Und täglich grüßt das Murmeltier

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Trägheit Verzweiflung Drogen Köln

Ich hasse mich, mein Leben und meine Depressionen. Eigentlich sollte ich mich gut fühlen, denn ich habe einen Job beim Fernsehen und dort eine Stelle als Aufnahmeleiter. Trotzdem denke ich fast jeden Tag wie es wäre einfach "Schluss" zu machen. Denn im Gegensatz zum Beruf ist mein Privatleben ein einziger Witz. Ich habe es nicht fertig gebracht nach nun fast zehn Jahren wieder eine Beziehung aufnehmen zu können. Ein paar Dates und ein paar belanglose Sexbeziehungen sind das einzige was ich zustande gebracht habe. Ich sehe nicht aus wie Quasimodo, aber auch nicht wie Brad Pitt also daran kann es schon mal nicht liegen. Vielmehr denke ich, dass ich null Selbstvertrauen ausstrahle, was mich natürlich wenig interessant für das andere Geschlecht macht. Ich habe einen Sohn, aber nur auf dem Papier. Ich habe ihn seit fast 5 Jahren nicht mehr gesehen. Anfangs dachte ich noch jeden Tag an ihn, aber das hat mittlerweile sehr stark nachgelassen. Meine Ex hat ihn auch dermaßen auf mich eingeschossen, dass er gar kein Interesse hätte mich wieder zu sehen.

Früher dachte ich mir immer Selbstmord ist nur Feigheit vor dem Leben, aber mittlerweile denke ich da anders drüber.
Ich muss jeden Tag Antidepressiva nehmen nur damit ich schlafen kann und mein Chef nicht mitbekommt wie ich mich fühle. Ich habe überhaupt keine Freude mehr am Leben. Es ist für mich eine einzige Quälerei aufzustehen und zu wissen das wieder ein Tag beginnt der genauso läuft wie die anderen davor und das nichts aber auch gar nichts das ändern kann! In einer Klinik war ich auch schon aber das hat mir überhaupt nichts gebracht denn dort gab es nur Visiten und Medikamente aber keine Hilfe. Außerdem wenn ich jetzt in die Klinik gehen würde wäre meine Arbeitsstelle weg vom Fenster und das würde mir endgültig das Genick brechen. Ich will nicht viel vom Leben aber selbst das bekomme ich nicht. Also was soll ich noch auf dieser Welt?

Beichthaus.com Beichte #00028227 vom 22.10.2010 um 00:07:43 Uhr in Köln (27 Kommentare).

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Kino statt Berufsschule

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Dummheit Faulheit Schamlosigkeit Schule Arbeit Köln

Es war damals ein sonniger Tag in der Berufsschule, als mein Freund mich anrief und erzählte, dass ein neuer Kinofilm angelaufen ist und ich in die Stadt kommen soll, damit wir uns den Film nicht entgehen lassen. Nach dem Telefonat hat sich mein Leben geändert, aber es war mir in diesem Moment noch nicht klar. Nachdem ich meine Sachen packte und vor der Klasse lauthals gebrüllt habe, dass ich mir jetzt einen Film anschauen gehe und den heutigen Unterricht hinschmeiße, hat mein Klassenlehrer mir noch einen wunderschönen Tag gewünscht. Er sagte jedoch auch, dass ich spätestens nächste Woche eine fristlose Kündigung bekommen werde, was ich jedoch verneinte. Danach bin ich in die Stadt gelaufen und wir haben uns wie geplant um 12 Uhr getroffen und uns den Film angeschaut. Das war sehr angenehm die Schule hinter sich zu lassen und anderen Tätigkeiten nachzugehen. Als ich zu hause ankam, habe ich meinen Eltern nicht von den Geschehnissen berichtet. Es hat mich aber in der folgenden Woche getroffen wie ein Schlag ins Gesicht.


