Das Geschäft mit den Flirts

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Betrug Dummheit Morallosigkeit Internet

Ich (m/23) beichte, dass ich armen, notgeilen Würstchen auf bekannten und anonymen Chatplattformen vorgaukle, ich sei ein gut aussehendes, 20-jähriges Mädchen, das nach Spaß sucht. Nach dem Absenden von eindeutigen Textphrasen und Bildern aus der Suchmaschine sind die meisten Typen gewillt, Nacktbilder von sich zu verschicken. Nach Beendigung des "Smalltalks" teilen die Herren mir, auf meinen Wunsch hin, sie doch einmal persönlich zu sehen, den Namen ihres Facebook-Profils mit. Et voila, nun schreibe ich sie mit einem anonymen Profil an und fordere über einen sicheren, elektronischen Weg die Zahlung eines niedrigen Betrages, da ansonsten alle Facebook-Freunde oder sogar die angegebene Frau/Freundin über den vermeintlichen Flirt mit Zugabe der Fotos unterrichtet werden würden. Solche Leichtgläubigkeit muss bestraft werden und eine positive Begleiterscheinung ist der nette Nebenverdienst auch.

Beichthaus.com Beichte #00030717 vom 25.01.2013 um 16:34:04 Uhr (17 Kommentare).

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Nächtliches Aufräumen im Hausflur

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Ekel Last Night Nachbarn Hamburg

Nächtliches Aufräumen im Hausflur
Ich wohne in einem etwas heruntergekommenen Hochhaus. Manche meiner Nachbarn lassen ihre Mülltüten einige Tage vor ihrer Wohnungstür stehen, bevor sie sie hinunterbringen. Das stinkt und mich nervt das. Und so bin ich einmal nachts aufgestanden und habe die Mülltüten von dem einen zu den zwei Mülltüten vor der Wohnung des anderen Nachbarn dazugestellt. Am nächsten Vormittag hörte ich dann eine laute Auseinandersetzung auf dem Flur und sah durch den Spion, dass beide Nachbarn stritten. Wenige Minuten später hatten beide ihren Müll weggeräumt. Ein paar Wochen lang blieb der Flur sauber. Doch seit einiger Zeit stehen da wieder Mülltüten. Ich werde im Flur wohl heute Nacht wieder einmal ein bisschen aufräumen müssen.

Beichthaus.com Beichte #00030710 vom 24.01.2013 um 00:02:18 Uhr in Hamburg (Edmund-Siemers-Allee) (12 Kommentare).

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Rache per Leistungskurs

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Boshaftigkeit Lügen Rache Feinde Schule Dortmund

Rache per Leistungskurs
Vor einigen Jahren, als ich (m) noch zur Schule (gymnasiale Oberstufe) ging, lästerte ein ehemaliger Klassenkamerad, mit dem ich mich nie besonders gut verstanden hatte, in meiner Abwesenheit in derbster Art und Weise über mich. Er erzählte beispielsweise herum, ich wäre schwul und er hätte mich schon mit diversen Jungs gesehen, was nicht der Wahrheit entsprach. Durch meine Freunde erfuhr ich relativ zügig davon und beschloss, mich in gleicher Härte an ihm zu rächen. Ich saß mit dem Typen im selben Biologie LK und er war eine Vollniete in dem Fach. Ich frage mich bis heute, wie er diesen LK wählen konnte. Eines Tages fragte er mich, ob ich ihm in der bevorstehenden zweiten Halbjahresklausur etwas helfen könnte, indem ich meine Lösungstexte und Skizzen an den Rand des Tisches legte, sodass er abschreiben könnte. Er war scheinbar davon überzeugt, dass ich von seinen Lästereien nichts erfahren hatte. Zuerst wollte ich energisch ablehnen und ihm meine Meinung geigen, aber dann fiel mir spontan ein, dass dies eine perfekte Gelegenheit sei, um ihm eine deftige Retourkutsche zu verpassen. Also willigte ich ein. Er bereitete sich also in keiner Weise auf die Klausur vor. Während der Klausur dann platzierte ich alle Zettel mit meinen Lösungsstichpunkten am Rand des Tisches, sodass er diese lesen konnte. Er schrieb fleißig von den Stichpunkten ab. Allerdings hatte ich auf diese Zettel völlig falsche, gar willkürliche Dinge geschrieben. Da er keine wirkliche Ahnung von der Materie besaß, bemerkte er nicht, dass sämtliche Ergebnisse falsch waren. Auf meinem echten Klausurbogen schrieb ich meine richtige Lösung auf und verdeckte die Blätter. Am Ende der Klausur bedankte er sich sogar noch artig bei mir.

Zweieinhalb Wochen später teilte die Kurslehrerin die korrigierten Klausuren aus. Seine Arbeit wurde mit einer glatten Fünf (zwei Punkten) bewertet, ich staubte eine Zwei plus (12 Punkte) ab. In der Pause schoss er sofort auf mich zu und fragte ungläubig, weshalb seine Klausur so schlecht sei. Ich zuckte nur mit den Achseln und verschwand. Da seine erste Klausur ebenfalls schon schlecht war und er im Unterricht keinen Mucks von sich gab, prangten im Halbjahreszeugnis der Stufe 13 dann mickrige drei Punkte (eine Fünf plus) im LK. Besonders schmerzhaft ist, dass die Leistungskurse in Stufe 13 dreifach zählen. Im Verhältnis zu seinen Lästereien war es meiner Meinung nach sogar noch harmlos, was ich getan habe. Vermutlich hätte der Typ auch so seine obligatorische Vier oder Fünf kassiert. Allerdings empfand ich danach etwas Genugtuung, weil die Art und Weise der Rache genauso schäbig und hinterhältig war, wie seine Tat.

