Der hochnäsige Verkäufer

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Hochmut Ignoranz Zorn Shopping Stuttgart

Der hochnäsige Verkäufer
Ich muss beichten, dass ich letztes Wochenende einen Verkäufer beleidigt habe. Ich bin Akademiker und arbeite in einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, dementsprechend verdiene ich relativ gut und muss täglich Anzüge tragen. Da ich vom Typ allerdings relativ normal aufgewachsen bin, verbringe ich meine Freizeit meist in Jeans und T-shirt bzw. zu dieser Jahreszeit in Pullover und Jacke (alles Durchschnittsmarken). Besagtes Wochenende hab ich mich also auf den Weg in ein größeres, etwas "besseres" Einkaufszentrum gemacht, um mir einen neuen Anzug für die Arbeit zu kaufen und wollte natürlich beraten werden. Als ich dann den etwas hochnäsig dreinblickenden Verkäufer beim Pullis falten gestört habe, hat er mich nur herabstufend angeschaut und gemeint "wenn ich einen Anzug für eine Hochzeit suche, solle ich doch in den Laden gegenüber, da hätte es eher etwas in meiner Preisklasse". Erstmal war ich ziemlich baff, mit so einem Verhalten (vor allem der arrogante Tonfall) steht man keinem Kunden gegenüber. Ich habe ihn allerdings dann gefragt, wie er es sich mit seiner Ausbildung zum Einzelhändler und 2.000 Euro Brutto leisten kann, andere nach ihrem Aussehen zu beurteilen. Bevor hier jetzt das Geschrei los geht, ich kann alle Menschen die sich für etwas besseres halten nicht besonders leiden, Leute, die für "Bonzen" Drecksarbeit machen und sich dabei auch noch besonders toll vorkommen hasse ich.

Beichthaus.com Beichte #00029594 vom 05.12.2011 um 12:57:16 Uhr in Stuttgart (5 Kommentare).

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Der Austrägermensch

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Verrat Faulheit Dillenburg

Jeder kennt es, jeder hasst es: Werbung im Briefkasten. Bei uns war es aber zudem so, das der Austrägermensch der Meinung war, uns nicht nur ein Blättchen, sondern gute zwanzig einzuwerfen. Beim ersten mal bemerkte das nur meine Mutter, welche die anderen Blättchen an die blaue Tonne weiterleitete. Als ich nun, in einem Anfall unendlicher Freundlichkeit, die Post holen wollte, bemerkte ich über 30 dieser Blättchen. Daraufhin habe ich mich veranlasst gefühlt, die Firma, von der die Blättchen stammen, über diesen Umstand in Kenntnis zu setzen. Eine Woche darauf habe ich aus Neugierde wieder in die Post geschaut und einen Zettel gefunden, das eine Austrägerstelle freigeworden ist und es diese neu zu besetzen gilt. Selbstverständlich hatte sich die Anzahl der papiergebunden Werbung daraufhin stark reduziert.

Beichthaus.com Beichte #00029583 vom 03.12.2011 um 07:39:33 Uhr in Dillenburg (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Versicherungskunden

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Hass Zorn Aggression Geiz Arbeit Zweibrücken

Ich arbeite seit gut 15 Jahren für eine mittelgroße Deutsche Versicherungsgesellschaft. Gerade jetzt zum Jahreswechsel machen mich die Kunden, die durch die Werbung oder Tests in Zeitschriften und im Fernsehen angestachelt werden, ihre zu teuren Autoversicherung zu vergleichen wahnsinnig. Da gibt es zum einen diejenigen die jedes Jahr kommen und jedes Jahr die gleichen fragen stellen und dann behaupten, dass wir das mit den Typ- und Regionalklassen und Stufungen im Schadenfall jetzt ganz neu eingeführt haben. (Sorry für mein Versicherungsdeutsch.) Die nächste Art von Kunden sind die weitaus schlimmeren. Diese bringen Angebote von einschlägigen Vergleichsportalen mit, spricht ja grundsätzlich nichts dagegen, aber erstens "Der Ton macht die Musik" und zweitens entsprechen die Angebote zu 95% nicht dem was sie aktuell bei uns versichert haben. Diese dummdreiste Art so nach dem Motto "Den Preis will ich hier auch" aber natürlich keinen schlechteren Versicherungsschutz wie im mitgebrachten Angebot, sondern den bisherigen - halt nur zum günstigen Preis. Schon klar. Im Supermarkt an der Kasse hätte ich auch gerne dass Filetsteak zum Preis eines Schnitzels. Auf einer vernünftigen Basis lässt sich über vieles reden und es gibt sicherlich auch genügend Gesellschaften in Deutschland, die preislich über oder unter dem Durchschnitt liegen. Aber diese Geiz-ist-Geil-Mentalität der letzten Jahre kotzt mich an.


