Die schwierige Beziehung zu meinem Vater

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Engherzigkeit Hass Verzweiflung Zorn Familie

Ich hasse meinen Vater im Augenblick. Ich (24) bin Studentin und hatte immer eine schwierige Beziehung zu ihm. Wir haben uns oft angebrüllt und gegenseitig wahnsinnig gemacht, er hat mich oft beschimpft und absichtlich verletzt. Er gab meinen Nichten die Kosenamen, die meine Mutter mir gab, als ich klein war und es gibt so viele Bilder von ihm und den Kindern meiner Schwester - sie sind schließlich der Stolz der Familie, und so weiter. Von mir und ihm gibt es allerdings kein Einziges. Vor zwei Jahren hat er versucht, eine Beziehung zu mir aufzubauen. Nicht, weil ich plötzlich wichtig war, sondern weil ich die Einzige war, die noch zugehört hat - die da war, als es in der Ehe meiner Eltern kriselte. War meine Mutter verfügbar, wurde ich wie Dreck links liegen gelassen, überrannt und beschimpft. War sie nicht da, oder hatten die beiden Streit, war ich wieder gut genug. Ich hasse ihn, weil er nicht auf meiner Hochzeit sein wird, ich hasse ihn, weil er nicht sehen kann, wie ich mein Studium beende, ich hasse ihn, weil er meine Kinder nicht kennenlernen wird. Und vor allem hasse ich ihn, weil ich mich immer daran geklammert habe, dass es irgendwann besser wird, dass wir irgendwann Freunde werden. Ich hasse ihn und habe Angst, dass das niemals aufhören wird. Ich hasse ihn mit einer glühenden Inbrunst, die mir das Herz bricht und mich selbst hasse ich genauso.

Ihr fragt euch, warum? Weil mein Vater sich vor sieben Wochen das Leben genommen hat und sein letzter Gedanke vermutlich war, dass keiner ihn liebt oder braucht. Ich brauchte ihn. Trotz allem. Und ich liebte ihn. Und er fehlt mir so. Und trotzdem war ich für ihn kein guter Grund, um weiterzuleben. Ich habe Angst, mir niemals verzeihen zu können, dass wir nicht besser miteinander auskamen - vielleicht wäre dann alles anders gekommen.

Beichthaus.com Beichte #00031890 vom 13.09.2013 um 00:31:03 Uhr (20 Kommentare).

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Marx war doch Kapitalist, oder?

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Dummheit Aggression Boshaftigkeit Schule

Das Schuljahr hat gerade erst angefangen und schon bin ich (w/18) von meiner Banknachbarin genervt. Zum Beispiel konnte ich mich heute in Geschichte kaum noch vor ihren dummen Fragen retten. Ich gebe selbst zu, dass ich auch keine große Leuchte in Geschichte bin und dass mir das Faktenwissen fehlt, aber trotzdem bin ich ehrlich daran interessiert und ein bisschen Menschenverstand kann man doch auch in unserem Alter erwarten. Trotzdem kamen ständig Fragen wie: "War die BRD Osten oder Westen?", "Auf welcher Seite standen die Amerikaner?" "Marx und Lenin waren Kapitalisten, oder?" und so weiter. Ebenfalls eine beliebte Taktik ihrerseits ist es, mir einen Satz aus dem Lehrbuchtext vorzulesen und dann zu fragen: "Stimmt das so?" Nein, natürlich nicht, der Autor will dich nur veralbern!


Außerdem kann sie nichts alleine machen und fragt mich ungefähr nach jedem dritten Stichpunkt, wie ich das formuliert habe. Meine Güte, wir stehen kurz vor dem Abitur - aber auch in Deutsch löchert sie mich ständig, da sie kaum Fachbegriffe in Sachtexten versteht. Meine Beichte ist, dass ich meine Banknachbarin innerlich täglich mehrmals anschreie, beleidige und manchmal auch arrogante Antworten gebe, was sonst überhaupt nicht meiner Art entspricht. Insgeheim hoffe ich auch ständig, dass mal ein Lehrer bemerkt, wie blöd sie sich anstellt, denn durch pures Auswendiglernen erreicht sie meistens sogar gute bis sehr gute Leistungen, oder benutzt im Unterricht einfach meine Antworten, wenn sie gefragt wird.

