Unpünktlichkeit

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Ignoranz Hochmut Engherzigkeit

Ich habe einen Kumpel, mit dem ich mich an sich gut verstehe, der aber komplett unzuverlässig und unpünktlich ist. Ich bin auch nicht übergenau, aber es treibt mich auf die Palme, wenn er stets eine Stunde zu spät zu einem Treffen kommt. Vor allem deswegen, weil hauptsächlich er sich mit mir treffen will und nicht umgekehrt. Vorgestern Abend war es mal wieder soweit. Wir hatten 19 Uhr ausgemacht, uns in einem Restaurant zu treffen. Für mich bedeutet das: Um 19 Uhr dort sein. Für ihn bedeutet es: Irgendwann mal so gegen 19:30 Uhr losfahren. Als er um 19:45 Uhr noch immer nicht da war, habe ich ihn kurz angerufen, um ihm mitzuteilen, dass ich jetzt schon mal was zu essen bestelle (war schon so hungrig), aber er ging nicht ans Telefon. Um 20 Uhr kam das Essen und 15 Minuten später war ich damit fertig. Mein Kumpel war noch immer nicht im Restaurant und gemeldet hat er sich auch nicht. Habe dann bezahlt und bin einfach nach Hause gefahren. Um circa 20:50 Uhr (also knapp 2 Stunden nach dem vereinbarten Treffen) rief er dann zurück, aber ich ging nicht ans Handy. Er quatschte mir was auf die Mobilbox, das ich mir anhörte (hätte ja was wichtiges sein können). Es war bloß "bla bla bla, musste noch dieses und jenes Unwichtigere machen, anstatt pünktlich zu kommen, aber ich fahr jetzt mal los, bin in 15 Minuten im Restaurant!". Meine Beichte: Ich hätte ganz einfach zurückrufen können, oder eine SMS schreiben können "Du hast mich 2 Stunden warten lassen, ich bin schon zu hause, brauchst nicht mehr kommen!" Ich habe ihn einfach ignoriert und umsonst dort hinfahren lassen. Es ist nicht so, dass ich bösartig wäre und ich hätte auch kein Problem wenn er mir sagen kann: "Sorry, heute ist es bei mir schlecht, 19 Uhr geht sich nicht aus, geht es später, oder können wir das Essen verschieben?" Aber ich finde es absolut Scheiße, wenn mich der Kumpel fast zwei Stunden warten lässt und mir den Abend versaut. Da ich ein schlechtes Gewissen hatte, hab ich ihn dann am nächsten Tag angerufen und ihm erklärt, warum ich nicht weiter auf ihn gewartet habe. Habe ihm mitgeteilt, dass ich so etwas extrem respektlos finde, vor allem deshalb, weil das nun schon mindestens 5 Mal passiert ist, dass er in so einem Ausmaß unpünktlich ist. Er konnte es zwar verstehen, zeigte aber kaum Einsicht. Ich denke, ich werde mal eine Zeit lang den Kontakt zu ihm abbrechen und ihn dann nochmal eine Chance gegen. Nicht falsch verstehen: Ich bin selbst eine sehr gemütlicher Typ und mache niemandem Stress. Ich erwarte auch nicht, dass jemand pünktlich auf die Minute erscheinen muss, aber einigermaßen Rücksicht sollte man schon auf die Zeit der anderen nehmen. Ein schlechtes Gewissen habe ich trotzdem, weil mein Kumpel an sich ein guter Mensch ist, nicht sonderlich viel Freunde hat und sehr viel von mir hält.

Beichthaus.com Beichte #00029655 vom 28.12.2011 um 02:35:30 Uhr (21 Kommentare).

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Der Baum aus dem Wald

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Diebstahl Geiz Weihnachten

Ich (m/30) habe heuer den Weihnachtsbaum im Schutze der Dämmerung illegal aus dem Wald, der an meiner Wohnsiedlung angrenzt, geholt. Meine Familie denkt, es wäre ein Gekaufter und schwelgt in Unwissenheit. Ich wollte mir das Geld sparen und brauchte irgendwie den Kick. Ich werde als Wiedergutmachung im Frühjahr einen anderen Baum, der in meinem Garten bereits an einer unpassenden Stelle wächst, ausgraben und an die Stelle des Tannenbaums umpflanzen. Herr Förster und Mutter Natur: Ich bitte um einstweilige Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00029654 vom 27.12.2011 um 19:56:07 Uhr (11 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Das alte Namensschild

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Faulheit Trägheit Ignoranz WG

Wir sind vor sieben Monaten in eine WG gezogen und waren bis heute zu Faul das Namensschild an der Klingel auszutauschen. Wenn wir Essen bei einem Lieferdienst bestellen geben wir einfach den Nachnamen unseres Vormieters an. Auch unseren Freunden sagen wir einfach, dass sie bei dem anderem Namen klingeln sollen.