Mein Klassenlehrer hatte mit allen Mitteln dafür gesorgt, dass ich gekündigt worden bin. Ich war am Boden zerstört. Eine Welt brach für mich zusammen. Natürlich habe ich meinen Eltern und anderen Familienmitgliedern nichts von der Kündigung gesagt, das hätte wahrscheinlich alles noch schlimmer gemacht. Ich habe daraufhin versucht mir schleunigst einen anderen Job zu suchen und nicht auf der faulen Haut zu liegen. Ich rappelte mich wieder auf und klapperte diverse Unternehmen ab. Meine Eltern dachten ich würde ganz normal wie immer zur Arbeit gehen. Ich habe es letztendlich geschafft nach den ganzen Bemühungen in einem Fleischgroßhandel eingestellt zu werden und wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Jetzt bin ich auf der einen Seite froh darüber, dass ich eine Vollzeitstelle habe und auf der anderen Seite bitter enttäuscht darüber, dass ich meine Ausbildung nur aufgrund eines Kinofilms aufgegeben habe. Umso mehr werde ich wert auf die jetzige Stelle legen und nicht nach Lust und Laune meinen Arbeitsplatz verlassen.

Beichthaus.com Beichte #00028226 vom 21.10.2010 um 00:41:49 Uhr in Köln (44 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Ex meiner Freundin

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Rache Gewalt Aggression Ex Köln

Ich weiß, dass Selbstjustiz oder auch mit anderen Worten "Rache" genannt, nicht gut ist. Ich bin schon immer ein sehr friedliebender Mensch gewesen, nur einmal in meinem Leben musste ich bisher (jetzt 21) eine Person sehr stark verletzen und das war nichts anderes, als eine kaltblütige Rache.


Ich hatte damals (18) eine russische Freundin. Sie war so gar nicht dem Klischee entsprechend, sondern sprach einwandfrei Deutsch, sogar ohne Akzent. Ich dachte einige Male daran, diese Frau vielleicht mal irgendwann zu heiraten, sie war meine große Liebe. Bis wir dann das erste mal Miteinander schliefen. Ich wunderte mich sowieso schon die ganze Zeit, warum sie sich weigerte Schwimmen zu gehen oder nur in Unterwäsche zu schlafen, aber ich dachte immer es wäre der Scham. Ich musste sie dazu überreden, sich nackt auszuziehen, sie wollte am liebsten fast komplett bekleidet mit mir schlafen. Und dann sah ich es. Blaue Flecken, dass könnt ihr euch nicht vorstellen, wie viele blaue Flecken sie hatte. Ganz schlimm war es am Oberarm. Wahrscheinlich weil jemand sie immer sehr stark angepackt hat. Ich wollte wissen, wo die herkommen und sie sagte mir sofort, dass sie mir genau aus diesem Grund nicht ihren nackten Körper zeigen wollte. Ich redete auf sie ein und versuchte das so ruhig wie möglich zu machen, innerlich war ich auf 180. Dann erzählte sie mir endlich, dass es ihr russischer Ex-Freund ist. Dieser Typ wusste von mir und hat sie wann immer möglich bedroht oder geschlagen, weil sie für ihn eine Schlampe war, die es mit Ausländern treibt. Ich glaube eher, dass er sich in seinem Stolz gekränkt fühlte, ist eben eine andere Kultur. Zum ersten Mal in meinem Leben verspürte ich einen so großen Hass, weil diese feige Sau das hinter meinem rücken über zwei Monate hinweg immer wieder gemacht hat, dass ich sogar in genau diesem Moment, als ich sie so sah, dass Bedürfnis hatte einen Menschen umzubringen. Meine damalige Freundin war jedoch sehr radikal, sie sagte mir, dass sie mich liebt, weil ich eben nicht gewalttätig bin und wenn ich mich wegen dieser Sache mit dem Kerl prügle, dann würde sie sofort Schluss machen. Sie war jedoch bereit, wie sie hinzufügte, zur Polizei zu gehen. Ich sagte "Okay" und die Sache war erst mal geregelt. Doch das war nur der Schein, in Wirklichkeit schlich ich mich am nächsten Tag sofort auf die Lauer.