Beichthaus.com Beichte #00031885 vom 11.09.2013 um 17:15:29 Uhr (27 Kommentare).

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“Beichte

Das Horrorfilm-Fieber

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Lügen Falschheit Verzweiflung Medien Horka

Ich (m/19) fürchte mich vor Horrorfilmen und bekomme davon Schlafprobleme. Trotzdem sehe ich mir ständig welche an. In meiner Clique ist nämlich vor Kurzem das Horrorfilm-Fieber ausgebrochen. Jetzt hocken wir fast jedes Wochenende bei einem Kumpel, dessen älterer Bruder eine riesige Horrorfilmsammlung besitzt, und sehen uns diese an, meistens sogar mehrere nacheinander. Meine Kumpels haben sich nämlich vorgenommen, die ganze Sammlung anzusehen. Ich habe mich bisher nicht getraut zu sagen, dass ich diese Filme nicht sehen möchte, weil ich befürchte, meine Kumpels halten mich dann für ein Weichei und lachen mich aus. Während der Filme kann ich mich ganz gut beherrschen und meine Angst unterdrücken, aber schon, wenn ich alleine auf dem Weg nach Hause bin, und es raschelt irgendetwas im Gebüsch, zucke ich zusammen. Zu Hause kann ich dann nur schlafen, wenn alle Türen abgeschlossen sind. Ich schlafe dann zwar ein, aber seitdem wir regelmäßig diese Filme sehen, wache ich beim kleinsten Geräusch - manchmal auch völlig verschwitzt und mit rasendem Puls - auf. Ich schäme mich dafür und hoffe, dass ich entweder irgendwann immun werde oder meine Kumpels die Lust an den Filmen verlieren.

Beichthaus.com Beichte #00031884 vom 12.09.2013 um 00:35:29 Uhr in Horka (20 Kommentare).

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Die ewige Lüge

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Lügen Peinlichkeit Falschheit Verzweiflung Partnerschaft

Ich (w) beichte, dass ich meinen Freund belüge. Und zwar insofern, dass ich ihm jedes Mal, wenn wir Sex haben, vorspiele, einen Orgasmus zu haben, obwohl das nicht stimmt. Mittlerweile bringe ich das ziemlich überzeugend rüber und er hat bisher nichts bemerkt, obwohl wir seit sechs Monaten zusammen sind. Der Grund, warum ich das mache, ist sein angeschlagenes Selbstbewusstsein. Er ist extrem unsicher - und zwar bei allem - aber, dass ich keinen Orgasmus kriege, liegt nicht an ihm. Ich spüre beim Sex einfach nichts. Deshalb hatte ich, trotz diverser Beziehungen, auch noch nie einen Orgasmus. Aber ich kann ihm das nicht sagen, weil es mir einerseits total peinlich ist und ich andererseits angst habe, dass er mich verlässt. Ich bin so schon ein sehr komplizierter Mensch und das würde unsere Beziehung noch mehr verkomplizieren. Ich bin also eine feige Lügnerin mit Verlustängsten.

Beichthaus.com Beichte #00031882 vom 12.09.2013 um 00:52:51 Uhr (25 Kommentare).

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Jeden Monat neue Schuhe

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Habgier Shopping Internet Ex

Jeden Monat neue Schuhe
Als ich (w/27) mit meinem Freund den ersten Monat seit unserem Kennenlernen feierte, kannte er längst meine Vorliebe für schöne Sachen. An unserem Monats-Jubiläum, dem 23., lud er mich auf eine Shoppingtour ein. Zur Feier des Tages durfte ich mir etwas aussuchen. Es war eine neue Jeans. Einen Monat später das gleiche Spiel. Diesmal war es ein Kleid. Dann High Heels. Und so ging es Monat für Monat weiter, bis er ein Kundenkonto bei Zalando eröffnete und ich mir selbst jeden Monat etwas aussuchen sollte. So musste er die, für ihn langweiligen Einkaufstouren nicht mitmachen. Vor fünf Monaten haben wir uns in beiderseitigem Einverständnis getrennt. Wir waren drei Jahre zusammen. Am 23. jeden Monats kaufe ich mir trotzdem weiterhin Schuhe und diverse Kleidung über sein Kundenkonto. Bis jetzt hat er nichts dagegen getan.

Beichthaus.com Beichte #00031876 vom 10.09.2013 um 17:08:16 Uhr (21 Kommentare).

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