Drängler in China

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Aggression Ignoranz Bahn & Co. China

An Feiertagen haben es die Chinesen vom Land so an sich, die Städte als Touristen heimzusuchen. Am besagten Tag in Shanghai wollte ich gerade aus der Metro aussteigen und sah schon eine Familie, dümmlich grinsend und daher offensichtlich vom Land, vor der Türe warten. Opa, Oma, Vati, Mutti und drei Kinder. Am besagten dümmlichen Grinsen habe ich deren Vorhaben natürlich gleich erkannt und war wenig überrascht, als die ganze Familie, Opa und Oma an der Spitze, die Metro stürmen wollten, ohne die Leute vorher aussteigen zu lassen. Ich beichte, dass ich die arme Bauernfamilie mit meinem 98 Kilo schweren, quadratischen Körperbau wieder komplett aus der Metro geschoben habe. Der Opa hatte meinen Ellbogen im Gesicht, aber wenigstens konnten die anderen Leute aussteigen.

Beichthaus.com Beichte #00030359 vom 19.10.2012 um 04:33:50 Uhr in China (Lujiazui, Shanghai) (20 Kommentare).

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Wenn die Natur ruft

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Peinlichkeit Ekel Last Night Frankfurt Oder

Da ich (w) gerade etwas betrunken bin, will ich nun beichten, dass ich schon viele merkwürdige Dinge in meinem Leben getan habe. Unter anderem war ich eines Abends auf dem Weg nach Hause, ebenfalls betrunken. Ich lief den Weg zurück und es waren noch zirka zehn Minuten bis zu mir, aber ich hatte, wie gesagt, schon ordentlich einen im Tee und musste ganz dringend aufs Klo. Dummerweise waren die Straßen alle beleuchtet und alles zubetoniert. Ich hatte keinerlei Möglichkeit, mich einfach unbemerkt irgendwo hin zu hocken und zu pinkeln. Als Mann hätte ich ja ungestraft überall hin machen können. Ich konnte kaum noch laufen, so dringend musste ich aufs Klo und kniff die Beine bei jedem Schritt zusammen. Irgendwann sah ich ein, dass es nichts nützte und da ich nicht erwischt werden wollte beim Urinieren an irgendeiner Straßenecke, musste ich wohl oder übel der Tatsache ins Auge sehen, dass es nur noch eine Lösung gab. Und so machte ich mir konsequent in die Hose. Gott sei Dank war die Hose schwarz und es würde nicht zu sehr auffallen, dachte ich mir. Trotzdem habe ich bis heute die Angst, dass mich irgendjemand mit meiner vollgepissten Hose gesehen haben könnte. Obwohl ich todmüde war, wusch ich die Hose sofort in der Waschmaschine und hängte sie in der selben Nacht noch auf. Es war mir so peinlich, dass ich mich Zuhause noch weiter betrank und nach dem Wäsche aufhängen in einen seligen Schlaf verfiel.

Beichthaus.com Beichte #00030358 vom 19.10.2012 um 03:03:33 Uhr in Frankfurt Oder (Karl-Marx-Str.) (12 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Konkurrenz behilflich

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Betrug Morallosigkeit Arbeit Geld

Ich arbeite jetzt seit zirka drei Jahren bei einer Firma in der Baubranche. Das eher bescheidene Grundgehalt wurde mir dahingehend erklärt, dass man mir etwaige Provisionen oder Überstunden auch "unter der Hand" auszahlen kann. Anfangs wurde das auch gemacht und die Arbeit macht mir bis heute noch Spaß, da es sehr interessant ist, ich viel lerne und mit meinem Chef prima auskomme. Allerdings hat das mit dem Auszahlen der Provisionen und Überstunden nach knapp einem Jahr aufgehört. Angesammelte Überstunden soll ich eben abbauen, wenn gerade wenig zu tun ist und statt der Provision heißt es jetzt: "ich lade dich das nächste Mal auf ein Bier ein." Mit der Zeit wurde ich schon ein wenig frustriert, weil ich wie ein Workaholic teilweise bis 22 Uhr im Büro hocke, am Wochenende meine privaten Baustellen abklappern muss und gerade mal 1200 Euro im Monat verdiene. Ich lege zwar nicht besonders viel Wert auf Materielles, aber ich möchte eben für die vielen Stunden, die ich arbeite, und für das viele Geld, das ich der Firma bringe, auch dementsprechend entlohnt werden. Daher habe ich vor zirka einem Jahr damit angefangen, systematisch Baustellen an Fremd- beziehungsweise Konkurrenzfirmen abzugeben, die sehr wohl Dankbarkeit in Form von Provisionszahlungen zeigen. Natürlich mache ich meine eigentliche Arbeit in der Firma weiter, damit niemand Verdacht schöpft, aber alles, was ich an privaten Anfragen bekomme, vermittle ich direkt an die Konkurrenz. Die machen mir auch noch Spezialpreise, weil ich öfter was brauche. Zum Beispiel: Wenn ein Bekannter von mir eine neue Haustür braucht, dann würde meine Firma dafür 4.000 Euro verlangen, und ich, außer der Arbeit, nichts davon haben. Wickle ich das über den Mitbewerber ab, kostet ihn die selbe Tür bloß 3.800 Euro und ich bekomme noch 250 Euro bar auf die Hand. Der Bekannte ist dankbar, weil er Geld gespart hat, und ich bin dankbar, weil ich eine Provision bekomme und keine Verantwortung habe bezüglich Themen wie Aufmaß, Bestellung, pünktliche Lieferung, eventuelle Reklamationen, und so weiter. Meiner Firma geht es finanziell sehr gut, ich brauche mir da auch keine Sorgen machen, dass mein Verhalten Schaden anrichtet oder jemand seinen Job verliert. Aber trotzdem bleibt irgendwo ein schlechtes Gewissen übrig, weil ich meine eigenen Interessen über die Firma stelle, bei der ich angestellt bin.

