Mein geistig behinderter Bruder

28

anhören

Dummheit Peinlichkeit Masturbation Familie

Mein kleiner Bruder ist geistig behindert. Er kann halbwegs sprechen, also keine vollständigen, zusammenhängenden Sätze, aber man versteht schon, was er möchte. Er ist 15 Jahre alt, ist relativ selbstständig und körperlich auch völlig normal, nur die rechte Hand hält er immer unnatürlich abgeknickt von sich weg und lässt manchmal die Zunge etwas heraus hängen und sabbert. Ich habe ihn total lieb und auch gar kein Problem damit, mit ihm raus zu gehen, mit ihm einzukaufen oder was anderen sonst so mit behinderten Menschen peinlich sein könnte. Für mich ist er ein ganz normaler Junge und als solchen behandle ich ihn auch. Tagsüber ist er in einer speziellen Schule und danach wird er in einer Nachmittagsgruppe betreut. Wie das nun mal bei 15-jährigen Jungs ist, erforscht er natürlich auch seinen eigenen Körper und irgendwie fand ich das immer niedlich, bis zu dem einen Abend. Ich gehe meist gegen 23 Uhr ins Bett und schaue dann nochmal in sein Zimmer, um ihm eine gute Nacht zu wünschen. Ich klopfe nie an, weil es eigentlich unnötig ist. Auf jeden Fall kam ich ins Zimmer und mein kleiner Bruder lag nackt auf seinem Bett und holte sich einen runter und schaute dabei auf das Foto, das über seinem Bett hängt. Auf dem Foto sind meine Eltern, er, mein Freund und ich. Ich war völlig geschockt und ging einfach wieder raus. Seitdem ist es mir unangenehm, meinen Bruder anzugucken oder ihn gar zu umarmen oder mit ihm zu kuscheln. Und wie das bei behinderten Menschen so ist, merken die das sofort und mein Bruder ist völlig verstört. Ich kriege das Bild einfach nicht aus dem Kopf, wie er da liegt mit seiner abgeknickten Hand und sich auf unser Familienfoto einen runterholt. Ich habe dann mal mit einer seiner Betreuerinnen gesprochen und die meinte, das wäre total normal, weil sie damit weniger ihre sexuellen Bedürfnisse befriedigen, als ihre Liebe ausdrücken. Quasi sind die Glücksgefühle, die er beim Masturbieren empfindet, ein Ausdruck seiner Liebe zu uns, seiner Familie. Ich beichte, dass ich trotzdem nicht über dieses Bild hinwegkomme und meinen Bruder deshalb meide, obwohl ich ihn lieb habe und obwohl ich merke, wie sehr er meine Nähe sucht. Es tut mir so leid und ich versuche wirklich, damit klarzukommen. Ich hoffe, dass es sich bald bessert. Ich komme mir ja selber dumm vor, sonst ist mir ja auch nichts unangenehm. Nicht mal, wenn ich mit ihm dusche oder ihn sauber machen muss, wenn er es nicht rechtzeitig zur Toilette schafft. Ich hoffe, er kann mir verzeihen.

Beichthaus.com Beichte #00030502 vom 29.11.2012 um 05:53:38 Uhr (28 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Todesangst um die Tochter

