Die Birnen aus dem Nachbardorf

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Morallosigkeit Diebstahl Maßlosigkeit Familie

Mein Bruder arbeitet in einem Büro. Wenn er abends im Herbst nach Hause kommt, schleicht er sich weg, um in einem benachbarten Dorf Birnen zu stehlen. Dazu zu sagen ist, wir haben selbst mehr als genug Birnen und einige Kisten faulen ohnehin, weil wir sie nicht schnell genug essen können. Er hatte so viele gepfückt, dass man eine ganze Apfelkiste vollhatte. Eines Abends nahm ich einen seiner gestohlenen Eimer voller Birnen und schüttete, sie bevor er schlafen ging, in sein Bett. Er hat nichts an seinem Verhalten geändert und meine Eltern kümmern sich nicht um das, was er tut, und nennen mich seitdem einen Moralapostel. Ich beichte, dass ich (m/25) ein Moralapostel bin und mir nicht anders zu helfen weiß.

Beichthaus.com Beichte #00040347 vom 22.09.2017 um 22:50:08 Uhr (7 Kommentare).

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Randalierer im Hotel

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Aggression Trunksucht Gewalt Arbeit München

Ich (m/23) habe vor einem Jahr in einem Hotel gearbeitet. Es war im Dezember, viele Kollegen hatten sich krankgemeldet. Mein Chef bat mich, eine Nachtschicht einzulegen. Ich stand also stundenlang gelangweilt an der Rezeption, es kamen kaum Gäste. Der Höhepunkt war […]
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Beichthaus.com Beichte #00040344 vom 22.09.2017 um 14:43:04 Uhr in München (17 Kommentare).

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“Beichte

Wie ich Rudi mit Pornos rächte

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Aggression Boshaftigkeit Kinder Österreich

Ich (w/28) habe mit ca. 12 Jahren einen Babyhasen bekommen. Wir lebten damals am Land und hatten hinter unserem Haus ein Feld. Ich ging mit meinem Babyhasen öfter hinters Haus und setzte ihn in ein Barbieauto und kutschierte ihn herum. Ich zog das Barbiegefährt an einer Schnur und der Babyhase blieb sitzen und genoss es sichtlich, in so einem geilen rosa Gefährt zu sitzen. Eines Tages dachte ich mir, ich lasse den Hasen frei. Es war ein Feldhase und er tat mir leid. Als ich ihn freilassen wollte, wollte er nicht gehen, rannte kurz weg und kam zu mir zurück. Dann boxte er mich mit seinen niedlichen Pfötchen. Ich war echt berührt davon und nahm ihn wieder hoch. Zu Hause hatte er plötzlich irgendwelche Anfälle und sein Kopf verdrehte sich. Er starb. Ich war sehr traurig und mein Stiefvater meinte, dass er wohl gespritzen Löwenzahn hinter dem Haus gegessen hatte. Ich weinte den ganzen Tag lang.

Am nächsten Tag brachte mir mein Stiefvater eine Brieftaube um mich zu trösten und um mich abzulenken. Sein Name war Rudi. Er sah aus wie eine gewöhnliche Taube. Er gurrte und war am Anfang sehr scheu. Ich hängte ihm ein Schulfoto von mir in den Käfig. Am nächsten Tag ging ich mit ihm raus und hatte sein Bein an eine Wollschnur gebunden, damit er nicht wegflog, aber die Natur genießen konnte. Auch er tat mir nach einiger Zeit leid und ich wollte Ihn freilassen. Traurig, aber in der Hoffnung, dass er sein Leben in Glück und Freiheit leben konnte, ließ ich ihn fliegen. Er flog aber nicht mehr weg. Er flog mit mir zur Bushaltestelle, einkaufen und egal wohin ich ging, er flog mir nach. Wenn im Sommer die Tür offen war, flog er ins Haus - das nervte meine Mutter sehr, denn er schmiss mit seinen Flügeln alles runter. Da mein Stiefvater teilweise auch Bauer war, hatten wir im innenhof auch einen Anhänger mit Weizen. Rudi badete oft darin und er fühlte sich wie Dagobert Duck. Wir waren sehr dicke und ich liebte Rudi. Manchmal hatte es meine Mutter in der früh eilig und Rudi saß am Zaun und kackte die Torschnalle zum Öffnen des Tors an. Ich fand das immer witzig, denn sie ärgerte sich immer und musste zurück, um die Hände zu waschen. Als ich reiten ging (der Stall war in der Nähe von meinem Haus) war Rudi immer dabei. Er beobachtete uns und wenn ich meinen Arm ausstreckte, versuchte er zu landen.

