Nichtsnutze ohne Respekt

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Vorurteile Hass Ungerechtigkeit Boshaftigkeit

Ich möchte beichten, dass ich (m/20) sehr rassistisch bin - wenn man das so nennen kann. Jetzt denkt vermutlich jeder, dass ich ein Nazi bin, das Blöde ist nur, dass ich Türke bin. Ich weiß nicht, wie ich das richtig erklären soll: Ich bin eigentlich ein sehr weltoffener Mensch, der einfache Werte wie Respekt und Worte wie: Bitte, Danke und Entschuldigung gelernt hat, aber ich hasse meine eigenen Landsleute und alle anderen Ausländer in Deutschland. Dies bezieht sich aber nicht auf jeden Türken und jeden Ausländer, sondern auf die, die noch nie in ihrem Leben gearbeitet haben und auf die, die sagen, dass man mit Hartz IV besser lebt und deswegen gar nicht erst nach Arbeit suchen. Sich dann aber beschweren, wie hart das Leben ist und dass Deutschland scheiße ist - teilweise versuchen einige ja auch noch darüber zu "rappen", wenn man das so nennen darf.


Zudem hasse ich es, Angst zu haben, dass mir nachts eine Gruppe dieser Leute droht oder mich ausraubt, was bereits einmal passiert ist. Ich verspüre nichts außer Hass für solche Nichtsnutze. Ich merke immer schon, wie mein Gehirn schrumpft, wenn ich zufällig im Linienbus mithöre, wie diese Prolos darüber reden, welche "Schlampe" sie mal wieder "gedillert" haben und was für ein tolles Auto sie fahren. Wobei ich mich immer wieder frage, woher sie das Geld nehmen. Aber lange Rede, gar kein Sinn: Ich möchte bereit im Voraus um Vergebung bitten, wenn ich in den nächsten Wochen, Monaten oder Jahren mal wegen mehrfachen Totschlags eingebuchtet werde, weil ich das nicht mehr ertrage

Beichthaus.com Beichte #00034034 vom 29.09.2014 um 14:56:35 Uhr (30 Kommentare).

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Ethnische Vermischung

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Vorurteile Selbstsucht Ignoranz Morallosigkeit Zwang Gesellschaft

Ich bin hochgradig mixophob - ich glaube, das müsste der richtige Ausdruck dafür sein. Erst in den letzten Tagen habe ich mich mit Bekannten darüber unterhalten, ob wir nicht mehr Flüchtlingen Asyl in Deutschland gewähren müssten, sofern es im Rahmen unserer Möglichkeiten bleibt. Bei den Diskussionen sind wir auch auf die Themen Zuwanderung und Integration gekommen. Und ich kann bei diesen ganzen Debatten, wie bei einer Zwangsneurose, an nichts anderes denken als daran, dass diese Menschen in der Regel natürlich nie wieder gehen werden. Sie wollen sich verständlicherweise ein Leben aufbauen und so passiert es ganz zwangsläufig, dass sie sich mit den "Biodeutschen" (der Begriff kam mir mal irgendwann unter) vermischen würden. Mich stört nicht, dass die Leute hierher kommen und sich hier ein Leben aufbauen, wenn sie sich an die Spielregeln halten. Aber ich kann nicht umhin, ein tiefes Gefühl der Abneigung und der Angst bei dem Gedanken zu empfinden, dass sich die Einwanderer mit uns "weißen" Deutschen verpaaren würden. Die Hauptangst, die mich dabei beschäftigt, ist darauf bezogen, dass es irgendwann nur noch Mischlinge gibt. Es wächst sich geradezu zu einer Neurose aus. Ich beobachte Menschen, wenn ich durch die Stadt gehe, ob sie einen dunkelhäutigeren Partner haben, oder ob sie sogar bereits Mischlinge, die sich ebenfalls weiterverpaaren werden, vor sich herschieben. Ich habe mich nie für einen Rassisten in dem Sinne gehalten, dass ich Menschen aufgrund ihrer Herkunft pauschal abgewertet hätte, aber diese völlig irrationale Obsession verleitet mich dazu, Zuwanderung und Flüchtlingshilfe nicht ertragen zu können, weil dies eben eine Einladung und Beschleunigung weiterer Vermischung ist.