34

anhören

Zorn Habgier Ignoranz Ex Schwangerschaft Dortmund

Ich (w/18) gehöre zu den weiß ich wie vielen Teeniemüttern Deutschlands. Die Schwangerschaft war schlicht und ergreifend jugendlicher Wahnsinn und eigene Dummheit, von außen betrachtet. Ich persönlich sehe es nicht als Fehler. Ich liebe meine Tochter über alles und mir wird oft gesagt, ich sei dazu geboren, Mutter zu sein. Nebenbei manage ich die Schule, in der ich ein paar Monate verpasst habe und bin auf einem recht guten Weg zu einem passablen Abitur. Aber was mich wirklich ankotzt, ist der dazugehörige Vater. Wir sind zwar nicht mehr zusammen, aber ich will natürlich, dass er sich auch um unsere Kleine kümmert. Er ist drei Jahre älter als ich, führt sich allerdings auf wie ein kleines Kind. Er kapiert das Prinzip einer Windel nicht, ekelt sich vor dem Po abwischen seiner eigenen Tochter, will nicht mit ihr draußen spazieren gehen und wenn wir dann mal gemeinsam unterwegs sind, zum Beispiel, um neue Klamotten für sie zu kaufen, dann geniert er sich total und hat Angst, mit dem Kinderwagen gesehen zu werden. Ich wette, die Freunde und Bekannten, die mich nicht kennen und das damals alles nicht mitgekriegt haben, wissen nicht mal, dass es unsere Kleine gibt. Er verleugnet seine Tochter und mich noch dazu und wenn er sich mal dazu herablässt, sich um sie zu kümmern, kann ich trotzdem nicht entspannen, weil er so unfähig ist. Einmal hat er sie im Kinderwagen im Flur vergessen, das andere Mal wäre sie fast von der Wickelkommode gefallen und einmal hat er ausprobiert, ob sie in der Badewanne selbstständig schwimmen könnte. Ich habe jedes Mal Todesangst, wenn ich was wirklich Wichtiges zu erledigen habe und sie dann bei ihm lassen muss. Mittlerweile telefoniere ich erst meine ganze Familie und meine Freunde ab, bevor ich sie ihm überlasse. Ab und zu ruft er in letzter Zeit an, ob er nicht mal wieder auf sie aufpassen kann und ich sage ihm jedes Mal ab. Es tut mir leid, dass ich ihm unsere Süße vorenthalte, aber jede Mutter hat so etwas wie einen Beschützerinstinkt und ich habe einfach Angst, dass, selbst wenn ich dabei bin, ich nicht mehr schnell genug eingreifen kann, wenn er wieder irgendwas Dummes mit ihr anstellt. Außerdem bin ich sauer, dass er sich für uns schämt und finde, er hat es nicht anders verdient.

Beichthaus.com Beichte #00030499 vom 28.11.2012 um 12:57:44 Uhr in Dortmund (Hannöversche Straße) (34 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Mein Wunsch nach Aufmerksamkeit

26

anhören

Betrug Begehrlichkeit Morallosigkeit Partnerschaft Germany

Ich (w/18) bin in einer glücklichen Beziehung und wir lieben uns sehr. Bei ihm war es Liebe auf dem ersten Blick. Wir sind jetzt schon ein Jahr zusammen und so richtig gestritten haben wir noch nie. Ich habe allerdings vor einigen Monaten einen anderen Jungen (22) kennengelernt. Er steht auf mich und gibt mir das auch gut zu verstehen. Unser erstes Treffen war total schön. Mein Freund wusste davon, hatte aber nichts dagegen, weil wir einander vertrauen. Beim zweiten Treffen lud mich der Kerl zu sich nach Hause ein, zu einem DVD-Abend. Mit Wein. Ich habe mich auf das Treffen eingelassen, obwohl ich wusste, worauf das hinauslaufen kann. Damals war mir aber noch nicht klar, dass er beziehungstechnisch was von mir wollte. Erst saßen wir nur nebeneinander, dann wollte er, dass ich meinen Kopf auf ihn lege und irgendwann, dass wir kuscheln. Irgendwann begann er, mich zu befummeln und ich genoss es ein wenig. Es waren nur Streicheleinheiten, im Nachhinein schäme ich mich aber dafür. Es war trotzdem schön, so berührt zu werden. Er hat die ganze Nacht probiert, mit mir zu schlafen und wollte mich küssen, aber ich konnte das meinem Freund nicht antun. Ich bin froh, dass ich mich so gegen ihn gewehrt habe. Seitdem versucht er, mich ins Bett zu bekommen und mir meinen Freund auszureden. Ich werde meinen Freund allerdings niemals für ihn verlassen. Hiermit beichte ich, dass ich trotz allem die Aufmerksamkeit des 22-Jährigen genieße. Ich sage ihm zwar klipp und klar, dass er keine Chance hat, jedoch schreibe ich ihm oft und ich glaube, ich bin Schuld, dass er nicht von mir loskommt. Und das nur, weil ich ihn nicht in Ruhe lasse. Es wäre zwar das Beste für beide Seiten, aber ich liebe die Aufmerksamkeit, die mir andere Männer geben.

