Lehrerparkplatz

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Selbstsucht Schamlosigkeit Schule

Vom Lehrerparkplatz meiner ehemaligen Schule wurde man verjagt, falls man als Schüler aus einem der Autos ausstieg und ein Lehrer das sah. Es sei schließlich ein Lehrerparkplatz, als Schüler müsse man außerhalb des Schulgeländes parken, wo man im Übrigen einen Parkschein lösen muss. Das tut jetzt aber nichts zur Sache, jedenfalls sind außerhalb der Schulzeiten (Nachmittags, am Wochenende und in den Schulferien) die Schranken des beachtlich großen Parkplatzes weiterhin geschlossen, der Parkplatz selbst aber völlig leer. Die Schule liegt mitten in der Innenstadt, es herrscht ohnehin chronischer Parkplatzmangel und die haben nichts anderes zu tun als die Schranken des unbenutzten Parkplatzes zu schließen.


Nun zum ersten Teil der Beichte:
die Schranken können mit einem handelsüblichen Hebelschlüssel von Sperrpfosten bzw. Pollern entsperrt werden, sodass man nur noch die Schranke wegschieben muss. Der Schlüssel, den mein Exfreund aufgrund des Kleingartens seiner Eltern hat, passt zufällig in das Schloss der Schranke. Er sperrt regelmäßig den Parkplatz mithilfe dieses Schlüssels auf, um das kostenfreie Parken in der Innenstadt zu ermöglichen. Es dauerte nicht lange, bis andere Autofahrer die Parkgelegenheit entdeckten. Seither ist der Parkplatz auch zu Unterrichtsfreien Zeiten recht gut gefüllt.


Nun zum zweiten Teil der Beichte:
letztes Jahr waren mein Exfreund und ich an einem Wochenende in der Stadt unterwegs und nutzten bei der Gelegenheit auch den Lehrerparkplatz. Als wir wieder zum Parkplatz kamen, hatten sich bereits einige Autos angesammelt. Mein Exfreund fuhr wie gewohnt vom Parkplatz, als er jedoch die Schranke überwunden hatte, stellte er den Motor ab, stieg aus, nahm den Schlüssel, schloss die Schranke, stieg wieder ein und fuhr los. Ich muss zugeben, dass ich mich trotz schlechtem Gewissen über die Aktion amüsiert habe. Stell sich einer vor, Mann/Frau läuft aufgezehrt nach einem langen Tag in der Stadt zum Auto, will nur noch nach Hause und kann nicht vom Parkplatz. Es tut mir Leid und ich hoffe, die Hausmeisterin war anwesend und erreichbar und konnte die Schranke öffnen, um die eingesperrten Autos und ihre verärgerten Autofahrer hinauszulassen.

Beichthaus.com Beichte #00029899 vom 30.03.2012 um 21:32:02 Uhr (15 Kommentare).

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Parkplatz abgesperrt

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Dummheit Boshaftigkeit Schule

Letzten Winter hatte es besonders stark geschneit und eines Abends hatten ein paar Freunde und ich die Idee irgendeinen Unfug mit dem Schnee anzustellen. Also trommelten wir eine kleine Gruppe kurzfristig zusammen und gingen zur Schule. Zuerst wollten wir einfach nur riesige Schneemänner bauen, doch die Idee entwickelte sich im Minutentakt weiter, sodass wir uns am Ende einig waren, das eine große Mauer die den Lehrerparkplatz absperrt, die sinnvollste Zeitinvestition sei. Also machten wir uns an die Arbeit und waren nach ein paar Stunden zwar klitschnass, aber immerhin stolze Erbauer von zwei riesigen 1,5 Meter hohen Mauern. Diese sollten noch in der Nacht antauen und steinhart gefrieren.
Am nächsten Morgen waren die Meinungen der Lehrer geteilt, manche fanden die Aktion lustig, andere waren so genervt, das sie sogar fast mit dem Auto durch die Mauer gefahren wären. In den nächsten Tagen erfuhren wir das viele Lehrer einen Strafzettel bekommen haben. Ein Lehrer musste besonders viel zahlen, da er auf einem behinderten Parkplatz geparkt hatte. Außerdem mussten der Schulleiter und der Hausmeister Überstunden machen um die Mauer mühevoll abzureißen.

Beichthaus.com Beichte #00029893 vom 28.03.2012 um 14:09:24 Uhr (29 Kommentare).

