Ekel-Bier für den Asozialen

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Boshaftigkeit Ekel Freunde Trunksucht Blaichach

Als ich (m/25) mein Abitur hinter mir hatte und vor dem Studium noch hier und da jobbte, habe ich gelegentlich über mehrere Tage einen guten Kumpel besucht. Er war damals noch Harzer und lud - der Gesellschaft wegen - ständig Kumpels zu sich ein. Als wir zu viert - einer der Kumpels war ein wenig komisch und asozial - mal wieder eine Woche bei ihm rumhingen und die Nacht zum Tag machten, wurde die Stimmung bei uns immer ausgelassener. Besagten asozialen Kumpel kannten wir schon lange, der Harzer-Kumpel lud ihn immer aus Mitleid zu sich ein. Früher hatten wir uns in der Schule immer über ihn lustig gemacht. Er war wirklich unglaublich verplant und manchmal auch stur, was ziemlich genervt hat. Wenn er aber seinen Willen bekommen hat, war er ein ganz netter Kerl. Wie ein Kind eben.

Wie gesagt war die Stimmung bei uns sehr ausgelassen, nur er zog sich wieder mal in sich zurück, blendete uns völlig aus und wippte mit dem Kopf - Ohrstöpsel drin - zu seiner Musik. Von dem vielen Gesaufe ging er nach einiger Zeit ordentlich aufs Klo. Ich weiß nicht, warum wir das getan haben, wohl nur weil wir es in dem Moment zum Schreien komisch fanden. Während er seine Blase leerte, diente uns sein Bierglas als Aschenbecher. Dazu haben wir ihm noch jeden erdenklichen Dreck reingemischt: Wein, Schnaps, Cola, Ketchup und Krümel, die auf dem Tisch lagen. Wir haben Tränen gelacht. Umgerührt, ihm als "Bier mit Cola" vorgesetzt, die Farbe stimmte. Er hat es wirklich ganz ausgetrunken und sich am Ende noch über die schwarzen Krümel (Asche) am Boden des Glases gewundert. Er hat nichts bemerkt. Wir haben es ihm nie gesagt.

Ich beichte, dass wir zu ihm nicht besser waren als er zu uns. Wir haben uns genauso asozial verhalten wie er. Vielleicht - denke ich - hätte er mehr Freunde und wäre umgänglicher, hätten wir uns mehr bemüht ihm einen solchen Umgang beizubringen. Stattdessen waren wir fies und haben ihn auf gemeinste Weise für unsere Stimmung ausgenutzt. Heute würde ich so etwas nicht mehr tun. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00040332 vom 20.09.2017 um 12:56:56 Uhr in Blaichach (5 Kommentare).

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Das Monster in meiner Wohnung

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Verzweiflung Peinlichkeit Tiere

Mir (m/26) ist heute etwas äußerst Unangenehmes passiert. Ich wollte ausschlafen, doch ein lautes Geräusch ließ mich aufschrecken. Ich lief ins Wohnzimmer und bemerkte, dass ein Blumentopf umgefallen war, etwas verwirrt ging ich in die Küche, um einen Besen zu holen und dann sah ich sie. Die Katze meiner Nachbarn, die durch die Balkontür gekommen war, welche ich vergessen hatte zu schließen. Andere hätten sich Sorgen um einen Einbrecher gemacht, der durch eine offene Tür im Erdgeschoss in die Wohnung gekommen wäre. Ich allerdings hatte ein Problem mit der Katze - seit meiner Kindheit fürchte ich mich vor Katzen. Sie sind für mich die personifizierten Teufel, besonders schlimm: das Monster war eine Perserkatze, Perserkatzen haben diesen bösen Gesichtsausdruck, der es mir kalt den Rücken runterlaufen lässt. Mit zitternden Beinen kletterte ich auf den Küchentisch, rational denken war unmöglich. Sie starrte mich an, während ich mit den Tränen kämpfte. Eine ganze halbe Stunde blieb ich ängstlich in dieser Situation, dann kam meine Freundin (23) zurück. Sie hat die Katze zu den Nachbarn gebracht und mich getröstet. Ich schäme mich.

Beichthaus.com Beichte #00040320 vom 16.09.2017 um 20:46:55 Uhr (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Tiere ohne After und Genitalien

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Eitelkeit Tiere

Tiere ohne After und Genitalien
Ich wünschte, Tiere hätten keine Genitalien oder After. Es stört mich jedesmal, wenn man so ein süßes Tierchen sieht und dann sein Genital oder After. Das ruiniert irgendwie alles und weggucken kann man auch nicht, weil es leider ins Auge sticht. Wenn es auch witzig aussieht, zum Teil stört es leider das Gesamtbild. Ja, ich weiß, dass sie genau so einen After brauchen, wie wir und eben ein Genital zum fortpflanzen und ich weiß auch, dass sie ja keine Kuscheltiere sind, aber es stört mich leider sehr.