Jetzt zum eigentlichen Teil der Geschichte: Ich hatte einen kleinen, fetten, gemeinen Nachbarn, der immer eifersüchtig auf mich und meinen Prachtvogel war. Er hatte keine Freunde. Eines Tages war Rudi nicht aufzufinden, also ging ich ihn suchen. Ich suchte ihn stundenlang, bis ich ihn auf dem Feld verletzt am Boden liegen sah. Ich brachte ihn heim und mein Stiefvater meinte, die Verletzung sei von einem Luftdruckgewehr. Rudi starb noch diese Nacht. Ich war wirklich sehr traurig, es war so einzigartig und er war mir so ans Herz gewachsen. Ich wusste, dass es mein Nachbar gewesen sein musste, denn er gab mal damit an, dass sein Vater ein Luftdruck Gewehr besaß. Wütend, wie ich war, überlegte ich mir, was ich tun soll. Mit 12 Jahren kommen einem natürlich nicht die besten Ideen. Ich nahm von meiner Mutter eine Schachtel Zigaretten und von meinem Stiefvater ein paar Pornohefte. (Ja, ich wusste, wo er sie versteckt hatte). Ich schrieb auf einen Zettel: "Deine tägliche Bestellung. Leider warst du gerade nicht zu Hause, deswegen habe ich sie über den Zaun geworfen." Tja, dafür bitte ich um Absolution, denn danach habe ich ihn den ganzen Sommer nicht mehr gesehen. Um Rudi tut es mir leid. Ruhe in Frieden Rudi.

Beichthaus.com Beichte #00040337 vom 21.09.2017 um 09:52:16 Uhr in Österreich (11 Kommentare).

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Ekel-Bier für den Asozialen

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Boshaftigkeit Ekel Freunde Trunksucht Blaichach

Als ich (m/25) mein Abitur hinter mir hatte und vor dem Studium noch hier und da jobbte, habe ich gelegentlich über mehrere Tage einen guten Kumpel besucht. Er war damals noch Harzer und lud - der Gesellschaft wegen - ständig Kumpels zu sich ein. Als wir zu viert - einer der Kumpels war ein wenig komisch und asozial - mal wieder eine Woche bei ihm rumhingen und die Nacht zum Tag machten, wurde die Stimmung bei uns immer ausgelassener. Besagten asozialen Kumpel kannten wir schon lange, der Harzer-Kumpel lud ihn immer aus Mitleid zu sich ein. Früher hatten wir uns in der Schule immer über ihn lustig gemacht. Er war wirklich unglaublich verplant und manchmal auch stur, was ziemlich genervt hat. Wenn er aber seinen Willen bekommen hat, war er ein ganz netter Kerl. Wie ein Kind eben.

