellen kannst um dann weniger zu arbeiten, hast du vermutlich schon 2 herzinfakte und graue haare bekommen. augen auf im leben und heutzutage besonders im internet, vielleicht hast du ja glück und stößt zufällig früh genug auf was neues wo geld drin steckt...

08.02.2017, 13:45 Uhr     melden


SchoschDabelljuBusch

Liebe Leute, mal bitte den Ball flach halten. Der Beichter könnte jetzt seinen Master machen/haben, ich kotz im Strahl. Nur weil Euer Lebensweg vom Abi zum Bachelor zum Master so geradlinig war, muss dieser Ansatz für die restliche Menschheit nicht auch gelten. Einige werden nicht von den Eltern finanziert oder können oder wollen keinen Kredit aufnehmen, oder merken das nach Ausbildung und Job ja noch mehr gehen könnte.

08.02.2017, 13:53 Uhr     melden


Martin898 aus Deutschland

Ich kann den Grundgedanken ja verstehen. Aber bei fast allen Sachen ist die Basis ein "Klein-Klein". Eine Bank fängt mit wenigen Prozent Gewinn an, bevor sie Milliarden auf die Seite bringt. Das ist zäh, aber Durchhaltewillen braucht man auch dafür. Klar, mit einem Handwerkerjob kriegt man es selten hin, aber auch da kenne ich welche, die als Maurer zur eigenen Firma und wenn's gut lief bis zu einem Bau-Imperium gekommen sind. Was alle diese Leute auszeichnet: sie setzen ihre gesamte Lebenszeit in eine Idee, inklusive Freizeit. Ich nehme für sowas gerne mal das Beispiel Dieter Bohlen. Sieht immer so einfach aus, ein Halb-Schwachmat sitzt in einer Jury und macht Leute rund. Früher hat er schlechte Musik gemacht. Aber: er hat an das, was er tut geglaubt, er hat seine gesamte Zeit investiert, er ist ein Workoholic, der wird in gut laufenden Zeiten weniger als 4 Stunden Schlaf die Nacht gehabt haben usw. Alles Dinge, die das Normal-Volk nicht sieht, welches um 17 Uhr den Stift fallen läßt und sich in der nächsten Kneipe ein paar Bier in den Hals schüttet.

Da stellt sich dann die Frage: willst Du das wirklich? Letztlich hat jemand wie Bohlen kein Leben, der schläft praktisch in seinem Tonstudio. Wenn der irgendwo ausspannen will, Urlaub machen will, den holt permanent das Tagesgeschäft ein, irgendwer wird ihn täglich anrufen und was von ihm wollen.

Wenn Du also eine gute Idee hast, mit der Du viel Geld machen kannst, dann mußt Du auch 120% geben. Wenn Du Pech hast, scheiterst Du. Aber wenn Du noch viel mehr Pech (!) hast, dann hast Du Erfolg und dann hast Du auch kein Leben mehr. Ja, Reichtum bringt finanzielle Freiheit. Aber sonst nix. Kein Glück, keine Liebe, keine Erfüllung. Es gibt da draußen Millionen Menschen, die definitiv ärmer, aber glücklicher sind als Herr Bohlen.

08.02.2017, 14:35 Uhr     melden


HzweiO

@SchoschDabelljuBusch
Ich hab studiert, ohne finanzielle Unterstützung meiner Eltern, aufgrund dauerhaften Nebenbeiarbeiten und relativ spätem Fachwechsel bin ich mit 29 fertig. Früher war so ein Verlauf wie bei mir die Regel. Jedoch gibts einen Generationenumbruch, der gerade an der Uni spürbar ist. Zivi / Bundeswehr fällt weg, G8 kam. Während mein Jahrgang mit frühestens 19 anfing (die Regel war 20-22) fangen die heute mit 17 an. Wenn man dann sein Studium durchzieht, ist man mit 23 fertig. So absurd das auch ist, das ist mittlerweile die Regel. Vor allem sind die 17 jährigen noch voll im Schulmodus. Denen spielt das eingeschränkte Bachelor/Mastersystem voll in die Hände, da sie sich nicht sonderlich umorientieren müssen.
Der Beichter lehnt sich zurück, glaubt, er wäre so viel klüger als der Rest der Welt und wundert sich, warum nichts bei rumkommt. Er zieht nichts durch. Er macht stupide arbeiten und regt sich auf, dass sie stupide sind. Anstelle mal eine Ausbildung zu genießen um halt keine stupide Arbeit mehr machen zu müssen, hadert er mit seinem Schicksal, warum niemand seine Besonderheit erkennt. Ein Studium ermöglicht (es garantiert jedoch nicht) auch als Angestellter eine Position zu haben, in der man selbstständig sein kann und dann kann man sich das Überlegen mit der Selbstständigkeit. Ich stell mir auch unter der Dusche vor berühmt zu sein, aber so lang ich keine zweite Herr der Ringe Triologie geschrieben habe oder den inneren, gnadenlosen Schauspieler in mir entdecke wird das wohl eine Duschphantasie bleiben.

