Beichthaus für den kleinen Bruder

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Morallosigkeit Last Night Kinder München

Ich (m/18) habe einen vier Jahre alten Bruder. Meine Mutter sagt, ich solle ihm vor dem Schlafen gehen immer ein Märchen vorlesen, damit er einschläft. Ich habe es probiert, wirklich, aber es interessiert ihn überhaupt nicht. Also habe ich mich gefragt, welche Geschichten mich denn glücklich machen und kam auf Beichthaus. Jetzt lese ich ihm jeden Tag davon fünf bis zehn Beichten vor. Auch wenn er das meiste nicht versteht, scheint er sich köstlich zu amüsieren. Am meisten schien ihm die Beichte "Frauenparkplatz" aus den Top 100 zu gefallen. Das Klischee, dass Frauen nicht einparken können, fand er so gut, dass er im Kindergarten, auf die Entschuldigung seiner Erzieherin, sie sei zu spät, weil ihr Stammparkplatz besetzt war, geantwortet hat, ob sie denn auch wie alle anderen Frauen nicht einparken könne. Mal ehrlich, die meisten Märchen sind doch viel zu grausam für kleine Kinder und wenn ihn die Beichthausstorys glücklich machen, wieso nicht? Er schläft sofort ein und hat dazu immer dieses süße Lächeln im Gesicht.

Beichthaus.com Beichte #00031024 vom 12.04.2013 um 21:24:39 Uhr in München (Verdistraße) (19 Kommentare).

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Mageninhalt vom letzten Date

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Schamlosigkeit Unreinlichkeit Ekel Dating

Mageninhalt vom letzten Date
Ich habe vor circa 8 Jahren (da war ich 19) ein richtig nettes Mädchen in einer Disko kennengelernt. Ich muss zugeben, wir waren beide ziemlich betrunken. Wir haben den ganzen Abend geflirtet und getanzt. Als der Club dann schließen wollte, hat sie mich gefragt, ob ich Lust habe noch ein bisschen mit zu ihr zu gehen. Natürlich habe ich dem Angebot zugestimmt und wir verbrachten eine heiße Nacht zusammen. Als wir dann morgens aufwachten, ging sie ins Bad duschen und meinte, ich solle in der Zwischenzeit Kaffee kochen. Ich ging in die Küche und schaltete die Maschine ein. Mir war in dem Moment noch schlecht vom Alkohol und ich merkte, dass ich mich gleich übergeben muss. Da die Toilette besetzt war, griff ich mir eine Tüte. Mir fiel in dem Moment nichts besseres ein, als sie zuzuknoten, mit einem Edding, der auf dem Tisch lag "Mageninhalt von Deinem letzten Date" drauf zu schreiben und den Beutel dann ins Gefrierfach zu legen. Wenn ich heute so darüber nachdenke, tut es mir echt leid, da es doch ziemlich widerlich ist, wenn man so etwas in der Gefriertruhe findet.

Beichthaus.com Beichte #00031022 vom 12.04.2013 um 18:00:28 Uhr (26 Kommentare).

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“Beichte

Lacher auf Kosten meines Bruders

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Engherzigkeit Gewalt Familie Sinsheim

Ich muss beichten, dass ich meinen Bruder ziemlich schlecht behandelt habe. Wir sind damals mit meinen Eltern aus der Stadt aufs Land gezogen. Ich war damals 13 und mein Bruder neun Jahre alt. Wie auf dem Dorf so üblich, gibt es strenge Hierarchien. Wer nicht im Tennisclub war, war unten durch und der Coolste im Ort war der Junge, dessen Vater die Tankstelle besessen hat. Meine Beichte, ich habe mich vor den Jungs damit profiliert, dass ich meinen Bruder regelmäßig vor den anderen Jungs und Mädchen im Dorf gedemütigt habe. Ich habe ihm die Hose runter gezogen, habe herum erzählt, dass er sich nachts in die Hose machen würde. Wenn mein Bruder mal einen Freund nach Hause gebracht hat, habe ich meinen Bruder vor seinen Augen verprügelt und fertiggemacht, weil ich stolz auf mich war, wenn dieser über meinen Bruder gelacht hat. Zusammenhalt unter Brüdern war damals für mich ein Fremdwort. Meinen Bruder hat der Umzug und die zusätzliche Demütigung von mir wirklich mitgenommen, er hat auch regelmäßig über lange Zeit geweint vor der Schule. Meine Eltern, ziemlich strenge und konservative Menschen, wollten davon nichts wissen und haben ihn noch zusätzlich täglich wegen seiner zunehmend schlechter werdenden Schulnoten verprügelt. Er hat sich zwar im Alter gefangen, aber im Gegensatz zur mir - offen und selbstbewusst - hat er sich zu einem zurückhaltendem Menschen, dem es in Stresssituationen oft an Selbstbewusstsein fehlt, entwickelt. Heute schäme ich mich wirklich für das, was ich getan habe. Ich lebe mittlerweile in einer komplett anderen Stadt und ich schäme mich dafür, das Lebens meines Bruders dermaßen einschneidend belastet zu haben, für ein paar Lacher von Fremden, die mir heute völlig gleichgültig sind.