Beichthaus.com Beichte #00030351 vom 17.10.2012 um 00:27:29 Uhr (20 Kommentare).

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Kassenkampf

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Ignoranz Boshaftigkeit 50+ Shopping Gesellschaft Luxembourg

Ich muss beichten, dass ich trotz meines Berufes eine ältere Dame beleidigt habe. Zur Info, ich arbeite als Krankenpfleger in einem Pflegeheim und habe tagein, tagaus mit alten und dementen Leuten zu tun und das acht Stunden am Tag, manchmal sechs Tage die Woche. Jeder, der in dem Job arbeitet, versteht, dass man nach der Arbeit genug von den zu betreuenden Personen hat. Zur Beichte. Ich war nach einer anstrengenden Schicht einkaufen, ein bisschen im Stress und ausgelaugt. Ich stand mit meinen Waren an der Kasse, wie immer ausgerechnet an dieser, wo es nicht vorangeht. Hinter mir fährt ein Einkaufswagen an meine Fersen heran, der Fahrer war eine relativ alte Dame. Klischee hin oder her, besagte Dame hatte nichts besseres zu tun, als mich von hinten anzumachen. Der genaue Wortlaut lautete: "Also Entschuldigung, aber haben die jungen Leute keine Manieren mehr und lassen eine alte Dame vor?" Und das mit dieser quietschigen alten Stimme. Wohlbemerkt, ich hatte ganz genau sechs Artikel, die Dränglerin geschätzte 200. Ich war gestresst, genervt und gerade nicht gut drauf und antwortete in einer Lautstärke, mit der das ganze Geschäft es hören musste: "Hören Sie mal, so wie Sie aussehen, werden Sie in knapp drei Monaten wohl Dauergast bei mir sein. Wenn Sie wollen, dass ich ohne Murren Ihre vollgeschissenen Windeln wechsele, werden Sie ja wohl zehn Minuten Ihres noch kurzen, kostbaren Lebens opfern können, um hinter mir zu warten." Stolz bin ich ehrlich nicht darauf, aber in diesem Moment hätte ich besagter Dame am liebsten die Dose Ravioli in ihr faltiges Gesicht geworfen.

Beichthaus.com Beichte #00030329 vom 11.10.2012 um 02:25:30 Uhr in Luxembourg (Kayl) (36 Kommentare).

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Kartoffeln zum Nikolaus

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Falschheit Boshaftigkeit Weihnachten

Es war am Abend vor Nikolaus vor etwa 30 Jahren. Ich war gerade dabei, die Süßigkeiten und kleine Geschenke für meine fünf Kinder vorzubereiten. Meine Kinder haben ihre Schuhe geputzt und auf die Veranda gestellt, damit "Nikolaus" diese füllen kann. Als ich auf die Veranda ging, um Nikolaus zu spielen, sah ich dort ordentlich abgestellte 4 Schuhe und einen 10 Liter Eimer! Mein jüngster Sohn dachte wohl, er bekommt dadurch mehr Geschenke als andere. Ich habe tatsächlich alle Behälter gefüllt, die mir zur Verfügung standen, Schuhe mit Süßem und Geschenken und den Eimer bis zum Rand mit Kartoffeln. Er war zwar nicht begeistert, aber er hat trotzdem nichts daraus gelernt. Mittlerweile bereue ich das, denn eigentlich hat es ja nichts gebracht, außer ein trauriges Gesicht am Nikolaus-Tag.

Beichthaus.com Beichte #00030311 vom 07.10.2012 um 00:50:45 Uhr (19 Kommentare).

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