08.02.2017, 14:55 Uhr     melden


Alles-klar

Ich oute mich jetzt mal.

Ich verstehe nicht, warum die User der Meinung sind, dass mir meine Bildung egal sei? Nur weil ich Schule als uninteressant empfinde, heißt es nicht, dass ich schlechte Noten habe? In der Schule lerne ich leider Gottes Sachen, die ich mit fast 99% Wahrscheinlichkeit nie wieder gebrauchen werde. Um meine Bildung mache ich mir daher am wenigsten Sorgen. Ich denke ein 1,8 Notenschnitt in Baden Württemberg ist in Ordnung?
Auch meine Kenntnisse in Unternehmensgründung/Rechtswi ssen/Steuern lassen sich blicken. Da ich mich mit diesem Thema bereits seit meinem 16. Lebensjahr beschäftige, habe ich sehr viele Fachbücher gelesen.
Ich bin aktuell in einer leitenden Position mit Personalverantwortung (wenn auch noch in der Ausbildung). Stupide Arbeit mache ich noch nebenbei.
Ich arbeite seit meinem 18. Lebensjahr 7 Tage die Woche, teilweise 12h am Tag, nur um über die Runden zu kommen und meine Eltern nicht anpumpen zu müssen. Ich denke mit viel Arbeit komme ich klar.
In unserem digitalen Zeitalter ist es nicht mehr zwingend notwendig extrem viel Startkapital zu haben.
Es gibt glücklicherweise auch viele Konzepte die sich mit wenig Kapitaleinsatz realisieren lassen.

Grüße

09.02.2017, 08:30 Uhr     melden


Vicco aus Deutschland

@Alles-Klar: Und warum startest du nicht? Denn es ist ganz einfach: Wenn du ein Konzept hast, an was du glaubst, und du das wirklich willst, dann fängt man an. Aber wie es den Eindruck machst bist du eben nur ein Träumer, aber kein Macher. Denn eben letzteres musst du sein, wenn du als Selbstständiger Erfolg haben willst.

09.02.2017, 08:43 Uhr     melden


Alles-klar

Beichthaus hat in meinem Kommentar leider keine Auflistung akzeptiert.
Deswegen liest sich das ein wenig abgehackt.
Entschuldigung dafür.

@Vicco

Weil ich vor der Wahl stehe. Wie in der Beichte beschrieben ist.

09.02.2017, 08:59 Uhr     melden


Netschatten

Die meisten von uns kommen aus einem bescheidenen Elternhaus? Das würde ich so nicht unterschreiben.
Schule ist Zeitverschwendung, weil man da kein Geld verdient? Bildung ist das Fundament, auf dem deine Karriere steht.

09.02.2017, 09:04 Uhr     melden


Dan-Solo

Ich habe diesen Monat gegründet, Branche IT-Maschinenbau, Schwerpunkt auf CAD-Automatisierung. Momentan ernähre ich mich von Kaffee und mehr als 5 Stunden schlaf sind nicht drin. Das schlimmste sind die kleinen Dinge wie: ich schließe eine Haftpflichtversicherung ab, da musst erst einmal drei Versicherungsvertretern hinterherlaufen, wenn Glück hast hat einer bisschen Ehrgeiz. 100 Seiten Anträge später (kein witz) hat man dann vielleicht das Glück ein passendes Angebot zu bekommen. Kann also sagen dass die Gründungsphase extrem stressig ist, sehe allerdings kein Problem Freundin und eigener Betrieb unter eine Haube zu bekommen. Dann gibt's halt nur ein zwei Wochenendurlaube zu zweit und sie kann extra nochmal mit Freunden losziehen, aber dass man jeden Tag seine 16+ zusammenbringt stimmt ja auch nicht...hoffe ich zumindest. Sollte sich das so entwickeln dass man keine Zeit mehr hat für sich selbst werde ich das nach einem Jahr wieder einstampfen, dann kann ich genauso gut arbeiten gehen, verdient man in dem Bereich sowieso nicht schlecht.

