Mein Auslandsjahr in China

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Unreinlichkeit Ekel Gesundheit

Vor ein paar Jahren habe ich ein Auslandsjahr in China verbracht und musste zwischendurch medizinisch behandelt werden, da ich in der Provinz, wo ich gelebt habe, sehr krank geworden bin. Die Zustände dort wünsche ich wirklich niemandem. Nicht nur, dass es kein Versicherungssystem gibt und Behandlung nur gegen Vorkasse erfolgt, die hygienischen Umstände sind auch unvorstellbar. Wir haben an einer Schule gelebt, an der die Toiletten aus zehn Erdlöchern bestanden und durch kleine Vorsprünge voneinander getrennt waren, ohne Licht und Waschbecken, dafür mit Ratten. Sie mussten von den Schülern durchgespült und ausgeschaufelt werden. Den Gestank vergesse ich nie im Leben. Ich möchte beichten, dass wir am Ende nur noch einen Eimer in unserer Wohnung benutzt haben und den Inhalt immer aus dem Fenster gekippt und mit Wasser nachgespült, falls denn welches aus der Leitung kam. Mit der Zeit gewöhnt man sich mehr oder weniger daran, nicht immer fließendes und vor allem nie warmes Wasser zu haben. Ein Jahr ohne Dusche war zwar hart, aber was solls. Wir hatten dauernd Probleme mit dem Magen. Wer isst auch schon rohes Schweinefleisch, Hühnerköpfe und Innereien vom Fisch?
Nach sechs Wochen mit Infusionen in der Hand und von neugierigen Chinesen umringt, ohne dass irgendeine Form der Besserung eintrat, bin ich schließlich dank der Versicherung mit einem Arzt in ein Krankenhaus für Ausländer nach Peking ausgeflogen worden. Am Flughafen dort musste ich richtig dringend aufs Klo. Alles war besetzt und er hat auf mich gewartet. Nach so langer Zeit abgestumpft und aus der Not heraus bin ich dann einfach in den Putzraum daneben, den man nicht mal abschließen konnte, und habe mir den Putzeimer mit Lappen gesucht und alles stehen lassen, weil ich es nirgends hinschütten konnte. Im Nachhinein habe ich dort viele eklige Dinge getan. Ich gestehe, dass ich in Deutschland ungefähr zwei Monate gebraucht habe, bis meine Haut nicht mehr braun vom Schmutz war.

Beichthaus.com Beichte #00030303 vom 03.10.2012 um 20:12:50 Uhr (17 Kommentare).

Gebeichtet von islandno77
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Kilometermärsche

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Boshaftigkeit Ungerechtigkeit Zivi & Bund Münster

Ich (m/27) habe vor ein paar Jahren nebenbei bei einem Gärtner bei uns im Ort gearbeitet. War immer sehr lustig. War ein sehr lustiger Haufen. An einem Samstagmorgen waren wir zu dritt auf einem unserer Felder in der Bauernschaft und haben Jungpflanzen gepflanzt. Hatten schon den ganzen Morgen viel Spaß und viel Mist gelabert. Dann kam unser Highlight des Tages.
Erst kam ein Auto von der Bundeswehr und stellte einen Wegweiser an einer Abzweigung direkt bei uns am Feld auf. Denke das war so für einen dieser 25 Kilometermärsche, die man beim Bund ableisten muss. Als der Wagen weg war, sind wir schnell hin und haben den Pfeil umgedreht. Nach einer Weile kam ein Trupp mit circa 30 Soldaten vorbei. Schön locker am rauchen und schwatzend ohne jegliche Anstrengung. Die natürlich dem Pfeil hinterher. Als alle verschwunden waren, haben wir den Pfeil wieder umgedreht und erst mal weitergearbeitet. Nach circa 45 Minuten kam die Truppe zurück. Im Laufschritt. Die gucken zum Pfeil und sind voll am Fluchen. Dann sehen die nur noch drei Leute auf dem Feld am Lachen ohne Ende. Ich konnte nicht mehr. Die sind dann auch direkt abgedampft, die müssen ja auch eine gewisse Zeit einhalten. Der Tag war für uns gerettet. Ich beichte, dass ich immer wieder am Schmunzeln bin, wenn ich daran denke. Ich würde es immer wieder machen, vor allem weil ich da auch beschlossen habe Zivi zu werden.

Beichthaus.com Beichte #00030292 vom 27.09.2012 um 10:44:15 Uhr in Münster (16 Kommentare).

