Internet zu langsam

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Selbstsucht Ignoranz Ungerechtigkeit Internet Urlaub Panama

Bin zur Zeit auf einer Weltreise. Übernachte immer in sehr günstigen Backpackers Unterkünften. Meistens gibt es kostenloses Wifi. Allerdings ist die Verbindung sehr langsam meist um die 0.5Mbit. Oft lasse ich mein Netbook 24 Stunden laufen und lade nonstop irgendwelche Podcasts herunter die ich mir dann am Abend anschaue. Alle Gäste beschweren sich bei den Hostels wegen dem Internet. Um eine Seite zu laden dauert es manchmal 2 Minuten, oder ist gar unmöglich. Es tut mir ja auch Leid, doch ich muss halt was zum gucken haben.

Beichthaus.com Beichte #00029371 vom 16.09.2011 um 18:43:22 Uhr in Panama (Changuinola) (12 Kommentare).

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Omis um den Finger gewickelt

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Lügen Habgier Zivi & Bund 50+

Ich habe meinen Zivildienst in einer privaten Rehaklinik abgeleistet. In dieser Klinik lernten, meist alte Frauen, Hüft- und Knieoperierte Menschen wieder zu gehen. Meine Aufgabe war es, die Patienten die nicht in der Lage waren selbstständig an Krücken zu ihren Anwendungen zu gehen mit dem Rollstuhl dort hinzubringen. Wie man es von älteren Leuten kennt, wurde ich sehr geschätzt und oft gelobt, in der Art: "es gibt viel zu wenig hilfsbereite Menschen wie Sie" etc. Dass ich nur meinen Zivildienst ableiste war den Meisten egal. Bis auf einen Punkt: Ich wurde schon in meiner ersten Woche des Öfteren gefragt, wie viel ich denn für meine Arbeit verdiene. Die circa 600 Euro Sold reichten mir locker, da ich noch zu Hause wohnte, allerdings kam mir eine Idee. Ich jammerte mir bei den Omis die Seele aus dem Leib, dass ich z.B. nicht mal meine Freundin zum Kaffee trinken einladen könne, und dass der Lohn für die Arbeit eher darin bestünde sich mit so netten Menschen zu unterhalten. Ich erzählte eigentlich meine komplette Zivi-Zeit irgendwelche Lügen um die alten Damen einzuwickeln. Nun könnt ihr euch vorstellen wie viel Trinkgeld ich gemacht habe in meinen 9 Monaten. Ich will nur soviel verraten, dass ich mir davon ein Auto gekauft habe. Wenn ich jetzt 5 Jahre später darüber nachdenke, finde ich ziemlich krass was ich da getan habe bzw. wie ich die Gutgläubigkeit älterer Menschen ausgenutzt habe.

Beichthaus.com Beichte #00029363 vom 13.09.2011 um 11:36:31 Uhr (20 Kommentare).

Gebeichtet von Wladius
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“Beichte

Jamaica-Tee-Mischung

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Drogen Betrug Wathlingen

Damals kannte ich einen Typen, der prahlte in unserer Gegenwart immer damit herum, dass er jede Sorte Gras sofort an der Konsistenz und am Geruch erkennen könne. Der Prahlhans ging mir schon immer mächtig auf den Senkel, also beschlossen meine Kumpels und ich mal sein Können zu testen. Ich - mittlerweile als Jurist tätig - bin daraufhin nach Hause und wir haben den Entschluss gefasst, ihm meine Scheiße als Dope zu verkaufen. Ich hatte damals eine alte Campingkocherherdplatte, die haben wir angeschmissen und mithilfe von alten Gartenarbeitshandschuhen und einer Rasierklinge zurechtgeschnittene Teile meines Shits auf eben dieser Rasierklinge erwärmt. Um den Geruch nicht zu stark werden zu lassen, haben wir eine abgelaufene Jamaica-Tee-Mischung hinzugefügt und das Material nach einer kurzen Abkühlphase in ein Tütchen gepackt.


