Ein Schlag mit Folgen

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Gewalt Lügen Rache Familie Bunde

In meiner Erziehung kam es durchaus vor, dass ich ab und an Schläge von meinen Eltern bezog. Mal ein Nackenschlag, mal eine Ohrfeige, mal habe ich auch den Hintern versohlt bekommen. Mein Bruder hat noch mal so viel abbekommen, da er mehr Dummheiten im Kopf hatte. […]
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Beichthaus.com Beichte #00030505 vom 29.11.2012 um 14:30:49 Uhr in Bunde (40 Kommentare).

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Keine Beziehung zur Familie

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Engherzigkeit Ignoranz Familie

Ich (w/19) kann nicht um meine Mutter trauern. Meine Kindheit war nicht die beste, das möchte ich aber auch nicht explizit ausführen. Im Allgemeinen kann man sagen, dass ihr pseudo-pädagogisches Gehabe in Kombination mit der Naivität einer jungen Mutter eine nicht allzu sinnvolle Mischung war. Nun ist sie unerwartet gestorben und ich bin einfach nur froh, dass ich mir keine Gedanken mehr darum machen muss, dass ich lächelnd an Weihnachten neben ihr und dem Weihnachtsbaum stehe und so tue, als wäre alles in Ordnung. Und glaubt nicht, ich hätte nicht versucht, mit ihr zu reden. Immerhin habe ich es ihr zu verdanken, dass ich schnell selbstständig für mich sorgen konnte, sofort mit meiner Volljährigkeit eine eigene Wohnung bezog und besser klarkomme, als ich es mir jemals vorgestellt hätte. Ohne Weiteres kann ich mit Nebenjobs die Wohnung finanzieren und nebenbei mein Abitur machen. Meinen Vater habe ich übrigens nie kennengelernt. Und wie das bei einer Frau so ist, die den Coitus Interruptus, trotz Gegenbeweises in meiner Gestalt, für eine effektive Verhütungsmethode hält, entstand zufällig irgendwann ein zweites Kind. Um meine kleine (Halb-) Schwester tut mir das alles wirklich leid. Sie hatte glücklicherweise ihren Papa, der uns aber auch recht früh verlassen hat. Obwohl ich eine starke Verbundenheit zu ihr fühle, immerhin ist sie meine Schwester, fällt es mir schwer, ihr beizustehen. Zum einen, weil sie ganz anders fühlt als ich. Sie hat einfach einen ganz anderen Bezug zu unserer Mutter gehabt und wurde, glücklicherweise, auch anders erzogen. Zum anderen, weil ich durch den Altersunterschied und durch andere Unterschiede keine Beziehung zu ihr aufgebaut habe. Und alleine das ist meine Beichte.

Beichthaus.com Beichte #00030468 vom 19.11.2012 um 17:35:54 Uhr (12 Kommentare).

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“Beichte

Einbruch bei der Freundin

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Diebstahl Last Night Partnerschaft Heidelberg

Im Sommer 2004 hat mich (m/30) ein schlimmer Vorfall völlig aus der Bahn geworfen. Damals lebte ich als 22-jähriger Student unbeschwert in einer süddeutschen Universitätsstadt. Seit Kurzem war ich zudem glücklich mit einer fünf Jahre jüngeren Gymnasiastin liiert. Ihre wohlhabenden Eltern waren jedoch nicht begeistert, besonders die stockkonservative Mutter. Nie durfte meine Süße bei mir in der WG übernachten. Nach einiger Zeit akzeptierten mich die Eltern schließlich. Freitags durfte ich sogar in der heimischen Villa schlafen - inklusive eines förmlich-steifen Frühstücks mit der Mutter am Morgen danach. Nach einer solchen Übernachtung fiel mir einmal auf, dass ich mein Sonnenbrillenetui im Zimmer meiner Freundin vergessen hatte. In diesem Etui befand sich dummerweise ein Zettel, der die Internetadressen und Passwörter einiger Hardcore-Pornoseiten enthielt, die ich damals häufig besuchte. Ich wurde panisch, denn meine Freundin war für eine Woche auf Klassenfahrt. Was, wenn die neugierige Mutter den Zettel finden würde? Sie würde ihrer Tochter davon erzählen und dann wäre es aus. Ich fuhr so schnell wie möglich zur Villa, um das Etui zu holen. Als mir die Mutter öffnete, stotterte ich herum. Kurz angebunden sagte sie, dass Besuch da sei und sie keine Zeit habe. Die Tür schloss sich vor meiner Nase.