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“35.000

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Die Trojaner und die Sucht

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Neugier Manie Sucht Internet

Ich (m/30) habe einen ziemlich seltsamen Fetisch entwickelt. Schon zu meiner Jugendzeit bin ich immer ziemlich auf die Mädels aus meiner Clique abgefahren. So kam es dann, dass ich mit 16 das erste Mal versuchte, die Laptops bzw. PCs meiner Bekannten nach Fotos von den Mädels zu durchsuchen. Da ich mich schon damals sehr gut mit Computern auskannte, wurde ich gerufen, um irgendwelche Probleme zu lösen. Dabei nutzte ich dann die Möglichkeit, nach Fotos zu suchen. Zu dieser Zeit habe ich aber nie irgendwelche Nacktfotos gefunden, das Beste waren Bikini-Bilder. Aber auch Bilder, auf denen sie Jeans und ein leichtes Top anhatten, machten mich extrem scharf und wurden dementsprechend auch kopiert. Auch kamen manchmal meine Bekannten mit ihren externen Festplatten sogar zu mir, um illegal heruntergeladene Filme zu bekommen. Ich durchstöberte dann natürlich auch deren Festplatten. Auch habe ich in den einschlägigen sozialen Netzwerken immer nach "schönen" Bildern von meinen weiblichen Bekannten gesucht. Eigentlich war das auch der Hauptgrund, warum ich mich dort überhaupt anmeldete.
Nun, das Ganze ging etwa 2 oder 3 Jahre so. In dieser Zeit habe ich nie wirklich richtige Nacktfotos ergattern können. Ein paar Urlaubsbilder, ein paar Fotos von Hintern in engen Jeans. Am Baggersee oder Schwimmbad habe ich auch ab und an (wenn die Gelegenheit da war und niemand hinschaute) ein paar Bilder mit dem Handy gemacht.
Danach aber kam eine Auszeit, da ich aufgrund meines Berufes nur noch am Wochenende Kontakt mit Freunden hatte. Und irgendwie hatte ich auch das Interesse daran verloren und lud mir ziemlich viel der üblichen Pornos aus dem Internet. Speziell hatte ich ein Faible für Amateurbilder und -videos.


Aber dann kam noch die Wende:
Ich hatte mir Gedanken gemacht, dass es doch irgendwie möglich sein müsse, wirklich in Ruhe die PCs meiner Bekannten durchsuchen zu können. Dabei bin ich bei meinen Recherchen in ein Forum gelangt, in welchem frei über die korrekte Verwendung von Trojanern geredet wurde. Aber auch alle anderen Themen der Internetkriminalität wurden dort offen diskutiert, wie z.B. Kreditkartenbetrug und derlei.
Ich war hin und weg und war die nächsten Wochen quasi nur in diesem Forum und habe alles gelesen, was es zu lesen gab.
Nach ein paar Wochen der intensiven Recherche und Vorbereitungen hatte ich mir dann den passenden Trojaner-Baukasten heruntergeladen, konfiguriert und ein Programm gekauft, mit dem alle üblichen Antiviren-Softwares ausgehebelt wurden und nicht mehr anschlugen. Ich hatte mir sogar einen VPN gekauft und eingerichtet, mit dem der ganze Internetverkehr über Osteuropa umgeleitet wurde. Somit war ich auch sicher, sollte mein Trojaner zur Polizei kommen und analysiert werden.
Dann war es so weit: Mein Trojaner kam das erste Mal bei einer guten Freundin von mir, die wirklich sehr heiß aussieht und einen super Vorbau hat, zum Einsatz. Und alles funktionierte. Ich konnte nun in aller Gemütlichkeit ihren PC durchforsten und mir alles runterladen, was sie darauf gespeichert hatte.


Ich fand aber keine Nacktfotos von ihr. Dadurch lies ich mich aber nicht unterkriegen. Ich verteilte in den nächsten 6 Monaten meinen Trojaner noch an andere weibliche Bekannte von mir. Bei manch einer fand ich auch, was ich suchte, und masturbierte in dieser Zeit auch wirklich sehr viel.
Nach diesen 6 Monaten hatte ich aber immer noch nicht genug und wollte mehr: Ich schickte meinen Trojaner nicht mehr nur an Bekannte, sondern auch sogar an Frauen, die ich gar nicht kannte. Ich tat dies, indem ich die Zugangsdaten von ICQ eines meiner vorigen Opfer crackte (sind nur als MD5-Hash verschlüsselt), mich dann in den gehackten ICQ-Account einloggte und dann schaute wer der Damen, die gerade online waren, ein ansprechendes Profilbild hatte. Denen gegenüber gab ich mich als eben die aus, deren Account ich hackte und schickten ihnen meinen Trojaner. Somit konnte ich dann auch deren ICQ-Passwort cracken und dann Spiel ging dann immer so weiter. Ich saß wirklich in jeder freien Minute vor dem PC und schaute, wer gerade mit meinem Trojaner online ist und schnüffelte, was nur möglich war.
Vor etwa 1,5 Jahren habe ich dann damit aufgehört und auch alle Bilder gelöscht, die ich durch die Verwendung des Trojaners ergattern konnte. Die Bilder, die ich aber zu Anfang kopiert hatte, habe ich immer noch. Ich schaue sie zwar kaum noch an, will sie aber irgendwie auch nicht löschen. Wegen dieser Bilder habe ich auch kein schlechtes Gewissen, da ich denke, dass ziemlich viele andere männliche Teenies in diesem Alter ebenfalls mal schnell denn PC/Laptop einer Bekannten durchsucht und Bilder auf ihren Stick kopiert haben.