Beichthaus.com Beichte #00031020 vom 12.04.2013 um 16:05:49 Uhr in Sinsheim (29 Kommentare).

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Der überstarke Kaffee

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Boshaftigkeit Kollegen Ernährung Oldenburg

Der überstarke Kaffee
Ich (m/28) arbeite in einer Firma, die einem relativ viele kleine Vorteile bietet, die ich auch zu schätzen weiß. So zum Beispiel Kaffee und Tee, so viel man möchte, täglich frisches Obst, eine nagelneue, sehr hochwertige Mitarbeiterküche. Dieses System muss nur von den Mitarbeitern aufrecht erhalten werden, dann sind alle glücklich und zufrieden. Wir sind im Verwaltungstrakt vielleicht 30 Leute, es geht fast familiär zu, umso motivierter sollte man sein, den anderen keine Steine in den Weg zu legen. Kleine Regeln, wie zum Beispiel, wenn man den letzten Kaffee hatte, dass man dann eben 45 Sekunden Zeit investiert, um neuen aufzusetzen. Und eben genau hier ist der Knackpunkt, der mich zur folgenden, regelmäßigen Handlung hingerissen hat und noch immer hinreißt. Immer, aber auch immer, wenn ich mir mal einen Kaffee holen möchte, ist die Kanne leer, aber neu aufgesetzt hat ihn niemand. Anfänglich hat man sich nichts gedacht; einfach neuen gemacht und gut wars, aber mit der Zeit wurde es immer extremer. Man fand natürlich schnell raus, wer die Übeltäter waren, sodass ich gezielt an meiner Rache arbeiten konnte.

Kurz vor einem dreistündigen, regelmäßig stattfindenden Meeting, vor welchem sich die meisten nochmal am Nektar der edlen Bohne delektierten, setzte ich einen Kaffee auf, der einem die Schuhe auszog. Es war eher ein Espresso, auf jeden Fall so stark, dass ich beim Einfüllen des Pulvers schon das erste Mal lachen musste. Meine Erfahrung bei zu starker Dosierung ist, dass es relativ zeitnah die Darmperistaltik ziemlich in Wallung versetzt. Ab dem ersten Schluck startet ein innerer Countdown, nach Ablauf dieser Zeit muss ich so dermaßen dringend auf den Zylinder, dass ein Aufschub fast unmöglich ist. Warum sollte dies denn nicht auch bei meinen Kollegen funktionieren. Mit süffisantem Lächeln beobachtete ich also, wie sich kurz vor dem Meeting die zwei großen Kannen in Rekordzeit leerten, kurz danach saßen wir dann im Konferenzraum. Allein der überdominante Geruch des Kaffees, der die Raumluft schwängerte, war auffällig. Die Kollegen ließen sich jedoch nichts anmerken, nahmen sie halt ein Stück Zucker mehr in die Tasse. Nach dem Konsum dauerte es bei einigen Kollegen nicht sehr lange, bis sie nervös anfingen, auf ihren Stühlen hin und her zu rutschen. Die Darmaktivität machte sich bei einigen auch durch lautes Gluckern bemerkbar. Ab und an waberte der Geruch eines Schleichers durch den Raum, da war bei einigen wohl schon das Notventil aufgegangen. Ich hätte losschreien können, durch Beißen auf die Unterlippe konnte ich mich aber gerade noch zusammenreißen. Wie sie es gemacht haben, weiß ich nicht, aber sie haben knapp zweieinhalb Stunden durchgehalten. Der Leiter der Runde hat diese wunderlicherweise frühzeitig abgebrochen, ihn plagte wohl auch ein gewisser Drang, das WC aufzusuchen. Am Ende des Meetings stürmten locker 12 Mann mit spurtähnlicher Gangart Richtung Klo, leider haben wir nur zwei Toiletten und einige Pinkelbecken. Es sah aus wie in einer Disco, die Kabinen waren belegt, Fürze und Grunzen waren bis auf den Flur vernehmbar, davor tummelten sich nervöse Schlipsträger, die auch im Sekundentakt ihren nicht aufzuhaltenden Flatulenzen Freiheit gewähren mussten. Was ein überstarker Kaffee für lustige Wirkungen auslösen kann! Seitdem mache ich dies auf regelmäßiger Basis, der Kaffeekonsum ist spürbar zurückgegangen, gerade vor dem langen Meeting, aber einige lernen es einfach nicht und kämpfen regelmäßig mit der Wirkung des überstarken Gebräus. Es tut mir leid, falls die Produktivität darunter leidet beziehungsweise die Leute sich sehr unwohl fühlen, aber diese Genugtuung gleicht es für mich mehr als aus, dass ich täglich mehrfach vor einer leeren Kaffeekanne stehe.