Nur ein Beispiel zur Dummheit mancher Kunden: Der Kunde X bringt ein Angebot mit, das 20 Euro teurer ist, ja TEURER, als sein jetziger Vertrag bei uns und legt es mir patzig auf den Schreibtisch. Ich solle was an seinem Preis machen – sprich den gleichen Preis wie im Angebot. Auf meinen Einwand, dass der Preis höher sei, meinte er nur lapidar, dass wir im nächsten Jahr auch teurer werden würden. Ohne eine Rechnung von uns erhalten zu haben. Also nachgeschaut und siehe da, er zahlt tatsächlich mehr – nämlich 8 Euro. Auf meine daraufhin folgende Frage, ob er mir dann den Differenzbetrag von rund 12 Euro gleich bar geben möchte, folgte ein Gesichtsausdruck, der mir den restlichen Tag ein lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Nun zu meiner eigentlichen Beichte: Ich werde im fortschreitenden Tagesverlauf innerlich immer aggressiver gegenüber oben beschriebener Kundentypen und kann mir manchmal solche verbale Seitenhiebe nicht mehr verkneifen.

Beichthaus.com Beichte #00029546 vom 23.11.2011 um 16:52:56 Uhr in Zweibrücken (18 Kommentare).

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Duschkopf versus Boyfriend

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Selbstsucht Verzweiflung Wollust Masturbation Partnerschaft

Duschkopf versus Boyfriend
Ich beichte, dass ich mehr Spaß mit meinem Duschkopf als mit meinem Freund habe. Ich bin mit meinem Freund jetzt seit einem Dreivierteljahr zusammen, und alles ist perfekt, bis auf den Sex. Mein Freund ist eigentlich so nett, charmant und hübsch, außerdem hat er einen Traumkörper. Alle meine Freundinnen beneiden mich um ihn. Wenn die wüssten, wie verdammt schlecht er im Bett ist, wenn es denn mal überhaupt dazu kommt. Wir haben ungefähr zweimal im Monat Sex, ansonsten ist er meist zu müde oder er ist nicht in Stimmung. Er hasst Oralsex beidseitig und war völlig entsetzt, als ich versucht habe ihm mal spontan einen zu blasen.

Wenn wir mal miteinander schlafen ist das eher eine lustlose Rein-Raus-Übung, die er sogar manchmal einfach abbricht, ohne gekommen zu sein. Dann hat er auch noch einen übertriebenen Kondom-Fimmel, er benutzt grundsätzlich immer Kondome, obwohl ich seit Jahren die Pille nehme. Am liebsten würde er zwei Kondome übereinander ziehen. Es ist schier zum Heulen. Ich hatte erst einmal einen Orgasmus bei ihm und hinterher hat er mich angeschaut als wäre ich irgendein interessanter, aber auch irgendwie widerlicher Käfer. Da vergeht einem echt alles. Jedenfalls habe ich mittlerweile beschlossen, einfach weiter meinen Duschkopf zu benutzen, wenn ich mal richtig scharf bin, außerdem bin ich dazu übergegangen, nachts, wenn mein Freund schläft neben ihm zu masturbieren und dabei seinen Körper zu streicheln. Das ist zwar nur ein mieser Sex-Ersatz aber immerhin besser als nichts.

Beichthaus.com Beichte #00029509 vom 10.11.2011 um 12:50:38 Uhr (46 Kommentare).

Gebeichtet von fsc8melman
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Baumarkt Kunden

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Falschheit Lügen Hass Mündersbach

Baumarkt Kunden
Ich arbeite schon seit sechs Jahren in einem Baumarkt. Ich berate Kunden sehr gerne und gebe mir immer Mühe, die Leute so gut wie möglich zu bedienen. Leider sorgen Hollywood und Co. dafür, dass die Leute von Verkäufern den Eindruck haben, dass diese eh nur den ganzen Tag im Laden rumstehen, telefonieren, Hefte lesen und sich einen Dreck um die Kundschaft scheren.

Da kommt es dann auch oft vor, dass Kunden etwas fragen und einfach nicht Ruhe geben, wenn ihnen die Antwort nicht gefällt. Sie kommen z.B. und fragen nach einem Artikel. Wenn es dann heißt "Tut mir Leid, dass führen wir hier nicht" (auch wenn ich extra im Katalog nachgeschaut habe), haken die dann noch x-mal nach, weil die denken, man ist ja eh zu faul um richtig nachzuschauen oder sie sagen "Ok, danke" und gehen einfach einen anderen vom Personal fragen. Dasselbe, wenn Artikel gerade nicht verfügbar sind. Ich weiß, dass dies sehr nervig ist (nicht nur für den Käufer), aber das kommt nun mal vor. Da kommt es oft vor, dass ich dann sage, dass es gerade nicht an Lager ist, weil ich es nun mal auswendig weiß, da z.B. schon x Leute davor nach dem Artikel gefragt haben. Dann kommt dann oft die Frage: "Können sie nicht trotzdem ins Lager nachschauen gehen?" Natürlich kann man da nicht sagen: "Nein, du Depp, ich habe Dir doch gerade gesagt, dass wir das momentan nicht haben!"
Ich beichte hiermit, dass ich dann oft ins Lager gehe, dort ein paar Sekunden warte (oder einfach bis drei zähle), wieder zurück zum Kunden gehe und sage: "Nein, tut mir Leid, es ist nichts da." Das mach ich aber nur, wenn ich wirklich weiß, dass nix da ist.

Beichthaus.com Beichte #00029445 vom 16.10.2011 um 12:21:47 Uhr in Mündersbach (23 Kommentare).

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