Beichthaus.com Beichte #00030706 vom 23.01.2013 um 02:17:13 Uhr in Dortmund (Hohe Straße) (37 Kommentare).

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Klischees in der Psychiatrie erfüllen

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Vorurteile Kinder

Ich (w) musste aufgrund eines Burn-Outs in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses. Man hatte mich bereits wieder mit Dokumenten, die ich auszufüllen hatte, abgespeist und ins Wartezimmer geschickt, als ein junges Mädchen, ich schätze es auf zehn oder elf, mit ihrer Mutter hereinspaziert kam. Sie vermittelte sofort diese "ich bin hier nur Statist und beobachte, und die Tatsache, dass ich mich hier in der Psychiatrie befinde, sagt nichts darüber aus, dass ich nicht ein tadelloser Mensch ohne Fehler und Probleme bin"-Art. Sie redete in einem fort über mich, wobei ich vielleicht fünf Meter von ihr entfernt an einem mir zugeteilten Tischchen saß. Zuerst war es ein Gespräch zwischen Tochter und Mutter nach dem Motto "warum schreibt die denn mit der linken Hand, ist das überhaupt ein humanes Wesen?" Natürlich sah ich immer wieder verstohlen zu den beiden herüber und tat im nächsten Moment wieder sehr beschäftigt, da ich einfach nur in Ruhe gelassen werden wollte. Und als es dann in die belästigende Schiene ging, also lautstark darüber gesprochen wurde, wie merkwürdig und komisch ich doch war, man mich nicht mehr aus den Augen ließ, als würde ich sie im nächsten Moment anfallen wie ein schizophrenes Eichhörnchen, wurde es mir zu bunt. Das Kind maß mich mit missbilligenden Blicken und tat ganz so, als wäre ich ein psychisch gestörter Massenmörder. Hiermit beichte ich, dass ich dem Mädchen und seiner Mutter, als sie gerade richtig in Fahrt kommen wollten, lautstark ins Gesicht gelacht habe. Ich denke nicht, dass sich ihre Meinung über mich dadurch zum Positiven geändert haben sollte, aber das war mir egal. Ich für meinen Teil habe mich danach aber um einiges besser gefühlt als zuvor. Das nervige Geplapper hat damit auch aufgehört.

Beichthaus.com Beichte #00030697 vom 20.01.2013 um 22:10:40 Uhr (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Outsourcing für die Faulheit

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Faulheit Habgier Arbeit

Ich (m/26/Informatiker) bin freiberuflich für einen Softwarehersteller tätig. Ich habe keinen wirklich festen Vertrag, mir werden einfach Aufträge zugeteilt mit einer Deadline und wenn ich den Auftrag eingereicht habe, wird mir dafür ein vereinbarter Lohn überwiesen. Je schneller ich arbeite, desto mehr Aufträge kann ich also im Monat erfüllen und desto mehr Geld verdiene ich dann. Seit etwa 12 Monaten schon habe ich aber eigentlich keine Minute mehr gearbeitet, mache aber mehr Geld als je zuvor. Ich war vor einem Jahr noch als Übungstutor an meiner alten Uni tätig und irgendwann fiel mir keine passende Aufgabe für eine Übung ein. Kurzerhand nahm ich dann einen meiner Aufträge und ließ diesen von meiner Studentengruppe bearbeiten. Natürlich hatte ich nie vor, diesen einzureichen, aber es war außerordentlich, was manche von denen auf die Beine gestellt hatten. Ich war erst skeptisch, aber habe dann die wirklich perfekte Arbeit eines Studenten bei meinem Chef als meine eigene abgeliefert und dafür dann ordentlich kassiert. Das Ganze wiederholte ich ein paar Mal, aber irgendwann wurden die Aufträge zu speziell beziehungsweise bezogen sich oft auf zu spezielle Gebiete. Ich konnte sie den Studenten nicht mehr geben, ohne Aufsehen zu erregen. Da es aber so gut geklappt hatte, für minimalen Aufwand maximales Geld zu erwirtschaften, testete ich eine Alternative. Ich bekam einen neuen Auftrag, übersetzte alles ins Englische und gab den Auftrag an eine indische Firma weiter. Im Handumdrehen bekam ich ein perfektes Ergebnis geliefert. Natürlich musste ich dafür zahlen, allerdings nur ein Drittel von dem, was ich von meinem Chef dann dafür bekam. Ich arbeite also seit einem Jahr im Prinzip nicht mehr, mal von den Übersetzungen der Aufträge ins Englische und von kleinen Überarbeitungen in den Aufträgen selbst, abgesehen. Durch das einfache outsourcen der Aufträge kann ich inzwischen zwei bis drei mal so viele Aufträge bearbeiten wie vorher. Theoretisch natürlich noch mehr, aber das würde irgendwann auffallen.

Beichthaus.com Beichte #00030694 vom 18.01.2013 um 17:21:53 Uhr (22 Kommentare).

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