Beichthaus.com Beichte #00031019 vom 12.04.2013 um 09:42:08 Uhr in Oldenburg (25 Kommentare).

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Angefasst vom Pfarrer

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Feigheit Verzweiflung Missbrauch Kinder

Angefasst vom Pfarrer
Mit 12 habe ich angefangen, in unserer Gemeinde aktiv zu werden. Ich mochte den Pfarrer, er war immer sehr locker, wir haben auch zusammen getrunken und gegrillt, es war immer witzig. Ich fühlte mich wohl. Er sagte immer, wir seien Erwachsene und so hat er uns auch behandelt. Was er damit wirklich meinte, habe ich erst später erfahren. Nach meiner Konfirmation wechselte er die Gemeinde und wir besuchten ihn dort. Da er dort noch keine älteren Jugendlichen kannte, fuhren wir als Betreuer auf dem Konfirmantenwochenende der anderen Gemeinde mit. Wir fuhren immer öfter hin und kurz vor meinem 16. Geburtstag, ich und eine Freundin waren gerade auf dem Weg zu ihrem Auto, küsste er mich kurz auf die Hüfte und meinte "Ich freue mich schon so drauf, wenn du endlich 16 wirst!" Ich hatte mir nichts Großes dabei gedacht. Ich hatte sehr strenge Eltern und musste immer als Erstes nach Hause, weswegen ich dachte, die Aussage würde sich darauf beziehen. Beim nächsten Konfirmantenwochenende (die allerdings eine Woche lang war) hatten wir, die Betreuer, uns eine Lounge eingerichtet, in der wir abends was trinken, uns unterhalten und nebenbei Rauchen konnten. In dieser Zeit ist mir der Pfarrer öfter abends an die Brust gegangen, ohne dass es die anderen bemerkt haben. Ich wollte es ihnen sagen, aber er war wie ein extrem cooler Vater für uns, weswegen ich dachte, es würde mir keiner glauben. Da wir oft einen anstrengenden Tag hatten, fand es keiner seltsam, dass ich früh schlafen gegangen bin.

Eines Abends teilte ich mir mit einem Kerl eine Flasche Sekt und als wir zusammen auf dem Sofa lagen, bin ich eingeschlafen. Ich wachte auf, weil mir jemand anfing, an die Hose zu gehen. Wir waren zugedeckt und die meisten lagen in der Gegend herum und schliefen oder unterhielten sich leise. Aber irgendwas stimmte nicht, denn ich sah den Kerl von vorher draußen vorbei gehen. Als ich mich umblickte, sah ich den Pfarrer und ich war geschockt.
Soweit kennen gute Freunde diese Geschichte auch, nur mit einem anderen Ende. Bisher hatte ich jedem gesagt, ich sei aufgestanden und schlafen gegangen und sei am nächsten Tag abgereist. Die Wahrheit ist aber, dass er mir irgendwann ins Ohr flüsterte, dass es ihm hier zu riskant sei, er jetzt ins Bett geht und ich nachkommen soll. Ich war verwirrt, da mein Körper trotzdem erregt war, obwohl ich das nicht wollte. Ich weiß nicht, warum ich das getan habe, ich erinnere mich nicht, was ich gedacht habe, aber ich ging hinterher. Ich hatte mich hingelegt und er wollte weitermachen. Ich drehte mich weg und er bezeichnete mich als Schlampe. Am nächsten Tag meinte ich, dass meine Eltern angerufen hätten und ich dringend heim müsse. Ich brach den Kontakt zu meiner und der anderen Gemeinde ab und suchte mir einen anderen Freundeskreis. Später erfuhr ich, dass es eine Art Prozess innerhalb der anderen Gemeinde gegeben hatte, da er sich an viele Mädchen rangemacht hatte. Ich konnte mich aber nie als Zeugin melden, weil ich Angst hatte, dass man mich wegen meines Verhaltens verurteilen würde. Er wurde dennoch aus der Gemeinde geworfen, scheint aber in einer anderen Landeskirche aktiv zu sein. Aber vielleicht hätte es vor ein Gericht gehen können, wenn ich nicht so selbstsüchtig gewesen wäre. Wer weiß, was er anderen Mädchen antut, ich will es eigentlich gar nicht wissen. Aber es tut mir unendlich leid. Bis heute, ich bin jetzt 19, konnte ich niemandem die volle Wahrheit erzählen.

Beichthaus.com Beichte #00031016 vom 11.04.2013 um 17:09:31 Uhr (21 Kommentare).

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