Beichthaus.com Beichte #00029641 vom 22.12.2011 um 23:16:46 Uhr (10 Kommentare).

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Meine Freundin und mein Nachbar

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Fremdgehen Schamlosigkeit Verrat Partnerschaft Nachbarn Friesenried

Meine Freundin und mein Nachbar
Mein Vergehen liegt schon ein paar Jahre zurück und mittlerweile ist es mir eigentlich nur noch peinlich. Ich war mit meiner ersten richtigen Freundin ein reichliches halbes Jahr lang glücklich zusammen. Sie war sehr hübsch, intelligent und alle mochten sie. Mit unserem ersten Mal wollten wir noch eine Weile warten, weil sie sich noch nicht bereit dazu fühlte, wie sie sagte. Ich akzeptierte das natürlich anstandslos. Eines Tages, in den Sommerferien, wir badeten gerade bei meinen Eltern im Pool, kam unser Nachbar herüber und fragte, ob meine Eltern da wären, weil er sich von meinem Vater die Heckenschere ausleihen wollte. Mein Nachbar war ein echt toller Typ, den ich immer bewundert hatte, er war noch relativ jung, muskulös und wirklich verdammt gut aussehend. Er hatte nie eine feste Freundin, bei ihm gingen die Frauen ein und aus. Ich bemerkte sofort, dass mein Nachbar meine Freundin, die nur einen Bikini trug, ziemlich eingehend taxierte. Das störte mich schon etwas, aber ich war eigentlich eher stolz darauf, dass ich eine Freundin hatte die ihm gefiel. Mein Vater lieh ihm natürlich die Heckenschere, weil er meinem Vater im Gegenzug zu Gartengeräten und dergleichen ab und an mal sein Motorrad oder seinen damals brandneuen Porsche lieh. Die beiden verstanden sich überhaupt ziemlich prächtig. Kurz nachdem er mit der Heckenschere verschwunden war, begann er auf seiner Seite des Zauns auf einer Leiter die Hecke zu verschneiden, natürlich oberkörperfrei. Mir fiel auf, dass meine Freundin öfter verstohlene Blicke auf ihn warf. Er schien es aber nicht zu bemerken. Irgendwann wurde ich eifersüchtig, weil ich ja schließlich ihr Freund war, und bekam schlechte Laune. Ich sprach sie darauf an, dass ich das Gefühl hatte sie ihn begaffte, was sie natürlich alles abstritt. Wir badeten noch mehrmals in diesem Sommer im Pool und ab und an arbeitete unser Nachbar im Garten, aber meine Freundin hörte auf ihm Blicke zuzuwerfen.

Eines Tages, als es besonders heiß draußen war, fragte mich meine Freundin, ob ich nicht mit dem Roller Eis holen fahren könne. Sie konnte leider nicht mitfahren, da ich ja die Kühlbox mitnehmen musste. Ich fuhr also los um Eis zu holen und war relativ schnell wieder da. Meine Freundin war jedoch verschwunden. Ich suchte sie eine Weile lang. Irgendwann kam ich auf die Idee, sie bei meinem Nachbarn zu suchen und siehe da, sie saß bei ihm im Garten und die beiden unterhielten sich. Das fand ich schon ziemlich mies von ihr, ich ließ mir aber nichts anmerken. Schließlich gingen wir wieder zu uns herüber und ich stellte sie zur Rede. Sie sagte, es wäre alles ganz harmlos und ihr sei halt langweilig gewesen, außerdem würde sie sicher nichts mit einem Typen anfangen, der rein biologisch gesehen ihr Vater hätte sein können, er war zu dem Zeitpunkt reichlich doppelt so alt wie wir.

An ihrem 16. Geburtstag feierten wir eine riesige Gartenparty bei mir, auf die auch der Nachbar eingeladen war. Er ging aber schon relativ früh wieder. Zu fortgeschrittener Stunde, nach einer Menge Alkohol ihrerseits, war sie schließlich nirgendwo mehr aufzufinden und ich suchte überall nach ihr, weil ich mir Sorgen machte. Weil sie bei uns nirgends war, ging ich rüber zu meinem Nachbarn, um herauszufinden, ob er sie eventuell gesehen hatte. In seiner Garage brannte Licht und das Tor stand halb offen, also dachte ich, er sei darin und ging hinein. Das Bild, dass sich mir bot werde ich nie vergessen: Meine Freundin saß nackt auf der Werkbank, während mein Nachbar vor ihr stand und rhythmisch in sie stieß. Mir wurde ganz flau im Magen und ich bekam eine Mordswut auf die beiden. Erst wollte ich blindlings irgendein Werkzeug von der Wand reißen um ihm den Schädel einzuschlagen, aber dann überkam mich plötzlich eine eiskalte Ruhe. Ich ging wieder zur Party, holte den Fotoapparat und nahm ein paar der Gäste unter dem Vorwand, ich müsste ihnen etwas zeigen mit zur Garage des Nachbarn. Wir betraten die Garage und ich begann ohne Vorwarnung Fotos der beiden zu machen. Die beste Freundin meiner damaligen Freundin, die ich mitgenommen hatte, begann wie am Spieß zu kreischen und bekam sich erst einmal nicht wieder ein. Der Gesichtsausdruck meiner Freundin wandelte sich von Lust zu Entsetzen und mein Nachbar sah mich hasserfüllt an. Dann versuchte er mir die Kamera wegzunehmen, aber daran hinderten ihn einige der anderen, die ich mitgenommen hatte.