Was ich aber beichten möchte, ist, dass ich mit einem Trojaner in die innerste Privatsphäre meiner Bekannten und auch Fremder eingedrungen bin und heimlich ihre privatesten Sachen gestohlen habe, und habe auch nun ein schlechtes Gewissen.
Dennoch muss ich recht oft an diese Zeit zurückdenken, denn es war für mich auch ein unheimlicher Adrenalinkick, wenn ich wieder versuchte, einer Frau meinen Trojaner unterzujubeln.
Durch diese Zeit habe ich meine Fähigkeiten im Social Engineering und auch in Sachen Internetsicherheit unheimlich verbessert. Mittlerweile gebe ich meinen Bekannten viele Tipps, wie sie sich besser vor Malware schützen können und wenn ich mal für einen Kumpel ein neues Spiel runterlade, dann checke ich den Crack immer auf Malware, sodass er sich nichts einfängt. Natürlich habe ich meine Bekannten nie über meine Vergangenheit aufgeklärt. Dennoch kommt öfters mal wieder der Gedanke, damit wieder anzufangen. Diese Mischung aus Adrenalin und Erotik macht einfach unheimlich süchtig. Ich habe nie und hatte auch nie vor, auch nur Teile meiner ergaunerten Daten im Internet zu veröffentlichen - sie waren stets für den privaten Gebrauch gedacht.

Beichthaus.com Beichte #00030278 vom 20.09.2012 um 11:38:11 Uhr (29 Kommentare).

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Nebenjob mit Folgen

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Habgier Neugier Peinlichkeit Internet

Vor 2 Jahren habe ich im Internet eine Kleinanzeige aufgegeben, dass ich eine Arbeit suche. Prompt meldeten sich einige Leute, die eher unseriöse Angebote für mich hatten. Aus Langeweile bin ich auf einen Typen eingegangen, der mir 15 Euro für 10 Bilder von mir bot. Er überwies mir 20 Euro. Das gefiel mir und somit antwortete ich auch einem Herrn, der für ein Internetportal zuständig war, bei dem Frauen vor der Kamera strippen. Ich sollte es mal ausprobieren und schon nach 30 Minuten hatte ich 20 Euro verdient. Also machte ich das eine Woche (heimlich) weiter, bis ich feststellte, dass man einen Gewerbeschein braucht, um sich das Gehalt auszahlen zu lassen. Da hatte ich natürlich keinen Bock drauf, da ich es eher peinlich fand, wenn jemand wüsste, was ich für einen Nebenverdienst habe. Also löschte ich meinen Account.


Monate später googelte ich meinen eigenen eBayaccount (derselbe Nickname wie im besagten Onlineportal) und musste panisch feststellen, dass es 3.600 Seiten mit erotischen Fotos von Deutschland bis zu den philippinischen Inseln von mir gab. Ich schrieb einige Seiten an. Heute sind es nur noch ein paar 100. Ich hoffe, dass nie jemand meinen eBaynamen googelt.

Beichthaus.com Beichte #00030276 vom 20.09.2012 um 03:00:25 Uhr (22 Kommentare).

Gebeichtet von Fabi23
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Film Casting

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Boshaftigkeit Völlerei Medien Ebhausen

Ich habe vor ein paar Jahren für ein Filmstudio im Casting Bereich gearbeitet. Man muss sich das nicht ganz so schlimm vorstellen wie in den TV Shows, aber es bewerben sich wirklich Personen, bei denen man nur noch den Kopf schütteln muss. Nach dem Motto berühmt um jeden Preis. Irgendwann hatten wir mal eine weibliche Hauptrolle für eine Serie zu besetzen, sehr großer Andrang. Mit einigen der Damen hätte ich vermutlich ins Bett gehen können, wenn sie die Rolle gekriegt hätten.
Schließlich war eine dabei die sehr gut auf die Rolle passte, sehr schlank und gut aussehend. Leider keinerlei Erfahrung als Schauspielerin und meiner ersten Einschätzung nach nicht unbedingt so klug. Wir haben uns einen Spaß erlaubt und ihr gesagt, dass sie für die Rolle im Prinzip passen würde, sie müsse aber mindestens dreißig Kilo zunehmen, es würde sich um eine sehr mollige Hauptrolle handeln. Nach einem halben Jahr bei einem ganz anderen Casting taucht sie wieder auf und hat tatsächlich dreißig Kilo zugenommen und meint nun zu uns, ob sie die Rolle kriegen kann. Ich habe in diesem Moment meinen Glauben an die Menschheit verloren. Mein Kollege hatte einen Lachflash, der noch zwanzig Minuten angedauert hat. Sie ist rausgestürmt und hat hoffentlich eine Diät gemacht.

Beichthaus.com Beichte #00030274 vom 18.09.2012 um 22:09:43 Uhr in Ebhausen (31 Kommentare).

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