09.02.2017, 12:41 Uhr     melden


Vicco aus Deutschland

@Alles-klar: Da du offenbar weniger eine Beichte ablegen willst, sondern dir wohl eher eine zweite Meinung einholen willst. Ich hatte schon ziemlich viel dazu geschrieben, bis ich beim schreiben auf die eigentlich simple Erkenntnis kam: Wenn deine Freundin dich unter Druck setzt, und du ihr zu liebe deinen Traum aufgibst, wirst du ihr das vielleciht ewig unterschwellig vorwerfen, was mittelfristig eure Liebe zerstören könnte. Entscheidest du dich aber für die Selbstständigkeit und sie geht schief, wirst du dies vermutlich ebenso bereuen. Da die Konsequenzen praktisch bei beiden Optionen nicht wirklich absehbar sind, gebe ich dir folgenden Tip: Wirf eine Münze. Lass den Zufall entscheiden. Wenn du an dieser Entscheidung dann aber sofort zweifelst, ist es offensichtlich was du tief in deinem inneren willst. Aber nur mal so als Einwand/dritte Option: Du kannst auch noch mit 40 Kinder bekommen, und du kannst dich auch immer noch selbstständig machen, wenn du ein paar Jahre als Angestellter gearbeitet hast. Nimm dir einfach noch etwas Zeit. Ich glaube, die brauchst du. Und lass dir keinen Druck von deiner Freundin machen. Wenn sie zu viel Druck macht, ist sie offensichtlich nicht die richtige für dich. Auch wenn die Frage jetzt etwas deplaziert wirkt: Kommt deine Freundin aus dem osteuropäischen Kulturkreis?

09.02.2017, 13:32 Uhr     melden


MariaRichard aus München, Deutschland

@Vicco: Meine Wenigkeit kommt aus einem osteuropäischen Kulturkreis, nichtsdestotrotz oder gerade deswegen hab ich vieles alleine geschafft (Studium, Kinder groß zu ziehen, immer parallel Vollzeit zu arbeiten usw), auch wenn mir jetzt die Puste ausgeht. Deine Kommentare sind meistens sehr gut, bitte nicht verallgemeinern.

09.02.2017, 13:50 Uhr     melden


Vicco aus Deutschland

@MariaRichard: Keine Angst. Ich möchte nur überprüfen, ob meine bisherigen Erfahrungen lediglich statistische Artefakte sind, oder ob da doch ein - wenn auch subjektiver - Trend erkennbar ist.

09.02.2017, 15:40 Uhr     melden


beichtender-Bernd aus München, Deutschland

Die Fakten:

Du träumst Dein Leben und lebst nicht Deinen Traum!

Du hast mit 23 Jahren noch abolut nichts gerissen bekommen!

Du gibt's Deinen Eltern und Deiner potentiellen Freundin die Schuld für Dein Dilemma!

Meine Meinung:
Die finanzielle Unabhänigkeit, von der Du träumst, gibt's nicht geschenkt. Die Mark Zuckerbergs, die Bill Gates auf dieser Welt hatten in Deinem Alter bereits die letzten zehn Jahre in ihren Kellern und Garagen verbracht, um an ihren Ideen zu bauen, hatten ge-jobbt, um das Geld für das notwendige Equipment zusammenzubekommen, haben parallel alle ihre Schulabschlüsse geschafft, mit Bravour im Übrigen, und - nicht zu vergessen - sie hatten Glück, daß ihre Idee genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen ist. Diejenigen, die ähnlich bebüffelt haben und heute noch büffeln, aber an deren Ideen die Welt einfach gerade kein Interesse hat, werden das bis an ihr Ende machen.

Und weißt Du warum manche bis an ihr Ende büffeln und sich abrackern, obwohl scheinbar nichts für sie heraus-springt? Weil sie gerne tun, was sie machen, weil sie Begeisterung für die Sache antreibt, weil sie bereit sind auf alles zu verzichten, solange sie ihre Idee der Wirklichkeit ein Stück weit näher bringen können. Der Sprung in die Selbstständigkeit braucht diese Aufopferungsgabe, sonst steht man den Wahnsinn nämlich nicht durch!