Ich zeigte die Aufnahmen am selben Abend noch meinen Eltern, worauf mein Vater zu meinem Nachbarn ging um ihn zur Rede zu stellen. Der Vorfall sprach sich in Windeseile im ganzen Ort herum, und auch, was noch schlimmer war, an unserer gesamten Schule. Seitdem war meine jetzt Ex-Freundin ausgestoßen und niemand wollte mehr etwas mit ihr zu tun haben. Mein Nachbar wurde indessen im Ort auf das Äußerste gemobbt. Er zog nach einigen Monaten weg, aber entschuldigte sich vorher wenigstens noch bei mir. Ich habe leider keinen direkten Kontakt mehr zu meiner Ex, aber es scheint ihr wohl jetzt, 8 Jahre danach, immer noch anzuhängen. Sie hatte seitdem wohl keinen festen Freund mehr und jobbt als Verkäuferin in einem Klamottenladen, obwohl sie eigentlich Medizin studieren wollte. Es tut mir wirklich wahnsinnig Leid, dass ich sie dermaßen vorgeführt habe, eine einfache Trennung hätte schließlich auch gereicht. Ich konnte damals die eventuellen Konsequenzen des Ganzen nicht wirklich überblicken, sonst hätte ich sicher anders gehandelt.

Beichthaus.com Beichte #00029638 vom 21.12.2011 um 11:51:48 Uhr in Friesenried (74 Kommentare).

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Das Fliegengitter

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Lügen Trunksucht Vandalismus Ungerechtigkeit Tiere Berlin

Ich war vor mehreren Wochen mit einigen Freunden unterwegs und wie immer, gab es jede Menge Hochprozentiges. Alle waren gut drauf und der Abend neigte sich dem Ende entgegen. Als ich dann irgendwann nach Hause getorkelt bin, fiel ich auch direkt ins Bett. Alles war gut und ich schlief ein. Nach ein paar Minuten wachte ich plötzlich mit einem unguten Gefühl auf. Ich verspürte einen starken Reiz mich mal gepflegt zu übergeben. Ich merkte auch sofort, dass ich es nicht mehr bis ins Badezimmer im Erdgeschoss schaffen würde. Meine letzte Rettung um nicht mein Bett oder den Teppich vollzukübeln - das Fenster. Als ich das Fenster öffnete sah ich das Fliegengitter. Da mir die Brühe schon wortwörtlich im Halse stand, riss ich das Fliegengitter mit Gewalt auf und entleerte mich aus dem ersten Geschoss unseres Hauses direkt in unseren Garten. Danach ging es mir sehr viel besser und ich ging wieder schlafen.


Am nächsten Morgen entdeckte ich dann das Chaos. Ich habe zwar die meisten Kotzbrocken in den Garten befördert bekommen, allerdings landete einiges auch auf der Fensterbank und in der Heizung. Vom Geruch ganz zu schweigen. Erstmal machte ich mich daran, die Fensterbank und die Heizung zu säubern. Wie es roch, wenn man die Heizung an machte, kann sich wohl jeder vorstellen. Den Rest im Garten beseitigte der Regen. Ein paar Tage später entdeckte mein Vater jedoch das zerrissene Fliegengitter und ich wusste erst mal nicht, was ich sagen sollte. Doch dann kam mir die Idee! Unser Kater. Ich erzählte meinem Vater, dass der Kater das Fliegengitter mit seinen Krallen zerfetzte und mein Vater glaubte mir. Ich kam also super aus der Sache raus. Unser Kater dürfte jedoch ein paar Tage in kein Zimmer, in dem Gardinen oder ähnliches waren. Danke Miezi, dass du mich vor einer verdammt peinlichen Situation bewahrt hast.

Beichthaus.com Beichte #00029619 vom 15.12.2011 um 17:06:52 Uhr in Berlin (Bahnhofsplatz) (10 Kommentare).

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