Beichthaus.com Beichte #00040318 vom 16.09.2017 um 23:30:31 Uhr (8 Kommentare).

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Wenn ich ein Drache wäre...

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Ungerechtigkeit Verzweiflung Gesellschaft Hannover

Wenn ich ein Drache wäre...
Ich wäre so gern ein Drache. Ein blauer und anmutiger, der sich jederzeit wieder in die menschliche Form verwandeln könnte. Wenn ich ein Drache wäre, würde ich den ganzen Tag durch die Stadt fliegen und Länder bereisen, Sehenswürdigkeiten von einer ganz anderen Perspektive sehen und die Freiheit spüren. Ich würde auf Wolkenkratzer fliegen und die Menschen beobachten, die von oben wie kleine Spielfiguren aussehen. Aber ich würde niemals Feuer speien, sonst würden alle Angst vor mir haben und mich jagen. Das will ich nicht, ich wäre ein freundlicher Drache.

Seit ich klein war, träume ich davon, mich zu verwandeln. Es ist mein größter Wunsch, auf jedem Fest, sei es nun Weihnachten oder mein Geburtstag gewesen, hatte ich gehofft, ein Drache zu werden. Doch es passierte nichts, nächtelang hatte ich deswegen geweint. Und irgendwann konnte ich nicht mehr mit den Menschen reden, war der Wunsch als Kind noch putzig, als Jugendlicher hätte man mich zu einem Therapeuten geschickt. Würde ich meine Sehnsüchte offenlegen, hätten meine Mitmenschen nur einen verständnislosen Blick und dazugehörige Kommentare übrig.

Was ist falsch daran, ein Drache sein zu wollen? Es ist mein Traum, mein Herzenswunsch, ich lache doch auch niemanden für seine Wünsche aus. Nun bin ich erwachsen und ohne Hoffnung, ich werde niemals meine blaue Drachengestalt bewundern können, niemals durch die Städte der Welt fliegen können. Ein Flugzeug ist kein Ersatz für das Leben als Drache. Wer will schon auf dem Boden bleiben? Die Luft wartet auf mich, ich will die Flügel ausbreiten und losfliegen, den Regen auf den bläulichen Schuppen spüren! Stattdessen sitze ich vor dem Computer im Büro und blicke aus dem Fenster, während ich mir ausmale, wie schön es doch wäre, zu fliegen.

Beichthaus.com Beichte #00040317 vom 16.09.2017 um 14:44:08 Uhr in Hannover (13 Kommentare).

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Krawall in der Fußgängerzone

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Rache Last Night

Ich war unlängst mit meiner Frau in der Fußgängerzone spazieren. Dann sind wir unverschuldet in eine Demonstration geraten, bei der sich Rechte und Linke gegenseitig nette Worte an den Kopf geworfen haben. Wir haben versucht dem Ganzen zu entgehen, aber die Geschäfte waren schon geschlossen und so waren wir mittendrin in dem Trubel. Es war offensichtlich, dass wir alleine schon aufgrund unseres eleganteren Kleidungsstiles zu keiner der Gruppen dazugehören konnten. Als wir schon aus dem meisten Trubel draußen waren, läuft plötzlich so ein Spacko mit vermummtem Gesicht bei uns vorbei, bezeichnet uns als Bonzenschweine, zieht sich das Halstuch runter und spuckt meiner Frau ins Gesicht. Da ist mir die Hutschnur geplatzt! Ich bin dem Milchgesicht nachgelaufen und habe ihn an seinem Kapuzenpulli zu fassen bekommen. Ich verabscheue Gewalt und habe bei meinem Kampfsporttraining immer eingebläut bekommend, dass Gewalt immer zu vermeiden ist und die Verteidigung das letzte Mittel ist.

Aber dem Burschen habe ich für die Frechheit so die Hucke verdroschen, dass er zu heulen begonnen hat. Seine Freunde waren plötzlich auch alle weg, weil sie wohl Angst hatten, sich auch ein paar Schläge zu fangen. Dann zwang ich ihn seine Eltern anzurufen, um ihn persönlich abzuholen. Die wussten gar nicht, was los war, denn zu Hause hatte er erzählt er treffe sich mit Freunden zum Schwimmen. Als seine Eltern, zwei wirklich nette und konservative Menschen dann da waren und ich ihnen erzählte, was vorgefallen war, sah man, wie bei der Mutter eine Welt einzustürzen schien und ihr netter Junge auf einmal eine Person war, die sie so nicht kannte. Sie entschuldigten sich unzählige Male für das Verhalten ihres Sohnes und man merkte, wie peinlich ihnen die ganze Sache war. Für mich war die ganze Sache damit erledigt und ich hoffe, der junge Mann lernt etwas daraus und belästigt und beleidigt keine fremden Menschen mehr. Ich bitte um Vergebung für mein Verhalten und dafür, dass ich die Beherrschung verloren habe, aber meiner Frau tut niemand so etwas an. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00040315 vom 15.09.2017 um 11:04:21 Uhr (27 Kommentare).

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