Unnütze Anrufe beim Amt

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Aggression Hass Zorn Arbeit Gesellschaft

Ich (w/22) arbeite in einer Verwaltung. In meinem Büro befindet sich unter anderem die Telefonzentrale. Und ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte, wenn mir täglich verbal die unfassbar maßlose Dummheit der Menschen entgegengebracht wird. Leute, die nichts zu tun haben und sich denken: Ruf ich mal beim Amt an. Leute, die so gut wie tot sind, sich aber trotzdem noch über herabhängende Zweige vom Nachbarn beschweren müssen - da könnte ich ausrasten! Und jedes Mal freundlich zu bleiben, fällt mir so unglaublich schwer. Teilweise würde ich manchmal gern meinen Status ausnutzen, die Adresse der Leute in unserem System raussuchen, hinfahren und den Leuten, bis ich nicht mehr kann, ins Gesicht schlagen und sie fragen, warum um Gottes Willen sie so dumm sind.

Ich meine, wie kann man am selben Tag zehn Mal wegen der gleichen unwichtigen beschissenen Sache anrufen, obwohl man die Antwort von mir bereits gesagt, diktiert und zugesandt bekommen hat? Genauso hasse ich aber auch meine Kollegen. Versteht mich nicht falsch, oberflächlich verstehe ich mich mit den meisten recht gut, aber das sind genau die, die man mit dem Beamtentum verbindet. Faul, kackunfreundlich (zu den Bürgern) und rechthaberisch. Zum Kotzen! Vor allem jeden fucking Freitag drei Milliarden mal "schönes Wochenende" und "was machen Sie denn am Wochenende?" anhören zu müssen - das geht euch einen verdammten Scheißdreck an und umso weniger interessiert es mich, was ihr macht! Das musste ich einfach mal loswerden. Das sind die Gedanken, die ich jeden beschissenen Tag auf der Arbeit mit einem Lächeln runterschlucken muss.

Beichthaus.com Beichte #00026400 vom 29.05.2009 um 15:35:10 Uhr (14 Kommentare).

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Die Leckereien dieser Welt

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Völlerei Manie Ernährung

Ich bilde mir ein, dass ich zu dick bin, obschon ich (m/181/74) es objektiv keinesfalls bin. Nachdem ich das Rauchen und Trinken aufgegeben, habe ich jedoch schwer zugenommen (86). Nach etlichen Diät-Versuchen habe ich festgestellt, dass Rauchen und Trinken mich vom Essen-Kochen und somit vom Zunehmen abhalten. Heute bin ich wieder halbwegs in Form (80). Allerdings war ich um einiges fitter, als ich nicht rauchte und trank. Moderner Großstadt-Lifestyle ist ungesund, und ich würde am liebsten auf einem Bauernhof leben, dick sein und den ganzen Tag mit Freude kochen, essen und einen Scheiß darauf geben. Natürlich könnte ich auch Sport treiben, aber das ist doch nun wirklich der größte Unsinn. Nach drei Monaten im Studio war ich bereit sämtliche Sporttreibenden, sich im Kreis drehenden, zu ermorden. Warum? Weil sie dieses unauslöschlich neurotische Dauergrinsen in der Fresse haben. Das, finde ich zumindest, ist noch ungesünder als das bisschen Rauchen und Wein am Abend. Außerdem können die alle nicht kochen und genießen. Es sei denn, sie machen sich "einen leckeren Salat" oder "Pute auf Reis mit einer superleckeren Soße", was so viel heißt wie Wasser auf Wasser mit Wasser.

Ich hingegen möchte Parmaschinken und Reggiano mit Mozzarella, dazu einige scharfe Blätter essiglastigen Rucola, leicht gesalzene Tomaten und Basilikum mit einem Tropfen Olivenöl, Pasta mit Bolognese, hausgemachte Pizza mit allem darauf und Doppelkäse, Speckpfläumchen, Gambas im Knoblauchbad, einen herrlichen Lammrücken, Blätterteig mit eingebackenem Feta und Spinat, Kalbsfilet mit auch mal (selbst gemachten) Pommes, Hühnchenbrust in radikalem Radieschenpüree auf Brandteigspitzen, Knödel, ein in Butter schwimmendes Steak mit Bohnen, durch welches das Messer gleitet wie Öl durch Wasser, dazu im selbigen Tellersud um Hilfe schreiende Bratkartöffelchen, vielleicht krosse Minischnitzel mit einem ordentlichen Spritzer Zitrone, selbst gemachte Burger, an deren Rand der süß-feurige Ketchup sabbert und die dänische Soße applaudierend sich über die darunter liegenden Kartoffelecken wirft und der Sahne-Kraut-Salat empört zurückschreckt, bevor er sich verliebt, gegrillten Lachs mit Spargel und Sauce Hollandaise, eine Lasagne mit dick Bechamelsoße mit Calamaris auf Feldsalat vorweg, danach eine bayrische Orangencreme, oder gleich Pana Cotta, Schwarzwälder-Kirsch-Torte, Karamell, Butter, Sahne.

Beichthaus.com Beichte #00026396 vom 29.05.2009 um 07:34:57 Uhr (66 Kommentare).