Ich konnte meinen Hass nicht besiegen, ich musste diesem Typen eine Lektion erteilen, die er nie vergisst, denn er würde das mit jeder Frau machen. Ich folgte meiner Freundin den ganzen Tag heimlich, bis sie vor ihrer Wohnungstür von einem Mann angepöbelt wurde. Das war er! Nach heftigem Wortgefecht ging meine Freundin ins Haus und der Typ wollte gehen. Ich folgte ihm. Er ging durch ein kleines Waldstück, indem ich nun zuschlug. Ich setzte meine Ski-Maske auf, griff nach einem kleinen dicken Stock den ich fand und begann von hinten auf ihn einzuschlagen. Nach dem ersten Schlag viel er schon zu Boden, ich hatte ihn voll erwischt. Mein Herz pochte lauter als je zuvor, es war ein Wahnsinnsgefühl. Ich packte ihn mit der linken Hand am Hals und mit der rechten schlug ich auf ihn ein, immer und immer wieder. Ich hatte stets das Bild von den blauen Flecken meiner Freundin vor Augen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie oft ich ihn geschlagen habe, aber es war sehr oft, er konnte danach nicht mehr aufstehen. Zum Schluss spuckte ich ihm ins Gesicht und ging. Meine Freundin erfuhr davon sofort am nächsten Tag, wahrscheinlich von irgend welchen seiner Freunde, sie sagte mir nicht was mit ihm war, sondern beendete die Beziehung sofort. Ich versuchte zu lügen, indem ich sagte, dass ich das nicht war, aber sie glaubte mir nicht. Das machte mich alles noch aggressiver, so das ich kurz davor war, diese Russen nochmals aufzusuchen und wieder zusammen zuschlagen, aber ich ließ es sein.
Ob ich es bereue. Ich muss sagen, ja das tue ich nach diesen 3 Jahren jetzt. Schließlich habe ich aufgrund einer Überreaktion meine große Liebe verloren. Wenigstens wurde ich nie geschnappt, sodass ich nichts zahlen musste.

Beichthaus.com Beichte #00028221 vom 20.10.2010 um 10:22:11 Uhr in Köln (42 Kommentare).

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Rufmord

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Lügen Ungerechtigkeit Verzweiflung Polizei

Mir ist vor ein paar Jahren, mit Anfang zwanzig, eine echt heftige Geschichte passiert, deren Nachwirkungen ich heute noch spüre. In meinem Freundeskreis gab es zwei fünfzehnjährige Mädchen, die sehr eng miteinander befreundet waren. Eine der beiden war wohl ziemlich in mich verknallt, wie ich im Nachhinein erfahren habe. Das hat sie mir aber nie zu verstehen gegeben, außer durch deutlich übertriebene Zickigkeit mir gegenüber. Eines schönen Tages, auf einer Feier machte sie mir wegen einer Kleinigkeit, die ich mittlerweile sogar schon vergessen habe, eine riesengroße Szene von wegen ich wäre ein Macho und A-loch und mir wären die Gefühle anderer völlig egal. Natürlich kann man immer Abstreiten, dass man so ist, aber ich bezweifle, dass mich ihre Einschätzung treffend charakterisiert hat. Jedenfalls ging ich an diesem Abend nicht auf ihre Vorwürfe ein, sie hätte sich sowieso nicht besänftigen lassen. Danach betrank sie sich bis zur sprichwörtlichen Besinnungslosigkeit.

Am nächsten Morgen bekam ich mehrere Hass-SMS von ihr und ihrer besten Freundin, es würde mir noch Leid tun, dass ich so ein Arsch sei. Ich ignorierte das und löschte die SMS, was sich als Fehler herausstellen sollte, denn am Abend klingelte die Polizei bei mir und nahm mich mit auf das Revier, da gegen mich eine Anzeige wegen Vergewaltigung vorlag. Das betreffende Mädchen hatte mich angezeigt, ihre beste Freundin hatte bezeugt, dass ich sie abgefüllt und danach gegen ihren Willen mit ihr geschlafen hatte.