Beichthaus.com Beichte #00030493 vom 26.11.2012 um 08:18:54 Uhr in Germany (Griesheim) (26 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Ich bin nicht schwul

23

anhören

Dummheit Trunksucht Peinlichkeit Kollegen Last Night Kerpen-Buir

Viele meiner Arbeitskollegen denken, dass ich (m/18) schwul wäre. Vermutlich aus dem Grund, weil ich mich nicht an meine älteren Kolleginnen ranmache. Das liegt aber nur daran, dass die nicht unbedingt meiner Zielgruppe entsprechen. Die einzige Kollegin, bei der ich mir überhaupt was hätte vorstellen können, hat eine Stunde vor dem Treffen mit einer billigen Ausrede abgesagt. Trotzdem nerven die Fragen nach meiner sexuellen Orientierung und darüber hinaus wollte mich eine Kollegin mit einem Schwulen verkuppeln. Also habe ich auf der letzten Betriebsfeier stockbesoffen den Anmachversuchen einer für mich unattraktiven Kollegin nachgegeben. Sie hatte nicht locker gelassen mit Fragen à la "Sagen Sie, das soll nicht verletzend sein oder so, aber, sind Sie schwul?" Ich fühle mich benutzt und das Geläster sehe ich auch schon kommen.

Beichthaus.com Beichte #00030492 vom 25.11.2012 um 22:57:37 Uhr in Kerpen-Buir (23 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Das Unglück der Ältesten

32

anhören

Engherzigkeit Ungerechtigkeit Hass Familie

Ich (w) beichte, dass ich meine Eltern hasse. Ich bin religiös aufgewachsen und habe sehr wohl gelernt, Vater und Mutter zu ehren. Allerdings finde ich, dass dies auf Gegenseitigkeit beruhen sollte und ich fühle mich nicht gerade geehrt. Ich habe zwei kleine Geschwister und damit die leidvolle Aufgabe der Ältesten, was so viel bedeutete wie, wenn einer heulte, war ich schuld und kassierte den Schlag ins Gesicht. Meine mittlere Schwester ist nicht viel jünger als ich und das war auch gut so, denn so konnten wir aufeinander aufpassen und hatten wenigstens einen Menschen auf der Welt. Als ich sechs Jahre alt war, gingen meine Eltern gerne auch mal die ganze Nacht weg und ich musste auf meine vier Jahre alte Schwester aufpassen. Mit fünf Jahren zwang mein Vater mich, zur Musikschule zu gehen und Klavier spielen zu lernen, was ich nur mit mäßiger Begeisterung tat. Ich war einfach nicht gut. Ich hatte kein Ohr dafür, kein Taktgefühl, jedes Stück musste ich mir hart erarbeiten und das nur, weil er wollte, dass ich später in der Kirche Choräle spiele. Sowieso ist die Kirche ja das Wichtigste überhaupt. Egal wie müde man war, es musste abends gebetet werden und jeden Sonntag durfte man im Gottesdienst vergammeln.