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“Beichte

Vergewaltiger auf freiem Fuß

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Missbrauch Gewalt Feigheit Verzweiflung

Als ich acht Jahre alt war, wurde ich vom besten Freund meines Vaters vergewaltigt. Er hat zu mir gesagt, wenn ich es niemandem erzählen würde, bekäme ich Süßigkeiten. Am nächsten Tag habe ich es einer unreifen Freundin erzählt. Sie hat mich ausgelacht. Weil wir kurze Zeit später sehr weit weg gezogen sind, habe ich es niemandem mehr erzählt - auch nicht meinen Eltern. Ich habe mich geschämt. Mich haben Albträume geplagt. Ich habe geträumt, dass mein Vater mich vergewaltigt, ich konnte eine Woche nicht mit ihm reden und bei jedem Körperkontakt bin ich zusammengezuckt. Nach sieben Jahren, als meine Eltern sich haben scheiden lassen, habe ich mich entschlossen, es meinem Vater zu erzählen. Er ist ausgerastet und hat mich gefragt, wieso ich es nicht schon viel früher gesagt habe. Er ist wieder zurückgefahren, um ihn umzubringen. Aber es hat sich dann herumgesprochen, dass mein Vater kommt und der Täter hat sich bei seiner Schwester in einer anderen Stadt versteckt. Ein Jahr darauf habe ich es meiner Mutter erzählt, sie weinte mehr als ich. Sie sagte, dass er auch sie versucht hat zu vergewaltigen, aber sie hat ihm so in die Eier getreten, dass er weggelaufen ist. Bei meiner Mutter ist es so, wenn sie Stress hat, schlägt es ihr sofort auf den Magen. Vor zwei Jahren hat ihr ein Arzt an ihrem Geburtstag gesagt, dass sie Magenkrebs hat. Ich mache mir immer noch Vorwürfe, wieso ich es ihr erzählt habe. Sie sagte einmal zu mir, sie würde jede Nacht um mich weinen.
Es tut mir so leid!

Ich habe den Täter, seitdem es passiert ist, nie wieder gesehen. Ich habe vergessen, wie er aussieht, vielleicht ist es auch besser so. Ich wollte mich immer an ihm rächen. Ich wollte ihn selbst finden und erschießen. Er hat mein Leben zerstört! Ich habe lange gebraucht, um zu merken dass Sex auch Spaß machen kann. Trotzdem habe ich Hemmungen. Meine Ex-Freunde meinten, ich wäre prüde und verschlossen. Es fällt mir schwer, jemandem zu vertrauen. Ich will nicht eingebildet klingen, aber ich sehe wirklich gut aus, aber einen Partner habe ich dennoch nicht. Mittlerweile mit 25 Jahren, denke ich, dass das Leben ihn selber bestraft. Das Einzige, was ich von ihm noch gehört habe, ist, dass er ein geistig behindertes Mädchen geschwängert hat und übler Alki ist. Nur zu schade, dass ich es nicht schon früher gesagt habe und er für das, was er getan hat, nicht bestraft werden konnte. Der Gedanke, dass ein Kindervergewaltiger irgendwo frei rum läuft, macht mich krank und wütend!

Beichthaus.com Beichte #00026390 vom 28.05.2009 um 20:38:52 Uhr (22 Kommentare).

Gebeichtet von Rumkugel
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Der Spätzünder

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Peinlichkeit Lügen Falschheit

Der Spätzünder
Ich war weit über dreißig Jahre alt, als ich das erste Mal Sex hatte. Der Grund ist, dass ich früher hässlich und schüchtern war. Und als sich das dann endlich gebessert hatte, fehlte mir das soziale Umfeld um Frauen kennenzulernen. Dann hat es aber doch noch irgendwie funktioniert, und heute, ein paar Jahre nach dem ersten Mal, würde ich mich in dieser Hinsicht als einigermaßen normal bezeichnen. Da mir diese späte Entjungferung aber hochgradig peinlich ist, behaupte ich einfach, ich hätte meinen ersten Sex schon viel früher gehabt, und ich habe mir eine entsprechende, kaum nachprüfbare amouröse Biografie ausgedacht. Mittlerweile habe ich diese schon so oft wiedergekäut und so weit verinnerlicht, dass ich fast selber glaube, dass alles so passiert ist. Da man mir meine Extrem-Spätzünder-Vergangenheit heute nicht ansieht, kommt auch niemand auf die Idee, an meinen "Frauen-Geschichten" könnte etwas nicht stimmen. Gedanken darüber, was ich da eigentlich mache, verdränge ich. Hauptsache, es hilft mir, mich normal zu fühlen.

Beichthaus.com Beichte #00026378 vom 27.05.2009 um 19:50:38 Uhr (23 Kommentare).

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Sex mit der Nachbarin

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Ehebruch Lügen Betrug Nachbarn

Ich habe über zwei Jahre lang die Frau meines Nachbarn, der viel auf Geschäftsreise war, gevögelt. Wenn er zu Hause war, war ich auch des Öfteren mit ihm in der Kneipe einen trinken. Als er mal fragte, ob seine Frau Besuch von einem anderen Mann bekommen würde, sagte ich, dass ich nichts bemerkt hätte! Als sie vor einem halben Jahr schwanger wurde, beendete sie die Beziehung mit mir. Ich bin mal gespannt, wer der Vater ist. Ich denke, das weiß sie selbst nicht. Ich fühle mich nun erleichtert!

Beichthaus.com Beichte #00026372 vom 27.05.2009 um 10:59:55 Uhr (13 Kommentare).

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