Die Mülltonne meines Nachbarn

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Trägheit Dummheit Vandalismus Nachbarn

Alles fing an, als ich (m) dachte, dass es mal wieder Zeit wird, meine Rumpelkammer von dem widerlichen Gestank zu befreien. Verursacht von drei gelben Säcken, da ich die letzten zwei Wochen verpennt habe, den Müll rauszubringen. Bevor ich die Wohnung verließ, überlegte ich mir noch, ob ich meine Schlüssel mitnehmen sollte, allerdings hielt ich es nicht für nötig. Als ich bereits außer Reichweite der Tür war, hörte ich ein lautes Krachen. Ich dachte mir nichts dabei, lief weiter und lieferte die Müllsäcke an der Straße ab. Ich ging zurück zu meiner Tür und sie war zu. Da es bereits nach 23 Uhr war und mich bereits in meine gemütliche Schlafanzughose begeben habe, wollte ich auch nicht mehr bei meinen Vermietern klingeln, um nach dem Ersatzschlüssel zu fragen. Also suchte ich nach Möglichkeiten, wie ich wieder heil in meine Wohnung kommen könnte. Das Wohnzimmerfenster hatte ich neulich erst mit einem Fliegengitter ausgestattet, welches ich nicht schon nach einer Woche Einsatz zerstören wollte. Nach kurzem Überlegen sah ich dann das Badezimmerfenster (ist etwas höher und verdammt schmal) und hatte einen Geistesblitz: Ich holte meine Mülltonne und die meines Nachbarn, stapelte sie so sicher wie möglich und quetschte mich durch die enge Öffnung meines Badezimmerfensters. Nachdem es mich erst einmal fast kopfüber auf meine Kloschüssel gedonnert hätte, richtete ich mich auf und öffnete meine Haustür, um die Tonne meines Nachbarn wieder an ihren ursprünglichen Platz zu stellen. Leider bemerkte ich dabei, dass der Henkel sowie die dazugehörige Halterung bei meiner kleinen Kletteraktion beschädigt wurden. Ich stellte sie heimlich, still und leise wieder dort ab, wo ich sie hergenommen hatte und habe mich bis heute nicht dafür entschuldigt. Es tut mir Leid!

Beichthaus.com Beichte #00028266 vom 04.11.2010 um 18:53:35 Uhr (10 Kommentare).

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Easy Going

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Trägheit Faulheit Unglaube Studentenleben Münster

Ich beichte, dass ich eigentlich gerade beim Hochschultag der Uni Münster sein sollte um mich über einen möglichen Studiengang zu informieren. Stattdessen liege ich hier gemütlich in meinem Bett und genieße den Tag. Dabei stelle ich mir die ganze Zeit vor wie die anderen in engen Hörsälen sitzen oder durch den Regen laufen. Ich verstehe nicht wofür man so einen Tag braucht. Alles was ich wissen muss finde ich doch auch im Internet. Und über BWL gibts so viele Bücher da werde ich eh nie zu den Vorlesungen gehen. Ich beichte, dass ich mir nicht immer so einen Kopf mache wie meine ganze von Zukunftsängsten geplagten Mitschüler.

Beichthaus.com Beichte #00028265 vom 04.11.2010 um 13:15:47 Uhr in Münster (32 Kommentare).

Gebeichtet von shino2010
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“Beichte

Misslungene Hilfe

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Falschheit Falschheit Selbstverletzung Verzweiflung WG