Verzweifelt trank ich abends in meiner Stammbar ein paar Gin Tonics zuviel und fasste einen verrückten Plan: Ich würde heute Nacht in die Villa einbrechen und das Etui holen. Ich wusste, dass ihre Eltern früh schlafen gingen. Zu dem Zeitpunkt war es kurz nach 1 Uhr. Ich schwang mich auf mein Moped und fuhr los. In einer Seitenstraße stellte ich das Moped ab und schlich zur dunklen Villa hinüber. Über einen Baum erreichte ich die Terrasse im ersten Stock. Von dort kletterte ich auf das Schrägdach. Durch das offene Dachfenster hangelte ich mich in das Zimmer meiner Süßen hinunter. Da es stockduster war, schaltete ich die kleine Nachttischlampe an. Direkt neben dem Bett lag das Etui - inklusive des besagten Zettels. Plötzlich ertönte ein ohrenbetäubendes Geräusch. Eine Alarmanlage. Ich geriet in Panik. Vor lauter Aufregung schaffte ich es nicht, zur Dachluke hochzuklettern. Durch die Zimmertür stolperte ich also hinaus und rannte in der Dunkelheit Richtung Treppe, die ins Erdgeschoss führte. Vor mir tauchte unvermittelt ein Schatten auf. Mit voller Wucht prallte ich dagegen. Es schepperte und ich hörte ein langes Stöhnen. Mit drei Sätzen sprang ich die Treppe hinunter, riss unten die Eingangstür auf. Ich rannte einfach drauflos. Der Alarm dröhnte durch die ganze Straße. In den anderen Häusern gingen die Lichter an. Außer Atem versteckte ich mich hinter einem Müllcontainer. In diesem Moment raste ein Polizeiauto vorbei. Nach einer gefühlten Ewigkeit kroch ich aus dem Versteck hervor und rannte zu einem nahen Waldstück. Von einer Anhöhe sah ich einen Krankenwagen mit Blaulicht Richtung Villa fahren. Wie betäubt lief ich durch den Wald. Die Polizei suchte sicher den ganzen Stadtteil nach mir ab. Irgendwann legte ich mich erschöpft mitten auf die Erde und schlief ein.

Geweckt wurde ich von meinem klingelnden Handy. Auf dem Display sah ich den Namen meiner Freundin. Zuerst schluchzte meine Süße nur, dann rief sie mehrmals nach ihrer Mutter und heulte los. Ich tat überrascht. Sie erzählte mir, dass sie die Klassenfahrt abgebrochen habe und auf dem Weg nach Hause sei. Bei ihnen sei letzte Nacht eingebrochen worden, der Einbrecher hätte ihre Mutter niedergeschlagen. Sie liege verletzt und mit einem schweren Schock im Krankenhaus. Ich war im selben Moment aufgeregt und erleichtert – keine Toten! Dann tröstete ich sie. Meine Süße hatte ein total verheultes Gesicht, als ich sie am Bahnhof abholte. Noch nie hatte ich ein solch schlechtes Gewissen. Wahrscheinlich deswegen schlug ich vor, einen großen Blumenstrauß für ihre Mutter zu besorgen. Als wir später das Einzelzimmer im Krankenhaus betraten, erschrak ich mich. Die Mutter hatte ein geschwollenes Gesicht mit blauen Flecken und in ihren Augen spiegelte sich immer noch die Angst der vergangenen Nacht wider. Außerdem schien sie mich mehrmals genau zu mustern. Ich war froh, das Zimmer verlassen zu können, um eine Vase für die Blumen zu suchen. Nach zwei Wochen durfte die Mutter das Krankenhaus verlassen. Da sie Ruhe brauchte, durfte ich freitags nicht mehr in der Villa übernachten. Bald darauf gestand mir meine Süße unter Tränen, dass sich ihre Mutter aufgrund von Panikattacken in der Psychiatrie befand. Ich fühlte mich so schlecht, dass ich meiner Freundin nun alles gestehen wollte. Doch kurz bevor es dazu kam, trennte sie sich von mir. Sie hatte sich in einen Abiturienten aus ihrer Parallelklasse verliebt.