Ich erwische mich manchmal dabei, darüber nachzudenken, dass eine positive Apartheid (furchtbarer Ausdruck; meint keine Unterdrückung oder Ausgrenzung und dergleichen aber eben familiäre Trennung) eine gute Sache wäre, weil sie dieses Problem für mich lösen würde und ein Leben für Migranten in Deutschland ermöglicht, ohne dass es eine Vermischung zu einem Brei geben würde. Ich hasse mich für diese Gedanken und komme dennoch einfach nicht davon los. Umso schlimmer macht es für mich den Umgang mit Freunden, die mich - ihrer politischen Überzeugung wegen - für einen Rechtsausleger halten würden. Und natürlich auch mit Freunden, die einen Migrationshintergrund haben oder in einer gemischten Beziehung leben. Ich kann normal mit ihnen umgehen und es sind ja immer noch meine Freunde, aber auch hier kann ich mich nicht von dem Gedanken befreien, insgeheim deren Beziehung für falsch zu halten und deshalb unaufrichtig zu sein. Ich fühle mich wirklich schlecht deswegen.

Beichthaus.com Beichte #00034025 vom 27.09.2014 um 23:45:01 Uhr (40 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Gutschein-Deals für Fast Food

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Betrug Geiz Lügen Restaurant Ernährung

Gutschein-Deals für Fast Food
Ich fälsche seit ungefähr sechs Jahren Gutscheine für eine bekannte US-amerikanische Fast-Food-Kette, die auch im deutschsprachigen Raum sehr bekannt ist. Ich downloade mir die Gutscheine als PDF, entferne mit spezieller Software den PDF-Schreibschutz, korrigiere die Preise ordentlich nach unten und drucke diese dann aus. Manchmal, wenn ich viel Zeit habe und gerade lustig bin, schmeiße ich Photoshop, InDesign und Co. an und kreiere mir einfach meine eigenen Gutscheine. Dann gibt es auch schon mal zwei teure Burger zum Preis von einem - mit Extras. So kann man bei einem Restaurantbesuch locker 10 bis 20 Euro sparen. Wenn man sehr oft bei dieser Kette isst, rechnet sich das schnell. Gerade bei den völlig überteuerten Aktionen kann man die doch meist sehr leckeren Sachen so äußerst günstig kriegen. Die frei erfundenen Angebote müssen nur einigermaßen plausibel sein und die dazugehörige Grafik muss unbedingt professionell aussehen. Ich erstelle auch Screenshots mit falschen Angeboten fürs Smartphone, deshalb denken die Mitarbeiter, ich hätte den nicht existenten Code aus der offiziellen App, das wirkt gleich noch seriöser und die Gefahr, erwischt zu werden, sinkt rapide.

Im Computersystem existieren diese Codes natürlich nie - man muss darauf achten, dass der Code auf den Gutschein keinem existierenden Angebot zugeordnet ist - aber da die Angst vor negativen Bewertungen und Beschwerden relativ hoch ist, funktioniert das in 9 von 10 Fällen: Also eigentlich fast immer. Wenn es mal nicht funktioniert, raste ich einfach aus und drehe richtig auf. Ich bin mir da für nichts zu schade, weshalb meine persönliche Trefferquote in Deutschland und in der Schweiz bei 100 Prozent liegt. Dass ich die Restaurants regelmäßig wechseln muss, versteht sich von selbst. Aber ich komme relativ viel rum, von daher ist das gar kein Problem. Das funktioniert auch in den USA, Australien und Kanada bei diversen Ketten, die sind aber viel weniger kulant als hierzulande, die Quote liegt hier bei ungefähr 4 zu 10 und die rufen ganz schnell die Polizei, wenn denen etwas suspekt ist, daher bleibe ich lieber im deutschsprachigen Raum. Einmal habe ich sogar den ultimativen Jackpot geknackt - das Restaurant hat Gutscheine angenommen, konnte diese aber nicht prüfen, da sie gerade einen Internetausfall hatten. Ich bin dann mit sechs guten Freunden dorthin und wir haben an diesem Tag mit meinen dreisten Gutscheinen über 170 Euro gespart. Die konnten ja nicht ahnen, dass die Gutscheine gar nicht existierten. Hätten sie Zugang zum Internet gehabt, wäre das viel zu auffällig gewesen - dass zwanzig verschiedene Codes nicht existieren, kann ja gar nicht sein.

Manchmal bin ich aber selbst von mir und meinem unfassbaren Geiz angewidert, dann rufe ich mir einfach noch einmal ins Gedächtnis, dass ich ein richtiger, geiziger Schwabe bin und das quasi im Blut habe. Außerdem rechne ich dann auf den Cent durch, was ich in der letzten Zeit gespart habe. Dann geht es mir wieder viel besser. Der Grund, warum ich das jetzt beichte und mein "Täterwissen" öffentlich mache, ist relativ einfach. Ich habe hier letztens diese "Gas-Burger-Beichte" gelesen, wo ein ehemaliger Mitarbeiter über seinen grenzwertigen Hygiene-Standard berichtet hat. Dies hat mich wachgerüttelt, wahrscheinlich läuft es bei den meisten dieser Läden so oder ähnlich. Wie oft ich wohl schon aus Versehen Haare von Alis starker Armbehaarung vertilgt habe?! Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie ist mir jetzt, nach all den Jahren, die Lust an meiner favorisierten Fast-Food-Kette vergangen.