Hiermit möchte ich (m/27) etwas beichten, dass mich schon seit Monaten sehr belastet und mich in eine tiefe Depression gestürzt hat. Ich war bis vor 2 Monaten noch mit meiner Freundin zusammen, die ich sehr gern mochte, die jedoch letztendlich in gewisser Weise der Auslöser des Ganzen war. Alles begann vor 8 Monaten. Ich hatte einen Mitbewohner, der aus Mangel an Frauen derart depressiv wurde und immer mehr einen Frauenhass entwickelte und das wiederum die Sache nur weiter erschwerte, und somit in einen Strudel aus Nichts führte. Er war mit 26 noch Jungfrau und hatte erst eine positive Erfahrung mit einer Frau gesammelt. Er war derart entschlossen, Selbstmord zu begehen, dass ich mich in meiner Pflicht sah etwas dagegen zu unternehmen! Wenn jemand Dir genaustens seinen Selbstmord beschreibt, wie er E605 einwerfen will und dann von einer 50m hohen Brücke springen möchte, um die Wahrscheinlichkeit des Todes auf quasi 100% zu erhöhen, dann weißt Du, dass Du nicht in irgendeinem Film bist. Ich beschloss ihn auf einer Datingseite anzumelden und gar nicht erst seine Depression und seine Hoffnungslosigkeit zu verschleiern, sondern genau damit auf die Frauenwelt zuzugehen. Ich wollte nicht nur den Erstkontakt herstellen, sondern auch die Kommunikation übernehmen, um eine Frau schon soweit zu bekommen, dass sie ihm wenigstens eine ernste Chance gibt, und nicht schon nach 5 Minuten ihn zum netten Kumpel degradiert. Das Problem war nicht, dass er so scheiße aussah (er sah eigentlich ok aus), sondern, dass er viel zu nett war und ein Sonderling, aber wie gesagt ein sehr liebenswürdiger, der Geschichten unglaublich gut erzählen konnte und aufgrund dessen oft Mittelpunkt von Hauspartys war. Ich wusste, dass nur sehr wenige Frauen auf so ein negatives Profil ansprechen würden, und dass ich nicht ewig Zeit hatte. Es hat "ihn" auch eine angeschrieben, die offensichtlich an einem Helfersyndrom oder Ähnlichem litt. Wir schrieben uns dann immer öfter. Ich hatte ihm bis dahin nichts erzählt und auf seine Anfragen hab ich ihn bewusst belogen, da ich ihm die Überraschung seines Lebens bereiten wollte.

Das ging dann eine Woche so, in der wir uns recht intensiv schrieben. Aus meinen anfänglichen Antworten, die noch auf einen Freund gemünzt waren, wurden immer mehr Antworten, die ganz klar mich beschrieben. Womit ich allerdings überhaupt nicht rechnete, waren die Gefühle, die plötzlich bei mir entstanden. Als ich dann realisierte, in welcher Zwickmühle ich stand, bekam ich ein richtig schlechtes Gewissen. Ich hab damit allerdings nicht aufgehört und nach einer weiteren Woche traf ich sie dann tatsächlich und da sah ich keine Möglichkeit aus der Sache raus zu kommen. Ich verliebte mich in sie und wir kamen zusammen. Ich konnte das alles geheim halten und er bekam nichts davon mit. Einen Monat später verwirklichte er genau das, was er mir so detailliert beschrieben hatte. Von da an ging es mit der Beziehung schlagartig bergab und ich trennte mich eine Woche später von ihr. Das Resultat sind zwei unglückliche Menschen und ein Toter, der womöglich glücklich sein könnte. Das habe ich bisher noch Niemandem erzählt.

Beichthaus.com Beichte #00028262 vom 04.11.2010 um 01:01:57 Uhr (47 Kommentare).

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Nie wieder Eine aus dem Internet