Ab da war ich im Freundeskreis nur noch "der Kinderfi**er" und niemand, bis auf eine Ausnahme wollte mehr etwas mit mir zu tun haben. Ich wurde später sogar von ihrem Freund verprügelt, den sie weit nach der Geschichte kennengelernt hatte. Das Krasse daran ist, dass bei der gerichtsmedizinischen Untersuchung am Tag nach der "Vergewaltigung" herauskam, dass das Mädchen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit noch Jungfrau war und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am Vorabend kein Geschlechtsverkehr gehabt haben konnte. Außerdem verstrickten sich die beiden auch noch in Widersprüche. Das Ermittlungsverfahren gegen mich wurde daraufhin eingestellt. Ich stellte Gegenanzeige wegen Vortäuschens einer Straftat und Rufmord. Die beiden mussten Sozialstunden ableisten, aber trotzdem glaubt bis heute jeder meiner früheren Freunde den beiden ihre Version der Geschichte, die sie sogar noch ausgeschmückt haben. Ihre Eltern haben mich bedroht und wie schon erwähnt, ihr Freund hat mich mit ein paar Schlägertypen verprügelt, seitdem trage ich immer eine Waffe zum Selbstschutz bei mir, von der ich auch ohne zu zögern Gebrauch machen würde. Das ist mir erlaubt worden. Ich habe Rechtsstreitigkeiten an der Backe mit Leuten, die nach wie vor ihr mehr glauben als mir und bekomme ab und an anonyme Morddrohungen und Ähnliches. Ich musste in eine andere Stadt ziehen, trotzdem stehen immer mal fremde Autos mit irgendwelchen Typen, die mich ganz offensichtlich beobachten vor meinem Haus. Langsam frage ich mich echt ob das nie ein Ende nehmen wird.

Beichthaus.com Beichte #00028218 vom 19.10.2010 um 11:32:54 Uhr (55 Kommentare).

Gebeichtet von Jobi
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Meine Ethnobotanik

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Drogen Waghalsigkeit Stolz Polizei Jördenstorf

Meine Ethnobotanik
Ich (m/32) betreibe schon einige Jahre Ethnobotanik, das heißt, ich beschäftige mich mit ausschließlich legalen Pflanzen, die eine Drogenwirkung hervorrufen können. Aufgrund der Tatsache, dass ich wegen meiner Erfahrung selbst sehr starke Extrakte herstellen kann, laufe ich manchmal ziemlich verballert durch die Gegend und bin so vor zwei Monaten den Herren von der Polizei in die Arme gelaufen. Diese machten einen Drogentest, das Ergebnis war unbestimmt, was mich nicht wundert, da ich auch opiatähnliche Alkaloide konsumiere. wohl gemerkt, ich rede nicht von Spice oder so einem Müll, sondern medizinisch wertvollen Pflanzen, die ich in langer Recherche gefunden und über Shops in der ganzen Welt beschafft habe.

Naja, ich wurde jedenfalls vorläufig festgenommen. Daraufhin gab es eine Hausdurchsuchung, bei der triumphierende Polizisten ganze Säcke voller grüner Blätter, Harzen und Tinkturen aus dem Haus schleppten, und mich danach noch anherrschten, das Grinsen würde mir noch vergehen, man hätte das Gras ja bis zur Haustüre gerochen. Einen Tag später wurde ich wegen fehlender Haftgründe entlassen, da ich dem Richter Rechnungen und detaillierte Rezepturen vorlegen konnte, er meinte zwar, ich solle auf mich aufpassen, weil nicht alles was legal ist, auch ungefährlich ist, aber ich kenne mich aus. Die anwesenden Polizisten maulten mich erneut an, ich solle nicht so blöd grinsen, als ich aus dem Gericht marschierte, und ermittelten weiter.

Gestern war ich auf der Polizeistation, um grinsend mein, von kleinen Proben abgesehen, vollständiges Eigentum wieder in Empfang zu nehmen, es grinsend nach Hause zu bringen und bin gerade wieder dabei, ordentlich zu grinsen, was mir so schnell sicher nicht vergehen wird. Denn nebenbei habe ich meine Vorräte ja wieder aufstocken müssen und jetzt ein positives Platzproblem.

Beichthaus.com Beichte #00028217 vom 19.10.2010 um 00:52:48 Uhr in Jördenstorf (70 Kommentare).

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