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Fremdgegangen mit Erfolg

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Fremdgehen Trunksucht Partnerschaft

Als ich mich damals mit meiner Ex-Freundin stritt, und sehr angefressen nach Hause in meine WG fuhr, schnappte ich mir meine Mitbewohnerin und zu dem Zeitpunkt beste Freundin und auch gleichzeitig sehr gute Freundin meiner damaligen Freundin um mich bei ihr auszukosten. Ich hatte am nächsten Tag frei und ein fast voller Kasten Bier sollte mir bei meiner Frustbewältigung zur Seite stehen. Meine Mitbewohnerin trank solidarisch mit und als sie dann schließlich eine SMS bekam, dass sie am nächste Tag keine Uni hat, langte sie erst recht zu. Neben dem Kasten musste auch noch eine kleine 0,35er Jägermeister Flasche an dem Abend dran glauben. Schließlich, zu fortgeschrittener Stunde rutschte sie irgendwann näher an mich heran. Ich wusste zunächst nicht mit der Situation umzugehen, noch irritiert von ihrem heranrücken nahm sie schließlich meine Hand. Im Alkoholautopilot wehrte ich mich nicht dagegen. Ich fand sie schon immer recht attraktiv, wobei mir, während ich in der Beziehung war, NIE in den Sinn gekommen war, etwas mit ihr zu versuchen. Aber so enttäuscht und voller Groll auf meine damalige Partnerin tat mir die Nähe gut und ich nahm sie schließlich in den Arm. Etwas später folgte ein zaghaftes Küssen, was intensiver wurde und gegen 5 Uhr morgens machte wir uns auf ins Bett - zusammen. Aber nein, wir hatten keinen Sex, wir kuschelten nur sehr intensiv, fummelten und küssten.


Das sollte so auch die nächsten Tage weitergehen - es war wie verflucht, ich wusste, es war falsch, aber wenn wir so da lagen fühlte es sich so verdammt richtig an. Nachdem ich meiner Ex dies nun gebeichtet hatte war sie sichtlich schockiert, enttäuscht von uns beiden. Es dauerte einige Zeit, bis ich mich von ihr lösen konnte und mich dann auf eine Beziehung mit meiner Mitbewohnerin einließ. Das kann doch nicht gut gehen, muss man jetzt unweigerlich denken. Ja, dachte ich anfangs auch. Aber ich habe es zugelassen. Wir sind jetzt seit über einem Jahr zusammen, mit meiner Ex verstehe ich mich super, wir sind beide drüber hinweg. Sie hat auch einen neuen Freund und wir können über alles miteinander reden, sie ist so eine Art neue beste Freundin.


Und die Entscheidung, die Beziehung mit meiner jetzigen Freundin einzugehen war wohl mit das Beste, was ich je gemacht hab. Sie ist zuckersüß, ihr geht es nur gut, wenn es mir auch gut geht, sie ist uneigennützig und gleichzeitig ist es meine größte Freude, sie glücklich zu sehen. Wir haben das gleiche Denken, die gleichen Interessen und obwohl wir seit jeher in der Beziehung zusammen wohnen geben wir uns den Raum, den wir brauchen und schenken uns die (viele) Nähe, nach der wir uns sehnen. Ich glaube, ich war noch nie so glücklich mit einer Partnerin - sie macht jeden scheiß mit, ist im Bett total wild und ansonsten der liebevollste Mensch der Welt. Tja, nun zu meiner Beichte: Ich habe eigentlich Mist gebaut, aber aus dem Schmerz von uns 3 ist trotzdem etwas wunderschönes erwachsen. Ich weiß nicht, womit ich das verdient habe, bin aber jeden Tag dankbar dafür.

Beichthaus.com Beichte #00029891 vom 27.03.2012 um 02:22:25 Uhr (17 Kommentare).

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Die Partyreiniger

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Unreinlichkeit Ungerechtigkeit Maßlosigkeit Last Night Köln

Da meine Eltern momentan im Urlaub sind, habe ich (19) vorgestern in unserem Mehrfamilienhaus (wir sind die Vermieter) eine kleine Party geschmissen. So mit etwa zehn Gästen, davon vier Frauen. Wir wohnen im zweiten Stock in einer netten Wohnung mit einem 20qm Balkon. Der Abend verging mit Zirkeln und Pokern, auch der ein oder andere Joint wurde geraucht.
Irgendwann waren wir zu faul, zum Wasser lassen aufs Klo zu gehen: ich und meine männlichen Gäste urinierten schätzungsweise 10 Mal vom Balkon auf die darunterliegende Terrasse meiner Nachbarn. Zusätzlich landeten dort noch diverse Bierdosen, Kippen und Jointstummel.