Und hier ist eben der Preis, den sie alle dafür bereitwillig zahlen.

Diese Bereitschaft lese ich bei Dir ja noch nicht mal ansatzweise. Was bist Du bereit zu opfern? Deine Freundin? Super! Toller Anfang!

Weißt Du was? Du willst finanzielle Unabhängigkeit? Du willst jeden Tag aufs Neue entscheiden, was Du machen willst? Gut, dann pack zwei Aldi Tüten Deiner Habseligkeiten voll, geh zur nächsten Brücke, mach es Dir darunter bequem und genieße fortan Deine Unabhängigkeit. Und komme nicht auf die Idee, wie der gute Kotman oben, und liege faul denkend herum und glaube von der Allgemeinheit leben zu müssen.

09.02.2017, 15:42 Uhr     melden


Teralon

Verdienst Du 2k Brutto ist´s am Ende des Monats weg. Verdienst Du 4k Brutto ist´s am Ende des Monats weg. Verdienst Du 10k Brutto ist´s am Ende des Monats weg. Es wird nur stressiger da dran zu kommen, gar nicht zu reden von dem Stress das zu behalten wenn man sich erst mal dran gewöhnt hat...

09.02.2017, 15:49 Uhr     melden


Alles-klar

@Beicher-Bernd
Bitte nochmal die Kommentare lesen, bevor Sie über mich urteilen.
@Vicco
Tatsächlich kommen wir beide aus dem osteuropäischen Raum.
Ich weiß worauf Sie hinaus möchte, allerdings ist es bei Ihr garnicht der Fall.
Sie verdient Ihr eigenes Geld, hasst es wenn ich für Sie zahle und ist sonst auch grundsätzlich ein bodenständiger Mensch. Der Träumer in dieser Beziehung bin definitiv ich.

Grüße

09.02.2017, 16:34 Uhr     melden


LachsMitSauce aus Deutschland

Ich kann dir nur raten nicht komplett selbstständig zu werden so ist das Risiko zu groß. Mein Vater ist zb selbstständig aber unter dem Namen einer riesigen Firma. Quasi wie wenn man ein Autihaus besitzt. Wenn du soetwas hinkriegst wirst du vielleicht nicht steinreich verdienst aber ordentlich wenn du DAUERHAFT viel und hart arbeitest.

09.02.2017, 22:46 Uhr     melden


Vicco aus Deutschland

@Alles-Klar: Nee, mir ging es nur darum, dass nach meiner Erfahrung Osteuropäerinnen gern früher heiraten und eine Familie gründen als es hier mittlerweile üblich ist. Das ist absolut wertfrei gemeint. Es ist einfach nur eine Beobachtung. Und bitte nicht siezen... Ich fühle mich jetzt alt... Noch ein Tipp: Lass deinen Businessplan mal von einer bank unverbindlich bewerten, und hol dir eine existenzgründer beratung. @MariaRichard: ... !

10.02.2017, 11:27 Uhr     melden


SchoschDabelljuBusch

@HzweiO
Was magst Du mir genau sagen? Nach deiner Schilderung müsste ich zu deinem Jahrgang gehören. Dies ist nicht der Fall, bin 25. Ich hätte auch mit 19 Jahren studieren können, im Jahr 2011/12 fiel Zivi und Bund weg. Also fangen die nicht erst heute (2017) mit ihrer Uni Karriere an. Was ich in meinem first-post eben sagen wollte man kann es nicht als Regel sehen das die Jugend nach dem Abi direkt auf die Uni gehen, heute ist es ja auch die Regel sich 1 Jahr Auszeit zu nehmen und zu reisen, oder eine Ausbildung/Praktika zu machen um die Note/Wartezeit zu verbessern.

10.02.2017, 13:45 Uhr     melden


masoeng aus Deutschland

Frauen kommen und gehen. Das solltest du im Hinterkopf haben! Irgendwann kommt so oder so der Tag, an dem ihr feststellt, dass ihr euch auseinander gelebt habt. Das ist heutzutage so gut wie unvermeidlich. Deshalb solltest du dir überlegen was du willst und was für Kompromisse du bereit bist einzugehen. Wenn deine Karriere wichtiger als eine Familie ist, dann ist sie vermutlich nicht die richtige Partnerin!

14.02.2017, 15:23 Uhr     melden


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