Das Problem war, dass die Tüte schon nach kurzer Zeit total beschlagen war und ich deshalb annahm, dass er die Sache bestimmt durchschauen würde, als ich auf dem Weg war, mich mit ihm zu treffen. Das Lachen musste ich mir bei jedem Schritt von Neuem unterdrücken. Dort angekommen erklärte ich ihm, der Stoff, sei von Novosibirsk, über Rotterdam, von Berlin direkt nach Wathlingen gelangt und es würde sich um den "weichen Afghanen" handeln. Beste Ware, die mitunter schon Hitze in der Tüte produziere. Er sagte mir, er bezahle morgen. Und ich hätte auch nichts gesagt, wenn die Zahlung ausgeblieben wäre, der Spaß war es bis dahin wert. Am nächsten Tag allerdings kam der Typ und legte - damals noch - 20 DM auf den Tisch. Ok, eines kann man mir nicht nachsagen; dass ich unkorrekt geschissen hätte: 2 Gramm waren es bestimmt. Als ich dann eine Bekannte anrief, bei der der Typ mit seinem Kumpel zum Rauchen aufgetaucht war, da teilte sie mir auf meine Anfrage hin mit, dass die ganze Bude nach Scheiße gestunken haben solle und dass die Jungs wohl auf ihre Frage, nach der Wirkung des Stoffes gemeint haben sollen: "Knallt nicht besonders, aber lässt sich saugeil bröseln!" Danach soll der eine Typ auch wohl erst mal ne Woche lang Husten gehabt haben. Kein Wunder, die Nacht davor hatte ich durchgesoffen und nur übelsten Rauchstoff zu mir genommen. Heute würde ich sowas nie wieder machen, aber irgendwie war es zu meiner Teenagerzeit eine verdammt lustige Nummer. Und das ganze Dorf wusste damals von der Story. Für ihn war es die Blamage des Lebens.

Beichthaus.com Beichte #00029354 vom 09.09.2011 um 19:03:21 Uhr in 29339 Wathlingen (Bahnhofstraße) (9 Kommentare).

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Neidisch auf meinen Freund

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Neid Verzweiflung Partnerschaft Geld

Seit circa 3 Monaten bin ich (w/21) mit meinem Freund zusammen. Wir harmonieren auf allen Ebenen, er gleicht mich aus, ist mein Ruhepol und meine starke Schulter. Wir planen schon unsere gemeinsame Zukunft. Eine Sache stört mich allerdings: sein Geld. Ich bin neidisch auf ihn, da er von Geburt an niemals Geldsorgen hatte. Er achtet nicht auf das Geld, wenn er ins Restaurant oder zu Konzerten geht, sich neue Klamotten zulegt oder sich ein neues Auto holt (zu seinem Privat-Fuhrpark zählen drei Autos). Im Jahr fliegt er unzählige Male in den Urlaub, er war schon auf jedem Kontinent der Welt und geringe Urlaubstage kennt er nicht. Er bucht den Flug und ab geht es in den Urlaub. Zu seinem Besitz zählen 26 Eigentumswohnungen, die er alle vermietet. Zwei Einfamilienhäuser, sowie einige Wohnungen im Ausland. Er selbst wohnt in seiner 120qm Wohnung, alles renoviert und super modern, mit wirklich riesigem LED TV, großem Balkon und die Ausstattung ist auch nur das feinste vom Feinsten. So und ich? Ich besitze nichts. Habe gar keine finanziellen Rücklagen, keine Wertgegenstände, keine Altersvorsorge, NICHTS. Doch dafür kann ich nichts, denn Reichtum wurde mir nicht in die Wiege gelegt. Wer von euch kennt das nicht: man arbeitet und arbeitet und hat am Ende gerade mal genug zum existieren? Seit meine Eltern sich getrennt haben und ich bei meiner Mutter lebe, müssen wir jeden Monat das Geld für die Miete zusammen kratzen und können uns keinerlei Luxus gönnen, da wir das Geld dafür einfach nicht haben. Wir gehen beide arbeiten, doch es reicht immer gerade mal so. Mein Vater führt ein tolles Leben, er muss sich ja auch nur um sich selbst kümmern und Unterhalt an seine Kinder zahlen tut er auch nicht.