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Lügen Engherzigkeit Dating

Vor ungefähr einem Jahr hatte ich (m/22) ein Date mit einer Internet-Bekanntschaft (w/20). Mit dieser Internet-Tusse hatte ich eine Zeit lang gute und unterhaltsame Chat-Dialoge. Vom Schreiben her war sie mir auf jeden Fall sympathisch. Was jedoch fehlte, war ein Foto von ihr. Nach einer langen Woche hartnäckigem Generve meinerseits lud sie dann endlich eins hoch. Das kam mir schon spanisch vor. Was hat sie denn zu verbergen? Was ich dann zu sehen bekam, war nichts anderes als bunter Fasching. Sie hat ihr eigenes Foto mit einem Bildbearbeitungsprogramm so dermaßen verunstaltet, dass man gerade noch erkennen konnte, dass es sich um einen Menschen handelte. Ich lass mir ja eingehen, dass man einen Pickel o.ä. mal schnell wegretuschiert. Das Foto war jedoch übertrieben gelbstichlastig, unscharf, hell und mit einem kindischen Blumen-Rahmen verziert. Da dachte ich mir schon: Oh Gott, was ist das denn für eine. Andererseits dachte ich mir, dass sie halt eventuell nur von Technik und Bildbearbeitung keine Ahnung hätte und ich sie zur Not halt nur einmal bumse und dann auf Nimmerwiedersehen sage.


Ich verabredete mich dann zwei Tage darauf an einem Samstagabend in der Innenstadt mit ihr. Treffpunkt: ein bekanntes und beliebtes Café. Wir schilderten uns gegenseitig, was wir für Klamotten anhaben, damit eine eindeutige Erkennung möglich war. Ich war der Erste und wartete. Plötzlich ging die Tür auf und eine dicke, hässliche, kleine Frau grinste mich blöd an und winkte mir zu. Ich dachte nur: Herr, bitte nein, tu mir das nicht an. Sie sah aus wie weit über 30. So eine Frau würde ich in einer Disco niemals auch nur um Feuer bitten. Ich fragte sie nichts und antwortete auf ihre Fragen nur kurz und knapp mit einem "ja" oder "nein". Auf diesen Schock bestellte ich mir erst einmal ein Kristallweizen. Danach die nächste dämliche Frage: "Bist du etwa Alkoholiker? Mein Ex war nämlich einer und das tu ich mir nicht nochmal an! Bla, Bla, Bla." Alles klar, nur weil ich mir ein Bier bestelle, bin ich gleich ein Alkoholiker. Die Krönung war dann, als sie mich auf mein Muttermal auf der Oberlippe ansprach. Ja, ich habe sowas wie Marilyn Monroe. Aber die meisten Mädels finden das sexy. Nur diese Inbrunst nicht. Sie fände ihn nicht so toll und ob ich mir vorstellen könnte, diesen für sie irgendwann mal weg operieren zu lassen. Da sah ich rot. Ich schreckte auf einmal ganz hysterisch auf und meinte, dass ich zu Hause meinen Gasherd nicht abgedreht habe und somit Explosionsgefahr besteht. "Ich muss dringend weg, tschüss!" Ich packte meine Jacke und verließ fluchtartig das Café ohne mein Getränk zu zahlen. Ein paar Straßenblöcke weiter verabredete ich mich mit meinen Kumpels und wir gingen in unsere Stammdisco, in der ich eine sehr gutaussehende Dame klarmachte und mit ihr einen One-Night-Stand hatte. Fazit: Sucht euch eure Frauen immer nur im realen Leben aus, sonst erlebt ihr die bösesten Überraschungen. Mein Motto lautet jedenfalls seitdem: nie wieder eine aus dem Internet. Es tut mir im nach hinein Leid, dass ich 1.) die Internet-Tusse einfach so eiskalt habe sitzen lassen, 2.) dass sie mein Getränk zahlen musste, ich sie aus der Freundesliste und dem Handy gelöscht habe und mich 3.) nie wieder bei ihr gemeldet habe.

Beichthaus.com Beichte #00028258 vom 01.11.2010 um 21:12:40 Uhr (38 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Public Viewing Date

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Feigheit Ignoranz Engherzigkeit Dating Köln