Beichthaus.com Beichte #00034022 vom 27.09.2014 um 12:07:40 Uhr (16 Kommentare).

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Die Tänzerin und Mr. Superwichtig

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Falschheit Lügen Selbstsucht Arbeit Last Night Hamburg

Vor vielen Jahren waren wir mal für die Einrichtung der Stromversorgung einer bekannten deutschen Techno-Band beauftragt worden. Natürlich waren wir auch am Abend der Veranstaltung vor Ort und hatten auch Backstage Zutritt, da wir wirklich in alle Bereiche kommen mussten, falls etwas ausfallen sollte. Wir hatten auch Handfunkgeräte und Headsets, damit wir uns untereinander und auch mit der Ton- und Lichtregie verständigen konnten. Kurzum sahen wir ziemlich wichtig aus, aber die wenigsten wussten, dass wir eigentlich Elektriker und nur für den Strom zuständig waren und somit eine kleine Nummer. Nichtsdestotrotz lernte ich eine Tänzerin kennen, die sich gerade zwischen zwei Auftritten erholte. Sie sprach nur englisch und erzählte mir, dass sie extra für die Tour aus Australien eingeflogen wurde und öfter mal bei Konzerten dieser Band dabei ist. Da sie ziemlich aufgeschlossen zu sein schien, wollte ich meine Karten nicht verspielen und erzählte ihr, ich sei sehr wichtig für den Ablauf der ganzen Geschichte.

Immer, wenn Funksprüche meiner Kollegen kamen, tat ich auf superwichtig, weil sie ja ohnehin nicht verstand, was gesagt wurde. Ich fragte sie, ob sie nach dem Konzert Zeit hätte, mich zu treffen. Und es kam, wie ich es gehofft hatte: Wir trafen uns nach der Show in einem stillen Winkel und vögelten uns das Hirn raus. Sie war zwar total verschwitzt, weil sie sich bei den Auftritten ziemlich verausgabt hatte und noch nicht duschen war, aber das machte die ganze Sache nur noch um so heißer. Alles in allem dauerte die Nummer fast eine Stunde und ich kann echt sagen: Wir gaben beide unser Bestes. Danach bekam ich ihre Handynummer mit einer wirklich langen Vorwahl und sie sagte, ich solle sie Morgen anrufen, weil sie noch ein paar Tage in Deutschland ist. Unsere Wege trennten sich und ich habe sie natürlich nicht angerufen. Ich habe ein Girl vögeln können, das sonst wahrscheinlich nicht einmal Notiz von mir genommen hätte, weil ich ihr erzählt habe, ich sei Mister Superwichtig. Dafür bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00034017 vom 26.09.2014 um 10:48:56 Uhr in 22525 Hamburg (Sylvesterallee) (12 Kommentare).

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Sprachbarrieren in der Familie

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Verzweiflung Ignoranz Familie

Ich beichte hiermit, dass mir mein Vater mit seinen belanglosen Zurechtweisungen seit Jahren gewaltig auf den Zeiger geht. Ich bin russischer Abstammung und mein Vater kann trotz der zwanzig Jahre, die er in Deutschland verbracht hat, immer noch kein richtiges Deutsch. Sei es aus mangelndem Interesse oder Inkompetenz, ich kann es nicht tolerieren. Infolgedessen kann ich mich, weil meine Russisch-Kenntnisse eingerostet sind, nicht richtig mit ihm verständigen. Deshalb endet es immer damit, dass ich Wortgefechte überfordert abbreche, da er mich nicht aussprechen lässt. Überwiegend geht es nur darum, dass ich Zwiebeln essen und beim Überqueren der Straße aufpassen soll. Das übliche Geschwafel eben. Jedoch bin ich kein Kind mehr und irgendwann kann man es einfach nicht mehr hören. Sorry Paps, ich weiß, dass du nur einen richtigen Mann aus mir machen willst, aber ich habe eine geringe Stress- und Frustrationstoleranz.

Beichthaus.com Beichte #00033897 vom 07.09.2014 um 20:06:08 Uhr (14 Kommentare).

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