Die Friedhofsfotografin

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Morallosigkeit Zwang Manie Hanau

Ich beichte, dass ich ab und an über Friedhöfe gehe und Gräber abfotografiere, um Daten zu sammeln. Das Sammeln von Todesdaten beruhigt mich, weil es eine reine Routine darstellt, die durch nichts unterbrochen werden kann. Die meisten Daten entnehme ich allerdings via Internet. Angefangen habe ich damit 2004, als ich 14 Jahre alt war. Ich besuchte oft mit meinen Eltern das Grab meiner Oma und so bekam ich eine besondere Beziehung zum Thema Tod. Heute weiß ich, dass ich Autistin bin und kann mir daher dieses Verlangen nach der Routine erklären. Zudem warte ich auf meinen eigenen Tod, weil ich nicht gewollt bin.

Die Fotos an sich interessieren mich eigentlich gar nicht und ich lösche sie auch wieder, nachdem ich mir die Daten abgeschrieben habe. Zugriff auf die Daten hat keiner und es interessiert auch niemanden. Sie sind handschriftlich verfasst und nicht hackbar. Zudem erlischt das Persönlichkeitsrecht nach dem Tod. Einmal, als ich über einen Friedhof ging und die Gräber abfotografierte, beschwerten sich einige Friedhofsbesucher bei mir über mein Verhalten. Ich fand daran nichts Falsches.

Das Sammeln von Daten zu privaten Zwecken ist erlaubt und der Friedhof ist ein öffentlicher Platz. Folglich darf ich dort nach geltender Rechtsprechung Fotos machen. Selbst der Grabstein an sich gilt in Deutschland als Kunstwerk und darf daher ohne Probleme abfotografiert werden, da er auf einem öffentlichen Grundstück steht. Gleiches Verfahren bei Skulpturen etc. in Parks und auf sonstigen öffentlichen Grundstücken. Wenn ich mal in meinem Grab liege, hätte ich auch nichts dagegen, wenn mein Grab abfotografiert wird und ich hätte auch nichts dagegen, wenn Bilder von den Gräbern meiner Verwandten archiviert werden. Ich sehe es so, dass Gräber irgendwann sowieso geebnet werden, um Platz für Neue zu schaffen. Mit Fotos hat man dann wenigstens noch Erinnerungsstücke.

Beichthaus.com Beichte #00041835 vom 10.05.2019 um 01:46:28 Uhr in Hanau (23 Kommentare).

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Wickelraum ist billiger als Toilette

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Geiz Schamlosigkeit

Ich (m/24) sehe es nicht ein, wenn ich unterwegs bin, Geld für die Benutzung öffentlicher Toiletten auszugeben. Es ist eine Frechheit, teilweise nicht unerhebliche Summen für das natürlichste Grundbedürfnis der Welt zu verlangen! Daher habe ich mir angewöhnt, die überall kostenfreien Wickelräume aufzusuchen, mich darin einzuschließen und mein kleines Geschäft in den dortigen Waschbecken zu verrichten. Große Sachen lege ich in den Windeleimern bzw. in den vorhandenen Papierkörben ab. So spare ich eine Menge Geld und am Ende fällt es nicht mal auf, da die Babywindeln sowieso vor sich hin stinken, nachdem sie hinterlassen worden sind. Interessant sind immer nur die Blicke der wartenden Muttis vor der Tür, wenn sie mich solo aus dem Wickelraum kommen sehen und die kräftige Geruchsfahne hinter mir verweht. Ich möchte mir nicht ausmalen, was die sich dabei denken. Angesprochen hat mich bisher noch niemand. Einmal bin ich einer Reinigungskraft in die Arme gelaufen, die hat total getobt und wollte die Sicherheit informieren, da bin ich gelaufen, was das Zeug hielt! Es tut mir leid für die Wartezeit, die ich einigen Müttern mit Kindern verursache, und ein wenig schäme ich mich, daher bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00041787 vom 14.03.2019 um 08:38:27 Uhr (24 Kommentare).

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Spezies Motorradfahrer

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Zorn Aggression Auto & Co.