Am nächsten Morgen, nachdem der Großteil der Gäste bereits gegangen war, realisierte ich erst das Ausmaß dieser Aktion. Auf der ganzen Terrasse hatten sich Urinpfützen gebildet und die Steine waren mit einem Urinfilm überzogen, den ich sogar noch vom Balkon aus riechen konnte. Das lustige an der Sache ist, dass ich von unseren Mietern bisher noch keine Beschwerde oder Anklage gehört habe, obwohl ich die Frau sogar im Treppenhaus grinsend auf "irgendwelche besonderen Vorkommnisse letzte Nacht" angesprochen habe. Die Terrasse war am nächsten morgen wie von Zauberhand wieder aufgeräumt, solche Mieter muss man haben!

Beichthaus.com Beichte #00029885 vom 26.03.2012 um 01:03:06 Uhr in Köln (35 Kommentare).

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Der geschminkte Gartenzwerg

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Diebstahl Dummheit Schule Holzminden

Als ich 16 Jahre alt war, war ich freiwillig auf einem Internat. Es war alles in allem eine tolle Zeit, aber trotzdem gibt es da etwas, wofür ich mich immer noch, 10 Jahre später, schäme. Und zwar ist es so, dass auf dem Gelände natürlich auch Lehrer wohnen, die jeweils eine Wohngruppe betreuen. Die Lehrerin der Wohngruppe unter meiner eigenen hatte einen Gartenzwerg, den sie vor ihrer Türe stehen hatte. Immer mal wieder wurde damit etwas Jux angestellt, zum Beispiel fand er sich einmal am Raucher-Pavillon draußen wieder. Irgendwann waren wir etwas betrunken und nahmen den Zwerg ebenfalls mit. Auf meinem Zimmer verzierten wir ihn mit Kajal. Total bescheuert, kindisch und sinnlos, aber so waren wir nun mal.
Am nächsten Tag hörten wir, wie die Lehrerin davon sprach, dass ihr wieder einmal der Gartenzwerg geklaut wurde. Übrigens war das eine tolle, sehr liebe Frau, also man hatte keinen Grund ihr etwas Böses zu wollen. Es war eben einfach eine Dummheit.

Jedenfalls stand besagter Gartenzwerg nun immer noch, schwarz angemalt, in meinem Zimmer und wir überlegten, ob wir ihn einfach zurückstellen sollten, trauten uns aber nicht. Warum auch immer! Theoretisch hätten wir ihn einfach heimlich nachts, oder selbst tagsüber, wieder vor ihre Tür stellen können. Haben wir aber nicht. Als ich dann später in ein anderes Gebäude auf dem Gelände umzog, nahm ich den Zwerg mit dorthin. Ich weiß gar nicht, wo der immer war, vermutlich im Schrank oder in einer Kiste, denn sonst wäre er ja irgendeinem Lehrer bei einer Zimmerkontrolle mal aufgefallen. Selbst als ich dann über ein Jahr später wieder zu meinen Eltern zurückkehrte, nahm ich den Zwerg mit. Immer noch schwarz angemalt.

Dort platzierte ich ihn einfach gut sichtbar auf einem meiner Schränke. Irgendwann nahm unsere Putzfrau ihn und stellte ihn in den Vorgarten. Meine Eltern fragten mich hinterher, wo ich den eigentlich her habe, der wäre ja toll. Ich weiß nicht mehr genau, was ich gesagt habe, aber in jedem Falle habe ich mir natürlich irgendetwas aus den Fingern gesogen. Noch heute, wenn ich den Zwerg so in unserem Garten stehen sehe, schäme ich mich. Weil er nicht mir gehört, sondern geklaut ist und vor allem, weil wir ihn einer sehr liebenswerten Frau gestohlen haben, die das eigentlich nicht verdient hatte. Es tut mir wirklich sehr Leid und ich ärgere mich, dass ich nie den Mut hatte den Zwerg wieder zurückzustellen. Ich schätze mal, dass die Lehrerin schon lange nicht mehr daran denkt oder sich ärgert, aber trotzdem war das ganz schön mies. Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00029883 vom 23.03.2012 um 13:13:01 Uhr in 37603 Holzminden (Einbecker Straße) (23 Kommentare).

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