Wenn mein Freund bei mir ist, schäme ich mich. Und ich komme mir neben ihm einfach armselig vor, wie ein Mensch zweiter Klasse. Ich trage keine teuren Markenklamotten, meine Sachen hole ich mir bei H&M. habe keine qualitativ wertvollen Sachen und allein in seinem Portemonnaie befindet sich so viel Bargeld wie manch einer im Monat verdient. Er bezahlt alles und lädt mich immer ein. Auch wenn er es lieb meint komme ich mir immer schlecht dabei vor und habe selten Lust mit ihm etwas zu unternehmen, da sich in meiner Geldbörse meistens nur 20 Euro befinden. Dabei würde ich ihn auch gerne mal einladen und ihm eine kleine Freude machen indem ich ihm z.B. ein kleines Geschenk mache. Doch das positive ist, ich weiß dass er mich von ganzen Herzen liebt, auch wenn wir in zwei verschiedenen Welten leben.


Meine Beichte: ich bin neidisch auf meinen Freund den ich zwar liebe, aber könnte kotzen wenn ich sehe wie er das Geld ausgibt für unnötige und teure Sachen. Er ist von Geburt an reich und musste niemals auch nur einen Finger dafür krumm machen. Und ich dagegen muss jeden Cent drei mal umdrehen. Es hat gut getan, sich das einmal von der Seele zu schreiben.

Beichthaus.com Beichte #00029350 vom 07.09.2011 um 19:56:44 Uhr (43 Kommentare).

Gebeichtet von dohmmi
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“Beichte

Kopfgeld von 20 Schilling

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Gewalt Aggression Mord Tiere Urlaub Leopoldsdorf

Es ist nun über 20 Jahre her. Ich war 13 Jahre alt und bei meinen Großeltern auf dem Lande zu Besuch. Auf Wunsch meiner Eltern sollten mein Bruder (damals 17) und ich das Wochenende im Burgenland verbringen. Doch sie ahnten nicht, dass wir zu Mördern werden sollten.

Der erste Tag verlief normal. Meine Oma kochte, mein Opa erzählte von seiner erfolgreichen Jagd in Afrika, in der er wohl so einige exotische Tiere schoss (an genaue Einzelheiten kann ich mich nicht mehr erinnern). Abends kam Opa zu uns aufs Zimmer und erzählte uns von den Katzen der Nachbarn, welche seinen Garten verunstalten und ständig Vögel und andere Tiere ermorden würden. Er beauftragte meinen Bruder und mich diese Katzen zu töten. Wir wussten zu Beginn nicht, wie wir dies anstellen sollten, aber er sagte nur, wir sollen uns morgen bei ihm in der Werkstätte melden und versprach uns ein Kopfgeld von 20 Schilling (in Euro umgerechnet (inklusive Inflation) ca. 2 Euro) pro Katze.

Am nächsten Tag meldeten wir uns wie vereinbart in der Werkstätte und er zeigte uns seine Marderfalle, die auch zur Katzenjagd verwendet werden können. Nach einer kurzen Einschulung stellten wir sie auf dem Grundstück auf und warteten.

Am nächsten Morgen fanden wir eine Katze darin. Wir transportierten sie in den Keller und öffneten den "Käfig".
Mein Bruder drängte sie in die Ecke und schoss ihr mit einer Armbrust in den Kopf, allerdings war die Wirkung offensichtlich nicht letal, denn sie fiepte wie wild und zappelte wie ein Fisch. Ich nahm eine Metallstange und schlug mehrmals auf sie ein, es muss ca. 10 mal gewesen sein, danach war es ruhig. Wir entsorgten die Katze im Müll.

Auf ähnliche Weise erwischten wir noch zwei andere Katzen. Wie wir diese töteten möchte ich hier lieber nicht schreiben. Das Kopfgeld von 60 Schilling investierten wir in Süßigkeiten.

Ich bereue diese Tat zutiefst. Ich war jung und wusste nicht was ich tat. Für meinen Bruder gilt dasselbe.



Beichthaus.com Beichte #00029303 vom 24.08.2011 um 00:12:05 Uhr in Leopoldsdorf (Hauptstraße) (60 Kommentare).

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