Für mich gibt es nicht widerlicheres als Motorradfahrer. Ich könnte jedes Mal das Lenkrad nach links rum reißen wenn wieder so ein dreckiger Raser mit 160 auf der Landstraße an mir vorbeischießt. Absolut hirnverbrannt diese Idioten! Und dann jedes Jahr bevor die Motorradsaison los geht dieses Geheule um Rücksicht, da diese armen Menschen ja keine Knautschzone haben und im Verkehr schnell übersehen werden. Ihr habt doch einen Knall, fahrt einfach vernünftig! Wenn ich so einen Trottel auf seinen zwei Rädern sehe, habe ich tief in mir oft das Verlangen mit Vollgas in ihn reinzuscheppern! Eigentlich bin ich aber ein sehr ruhiger und friedlicher Mensch. Ich bitte um Vergebung, so sollte man nicht über andere Menschen denken.

Beichthaus.com Beichte #00041667 vom 06.12.2018 um 12:03:35 Uhr (10 Kommentare).

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Zungenfetisch

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Fetisch Neugier Intim Bregenz

Ich (m/27) habe einen kuriosen Fetisch. Ich finde nichts anturnender und schärfer als die weibliche Zunge. Dabei geht es mir nicht nur um einen Blowjob oder Ähnliches, es ist einfach ein wunderschönes und gefühlvolles Körperteil. Am liebsten ist es mir schön weich und glatt. Anfangs hatte ich ja noch meinen Spaß damit, aber mit der Zeit fragt man sich, ob man überhaupt noch normal ist?! Schon die kleinste Sichtung einer Zunge, im Sommer, wenn viele ein Eis lecken, beim Sprechen mit Frauen oder beim blödeln bringt mich total in Stimmung. Mich würde vor allem interessieren, was speziell Frauen dazu sagen?

Was denkt ihr euch, wenn ein Mann total auf eure Zunge abfährt, sie täglich sehen möchte, er es liebt, wenn ihr ihn ableckt oder den Finger in eurem Mund habt, Rollenspiele mit Bonbons, Lollys und Kaugummis während des Geschlechtsverkehrs und so weiter? Wie gesagt: Ich fühle mich ehrlich gesagt nicht richtig normal. Dieser Fetisch zerdrückt mich innerlich schon fast, da ich das Verlangen nach einer Zunge nicht abschalten kann.

Beichthaus.com Beichte #00041634 vom 14.11.2018 um 06:40:25 Uhr in Bregenz (9 Kommentare).

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Das Glücksgefühl beim Haare schneiden

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Manie Sucht Partnerschaft Bochum

Ich (m/29) habe ein Problem. Vor etwas über einem Jahr hat mir meine Freundin, im besoffenen Kopf, gesagt das sie gerne ihre langen Haare zu einem Bob schneiden lassen möchte. Da ich die Idee ziemlich geil fand, meinte ich zu ihr: Okay, nur wenn ich ihr die Haare schneiden darf. Sie war damit zwar einverstanden, trotzdem dauerte es noch 4 Wochen und eine ganze Menge gutes Zureden damit ich ihr die Haare wirklich abschneiden durfte. Ihr gefiel es so gut, dass wir abgemacht haben sie würde nicht mehr zum Friseur gehen, sondern nur noch mich an ihre Haare lassen. Bis jetzt durfte ich nichts mehr abschneiden, aber sie war schon mehrfach wieder beim Friseur. Ich bin aber so geil darauf ihre Haare zu schneiden, dass ich irgendwann anfing ihr nachts heimlich Strähnen abzuschneiden, bisher ist es immer gut gegangen und sie hat es nicht bemerkt. Es erfüllt mich mit so einem Glücksgefühl, dass ich damit irgendwie nicht mehr aufhören kann. Habe echt ein schlechtes Gewissen und würde damit gerne aufhören. Aber wenn ihre Haare neben mir im Bett liegen, kann ich einfach nicht anders. Weiß nicht wie ich das Verlangen wieder loswerde.

Beichthaus.com Beichte #00041618 vom 31.10.2018 um 05:25:18 Uhr in Bochum (9 Kommentare).

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