Wie gesagt war die Stimmung bei uns sehr ausgelassen, nur er zog sich wieder mal in sich zurück, blendete uns völlig aus und wippte mit dem Kopf - Ohrstöpsel drin - zu seiner Musik. Von dem vielen Gesaufe ging er nach einiger Zeit ordentlich aufs Klo. Ich weiß nicht, warum wir das getan haben, wohl nur weil wir es in dem Moment zum Schreien komisch fanden. Während er seine Blase leerte, diente uns sein Bierglas als Aschenbecher. Dazu haben wir ihm noch jeden erdenklichen Dreck reingemischt: Wein, Schnaps, Cola, Ketchup und Krümel, die auf dem Tisch lagen. Wir haben Tränen gelacht. Umgerührt, ihm als "Bier mit Cola" vorgesetzt, die Farbe stimmte. Er hat es wirklich ganz ausgetrunken und sich am Ende noch über die schwarzen Krümel (Asche) am Boden des Glases gewundert. Er hat nichts bemerkt. Wir haben es ihm nie gesagt.

Ich beichte, dass wir zu ihm nicht besser waren als er zu uns. Wir haben uns genauso asozial verhalten wie er. Vielleicht - denke ich - hätte er mehr Freunde und wäre umgänglicher, hätten wir uns mehr bemüht ihm einen solchen Umgang beizubringen. Stattdessen waren wir fies und haben ihn auf gemeinste Weise für unsere Stimmung ausgenutzt. Heute würde ich so etwas nicht mehr tun. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00040332 vom 20.09.2017 um 12:56:56 Uhr in Blaichach (5 Kommentare).

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Nein, ich will wirklich keine Kinder!

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Lügen Falschheit Vorurteile Zorn Gesellschaft

Ich (w/23) habe keine Lust, Kinder zu bekommen. Klar, jetzt regnet es gleich Kommentare, von wegen das würde sich noch ändern, ich sei noch zu jung um so etwas zu entscheiden, bla bla. Fakt ist, dass mich der Gedanke, schwanger zu sein, würgen lässt und die Vorstellung, dieses Ding durch meine Vagina zu pressen, verursacht beinahe körperliche Schmerzen. Dazu sei vielleicht gesagt, dass ich auch bei normalem Geschlechtsverkehr schnell mal Schmerzen habe. Wenn das Thema Kinder zur Sprache kommt und ich sage, dass ich keine möchte, werde ich nicht ernst genommen. Dann wird abgewunken und gesagt "Jaja, in deinem Alter...", "Das war bei mir auch immer so, aber dann...". Interessiert mich nicht. Ich bin nicht du. Nur weil andere Leute ihre Träume für vollgeschissene Windeln aufgeben, heißt das nicht, dass ich genau so bin. Überall machen sie auf perfekte Familie, dabei hat mir der eine oder andere Kollege und Familienvater schon erzählt, dass es zu Hause ganz anders aussieht. Da ist nicht mehr viel von Liebe und Leidenschaft übrig, da wird einiges nur durch Verantwortungsbewusstsein und der Angst vorm Sorgerechtsstreit und den Alimenten zusammengehalten.

Jedenfalls bin ich vor einiger Zeit dazu übergegangen, den Leuten zu erzählen, dass ich immunologisch steril bin. So wird nicht einfach abgewunken und belehrt, ich werde ernst genommen. Sogar bemitleidet. Ich tue dann so, als ob mir das nichts ausmacht, weil das schon festgestellt wurde, bevor ich über einen Kinderwunsch nachdenken konnte und für mich das einfach Tatsache sei. Das habe ich auch den Eltern meines neuen Freundes erzählt. Wir sind zwar erst seit einigen Wochen zusammen und haben vor etwa einem halben Jahr begonnen uns zu treffen, aber die sind deswegen ganz aus dem Häuschen. Mein Freund ist zehn Jahr älter und hat schon ein Kind mit einer anderen, deswegen stört ihn meine angebliche Sterilität nicht. Er bemitleidet mich nur ein wenig, weil seine Eltern mich deswegen nicht so recht akzeptieren wollen. Das Einzige, das mir leidtut ist, dass ich ihn diesbezüglich auch belogen habe.

Beichthaus.com Beichte #00040321 vom 16.09.2017 um 21:07:20 Uhr (28 Kommentare).

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