Wenn mein Vater von der Arbeit kam, zwang er mich zum Klavier spielen, selbst wenn ich schon vorher die halbe Stunde geübt hatte. Einmal zog er mich an den Füßen vom Hochbett bis ich mich nicht mehr halten konnte und mit dem Kopf auf die Leiter und den Boden knallte. Ich wehrte mich und der Kampf ging an der Treppe weiter, die zum Wohnzimmer führte. Ich hielt mich am Geländer fest, rutschte weg, er ließ los und ich fiel die Treppe runter. Ich heulte wie ein Schlosshund, aber er trug mich zum Klavier, setzte mich auf den Stuhl und ließ mich spielen. Vor lauter Tränen konnte ich gar nichts mehr sehen, aber ich spielte fast tadellos. Was meine Mutter in meiner Kindheit gemacht hat, weiß ich nicht mehr. Ich weiß, dass sie manchmal mit uns gebastelt hat, wochenlang auf irgendwelchen Kuren war und ihre Schläge immer schlimmer waren, weil ich da emotional viel mehr litt. Meine Schwester und ich haben alles zusammen und vor allem alleine gemacht. Für mich gab es nur sie. Hatten wir uns gestritten, kam unsere Mutter rein, hat rumgebrüllt, mich geohrfeigt und ist wieder gegangen und obwohl wir uns keine fünf Sekunden vorher übel gezofft hatten, haben wir uns danach gegenseitig getröstet. An meinem ersten Schultag bin ich alleine in eine fremde Stadt mit dem Bus gefahren, während alle anderen Kinder von ihren stolzen Eltern zur Schule gefahren wurden. Ich konnte als Erste lesen und schreiben, hatte einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und einen eisernen Willen. Freunde fand ich eher schwer, weil ich im Kopf einfach weiter war als die anderen Kinder und die Älteren wollten nicht mit mir spielen. Obwohl meine Schwester und ich uns liebten und sie immer fair und lieb zu mir war, wurden wir unterschiedlich behandelt. War ich krank, musste ich, wenn ich schon mal Zuhause war, abwaschen oder sonstigen Haushaltskram erledigen. War sie krank, musste ich ihr Tee ans Bett bringen und es wurde extra zum Arzt gefahren. Waren Mama und ich einkaufen, redete sie dauernd davon, was meine Schwester alles brauchen würde. Wenn ich etwas haben wollte, hieß es immer, ich hätte ja schon so viel. Dazu muss ich sagen, ich habe, seitdem ich so 12, 13 Jahre alt war, bis zu meinem 19. Lebensjahr, immer nur eine Hose besessen, bis diese zu kaputt war, um sie weiterhin anzuziehen, dann bekam ich eine neue. Als ich angefahren wurde und mir die Rippen gebrochen habe und eine Woche lang im Krankenhaus war, besuchte mich mein Vater einmal, um mir Sachen vorbei zu bringen. Vorher hatte ich drei Tage lang in den Klamotten aus dem Fundus des Krankenhauses vor mich hin vegetiert. Ein paar Monate später war meine Schwester im Krankenhaus, weil bei ihr Diabetes festgestellt wurde und, ich schwöre, wir waren geschlossen als Familie fast jeden Tag zweimal da. Meine zweite Schwester wurde geboren, Papas kleiner Sonnenschein und wir waren sowieso uninteressant. Meine Eltern haben sich nie verstanden und ich verstehe nicht, wie dieses Kind in dieser lieblosen Verbindung entstanden ist. Aber als ich 14 war, zwang ich meine Mutter, sich endlich zu trennen und auszuziehen. Ich habe quasi meine Familie geschnappt, Wohnungen angeschaut, war mit meiner Mutter bei sämtlichen Ämtern, nebenbei besuchte ich die Schule und tröstete beide Schwestern und meine Mutter, die keine Mutter mehr war. Unfähig einkaufen zu gehen, zu kochen oder sonstige mütterliche Pflichten zu erfüllen, übernahm ich das eben. Ich habe nie persönlich weder ein Danke, noch ein Wort der Anerkennung von ihr gehört. Um die Gräueltaten meiner Mutter und meines Vaters während meiner Jugendzeit aufzuzählen, bräuchte ich sicherlich noch eine Beichte, aber es war schlimm.


Inzwischen habe ich Depressionen, kriege nichts mehr auf die Reihe und bin auf dem besten Wege, alles hinzuschmeißen. Mittlerweile bin ich ausgezogen, aber aufgrund meiner Schwestern besuche ich meine Mutter immer noch. Und meine Beichte ist, dass ich sie trotz allem immer noch nicht richtig hassen kann. Das heißt, ich kann mich auch nicht von ihr abwenden und das macht mich fertig. Neulich hat sie mich gefragt, warum ich nicht mehr wie meine Schwester sein kann und dass sie mich eben "strenger" behandeln musste, weil ich so anders bin.

Beichthaus.com Beichte #00030478 vom 22.11.2012 um 06:49:44 Uhr (32 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000