Ich (m/21) fühle mich wegen der Sache immer noch etwas mies. Während meiner Grundausbildung im Wehrdienst haben ein paar meiner Kameraden ständig irgendeinen Telefonchat benutzt und hatten eine Menge Spaß dabei. Eigentlich ist das nicht meine Sachen, ich habe es dann aber doch ausprobiert. Dabei bin ich mit einer Gleichaltrigen ins Gespräch gekommen. Wir haben uns ganz gut verstanden, gut genug um die Handynummern auszutauschen.
Tatsächlich haben wir dann auch die nächsten Monate jede Woche telefoniert und uns auch immer privatere Sache erzählt. Getroffen haben wir uns aber nie, weil ich die Woche über in der Kaserne war und die Entfernung zu groß war, als das es sich gelohnt hätte. Selbstverständlich wollte ich trotzdem wissen, wie sie aussieht. Also habe ich über ein Social-Network ein Bild von ihr angeguckt. Es war nicht sonderlich aussagekräftig, aber es war ausreichend, um die Grundbefürchtung, die man bei Chatbekanntschaften so hat, ruhigzustellen. Dann kam aber ein Schock von anderer Seite, als ich im Profil unter "Was bin ich? Mutter!" lesen konnte. Darauf angesprochen sagte sie nur "Ach, hab ich dir das nicht gesagt?". Natürlich fühlte ich mich irgendwie verarscht, aber konnte irgendwie verstehen, dass sie das beim flirten nicht rausposaunen wollte. Und da wir uns eigentlich so gut verstanden haben, hab ich guten Willen gezeigt.
Erstmal ging es dann weiter mit den Telefonaten, es kamen aber immer öfter Sachen die schließen ließen, dass sie mich unbedingt näher kennenlernen wollte. Zur Fußball-WM, dem Spiel Deutschland - England, haben wir uns dann zum Public Viewing in Köln verabredet, ziemlich unverbindlich also. Das Treffen fing aber schon schlecht an, weil sie unser erstes persönliches Treffen doch tatsächlich vollkommen vergessen hatte. So stand ich dann erst mal gute vier Stunden am Kölner Hauptbahnhof, bis die Alte es geregelt bekommen hat, wann und wo wir uns denn nun treffen könnten. Letztendlich bin ich dann mit der vollkommen überfüllten S-Bahn zur Lanxcess-Arena, dem eigentlichen Public Viewing, gefahren. Es war brutal heiß an diesem Tag, ich habe geschwitzt wie ein Schwein und war auch durch die Situation allgemein ziemlich angepisst.


Um uns im dem Gedränge vor dem Gelände überhaupt zu finden hat sie draußen auf mich gewartet und ich konnte schon von weitem sehen, dass das Bild von ihr, welches ich mich auf Grundlage dieses einen Bildes gemacht habe, ziemlich falsch war. Ihre Leibesfülle war um einiges größer als zu erkennen gewesen war. Das war aber bei weitem nicht das schlimmste. Sie hatte fettige Haare, fettige Haut, auseinander stehende Zähne und machte allgemein einen ungepflegten Eindruck. Auch wenn ich redlich bemüht war meine Abneigung zu verbergen, mein Gesicht dürfte wohl keine Farbe mehr gehabt haben. Im weiteren war unser Treffen dann auch dementsprechend distanziert von meiner Seite aus. Während des Spiels sind ich und einer ihrer Freunde, die auch mit waren, uns bei jeden Tor in die Arme gefallen. Mit ihr hab ich mich nur kurz unterhalten. Nach dem Spiel sind wir dann noch kurz rumgezogen, ich hatte aber überhaupt keine Lust und keinen Willen mehr, zumal sie auch sonst gar nicht auf meiner Wellenlänge war, was sie aber nicht bemerkt hat. Danach habe ich mich nicht wieder bei ihr gemeldet und habe weder auf SMS noch auf Telefonanrufe reagiert, obwohl ganz offensichtlich war, dass sie mich immer noch mochte. Ich möchte beichten, dass ich so oberflächlich bin und nicht mal offen sagen konnte, warum sie sich keine Hoffnungen machen brauchte. Außerdem bereue ich, dass ich so dämlich sein konnte auf ein gut gestelltes schwarz-weiß Foto reinzufallen.

Beichthaus.com Beichte #00028254 vom 31.10.2010 um 20:17:28 Uhr in Köln (14 Kommentare).

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