Beichthaus.com Beichte #00030466 vom 18.11.2012 um 15:38:29 Uhr in Heidelberg (27 Kommentare).

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Schwarzfahren in Nürnberg

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Geiz Lügen Betrug Bahn & Co. Nürnberg

Ich fahre täglich schwarz mit U-Bahn und Bus. Wenn ich kontrolliert werde, behaupte ich, ich hätte meine Marke Zuhause vergessen, zeige dann das Monatsticket eines Kommilitonen vor, der seine Verbundspassnummer nicht auf das Ticket schreibt und zahle die zwei Euro Bearbeitungsgebühr. Anschließend radiere ich meine Nummer wieder aus und gebe ihm das Ticket zurück. Ich mache das nicht, weil ich zu geizig bin, oder kein Geld für eine Fahrkarte habe, sondern aus Prinzip: Das Semesterticket in Nürnberg liegt 225 Prozent über dem bundesdeutschen Durchschnitt und inkludiert nicht die Semesterferien. Außerdem fährt unter der Woche die letzte U-Bahn um 0.30 Uhr und die Busverbindung zu mir ist auch mehr als beschränkt. Selber schuld, andere Städte bekommen auch anständige Preise hin, obwohl sie eine viel bessere Anbindung haben.

Beichthaus.com Beichte #00030464 vom 17.11.2012 um 14:15:31 Uhr in Nürnberg (Lange Gasse) (23 Kommentare).

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“Folge

Angriff mit unbemannten Drohnen

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Dummheit Boshaftigkeit Nachbarn Bremen

Vor vier Wochen habe ich mir für 40 Euro ein hübsches Spielzeug gekauft: einen kleinen, ferngelenkten, batteriebetriebenen Hubschrauber, etwa 20 Zentimeter lang. Das Ding bleibt acht Minuten in der Luft und ein Freund hat mir den Sender der Fernbedienung verstärkt, so dass ich es noch in 50 Meter Entfernung steuern kann. Neulich saß abends, als es schon dunkel war, unsere Nachbarin, eine ältere Dame, noch in ihrem Wintergarten. Ich habe meinen Hubschrauber zu ihr rüberfliegen lassen und vor den Glasscheiben des Wintergartens langsam hin und her bewegt. Sie hat laut geschrien und ist zu den anderen Nachbarn gerannt. Das Ding war aber auch furchterregend, mit seinen rot und blau blinkenden LED-Lämpchen. Mich hat sie am nächsten Tag gefragt, ob ich das auch in der Zeitung gelesen hätte, dass die Amerikaner in Afghanistan solche Drohnen verwenden, so unbemannte Flugzeuge, mit denen sie aus der Luft die Taliban umbringen, und die Bundeswehr hätte die auch schon, und gestern sei eine in ihrem Garten gewesen. Es tut mir jetzt ein wenig leid, dass ich die alte Dame so erschreckt habe.

Beichthaus.com Beichte #00030451 vom 13.11.2012 um 22:49:27 Uhr in Bremen (Ludwig-Roselius Allee) (17 Kommentare).

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